Die panische Angst vor dem Abstieg Oben – bezahlen die Unten

Kanzler Merz bläst die Backen auf, um bald drauf die hohle Luft selbst abzublasen. Im Ferndialog mit President Trump gerät das zur unfreiwilligen Komiknummer. Im Nahgeschwätz mit der SPD hat es groteske Formen.

Die Angst, am Hofe zu Berlin-Mitte nicht mehr erwünscht zu sein, steckt Experten, Journalisten und anderen Funktionären in den Knochen. Viel von ihnen wissen sehr genau, in Berlin geschieht nichts für die Bürger. Alles was Politik tut, soll den eigenen Abstieg verhindern. Nichts fürchtet auch der Hofstaat mehr als den eigenen Abstieg. Also sind sie Teil der Operation des Parteienstaats: hinter uns die Sintflut.

„An die Adresse der SPD: Es gibt in Deutschland keine linke Mehrheit“, sagte Merz bei ARD-„Caren Miosga“: „Es gibt in der CDU einen größer werdenden Unmut. Ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen. In dieser Koalition muss die Union vorkommen.“ Er suche zwar keine andere Mehrheit, „das sollte die SPD jetzt aber nicht zu dem Gedanken verleiten, sie könnte mit uns machen, was sie will … Ich
bin bisher sehr geduldig gewesen mit der SPD …“ – Manche meinen, Merz läute hier Neuwahlen ein. Der Merz, der nur ein Ziel kennt, Kanzler? 

Friedrich Merz ist nicht Opfer schlechter Umstände. Er ist ein schlechter Umstand. Er setzt eine Energiewende fort, die keinen Golfkrieg braucht, um Deutschland zur industrielosen Zone zu machen: Ruinen schaffen ohne Waffen.

Am 26. April zahlten die Strom- und Steuerzahler in einer Viertelstunde -480 Euro pro Megatwattstunde …

… und am 1. Mai bereits sechs mal 15 Minuten mit -500 Euro/MWh. Bei -500 Euro/MWh ist seitens der Börse ein „Deckel“ eingezogen. Deutschland produziert reichlich PV-Strom (auch Solarstrom oder Photovoltaik-Strom) und die Stromzahler müssen dann irre Summen draufzahlen, damit den Strom andere Länder abnehmen.

„Ich bin nicht ideologisch gegen Kernenergie“, sagte Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer (Redaktionsnetzwerk Deutschland). Er sehe aber nicht, wer die alten Meiler reaktivieren oder neue bauen solle. Angesichts der hohen Kosten wäre das betriebswirtschaftlicher Unsinn, auch volkswirtschaftlich gebe es dafür keine ausreichenden Gründe. Edenhofer stimmte Wirtschaftsministerin Reiche zu, neue Gaskraftwerke zu bauen. „In Kombination mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ist das der richtige Weg.“ Dabei seien große Solaranlagen hilfreicher als private Solardachanlagen. Der private Klimaschutz in Form von immer mehr privaten Dachanlagen könne sinnvoll sein, aber die gegenwärtige Regulierung erzeuge massive Fehlanreize. – Edenhofer hat wohl nichts davon gehört, neue Gasturbinen sind vor 2030 gar nicht zu haben

Der geläuterte ehemalige Klimaaktivist Tom Harris sagt: „Windkraftanlagen benötigen ein fossil befeuertes Reservekraftwerk, das 90 % der Zeit weiterläuft. Dadurch wird die Windkraftanlage weitgehend überflüssig und dient im Grunde nur der Fassade.“ Im krassen Gegensatz zum präsentierten umweltfreundlichen Image. – Eine Fassade der Energiewende-Gewinner von satten Millionären.

Welche Energiequellen nutzt eigentlich China? – Ganz überwiegend Kohle, und Deutschland ersäuft seine Kohlenvorräte in Rheinwasser?

Bei Miosga sagte Merz gestern im Grunde nichts außer, dass seine „Überzeugung bleibt, dass die Amerikaner für uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen Bündnis sind.“

US-Botschaft 1, auf Trump Fact News lautet: »Bundeskanzler Friedrich Merz bittet Trump öffentlich um weitere Zusammenarbeit: „Ich habe die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit Donald Trump noch nicht aufgegeben!“

🔸 Trump bestätigt: Der Abzug wird „VIEL BEDEUTENDER“ ausfallen als die angekündigten 5.000 Soldaten.

🔸 Andere europäische Länder könnten ihrerseits US-Truppen verlieren.

🔸 Merz sprach am Montag noch von einem von Iran „gedemütigten“ Amerika.

🔸 Vier Tage später: Er fleht um den Erhalt des Bündnisses.
Das ist eine diplomatische Kehrtwende innerhalb von 96 Stunden.

