Merz kann weder Wirtschaft noch Partei

Kanzler Merz kann Partei nicht und seine Wirtschaftskompetenz ist ein Märchen. Die Parteien haben den Staat zu ihrer Beute gemacht. Nun zerstören sie die wirtschaftliche Grundlage der eigenen Beute.

Kanzler Friedrich Merz hat bei seinem Personalkarussell unübersehbar vorgeführt,  Partei kann er nicht. Von Wirtschaft wusste man das schon vorher.

Eine bekannte Kritik an Berufspolitikern ist, außer Partei könnten sie nichts – und müssten auch nichts anderes können, um im Anlernberuf des Berufspolikers Karriere zu machen. Unter Berufspolitikern gab und gibt es immer wieder welche, die aus einem früheren, richtigen Beruf kommen, aber nie in politische Führungsrollen. Nicht ein Kanzler und Ministerpräsident kam aus der Wirtschaft, wo allein das Geld verdient wird, von dem alle leben.

Merkposten. Der Parteienstaat kostet die Netto-Steuerzahler jährlich 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro: staatliche Parteienfinanzierung, Fraktionsfinanzierung in Bund und Ländern und Parteistiftungen zusammengenommen.

Machtversessen und machtvergessen. Die bekannte Kritik am Parteienstaat ist, die Parteien haben den Staat zu ihrer Beute gemacht. Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim hat das in Jahrzehnten Arbeit belegt. Bundespräsident Richard von Weizsäcker sagte im ZEIT-Interview 1992: „Die Parteien haben sich zu einem ungeschriebenen sechsten Verfassungsorgan entwickelt, das auf die anderen fünf einen immer weitergehenden, zum Teil völlig beherrschenden Einfluss ausübt. […] Nach meiner Überzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen Führungsaufgabe.“

Kanzler Merz kann Partei nicht und seine Wirtschaftskompetenz ist ein Märchen. Er hat noch nie eine Firma geleitet und war bei Blackrock kein Chef, erinnert Hans-Martin Tillack, sondern nur Aufsichtsratsvorsitzender bei der deutschen Blackrock-Tochter mit damals 16 Mitarbeitern.

Laut FAZ sprechen manche in der Unions-Bundestagsfraktion bereits über eine Zukunft ohne Merz. Als möglicher Zeitpunkt wird der nächste Sommer nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen genannt. Dann könnte MP Hendrik Wüst nach Berlin wechseln. Mit ihm käme das Land vom Regen Merz in die Traufe Wüst.

Einsperren statt zurückschicken. Der Bund der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands (BSBD) fordert spezialisierte Gefängnisse zur Inhaftierung von Gefährdern. „Der Umgang mit islamischen Extremisten in Haft ist von nationalem Interesse, daher sollten sie zentral untergebracht und von eigens dafür ausgebildetem Fachpersonal betreut werden“, sagte der BSBD-Vorsitzende René Müller der Rheinischen Post. Zugleich hob er hervor: „Gefährder, die ideologisch festgefahren sind, darf man nicht unbeobachtet lassen.“ Denn sie nutzten jeden Freiraum, um andere Insassen zu radikalisieren und Straftaten in der Haft zu planen. Deshalb sollten sie möglichst nicht mit anderen zusammenkommen: „Es handelt sich um brandgefährliche Personen, die nach außen hin oftmals zunächst nicht aggressiv auftreten, aber dann von null auf hundert gehen und losschlagen.“ In NRW habe es vor einigen Jahren einen Fall gegeben, wo ein Islamist einen Vollzugsbeamten, mit dem er zuvor gut zurechtkam, plötzlich mit kochend heißem Wasser überschüttete. Er fügte hinzu: „Radikalisierte Straftäter sind meist mit 18 schon längst keine Jugendlichen mehr, sondern aggressive, brutale Erwachsene – das Jugendstrafrecht ist da fehl am Platz.“

Hundstage. Die nächste Hitzewelle meldet der Deutsche Wetterdienst für heute mit Warnungen vor extremer Hitze für Teile aller westdeutschen Länder. In Köln und Stuttgart würden bis zu 35 Grad erwartet, in Hamburg 32, in München bis zu 33, an Mittel- und Oberrhein, dem Rhein-Main- und Rhein-Neckarraum bis zu 38 Grad. Für den Osten werden um 30 erwartet, am Donnerstag bis zu 37 – und im Westen soll es dann noch heißer werden als heute. Anschließend soll es in einigen Teilen des Landes teils heftige Schauer und Gewitter geben, die auch Abkühlung bringen. – Früher nannte man das im Hochsommer Hundstage, die vom 23. Juli bis 23. August reichen sollten. 

Um Hundstage handelt es sich politisch in Deutschland zweifelsohne, sie begannen mit Merkel, hörten bis Merz nicht auf und sind nicht vorbei. Der Klimawandel gehört zum Wesen der Natur. Statt sich einzubilden, das Klima mit Polit-Regler zu steuern, reichte es, den Parteienstaat zu beenden.

