Immer mysteriöser werden die Umstände um die grausame Bluttat von Stade. Eine der Schlüsselfiguren, Sylvia S., die 65-jährige Fahrerin des Fluchtfahrzeugs, ist offenbar untergetaucht.
picture alliance/dpa | Ulrich Perrey
Sylvia S. soll während des Blutbads im Auto gewartet und den mutmaßlichen Täter vom Tatort weggefahren haben, bis die Polizei das Fahrzeug stoppen konnte. Nach Darstellung der „Hamburger Morgenpost“ ist die Frau, die sich als Patentante des Kindes bezeichnete, das mit seiner Mutter in der Jugendhilfeeinrichtung untergebracht war, inzwischen nicht mehr erreichbar, Nachbarn wollen sie seit der Tat nicht mehr gesehen haben.
Auch an ihrem Arbeitsplatz, einer Beratungsstelle des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften in Bremen, sei sie seit der Tat nicht erschienen. Der Verband betont, sie sei am Tattag ausschließlich privat unterwegs gewesen, nicht im Auftrag der Geschäftsstelle; die Familie des mutmaßlichen Täters sei nach bisherigem Kenntnisstand dort auch nicht beraten worden.
Fest steht bis jetzt: Am 29. Juni wurden in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen erschossen, drei Mitarbeiter der Einrichtung und drei Mitarbeiter des Jugendamts der Region Hannover. Der mutmaßliche Schütze, ein 45 Jahre alter Mann aus Garbsen mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt wegen des Verdachts auf sechsfachen Mord in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft sieht Mordmerkmale wie Heimtücke und niedrige Beweggründe als gegeben.
Der Mann war zu einem Termin geladen, bei dem es offenbar um das Umgangsrecht für die drei Monate alte Tochter gehen sollte. Zuvor war der damals wenige Wochen alte Säugling nach Medienrecherchen an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) als Notfall behandelt worden. Ärzte hatten den Verdacht eines Schütteltraumas geäußert. Die Eltern bestritten diesen Verdacht.
Das Amtsgericht Neustadt am Rübenberge hatte den Eltern die Gesundheitssorge entzogen, nachdem sie eine medizinische Behandlung des Kindes verweigert haben sollen. Mutter und Kind wurden daraufhin in der Einrichtung in Stade untergebracht. Gegen diese Entscheidung hatten die Eltern Beschwerde beim Oberlandesgericht Celle eingelegt.
Die 65-jährige mutmaßliche Fluchtwagenfahrerin hatte drei Tage vor der Tat ein Schreiben an Medien verschickt, in dem sie die Vorfälle herunterspielte und die Eltern als Geschädigte darstellte.
Gegen den Vater lief zudem ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung: Am 22. April soll er im Zusammenhang mit der Behandlung seiner Tochter gegenüber Ärzten der MHH aggressiv aufgetreten sein und ihnen verbal gedroht haben.
Geklärt werden muss, warum trotz dieser Vorgeschichte kein stärkeres Sicherheitskonzept in der Einrichtung griff. Der Mann galt als aufbrausend, gegen ihn wurde bereits ermittelt, dennoch fand das Gespräch in der Einrichtung statt. Allerdings sollen die Jugendamtsmitarbeiter zu dritt angereist sein, weil sie Ärger erwarteten. Laut Bild habe der Mann seine Frau aus dem Raum geschickt, bevor er die sechs Anwesenden erschoss.
Offen ist auch die Rolle der Mutter des Kindes. Sie war während der Tat in der Einrichtung, blieb unverletzt, wurde zunächst in Polizeiobhut genommen und später wieder entlassen. Weder gegen sie noch gegen die Fahrerin des Fluchtwagens wurde Haftbefehl beantragt. Ob und in welchem Umfang sie oder andere Personen aus dem Umfeld von der Bewaffnung oder den Absichten des Mannes wussten, ist noch unklar.
Mittlerweile trat der SPD-Landtagsabgeordnete Deniz Kurku an die Öffentlichkeit und legte über seinen Anwalt seine familiäre Verbindung zu Sylvia S., der Fahrerin des Fluchtfahrzeugs, offen. Sie ist seine Schwiegermutter.