Wechselt ein deutscher Bundeskanzler innerhalb von vier Tagen von Arroganz zu Unterwürfigkeit, ist das keine Außenpolitik mehr. Es ist eine Art Umerziehung durch Taten.«

ARD-Tagesschau gestern: Die Korrespondentin in Washington sagt Truppenabzug aus Deutschland von 5.000 und mehr. Die Tagesschau-Redaktion hat Frau Daubner aufgeschrieben, eine Kongressbeschluss verbiete Truppenabzug aus Europa. Man springe zwischen Deutschland und Europa hin und her und schon verstehen alle nur noch Bahnhof und nicht mehr. Aktuell liegen die US-Truppenstärken in Europa bei 80.000–85.000. Der Kongress schützt Deutschland nicht vor Verlegungen innerhalb Europas. Er hat eine Untergrenze von 76.000 Soldaten in Europa festgelegt. Die offizielle DMDC-Zahl (US Defense Manpower Data Center, 31. Dezember 2025): 36.436 aktive US-Soldaten in Deutschland. Trump kann alles aus Deutschland nach Polen, ins Baltikum, nach Finnland und wohin auch immer verlegen, was die US-Streitkräfte in Deutschland nicht logistisch brauchen.

US-Botschaft 2, Donald Trump: »„London und Paris nicht wiederzuerkennen.“ Was einst die Wiege der westlichen Zivilisation war, wirkt heute wie eine Mischung aus Karatschi, Mogadischu und Kabul.« Erinnert an Peter Scholl-Latour „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta“

US-Botschaft 3, Donald Trump: »Die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands verschlechtern sich rapide. Die Arbeitslosigkeit ist auf 6,4 % gestiegen und hat damit das Niveau der COVID-19-Pandemie erreicht. Der deutsche Bundeskanzler solle sich lieber um die Sanierung seines Landes kümmern und nicht in die Bemühungen zur Bewältigung der iranischen Atombedrohung einmischen wollen.«

Kulturverlust. Große KI-Sprachmodelle wurden darauf trainiert, wie Menschen zu schreiben. Doch wir beginnen, wie sie zu schreiben und sogar zu sprechen, sagt Josephine Walker von Axios. Forscher fanden heraus, KI dränge Nutzer zu einem Standard-Sprech- und Schreibstil und damit zur Reduzierung der Variationen in Satzstruktur und Wortschatz. Von ChatGPT bevorzugte Wörter – wie „vertiefen“, „akribisch“, „prahlen“ und „verstehen“ – dringen immer mehr in die  Alltagssprache, ist das Ergebnis der Analyse von 740.249 Stunden an Inhalten durch Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Eine Studie der University of Southern California (USC) analysierte wissenschaftliche Zeitschriften, lokale Nachrichtenartikel und soziale Medien und stellte fest, dass die Vielfalt der Schreibstile mit ChatGPT stark abnahm. Morteza Dehghani, ein USC-Professor, der die Studie leitete, gegenüber Axios: „Die Menschen gewöhnen sich an diese idealisierte, sehr vorhersehbare Sprachform. Und selbst diejenigen, die sie nicht verwenden, beginnen, um ein Gefühl von Macht und Einfluss beim Schreiben zu erlangen, immer mehr wie LLMs zu schreiben.“

Achijah Zorn: »Eine westlich orientierte Muslima im jungen Erwachsenenalter zieht sich adrett an. Für Männer aus ihrem Kulturkreis scheint sie eine Zumutung zu sein. Ihr Schwager tadelt sie bei einer Familienfeier vor versammelter Verwandtschaft, sodass alle (Frauen) es hören können:
„Deine Hose ist haram (= unrein). Sie ist viel zu eng. Damit verführst du die Männer, auf deinen Po zu schauen. Das ist nicht muslimisch.“ (Die Antwort sitzt:) „Wäre meine Hose weiter, würdest du doch auch auf meinen Po schauen. Das Problem ist nicht meine Hose. Das Problem ist dein Kopf. Der scheint haram zu sein.“

Ein Gruß aus 1620.

Metternich wieder am Hof zu Wien. Die Universität Wien verweigert Österreichs bekanntestem Mathematiker Rudolf Taschner eine Ehrung, weil er politisch nicht auf links-grüner Linie ist und es wagt, die Gender-Ideologie und die Hysterie ums Klima zu kritisieren.

Giovannino Guareschi: »Freiheit ist überall dort, wo ein Mensch lebt, der sich frei fühlt.«

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Kommentare ( 15 )

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Haba Orwell
11 Minuten her

> Achijah Zorn: »Eine westlich orientierte Muslima im jungen Erwachsenenalter zieht sich adrett an.

Was sagt Anna Wintour dazu? Zitat aus „Der Teufel trägt Prada“: Ihre Meinung ist die einzige, die zählt.

Haba Orwell
15 Minuten her

> Merz sprach am Montag noch von einem von Iran „gedemütigten“ Amerika.