Und sonst? Schau’n wir mal, dann seh’n mir scho.

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Kommentare ( 88 )

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Wilhelm Roepke
16 Tage her

Nein, schuld daran sind nicht die Politiker. Schuld daran ist die Masse der Wähler, die Wahlgeschenke, Parolen, Unterhaltung, Ablenkung, keine langfristigen Problemlösungen und Bequemlichkeit will. Kein eigenes Engagement, keine Lektüre politischer Blätter wie Tichys Einblick kein politisches Ehrenamt, keine Demonstrationen, keine Selbsterhaltungstrieb, kein eigenständiges Denken. Irgendwann muss ich einfach zur Fernbedienung greifen, die Propaganda-Talkshow ausschalten und mal die Kurzfassung eines Parteiprogramms lesen, den Zeitschriften-Kiosk mal durchschmökern, die Wahlstände verschiedener Parteien abklappern und den Taschenrechnern zum Thema Staatsfinanzen in die Hand nehmen. Man braucht nicht in Mathe promoviert werden, um zu kapieren, dass es keine gute Idee ist, jeden dritten Euro… Mehr

Lucius de Geer
16 Tage her

Danke an Herrn Goergen, dass er mit den ewigen Blackrock-Mythen rund um M. aufräumt. Merz hat als AR-Mitglied der Deutschland-Tochter kein Geschäft gemacht (das Asset Management Business kennt der von seinem Werdegang her auch kaum), er war nur Türöffner für Gespräche mit Politik und Behörden über regulatorische Fragen (machen alle großen Assetmanager so). Es gibt keinen Hinweis auf eine Einflussnahme auf einzelne Firmen dank Merz. Das ergäbe auch keinen Sinn: Blackrock als in erster Linie passiver ETF-Investor (im Kundenauftrag) zielt weniger auf Extrarenditen (Alpha) durch gezielte Einzelwetten ab als auf breite Marktabdeckung. Es gibt zwar empirische Belege dafür, dass große… Mehr

Haba Orwell
16 Tage her
Antworten an  Lucius de Geer

> Es gibt keinen Hinweis auf eine Einflussnahme auf einzelne Firmen dank Merz. Das nicht, aber später auf solche Politik, die dem Laden Pfründe sichert. > und das wiederum von einer Mehrheit an Bürgern, die alles glauben, was ihnen staatsnahe Medien erzählen. Die eigene politische Dummheit auf „ausländische Mächte“ spiegeln ist im übrigen in D’land ein Klassiker seit 150 Jahren… Und es geht weiter wie gehabt – für den einen Michel sind es Putin und Xi, für den anderen Muslime mit dem Koran und für Manche all die gemeinsam. Hauptsache, wer anders schuld und wenn es knallt – „ich habe… Mehr

Thomas
16 Tage her
Antworten an  Lucius de Geer

Leben wir im selben Land?
Deutschland ist zu 100% abhängig von den USA und nimmt sogar die Zerstörung seiner lebenswichtigen Energie Infrastruktur durch oder zumindest mit Billigung der USA und die Verwicklung in einen US Krieg der Deutschland immens schadet ohne zu Murren hin.
Selbst deutsche Gesetze werden von amerikanischen Anwaltskanzleien geschrieben.
Seehofer hat es doch gesagt: Die die gewählt werden haben nichts zu sagen.

Last edited 16 Tage her by Thomas
Siggi
16 Tage her

Seine Kompetenzen liegen beim Lügen und arglistig Täuschen.

Kassandra
16 Tage her

Praxis gegen Theorie:
https://www.welt.de/videos/video6a6841cb1ff9bc89d8811379/nach-csd-anschlag-90-prozent-aller-jungen-maenner-die-zu-uns-gekommen-sind-unterstuezen-diese-radikalen.html
Der sich in Thüringen inzwischen auch so was wie einen „Islamistenbart“ hat wachsen lassen bestreitet das:
https://www.welt.de/regionales/thueringen/article6a67419eb5090c8e581ee0dd/verfassungsschuetzer-herkunft-kein-terror-gefahrenindikator.html
Genosse von Bas, oder? Die will ja den Schlamassel, den sie mit anrichtet, auch nicht erkennen.

Thomas
16 Tage her

Das Deutschland der 2000er Jahre wäre mit dem zusätzlichen Gas aus NS 2 das absolute Powerhouse Europas und westeuropäischer Hegemon geworden.
Ganz automatisch wegen gemeinsamer Interessen wären die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland immer enger geworden.
Die konnten die Angelsachsen UK/USA und andere nicht zulassen.
Die Situation war/ist vergleichbar mit dem aufstrebenden Deutschen Reich Anfang des 20. Jahrhunderts.
Minute 33:
https://www.youtube.com/watch?v=3ixj1Q7j904&t=3s
Merz ist handverlesen.
Man war sich bei ihm sicher das er Fremd- und Merzens Eigeninteressen vor die Interessen Deutschlands stellt, ja wahrscheinlich sogar das nicht mal begreift und tatsächlich glaubt das Ukraine uber Alles im Sinne Deutschlands ist.

