Corona: Herdenimmunität zum Jahresanfang 2022?

Immunität erreiche man durch eine überstandene Infektion oder durch Impfen, wenn der Impfstoff nicht nur den Geimpften vor einer Erkrankung schützt, sondern auch weitere Übertragungen des Virus verhindert.

imago images / Jochen Tack
Aufbau eines Impfzentrums für die Coronaimpfungen, in einer Halle der Messe Essen

Für wen Leben mehr ist als Überleben, hat den Coronatest bestanden. Wer das als Leben hinnehmen will, welches die Classe Politique von den Gemeinwohlmedien als zulässig verkünden lässt, dem bietet die Süddeutsche Zeitung eine „grobe Überschlagsrechnung“ für den langen Weg zur Herdenimmunität:

„Demnach wird es in etwa bis Ende des kommenden Jahres dauern, bis Deutschland Herdenimmunität erreicht. Dann könnten alle Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aufgehoben werden. Spürbare Lockerungen wären bereits deutlich früher möglich und könnten nach und nach ausgeweitet werden.“

Die Modellrechnung stützt sich auf Baden-Württemberg, weil die dortige Landesregierung sehr detaillierte Angaben macht. Die Eckdaten der staatlichen Herstellung von Herdenimmunität:

  • Bis Mitte Dezember 8 – 12 zentrale Impfzentren mit je 1.500 Impfungen pro Tag
  • Von Mitte Januar an je ein Impfzentrum für jeden der 44 Kreise
  • Mobile Impftrupps für Altenheime u.ä.
  • Jede Person zwei Dosen des Vakzins

Herdenimmunität ist erreicht, schreibt die Süddeutsche, „wenn jeder Infizierte im Mittel auf weniger als eine Person trifft, die nicht immun ist. Da ein Träger des Coronavirus ohne Gegenmaßnahmen im Mittel drei bis vier weitere Menschen ansteckt (die sogenannte Basisreproduktionszahl), genügt es, dass etwa 70 Prozent der Bevölkerung immun sind.“

Die Süddeutsche verweist auf eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, wonach 20 Prozent die Impfung ablehnen, was Herdenimmunität nicht beeinträchtige. Allerdings seien 30 Prozent unentschlossen.

Was die „Durchimpfung“ des Volkes anlangt, gehe ich davon aus, dass sie durch die breite Basis der veröffentichten Angst in den Gemeinwohlmedien plus indirekten Impfzwang wegen tatsächlicher und befürchteter Zugangsbeschränkungen gelingen wird.

Die grundlegende Einschränkung nennt die Süddeutsche zuletzt auch. Immunität erreiche man durch eine überstandene Infektion oder durch Impfen:

Zumindest dann, wenn der Impfstoff nicht nur den Geimpften vor einer Erkrankung schützt, sondern auch weitere Übertragungen des Virus verhindert. Für die beiden Vakzine der Firmen Biontech und Moderna ist dies bislang nicht erwiesen, wird aber in der folgenden Modellrechnung vorausgesetzt.

Wie gesagt: Für wen Leben mehr ist als Überleben, hat den Coronatest bestanden.

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Kommentare ( 70 )

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Dr. Rehmstack
10 Monate her

Die aktuellen Daten zum Sterbealter an Covid und zum Vergleich der Sterbefälle nach KW im Vergleich zu den Vorjahren:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html
Man sieht

  1. es ist eine Seniorenerkrankung; der Anteil der verstorbenen Werktätigen*innen ist verschwindend gering
  2. die Anzahl er „Covid“ Toten*innen steigt zwar deutlich an von minimal 19 KW 36 auf jetzt > 1000, ist aber imer noch deutlich unter der Anzahl der „Hitzeopfer“ und erst recht unter der Anzahl der Opfer der früheren Grippewellen (die zu keinen besonderen Maßnahmen geführt haben).

Der einzige, der diese Zahlen wohl verstanden hat, ist offensichtlich Boris Palmer.

Kassandra
10 Monate her
Antworten an  Dr. Rehmstack

Er hat Mathematik studiert – und er handelt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Während die Frau zwar von Gravitation schwätzt, aber ihren Utopien folgt.
Leider gibt es zu unserem Schaden zu viele ohne Rückgrat.

