Die libysche Küstenwache setzte sich mit Waffengewalt gegen NGO-Schiff durch, das in libysche Hoheitsgewässer eingedrungen sein soll. Laut Proactiva Open Arms befand sie sich eine Meile vor der 12-Meilen-Zone, Vesselfinder.com allerdings zeigt sie innerhalb.
Screenshot: twitter/Proactiva Open Arms
Laut unbestätigter Meldung der spanischen Nichtregierungsorganisation Proactiva Open Arms bedrohte und beschoss die libysche Küstenwache gestern in internationalen Gewässern gegen 8:30 Uhr die Open Arms. Laut Aussage der Organisation via Twitter hätte es sich um eine von der EU ausgebildete Küstenwache gehandelt.
Laut Marineportal vesselfinder.com allerdings könnte der Zwischenfall auch um einige Stunden früher passiert sein: Die Route der Open Arms bewegte sich demnach zwischen 4:30 Uhr und 6:30 Uhr haarscharf entlang der libyschen Hoheitsgewässer. Von 4:39 Uhr bis 5:10 Uhr näherte sich das Schiff kontinuierlich der 12-Meilenzone, um sie schließlich gegen 5:15 Uhr kurz zu überfahren.
Die Lage vor der libyschen Küste spitzt sich also auch nach der Festsetzung der Iuventa, eines weiteren NGO-Schiffes auf Lampedusa, weiter zu. Proactiva Open Arms ist eine jener Organisationen, die den Kodex der italienischen Regierung nicht bereit waren zu unterzeichnen.
Die C-Star der Identitären dümpelt derweil schon seit Stunden vor der tunesischen Küste und sorgt damit für Spekulationen. Der Treibstoff soll knapp werden, weil sich die tunesischen Häfen weigern würden, das Schiff in ihre Häfen einlaufen zu lassen zum Tanken und Proviant aufnehmen. War es den Medien zuvor schon eine Meldung wert, dass die C-Star das NGO-Schiff Aquarius ein paar Kilometer weit verfolgt hat, sorgt der mutmaßliche Spritmangel erneut für Aufmerksamkeit.



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