Alf
16 Tage her

Minister kommt heute nicht ins Kabinett

:

Schnieder will Merz nicht sehen!

https://www.bild.de/politik/inland/schnieder-will-merz-nicht-sehen-noch-verkehrsminister-kommt-nicht-ins-kabinett-6a68c827a17ee9f1dfd81f10

Wer will Merz eigentlich noch als Kanzler sehen?

Merz fordert drastische Kürzung des EU-Haushalts

https://web.de/magazine/politik/inland/merz-drastische-kuerzung-eu-haushalts-42553332

Für unser Land gilt das nicht.
Sonderschulden und Geld für die ganze Welt.
Scheißegal, was im Haushalt steht.

Die C-Parteien haben das Land mit den Spezialdemokraten ruiniert.

Juergen P. Schneider
16 Tage her

Die die links-grün gehirngewaschene Wählermehrheit sorgt dafür, dass das links-grüne Altparteienkartell auch in Zukunft nach Belieben schalten und walten kann. Derzeit ist nicht erkennbar, wer denn im Klatschhasenverein die Nachfolge des Kanzlerdarstellers antreten soll. Mit Wüst käme das Land vom Regen in die Traufe. Der Parteienstaat ist nicht reformierbar. Aber wie wird man ihn los? Eigentlich muss man wohl auf einen totalen Kollaps warten, der auch dem letzten Untertanen klar macht, dass es so nicht weitergehen kann.

Kassandra
16 Tage her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Amthor böte sich an.
Denn das ist einfach der Mann, der für alles zu gebrauchen ist.
So arg viele gibt es davon aber tatsächlich gar nicht.

Haba Orwell
16 Tage her
Antworten an  Kassandra

> Amthor böte sich an.

Aha. Genauso hätte man 1989 in der DDR diskutieren können, wer denn als SED-Gensek die Erlösung bringen würde. Analog PVAP in Polen, die KPdSU und so weiter.

Ho.mann
16 Tage her

„Merz kann weder Wirtschaft noch Partei“
Wenn man dazu noch die ekelhafte Spaltungs-Heuchelei von Merz in Bild und Ton bei der CSD-Trauerfeier vernommen hat, dann weiß man, warum unser Land im jetzigen und künftigen Istzustand unter seiner Regie nur dem Chaos entgegengehen kann.

Thomas
16 Tage her
Antworten an  Ho.mann

Der neue Merz Sound ist 1 zu 1 der Sprech der radikalen Linken.
„Queere community“
Worte, Witze sind bereits Gewalt und Terror.
Die Linksfaschisten haben Merz gebrochen.
Und mit einem gebrochenen Mann kann man alles machen.

Last edited 16 Tage her by Thomas
Traum-Yogi
16 Tage her

Die AfD kann in SA die absolute Mehrheit bekommen. In den anderen Bundesländern sollte sie zusammen mit dem BSW regieren.
https://cna343.wordpress.com

Kassandra
16 Tage her
Antworten an  Traum-Yogi

Was für einen Narren haben Sie nur am bsw gefressen.
Wer oder was außer Wagenknecht hat Sie da beeindruckt?

Talleyrand
16 Tage her

Er kann aber amerikanisches „hire and fire“ Gebahren. Nur zu gut kenne ich die Mentalität dieser abartigen Führungsmentalität, die man in amerikanischen Unternehmen lernen muss. Und Merz kennt nichts anderes. Leider ist die frühere deutsche Unternehmenskultur in den letzten 30 Jahren ausgemerzt worden. Und ich weiß, wovon ich rede. Vierteljährliche Profitmaximierung statt langfristiger Erfolgsstrategie, aus Mitarbeitern werden beliebig austauschbare human resources.

Kassandra
16 Tage her
Antworten an  Talleyrand

Trump anerkannte seine Englischkenntnisse – und dass er braun gebrannt war.

Talleyrand
16 Tage her
Antworten an  Kassandra

Das erinnert mich an einen amerikanischen Supermanager mit einer Menge von degrees und courses in allerlei Unsinn, der in mein Unternehmen ungebeten hereinschneite und versprach ungefragt innerhalb von drei Wochen die deutsche Sprache bei Berlitz sich perfekt aneignen zu wollen. Nach einer Woche wurde als Betriebssprache Englisch vorgeschrieben. Er war dann gleich mal weg und ward nie mehr gesehen. Die Nachfolger haben dann doch 10 Jahre gebraucht, um das Unternehmen in die Insolvenz zu führen. God bless America.

Last edited 16 Tage her by Talleyrand