Last edited 10 Monate her by Kassandra
kasimir
10 Monate her

Matt, so ist es bei uns in unserer Familie auch. Da ich ja aus dem pharmazeutischen Bereich komme und vermutlich wenigstens ein Grundverständnis von Impfstoffen und deren Entwicklung habe, habe ich beim letzten Gespräch auch genauer erläutert, warum für mich eine Impfung nicht in Frage kommen wird (Grippe-Impfungen empfinde ich auch als genau so wenig sinnvoll). Da sich der Großteil meiner Familie nur per Tagesschau oder Spiegel informiert, wollen sie gegenteilige Argumente garnicht erst hören, es würden deren Weltbild zerstören. Dann werden Impfgegner lieber als asoziale Subjekte hingestellt, das ist natürlich einfacher. Wenn ich ihnen erzähle, daß Biontech und Pfizer… Mehr

Kassandra
10 Monate her
Antworten an  kasimir

Da müsste das Grundvertrauen in die Regierung, die ja zu unserem Wohle handeln sollte, zerstört werden – und da gehen sie nicht dran: Prof. Hockertz Erklärung dafür, wieso so viele teils auch hochintelligente Menschen NICHT an den CoV-Maßnahmen zweifeln. https://twitter.com/AggiDunkel/status/1335203500419112960
„Die Angst eines Kindes, dass die Eltern lügen…“ Ein genauerer Vergleich wird sich schwerlich finden lassen.

Bernd Schulze sen.
10 Monate her

Ob Die Impfstoffe überhaupt was bewirken? Jetzt hat ein FPÖ Politiker in Wien während seiner Rede ein Schnelltest mit Cola beträufelt und nun die schlechte Nachricht, auch die Cola hat Corona. Nun schweigt man darüber. Nicht das wenn Cola trinkt die Test positiv anzeigen, wehe wenn bei Cafe auch noch.

giesemann
10 Monate her

„Die ersten Impfstoffe gegen Covid-19 sind zwar bereits zugelassen, und Staaten sichern sich bereits Vorräte. Doch was die Mittel wirklich können, ist unbekannt. Im Interesse der schnellen Zulassung kürzen Forscher die Studien, wie gut und wie lange ein solcher Impfstoff wirklich schützt, derzeit radikal ab. Dennoch gehen Fachleute davon aus, dass es einen Impfstoff geben wird – denn er hat bewährte Vorbilder. Corona-Impfstoffe sind schon jetzt weltweit milliardenfach im Einsatz, und zwar in der Veterinärmedizin. Sie liefern vielleicht Hinweise darauf, wie umfassend neue Mittel schützen könnten„. Zitat aus https://www.spektrum.de/news/corona-impfstoff-wie-schweine-helfen-eine-impfung-zu-finden/1768371 vom 17.09.2020
Kommentiere das jetzt nicht. TE zu dito

thinkSelf
10 Monate her

Es ist das völlig egal ob irgendwann „Herdenimmunität“ verkündet wird. Dann wartet der nächste mutierte „Killervirus“, da ja nun jede Schnupfenwelle die Kriterien einer Pandemie erfüllt. Und dann bleiben da immer noch die echt gefährlichen Keime, an denen jedes Jahr tatsächlich und ursächlich jedes Jahr Millionen versterben, wie Tuberkulose, Malaria, etc..
Deshalb ist jeder der glaubt, das diese Nummer je wieder endet (außer, wie immer in der Geschichte, durch einen völligen Systemkollaps), ist entweder naiv, erschreckt vor seinen eigenen Erkenntnissen oder kann nicht bis drei zählen.

giesemann
10 Monate her

Coronaviren kommen ja nicht nur vom Mensch, sondern auch vom Viech, kurz, sie sind ubiqitär, wie alle Keime, die durch die Luft fliegen können. Schönes Beispiel: Vogelgrippe. Aber auch die Schweine-Sauerei. Was wir brauchen sind gute Therapeutika für die paar Infizierten, die nicht von alleine damit fertig werden; das ist alles. Tamiflu war so was, hat zwar nichts getaugt, aber La Roche hat damit einen Milliardenumsatz gemacht. Das müssen wir wiederholen, diesmal mit was Wirksamem – zum Nutzen und Frommen von Pharma, Mensch und Tier. Die Behandlung von HIV-Infizierten mag als gutes Beispiel dienen. Zum Glück können HI-Viren nicht fliegen.… Mehr

