Einheits-Tätermerkmal: psychisch gestört

Inzwischen übliche Gewalttäter-Kennzeichnung: psychisch gestört - aus Angst, Falsches zu sagen. Schuldfähigkeit ist dann nicht vorhanden. Und eine Gruppe wird grob fahrlässig diskriminiert: Psychisch Erkrankte. Denkt niemand daran, wie ungeheuerlich das ist?

© Alexander Scheuber/Getty Images
Police and emergency workers stand outside the main railway station following what police described as an axe attack on March 9, 2017 in Dusseldorf

Täter sind psychisch gestört, erfahren wir. Sind sie das eigentlich nicht immer? Oder gehört versuchter Mord mit der Axt zum „Normalprogramm“? Eine Analyse des Polizeiberichts nach der Tat in Düsseldorf.

Der Düsseldorfer Polizeibericht

Im Polizeibericht kann man über jenen Mann, der im Düsseldorfer Hauptbahnhof Menschen attackierte, lesen:

„Bei dem verletzten und festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 36 Jahre alten Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien, der in Wuppertal wohnhaft ist. Der Verdächtige hat offenbar psychische Probleme.

Insgesamt hat die Polizei sieben Opfer registriert, davon drei Schwerverletzte und vier Leichtverletzte.“

Der Verdächtige hat offenbar psychische Probleme. Wie der Mörder aus Herne. Und über den Täter aus Heidelberg, der mit dem Auto einen Menschen tötete und drei weitere verletzte wird berichtet, er sei psychisch gestört.

Eigentlich hätte man selbst darauf kommen können. Ein „Normalo“ schlägt nicht mit einer Axt auf andere Menschen ein oder fährt in eine Gruppe von Menschen, weder mit dem Auto noch mit dem LKW.

Weitere Tätermerkmale werden nicht so bereitwillig herausgegeben. Die Polizei Heidelberg äußert sich beispielsweise nicht dazu, ob es sich um einen Muslim gehandelt habe, schließlich gebe man ja auch nicht bekannt, ob ein Täter evangelisch oder katholisch sei, erklärte dazu ein Polizeisprecher. Auch in Düsseldorf wird nur langsam klar, dass es sich um einen Täter mit Hintergrund Kosovo handelt. Die Polizei sprach lieber von einem Täter aus dem „früheren Jugoslawien“. Immerhin ist Jugoslawien schon vor einem Vierteljahrhundert zerfallen. Hätte Kosovo zu sehr nach der dort vorherrschenden Religion geklungen?

Dafür steht im Polizeibericht, er komme aus Wuppertal. Aus Wuppertal! Erst am Folgetag die Information, dass er 2009 als Asylbewerber kam. Information häppchenweise – das schafft kein Vertrauen. Aber:

„Der Täter (36) aus Wuppertal verletzte neun Menschen, darunter ein Mädchen (13)“, schreibt Bild brav.

So wünscht man sich Information. Armes Wuppertal.

Vorsicht ist die Mutter des politisch korrekten Polizeiberichts, man ahnt die Sorgenfalten, die sich die Verfasser machen, um nur nicht anzuecken da oben, wo die Politik bestimmt wird über das, was gesagt werden darf und jenes, was nicht gesagt wird und doch mitschwingt, mitgelesen wird zwischen den Zeilen.

Die Kunst, nichts zu sagen, obwohl es mitgelesen wird

Man spürt geradezu die Lähmung der Polizei, Fakten herauszugeben, Merkmale zu nennen, die einen bestimmten Verdacht nähren könnten, der zwar nicht formuliert wird – aber trotzdem in der Luft hängt. Alexander Kissler hat weitere, frühere Fälle notiert: Und dann war da noch der Mann, der in Straßburg, unter Umständen „Allahu Akbar“ rufend, einen Juden mit einem Messer angriff. Eine örtliche Zeitung wusste, der Mann sei „wegen früherer psychiatrischer Probleme bekannt“. Der Nizza-Attentäter wiederum, der Mitte Juli mehr als 80 Menschen zu Tode fuhr, habe „an Depressionen gelitten und sei auch schon in psychologischer Behandlung gewesen“. Der 18-jährige Amokläufer von München hingegen, erfuhren wir nun, war stationär behandelt worden wegen einer „mittel bis schweren depressiven Episode“, einer „sozialen Phobie“ und einer „posttraumatischen Belastungsstörung“. Der Täter habe seine Antidepressiva abgesetzt.

Nun gehört es zu den Mitteln der Polizeiarbeit, gemeinsame Tätermerkmale zu ermitteln. Aber welche dabei erlaubt sind, ist eingeschränkt. Nach dem Mord an der Studentin in Freiburg erfuhren wir, dass bei DNA-Analysen in Baden-Württemberg nicht nach Merkmalen ausgewertet werden durfte, die die Herkunft des Verdächtigen betreffen wie Hautfarbe und ethnische Merkmale. Man verdächtigt dies als „Racial profiling“. Religion ist offenbar ein weiteres Merkmal, vermutlich hat es auch lange keine Rolle gespielt, jedenfalls schien es keine signifikante Häufung zu geben.