Kurku ist Landesbeauftragter für „Migration und Teilhabe“. Er sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus und erklärte, er habe vor der Tat selbstverständlich keine Kenntnis von einer möglichen Tat gehabt. Landesregierung und SPD-Fraktion stellten sich hinter Kurku.
Die Staatsanwaltschaft Stade teilte mit, das Verfahren werde seit dem 29. Juni gegen alle drei Personen wegen des Tatvorwurfs Mord geführt, also gegen den mutmaßlichen Schützen, gegen die Mutter des Kindes und gegen die 65-jährige Begleiterin. Ob und welcher Tatvorwurf später gegen welche Person angeklagt werde, könne erst nach Abschluss der Ermittlungen entschieden werden.
Die Staatsanwaltschaft fügte hinzu: „Vor dem Hintergrund einer Gefährdung der weiteren Ermittlungen und eines etwaigen Hauptverfahrens werden weitere Auskünfte daher derzeit nicht erteilt. Es wird daher gebeten, insoweit von weiteren Rückfragen abzusehen. Dies gilt auch in Bezug auf weitere durch Dritte veröffentlichte Erkenntnisse.“

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Haben ihr sicher die guten NGOs geraten und geholfen, weil man es nicht mehr unter den Teppich verschwinden lassen können. Jeder Täter, der bei einem Bankraub den Fluchtfahrzeug fährt, wird sofort verhaftet, aber diese „gute“ Menschen, sind davon befreit, egal wieviele Menschen ermordet wurden. Es lebe der deutsche Recht.
„Geklärt werden muss, warum trotz dieser Vorgeschichte kein stärkeres Sicherheitskonzept in der Einrichtung griff.“ Da kann ich nur lachen. Ich arbeite in einem ähnlichen Bereich und kann mit Fug und Recht sagen: solche angeblichen Sicherheitskonzepte gibt es nicht. Egal ob Ämter, Kliniken oder sonstige, es gibt keine Schutzkonzepte für Mitarbeiter. Die Polizei verlacht entsprechende Anfragen und kommt erst dazu, wenn die Situation eskaliert ist. Das ist die Realität. Wir sollte es auch anders sein in einem Land wo Brücken regelmäßig einzustürzen drohen und es keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt? Fragen nach Sicherheitskonzepten sind heuchlerisch und wohlfeil, weil es im Alltag sonst… Mehr
Der Verband betont, sie sei am Tattag ausschließlich privat unterwegs gewesen
Ja, nee. Ist schon klar! Demnächst heißt es dort höchstwahrscheinlich:
„Sylvia S.? Die kennen wir gar nicht! Wer soll das sein?“
Normalerweise müsste man jetzt die verantwortliche Staatsanwaltschaft einbuchten….
Ach, ich bin sicher so genau will den Fall eh keiner untersuchen. Was solls. Bestes Deutschland aller Zeiten eben.
Die Schwiegermutter eines SPD- Abgeordneten arbeitet in einer „Beratungsstelle des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften“. Wo liegt denn der Sinn dieser „Beratungsstelle“? Weshalb benötigen Partnerschaften unterschiedlicher Nationalität einen Verband mit „Beratungsstelle“? Wie wird dieser Verband finanziert? Werden hier verdiente Parteisoldaten und deren Verwandte mit lukrativen Arbeitsplätzen auf versorgt? Für mich stinkt das bis zum Himmel nach Filz
Sylvia S. (der Klarname ist mittlerweile samt Photos bekannt), langjährige Mitarbeiterin einer Migrations-NGO mit Kontakten ins linke Milieu, ist meines Erachtens als Komplizin des Täters anzusehen. Das Fluchtauto (Wert ca. 150 000 Euro; Kennzeichen mit „KD“ ) war ihr Berichten zufolge kurz zuvor eigenartiger Weise von dem SPD-„Migrationsexperten“ Deniz Kurku “ (Schwiegersohn von Frau S.) „überschrieben“ worden. Aufgrund der mittlerweile bekannten Tatumstände hat sie mindestens einen Mord mit angesehen (den an dem Heimleiter) und einen zweiten vermutlich auch (den an der Jugendamtmitarbeiterin, die später vergeblich vor dem Haus liegend reanimiert worden ist). Danach flüchtete sie mit dem Täter noch 10… Mehr
Danke, SPD, für gar nichts.