Dann sollte er doch von den Iranern lernen, wie man das Imperium abwehrt. Sicherlich nicht mit ständigen Rückziehern.

Nibelung
18 Minuten her

Man könnte auch sagen, er hat uns nach dem Glück aus der Ostzone und Scholz gerade noch gefehlt, denn war der Nachfolger von Merkel noch aus Eigenschutz damit beschäftigt alte sozialistische Ideale fortzuführen, so werden sie mit dem Neuen noch verstärkt und das in einem Ausmaß, wo über seine Ankündigungen anderes zu erwarten war, abere die sozialistischen Zwänge und andere von außen, ihn daran hindern, sich im Sinne des Landes zu emanzipieren. Das fällt schon dem alten Kanzleramtsminister unter Merkel auf, der schon eine anbahnende Staatskrise kommen sieht, weil die Roten derzeit machen können was sie wollen und würde nicht… Mehr

Ohanse
19 Minuten her

Das soll also der „Befreiungsschlag“ von Merz gewesen sein: „Ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen.“ Was dagegen Deutschland angeht, glaubt er wohl, diese Vollmacht zu haben. Nicht „die Union muss in dieser Koalition vorkommen“, sondern ausschließlich Deutschland. Das hat der immer noch nicht begriffen. Dieses kleinkarierte Denken aus dem Sauerland, gepaart mit der Berliner Impotenz – einfach unbrauchbar. Als was hat er denn gestern da gesessen? Muss man bei CDUlern ja immer fragen, die wollen’s ja hinterher immer nicht gewesen sein.

Last edited 12 Minuten her by Ohanse
Haba Orwell
20 Minuten her

> Was einst die Wiege der westlichen Zivilisation war, wirkt heute wie eine Mischung aus Karatschi, Mogadischu und Kabul.«

Offensichtlich hat diese „Zivilisation“ eingebaute Selbstzerstörung, während die chinesische 7000 Jahre überdauerte. Sie war schon einmal weg und konnte neu starten nur dank der irischen Mönche und der Araber, die das Wissen vom ersten Anlauf wieder gegeben haben.

Haba Orwell
24 Minuten her

> ARD-Tagesschau gestern

Aha. UncutNews-Newsticker heute: „…. 04. Mai 06:58 … Pepe Escobar: „Gulf of Tonkin reloaded“ – „Project Freedom“ sei kein humanitärer Einsatz, sondern ein Vorwand der USA („Empire of Piracy“), um über eine inszenierte Eskalation nahe der Straße von Hormus den nächsten Krieg zu rechtfertigen. …“

Sogar Röper schrieb neulich darüber, dass der berüchtigte Piratenboss mittlerweile ganz offen mit Piraterie prahlt.

littlepaullittle
25 Minuten her

Und was macht der Bürgermeister von Rammstein, wegen des Truppenabzuges ? Schimpft er auf die Regierung oder wird er mit Geld zugeschüttet, aka beides ? Wenn es denn, wie unsere kanzelnden Kriegsminister betrachten, sehr „absehbar“ war, dass US-Truppen abgezogen würden, wieso habt IHR es uns NICHT vorab gesagt ? Ist das wieder Euer Problem mit der Kommunikation, im Sinne von „man glaubt uns nichts, wenn wir die Lippen bewegen“ ? Was ist denn noch „absehbar“ ? Das Scheitern der Klimalüge ? Die Migration ist mörderisch, nicht nur für das Sozialsystem ? Die Spritze ist richtig gefährlich ? Die Energiewende ist… Mehr

Haba Orwell
30 Minuten her

> „Ich bin nicht ideologisch gegen Kernenergie“, sagte Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer

Hat es Sinn, die Herrschaften:innen mit Tonnen Öl pro Steak-Erzeugung zum irgend einen Thema zu zitieren? So könnte man gleich den berühmtesten Klima-Forscher, Dr Münchhausen zitieren.

littlepaullittle
35 Minuten her

Ein Truppenabzug ist sehr smart:
Innerhalb Europa`s werden die Staatschefs entweder Merz beschimpfen, nach dem Motto: „Einfach mal die Klappe halten“, sonst droht uns noch mehr.
Die anderen bejubeln ihn: Als lachende Dritte bekommen sie vielleicht die Abgezogenen im Gnadenerlass der USA……

littlepaullittle
40 Minuten her

Während Japan (Taiyo Oil) aus Sachalin (russland) Öl kauft -dies scheint nicht unter „Sanktionen“ zu stehen- verschenkt Deutschland ein Gaskraftwerk an die Ukraine. Was könnte daran falsch sein, Herr Kanzler ?
Jetzt muss die EU aber ganz brav sein mit China und sehr devot:
Wer es sich mit den USA und Russland verscherzt, hat nicht mehr viel Spass im Sandkasten.