DerElfer
10 Monate her

Um das Immunsystem zu „takten“ bedarf es entweder einer Impfung oder eben einer Infektion. Ich wähle dann wohl letztere. Da hab ich bessere Chancen.

kasimir
10 Monate her
Antworten an  DerElfer

Ich auch. Und es gibt ja durchaus auch etliche Immunisierte, die sich mit Corona infiziert haben und während der Erkrankung symptomfrei blieben, es muß nicht immer bis zum Äußersten kommen (Klinikaufenthalt). Ich lege es nicht darauf an, mich zu infizieren, wir können von zuhause aus arbeiten und gehen fast garnicht raus. Aber wenn es dann eben so wäre, daß ich mich in der Apotheke oder bei der Post anstecke, lege ich mich einfach mal 2 Wochen ins Bett, bis der Spuk vorbei ist…

Dr. Rehmstack
10 Monate her

Da stellt sich die Frage, wie es China mit 1,4 Milliarden Einwohner geschafft hat, in nicht mal einem Jahr die Pandemie überwunden zu haben und bereits wieder ein positives Wirtschaftswachstum aufzuweisen; dort wird wieder Oktoberfest gefeiert. Lassen die ihre Alten einfach sterben, testen die nicht mehr oder stimmen unsere Zahlen nicht?

giesemann
10 Monate her
Antworten an  Dr. Rehmstack

Die sind in der Tat froh über jede/n, der/die/das stirbt, haben ja genug davon. Sollten wir auch sein, entlastet die Rentenkassen, die Pflegeversicherungen, die KK.

thinkSelf
10 Monate her
Antworten an  Dr. Rehmstack

Das ist sehr einfach zu erklären. Es hat gab nie und gibt keine Pandemie. Ein „informationsviraler“ Auslöser hat zu Beginn auch in China eine Panik bei der Regierung ausgelöst. Allerdings nicht wegen möglicher Krankheits- und Todesfälle, sondern wegen der Angst die Bevölkerung könnte auf die Idee kommen das die Regierung doch nicht immer alles oder jeden im Griff hat. Und das hätte, zumindest langfristig, die Macht gefährdet. Also „knallhartes“ Durchgreifen. Da China anscheinend über eine Führung verfügt, die über intakte Großhirne verfügt (also etwas was für Europa definitiv vollkommen ausgeschlossen werden kann) haben sie gemerkt, was sie damit anrichten. Machtpolitisch… Mehr

Alf
10 Monate her

Das Völkerstrafgesetzbuch regelt unter § 6 § 6Völkermord(1) Wer in der Absicht, eine nationale, rassische, religiöse oder ethnische Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören, 1. ein Mitglied der Gruppe tötet, 2. einem Mitglied der Gruppe schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere der in § 226 des Strafgesetzbuches bezeichneten Art, zufügt, 3. die Gruppe unter Lebensbedingungen stellt, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen, 4. Maßregeln verhängt, die Geburten innerhalb der Gruppe verhindern sollen, 5. ein Kind der Gruppe gewaltsam in eine andere Gruppe überführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. (2) In minder schweren Fällen des… Mehr

Kassandra
10 Monate her
Antworten an  Alf

Hier in der Uniklinik werden Ärzte- und Pflegepersonal auch ab Januar „massengeimpft“. Man wird sehen, wer sich dafür zur Verfügung stellen wird – und welche Auswirkungen das hat.

Detlev Schmidet
10 Monate her

Frage: Warum spricht man immer von Grippewellen? Genau weil ein Virus wie eine Welle die Bevölkerung infiziert bis es sich totläuft. Absurd ist es und auch gegen jede bisher bekannte Grippewelle, anzunehmen nach dem Sommer käme das genau gleiche Virus noch einmal zum Zuge, es hätte gar keine Chance sich groß zu verbreiten weil die meisten Leute längst Antikörper haben und Ihre Leukozyten den Erreger kennen. Wann gab es je nach der Spanischen Grippe 1918 nachgewiesenermaßen 2 Grippewellen mit ein und demselben Erreger in 2 Jahren hintereinander? Aber jetzt bei Corona ist das natürlich der Fall. Die Fälle werden seit… Mehr