Wer Ministerpräsident zu werden hat, bestimmen die Grünmedien – basta

Özdemir muss Ministerpräsident werden. Denn die Grünmedien sind längst beim nächsten Schritt, ihren grünen Sieg zum Modell aller folgenden Wahlen bis hin zur nächsten Bundestagswahl zu stilisieren. Was sie können, weil die CDU feige ist.

IMAGO

Gleichstand bei den Landtagssitzen im Südwesten zwischen Grünen und CDU. Wie im aufgeregten Hühnerstall gackern alle durcheinander, ob da nicht die Amtszeit des Ministerpräsidenten zwischen Hagel und Özdemir (alphabetische Reihenfolge) geteilt werden muss. Die Grünen, Erfinder der Doppelspitzen, bestehen auf Vollzeit-MP.

Die CDU müsste plötzlich von dem überkommen werden, was ihr chronisch fehlt: dem bisschen Mut zu sagen, entweder Amtszeit-Teilung oder keine Koalition. Das allein würde nicht reichen, sie müsste auf der ersten Hälfte der Amtszeit bestehen, denn sonst könnte sie die zweite verpassen, weil Versprechen selbst schriftlich nicht das Papier wert sind.

Der Reihe nach. CDU und Grüne haben je 56 Sitze, die AfD 35 und die SPD 10 – zusammen 157. Zur einfachen Mehrheit braucht es also 79.

Erstens könnten im Landtag arithmetisch miteinander koalieren: AfD und CDU, AfD und Grüne, CDU und Grüne (alphabetische Reihenfolge). Aber auch CDU und SPD, Grüne und SPD – sofern sich jede Variante ein paar AfD-Stimmen dazu holte.

Zweitens könnte Herr Hagel ohne Koalition kandidieren und sich seine Mehrheit auf freier Wildbahn suchen. Herr Özdemir könnte das natürlich auch. Übrigens müsste ein anderer Kandidat nur wählbar und 35 Jahre alt sein und gar kein Mitglied des Landtags.

Drittens ergibt sich daraus, die CDU-Grünen-Koalition ist weder zwingend noch die einzig mögliche. Das ist sie nur mit Brandmauer.

Von den Möglichkeiten zur Wahrscheinlichkeit. Wer Ministerpräsident wird, wird nur formal im Landtag entschieden. In der real existierenden BRD entscheiden, wer Ministerpräsident zu werden hat, die Grünmedien, basta.

Die veröffentlichte Meinung zelebriert das Wahlergebnis der Grünen (im Vergleich zur letzten Wahl 2,4 Prozentpunkte weniger) als gigantischen Sieg über das der CDU (im Vergleich zur letzten Wahl 5,6 Prozentpunkte mehr) und inszeniert Özdemir als Ministerpräsidenten als zwingende Folge. Das ist logisch, denn die Grünmedien sind längst beim nächsten Schritt, ihren grünen Sieg zum Modell aller folgenden Wahlen bis hin zur nächsten Bundestagswahl zu machen.

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Kommentare ( 84 )

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EinBuerger
1 Monat her

Die CDU entspricht in großen Teilen dem „Untertan“. Wenn er jemand vermeintlich Schwächeren vor sich hat, spuckt er große Töne, hält Vorträge über Anstand und Moral und hat Mut ohne Ende. Wird er aber vom Gegenüber hart angegangen, fällt er in sich zusammen, winselt rum und macht alles, wenn nur diese harte Behandlung wieder weg geht.
Will man die CDU besiegen, darf man sie immer nur von oben herab behandeln.

Klaus Decker
1 Monat her

Eine Partei, die Machtoptionen nicht wahrnimmt, hat sich als relevante politische Kraft von der Bühne verabschiedet. Medien, die meinen, Sieg und Niederlage an 0,5 % festmachen zu können, sind allenfalls PR-Spezialisten. Nur zur Erinnerung: 1969 war die CDU stärkste Partei, und wer wurde BK – Willy Brandt.

fluffy_bird
1 Monat her

Ich betone immer wieder, nicht nur bei diesem Anlass, dass Minderheitsregierung eigentlich die demokratischsten Regierungen sind. Denn eine Minderheitsregierung heißt ja, dass eine Regierung keine automatische Mehrheit im Landtag hat. Gesetzesinitiativen entweder aus dem Landtag heraus oder von der Regierung eingebracht müssten sich von Fall zu Fall Mehrheiten suchen. Oder eben auch nicht, wenn es keine Mehrheiten gibt. Die Bedeutung, die Aufgabe und des Gewicht des einzelnen Abgeordneten würden dadurch gewaltig hinzugewinnen. Und auch das freie Mandat, wie es das Grundgesetz und die Landesverfassung ja vorsehen, käme endlich zum Zug. Das ist wahrscheinlich mit ein wichtiger Grund, warum Minderheitsregierungen gescheut… Mehr

November Man
1 Monat her

Bei der Wahl im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten könnten sich die CDU und die unbedeutende SPD auch enthalten und die AfD geschlossen für Özdemir stimmen. Selbst wenn sich die CDU enthält, die SPD selbstverständlich für den linksextremistischen Kandidaten stimmt, kann die AfD geschlossen für Özdemir stimmen. Der wär dann durch und mit Stimmen der AfD gewählt und dürfte, sofern er Stolz, Anstand und Charakter hätte, die Wahl nicht annehmen oder gleich wieder zurücktreten. Und weil Özdemir von allem nichts hat, würde er die Wahl annehmen und lieber ein von Anfang an stark beschädigter grünlicher Ministerpräsident werden.  

