Erdogan eröffnet DITIB-Zentral-Moschee in Köln

Lange umstritten, nun regierungsamtlich: Erdogan macht Politik in Deutschland. Beim Moscheeverein, den der Verfassungsschutz im Auge hat. Oder nicht mehr nach Maaßens Entfernung?

© Maja Hitij/Getty Images

»Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird … nach Angaben der Türkisch-Islamischen Union Ditib die Zentralmoschee des Verbands in Köln offiziell eröffnen … An der Eröffnung werde auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) teilnehmen … « – meldet die FAZ.

Der Dachverband türkischer Moscheegemeinden in Deutschland sei formal ein unabhängiger deutscher Verein. Allerdings würden die Imame in den Ditib-Moscheen in der Regel von der türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt, die direkt der Regierung in Ankara unterstehe. Kritiker würfen DITIB daher vor, der verlängerte Arm Erdogans zu sein.

Wir stellen einen Tweet von Robin Alexander unkommentiert dazu:

Ein Despot, der in der Türkei die Demokratie abschafft, Kritiker verfolgt und der in Syrien dschihadistische Gruppen unterstützt, eröffnet die Kölner Zentral-Moschee bei der DITIB, die im Visier des Verfassungsschutzes steht – hofiert und beklatscht von der deutschen Politik.

Nach welchen Maßstäben agiert die politische Klasse?

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