Wahlsieg der Linken in Berlin: Wenn der Clan-Chef persönlich gratuliert

Ein Unterstützer belastet massiv das Image der Wahlsieger in Berlin: Auf der Wahlparty in Neukölln erschien Issa Remmo, den Ermittler seit Jahren als Oberhaupt des Remmo-Clans bezeichnen. Der 58-Jährige zeigte das Victory-Zeichen und sagte der „Berliner Morgenpost“, er freue sich über Die Linke.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Elif Eralp (Mitte), Berlin, 20.09.2026

Erstmals fühle er sich in Deutschland von einer Partei unterstützt, Antisemitismusvorwürfe gegen die Berliner Linke wies er zurück: „Die Berliner Linke ist Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt.“ Er würde „keinen judenfeindlichen Politiker wählen“.

Doch dieser Auftritt belastet nun die Wahlsieger – Spitzenkandidatin Elif Eralp erklärte im ZDF und gegenüber RTL/ntv sofort, Remmo sei nicht eingeladen gewesen. In Kreuzberg sei er an der Tür abgewiesen, in Neukölln später hinausgeschickt worden. „Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun, die bekämpfen wir.“ Landesgeschäftsführer Bjoern Tielebein ergänzte, Typen wie Remmo seien „definitiv nicht Verbündete“. Alles, was man über ihn höre und wisse, sei „widerlich“. Der Neuköllner Bezirksvorstand um Jorinde Schulz betonte, es handle sich um eine öffentliche Veranstaltung. Remmo stehe nicht auf der Anmeldeliste, politische oder persönliche Beziehungen gebe es nicht.

Erste Prognose:
Berlin wird kommunistisch und wohl auch islamischer
Kai Wegner (CDU) nannte den Besuch ein „verstörendes Signal“. Wer Berlin regieren wolle, müsse klarstellen, dass es keine Nähe zu Strukturen der organisierten Kriminalität geben dürfe. Grünen-Landeschefin Nina Stahr zeigte sich „extrem irritiert“ und verlangte Aufklärung – auch zur Antisemitismusdebatte der vergangenen Wochen – bevor über eine Regierungsbildung gesprochen werde.

Issa Remmo selbst gilt als nicht vorbestraft, Mitglieder seiner Großfamilie wurden jedoch in spektakulären Verfahren verurteilt: 2017 stahlen Täter die 100-Kilogramm-Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum. Ahmed Remmo trat seine Haft nach BGH-Beschluss 2021 an. 2019 folgte der Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden. Im Mai 2023 verurteilte das Landgericht mehrere Clan-Angehörige, darunter Wissam, Rabieh, Bashir, Abdul Majed und Mohamed Remmo, zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und vier Monaten sowie sechs Jahren und drei Monaten. Im Februar 2021 überfielen als Müllmänner verkleidete Täter einen Geldtransporter am Kurfürstendamm und erbeuteten rund 650.000 Euro. Muhamed Remo, ein Neffe Issa Remmos, gestand und wurde im September 2021 zu sieben Jahren Haft wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Vier Komplizen blieben unbekannt.

Zusätzliche Brisanz erhält der Auftritt Remmos durch seinen Begleiter: Laut der Organisation democ sprach Issa Remmo bei der Wahlparty in Neukölln lange mit Ibrahim Ibrahim. Der Aktivist gilt als Unterstützer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Ibrahim wird dem „Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee“ zugerechnet, das der Berliner Verfassungsschutz als Dach für gemeinsame Auftritte von PFLP- und Hamas-Anhängern beschreibt. Der Neuköllner Linken-Verband hatte im Vorjahr bereits ein Sommerfest mit diesem Komitee ausgerichtet.

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Kommentare ( 11 )

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Karl Heinz Nusser
36 Minuten her

Die Berliner Linken werden dem Bürger beweisen, Kommunismus funktioniert. Man muss nur richtig damit umgehen. Ein erster Schritt wird die Enteignung der Immobilienkonzerne sein, das Problem Wohnungsmarkt (zu hohe Mietpreise, zu wenig Wohnraum) wird dann gelöst. Der Berliner Wähler als Beweis der Bildungskatastrophe?!.
Rette sich wer (noch) kann.

Apfelmann
49 Minuten her

Wo sind wir nur hingekommen? Die radikalen Parteien Linke und AFD gewinnen Wahlen und die Parteien der Mitte schauen zu. Man kann nur hoffen, dass Friedich Merz bald durch eine junge Kraft abgelöst wird, die frischen Wind in diese noederliegende CDU bringt. Wenn die Radikalen weiter zulegen sehe ich schwarz für unser Land.

jugend_attacke
50 Minuten her

Die Linke denkt halt schon in die Zukunft, wie es sich für eine Regierungspartei gehört. Sobald die Kohle aus dem Länderfinanzausgleich versiegt, weil nirgendswo mehr was da ist, müssen andere Einnahmequellen in Betracht gezogen werden, um den Laden am Laufen zu halten. Und für etwaige Enteignungen ist es sicher auch nicht verkehrt, ein paar grimmig schauende Araber im Rücken zu haben.

Kraichgau
51 Minuten her

es wächst zusammen,was zusammen gehört…..die „migrantifa“ ist fester Teil der linken Demos und zu besonderen Intifada-Momenten wird auch zusammen gefeiert.
Tja,wie im Iran sind die Kommunisten immer Speerspitze im Selbstmordkommando..
Man sollte mal eine Wähleranalyse der Linkspartei machen,ich wette,da wäre in Berlin eher die grüne Farbe des Propheten angezeigt statt tiefrot

h.milde
55 Minuten her

Hat der „Babo“ die Kampagne der LINKE, alias SED-Mauermörderpartei, mit/bezahlt & fordert er bei dieser Wahlparty öffentlich seinen Regierungs/Anteil iS. „wer zahlt schafft an“?

humerd
59 Minuten her

Jung- /Erstwähler und Berliner Linke Wählerschaft wollen das so haben. Jetzt nicht jammern. Die Bayern müssen das finanzieren

Peter Triller
1 Stunde her

Das passt schon: Kommunisten sind Räuber und Kriminelle wie die Clan-Gangster. Fleisch vom Fleische.

Olymp
1 Stunde her

Gleich und gleich gesellt sich gern. Glückwunsch. Jedenfalls muss sich jetzt keiner mehr wundern, warum in diesem Umfeld die Bundespolitik so weit links angeschlagen daher kommt und dabei auch noch glaubt, sie vertrete die Mehrheitsgesellschaft.

tiptoppinguin
1 Stunde her

Zufälle gibt‘s, erst will man Reiche erschießen, bzw. einer sinnvollen Tätigkeit zuführen, dann singt man lustige Lieder voller Inbrunst und zuletzt erscheint mir nichts dir nichts der Clanchef bei der Wahlparty. Haben sich Linke (und damit meine ich nicht „Die Linke“) nicht gerne mit Menschen verbündet, die robuste Umgangsformen gut finden (wie beispielsweise Antifa)?

Dt. Tom Schimpff
1 Stunde her

So findet zusammen, was zusammen gehört.

jsdb
54 Minuten her
Antworten an  Dt. Tom Schimpff

Ist Berlin wie Chicago vor 100 Jahren? Regiert da die Mafia?