November Man
1 Monat her

 „Denn die Grünmedien sind längst beim nächsten Schritt, ihren grünen Sieg zum Modell aller folgenden Wahlen bis hin zur nächsten Bundestagswahl zu stilisieren.“
Die Grünen sollten erst mal intern klären ob sie am am schmutzigen Wahlsieg von Özdemir auch beteiligt sind. Denn Özdemir hat Wahlkampf ohne die Grünen gemacht, sonst hätte er vermutlich nicht gewonnen. Denn mit den wirtschaftsfeindlichen, linksextremistischen Grünen ist man, auch in BW, bis auf die Knochen blamiert. In BW gab es früher mal den Slogan – „Wir haben nicht die Grünen gewählt, wir wählen Kretschmann.“ Ist aber genauso dumm wie Özdemir zu wählen.

OJ
1 Monat her

Zum Ausgleich der Deindustrialisierung wird der Deutsch-Türke mehr seiner Art ins Land holen❗

joly
1 Monat her
Antworten an  OJ

Das ist doch klar. jetzt wo so viele teure Arbeitskräfte bei Daimler, Audi, Porsche und Bosch wegfallen, kann man doch gut ausgebildete Türken zum halben Preis/Stundensatz reinschieben. So wird man nicht nur Ministerpräsident sondern auch Clanchef, oder halt Emir vom Ötz.

yeager
1 Monat her

Die CDU hat letztlich nur die Möglichkeit eine Koalition mit der AfD als Alternative zu Schwarz-Grün als Option in den Raum zu stellen. Natürlich wird das Gekreische der Linksgrünen Medien dann ohrenbetäubend sein, aber irgendwann wird dieser Schritt unausweichlich, außer die CDU will abwarten, bis die AfD eine absolute Mehrheit hat.
Dazu muss die CDU allerdings auch erst mal zu der Einsicht kommen, dass sie von Linksgrün (speziell den linksgrünen Medien) nur geduldet wird um „konservative“ Stimmen einzusammeln und der linksgrünen Agenda Mehrheiten zu verschaffen.
CDU-Wähler sollten das auch endlich mal kapieren.

bfwied
1 Monat her

Am allerbesten wäre für das Volk, auch wenn es aus unerfindlichen Gründen immer noch am linken Grün-Modell hängt, wenn sich die beiden Parteien bei dem Gleichstand jeweils für zweieinhalb Jahre als Minderheitsregierungen ihre Mehrheit bei jedem Gesetzesvorhaben einfach im Parlament holten. Das fände ich grundsätzlich ein Verhalten, das der Demokratie in bester Form am nächsten kommt. Alles andere halte ich für undemokratischen Zwang, wie die CDU es ja letzthin mit ihrem unrechtmäßigen, grundgesetzwidrigen Druck auf einzelne abweichende Abgeordnete ausübte. So etwas hat nichts mit Demokratie zu tun. Dieses Hickhack ist eine unerträgliche Verhöhnung der Bürger, für die diese Leute arbeiten… Mehr

Martin Mueller
1 Monat her

Eigentlich ist die Sache klar: Die Mehrheit hat eine rechts-konservative Regierung gewählt…

Wo das nicht honoriert wird, ist die Demokratie amputiert

joly
1 Monat her
Antworten an  Martin Mueller

Die Union kann den Grünen Ötz am Stöckchen durch die Manege führen. Ohne die Union kann er der Emir gar nichts; die Union aber alles – zusammen mit den anderen Oppositionellen. Das ist doch nachvollziehbar.

KorneliaJuliaKoehler
1 Monat her

Zunächst sind die Wahlberechtigten für die Ergebnisse einer Wahl verantwortlich, sofern bei der Auszählung alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wer sich heute noch vom Grünfunk lenken lässt, ignoriert einfach die Fakten, die im Alltag überall zu sehen und zu spüren sind. Selbst wenn sie sich am Ende selbst schädigen, wird diese „Sorte“ von Mensch immer schön brav alles befolgen und alles glauben, was im Grünfunk verkündet wird. Selbstständig Denken und konsequent Handeln wollen sie nicht. Dieser ganze Staatspropaganda Apparat ist nur möglich, weil es zu viele Ignoranten gibt. Zudem kommen noch die vielen Profiteure und überzeugten Fanatiker dieser Ökosozialistischen/kommunistischen… Mehr

Enrico
1 Monat her
Antworten an  KorneliaJuliaKoehler

Von rd. 47 Mio Beitragskonten haben nur 3-4 Mio Haushalte den automatischen Zugriff des Beitrags“service“ (hahaha) auf ihr Konto gecancelt. Über die Zahl von Totalverweigerern schweigt man sich aus bzw. ich habe nichts dazu finden können. Es sind also lediglich deutlich unter 10% