Merkel und Trump: kein Händeschütteln

Das diplomatisch arrangierte Treffen bringt es nicht einmal zum gemeinsamen Foto, es gibt kein Händeschütteln. Trump bringt seine Revanche für Merkels Auftritt in Harvard - vielleicht auch mehr - unmissverständlich zum Ausdruck.

Screenprint: Youtube

Für eines ist Politik hin und wieder immerhin gut, für Unterhaltung. Am Rande der Begehung des 75. Jahrestages der Landung der Westtruppen in der Normandie begegnen sich auch Trump und Merkel. Das diplomatisch arrangierte Treffen bringt es nicht einmal zum gemeinsamen Foto, es gibt kein Händeschütteln. Trump bringt seine Revanche für Merkels Auftritt in Harvard – und vielleicht auch noch mehr – unmissverständlich zum Ausdruck.

Focus.de beschreibt das so:

„Die deutsche Bundeskanzlerin steht wie ein Schulmädchen da, deutet an sich hinzusetzen, zögert, macht einen Schritt auf Trump zu, zögert wieder. Währenddessen ignoriert Trump sie nach allen Regeln der diplomatischen Kunst. Schließlich setzen sich beide.”

Ich frage mich übrigens sowieso jedesmal: Was machen deutsche und französische Regierungschefs eigentlich bei D-Day-Feiern? Beide Länder haben den Krieg doch verloren.

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Kommentare ( 267 )

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Esmeralda Playa
2 Jahre her

Frankreich hatte den Krieg verloren und musste erst 1944 befreit werden.
Trotzdem haben die Alliierten dieses Frankreich zu den Siegern gezählt um den anderen Sieger Sowjetunion überstimmen zu können.
Mussolinis Italien zum Sieger zu machen, dazu hätte es dann aber nicht mehr gereicht.

armin wacker
2 Jahre her

Sie hat sich in Frankreich in den Wahlkampf eingemischt. Der Kandidat hat verloren.In den USA. Gleiches Ergebnis. Ja und die deutsche Presse hat Kräftig mitgemischt. Seither muss Deutschland vor der Tür warten. Selbst vor dem Botschafter haben Sie nicht halt gemacht. Das bezeichne ich als wahrhafte Spitzendiplomatie.

Joachim
2 Jahre her

Zur Qualität der Artikel „unserer MSM“, die da oben verlinkt sind: Spiegel verschweigt die Szene komplett, NTV spielt sie herunter (so als sei nur „keine Zeit dafür“ gewesen) ebenso wie die Welt (nennt sie nur ganz am Schluß als „kleine Unstimmigkeit“). Einzig Focus kommt der Sache recht nahe, verschweigt aber auch das Abräumen der Gläser und des Wassers im Text, hat aber zumindest das Video verlinkt. Die beiden anderen nur ein Standbild. Spiegel nennt einseitig nur die deutsche Zeitangabe sogar in der Überschrift, während NTV und Focus zumindest berichten, daß es da unterschiedliche Angaben gibt. Spiegel: 6 Welt: 5 NTV:… Mehr

Joachim
2 Jahre her

Das Gesicht Merkels, unbezahlbar.

Zuerst checkt sie gar nicht, was Trump mit den Gläsern und dem Wasser meint. Dann rennt der „Kellner“ sie fast um, sie schreckt einen Schritt zurück. Schaut ungläubig was der „Kellner“ da macht, dann zu Trump.

Dieser Gesichtsausdruck – herrlich. Das erste mal daß ich freiwillig ein Video mit Merkel mehrmals und mit Standbildern anschaue, ohne daß mir übel wird und dabei auch noch lächle 🙂

MrTruth
2 Jahre her

Das war doch die schönste politische Retourkutsche seit langem. War Merkel nicht die Politikerin, die alle unliebsamen Gegner aus den Weg geräumt hat? Ist sie nicht die Politikerin, vor der unsere politische Kaste kuscht und sich als Steigbügelhalter für diesen personifizierte politischen Totalausfall krumm machen?

Diese Frau war es bis jetzt gewöhnt nur ** und Ja-Sager um sich zu haben. Und nun wurde sie absolut verdient mal in ihre Schranken gewiesen. Das war in meinen Augen kein Diplomatischer Fauxpas, sondern eine Glanzleistung.

giesemann
2 Jahre her

Trump sagt der mexikanischen Regierung: Wenn ihr nicht die Immigration an der Südgrenze Mexikos stoppt, dann erhöhe ich die Zölle, basta. Was machen die? Schicken flugs ein paar tausend „Nationalgardisten“ und schon geht’s. Die Amis wissen eben auch: Man muss nicht alles selber machen. Ansonsten gilt: Quo usque tandem Merkelina, abutere patientia nostra … . Der Import sozialer Probleme anderer Leute ist haram – die sind auch nicht dumm, sollen ihr bisschen Hirn selber benutzten, das ist halal. Zum Kindermachen reicht’s ja auch. Sambisa Moyo, sambische Nationalökonomin: „Wir Afrikaner sind doch keine kleinen Kinder“ – beim Wort nehmen. Die Unverschämtheiten… Mehr

Der Winzer
2 Jahre her

Die Kanzlerin – offensichtlich unter Freunden … .
Es reicht nicht einmal mehr zum Handshake mit dem wichtigsten Verbündeten.
Der Kommentar von D. Wegner bringt es exakt auf den Punkt.
Nach 14 Jahren Merkel & Mainstream-Medien sind wir fast wieder da angekommen, wo wir vor rund 70 Jahren mal waren.
#notmychancellor
Wenn man bedenkt, dass der Großvater von D. Trump aus der Pfalz stammt:
Was hätte ein Helmut Kohl aus einer solchen Ausgangssituation gemacht … .
Armes Deutschland.

Wolfgang Richter
2 Jahre her

Danke, Mr. Trump. Aber ich bezweifle, daß „unserer“ Regentin mit halbautiostischen Wesenszügen in der Lage ist, die Botschaft zu verstehen, zum Schaden zumindest WestEuropas.

Klaus Mueller
2 Jahre her

Das ernste Thema des Gesprächs war geeignet, GröKaZ erneut ihre Inkompetenz vorzuführen und (erneut vergebens) Verantwortung einzufordern. Stattdessen fliegt sie mit Taschengeld und kaputtem Fluggerät ziellos im Zielkorridor umher. Der liebe Herr Seibert sah ebenfalls nicht so gesund aus.

Muensteraner
2 Jahre her

Richtig so, Mr. Trump 😀

Merkels Zeit ist abgelaufen. Sie wird das spätestens jetzt selbst gemerkt haben.