Keine Rücksicht mehr für eine besondere Gruppe

Nur ein Merkmal kann man immer feststellen und festhalten: Psychische Erkrankung. Das kann nun zweierlei bedeuten: Erstens stimmt es immer. Glücklicherweise leben wir noch in einer Welt, in der die große Mehrheit, die „Normalen“ also, nicht mit Äxten in der S-Bahn Menschen angreifen. Schön, dass es noch „Normalos“ gibt, wer will denn sonst noch Normal sein und nicht einer besonderen Identität angehören oder Opfergruppe. Es handelt sich also um abnormes Verhalten und schon wird der Täter pathologisiert. So einfach geht das – und so billig. Dummerweise wird damit auch die Verteidigungsstrategie vorweg genommen. Aus dem Tatmotiv wird so leichtere Schuldfähigkeit, letztere nicht vorhanden. Der Düsseldorfer Polizeibericht schreibt auch von der psychologischen Ausnahmesituation des Täters. Psychische Labilität ist in der Regel autoaggressiv, richtet sich gegen den Betroffenen selbst und kann zur Gefahr für andere werden, wenn sie nicht behandelt wird. Islamistische Gewalttäter sind grundsätzlich Resultat schwerster psychischer Störungen. Das implizieren ja die Taten. Häufig ist die Rede von schwersten traumatisierten Flüchtlinge, auch wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage können sich in solchen psychologischen Ausnahmesituationen befinden. Darf über diese Gefahr geredet werden? Schwerste Traumata, das könnte sicherlich auch für jenen jungen Flüchtling aus Afghanistan gelten, der in der Nähe von Würzburg fünf Touristen aus China in einer S-Bahn mit Axthieben auf Kopf und ins Gesicht schwerstens verletzte und welche dann abgeschirmt medizinisch versorgt und in ihr Heimatland verbracht wurden. Opfer haben in Deutschland kein Gesicht. Polizeiberichte sind Dokumente, die mühsam dechiffriert werden müssen und viel aussagen über den Zustand des politischen Systems, das lieber schweigt als sich der Lage offen darzustellen.

Im Polizeibericht fällt noch eine Zeile auf. Die Axt wurde sichergestellt, hält die Polizei für berichtenswert.

Mittlerweile, am Freitag, hat ein Mann mit einer Schnittwaffe einen 80-jährigen schwer verletzt. Polizei fahndet immerhin mit Hochdruck nach dem Täter, beruhigt uns die Polizei.

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Kommentare ( 112 )

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Die erkrankten leiden an Islam

Gute Anmerkung! – Dass ist nämliche das Problem, meckern aber so weitermachen wie vorher!

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Albert Einstein

Das wird sich ändern. Zahlt nicht die Durchwinke-Behörde inzwischen schon jedem, der es will, den Führerschein? Und hat nicht die ehrenwerte Kanzlerin von Grenzenlos-Land schon im Herbst vorgeschlagen, diejenigen geschenkten Menschen, die weder Ingenieur noch Arzt sind, zum LKW-Fahrer auszubilden? Vor kurzem habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass zum Erwerb eines deutschen Führerscheins keine deutschen Sprachkenntnisse erforderlich sind.

Und eine Axtlänge Abstand halten

….. Eine Zensur findet doch statt.

Ich sehe nur zwei mögliche Erklärungen: Erstens: Die sind schlicht arrogant, fühlen sich sehr sicher im Sattel und geben sich dazu herab, mit den „anderen“ auf Augenhöhe, durch das Ablegen des Kreuzes sogar sich andienernd wie ein „Herr“, der einmal im Monat mit seinen Knechten säuft, zu sprechen! Zweitens: Sie sind schlicht zu unintelligent, um zu merken, was gespielt wird! Wobei auch hier eine gewissen Arroganz zum Tragen kommt.

Interessanterweise ist das Axtattentat ja auch schon komplett aus den Medien verschwunden.
Da, wo nach einer einen Schubser eines Pegisten an einem Journalisten tagelang in jeder Ausfuehrlichkeit berichtet wird und Politiker und NGO’s Lichterketten organisieren, ist dieser feige Axtanschlag, bei dem jede Menge Personen verletzt wurden, schon einen Tag später nicht mehr präsent im MSM.
Lueckenpresse!

Ein Erlebnis aus meinem Ort: Eine afrikanische Kleinfamilie sollte eine Wohnung erhalten, wobei eine Helferin beistand. Die erste Wohnung gefiel der Familie sehr gut, so dass sie gerne eingezogen wäre, aber die gute Helferin wies das Vermietungsangebot brüsk zurück, weil die „Küche keinen Dunstabzug“ habe! Das sei nach ihren Worten außerordentlich ungesund und „unzumutbar“, so der Vermieter! Deutschen ist das natürlich absolut zumutbar!

Soviel zum überbordendem Helfersyndrom von Leuten, die hier ein Betätigungsfeld gefunden haben, in das sie sich mit ungeheurer Energie stürzen und das sie aus ihrem ereignislosen Dasein ohne Aufgabe herausholt!

Ich frage mich, wieso dieser Mensch hier aus „humanitären Gründen“ eine Duldung erhielt. Schaut in Deutschland niemand nach? Aus der Schweiz:

https://www.sem.admin.ch/dam/data/sem/internationales/herkunftslaender/europa-gus/kos/KOS-behandlung-psych-d.pdf

Ja, so macht man sich die Welt, wie sie einem gefällt bzw. das, was einem nicht gefällt, wird übermalt, gelöscht bzw. umetikettiert. So wird die Öffentlichkeit ruhig gestellt, durch die mediale Sedierung „psychisch krank“ bzw. durch die Maulkörbe für alle die vor Ort den Kopf hinhalten. So lassen sich Nachrichten entschärfen, Statistiken schönen. So lenkt man ab, von dem was allenthalben in Deutschland zu beobachten ist: Das seit der fundamentalen, selbstherrlichen Fehlentscheidung der Kanzlerin in Deutschland fast nichts mehr funktioniert. Die Grundschulen fliegen uns um die Ohren, Gefängnisse platzen aus allen Nähten, Lehrer sind chronisch überlastet, Polizisten, Richter, Sozialarbeiter und… Mehr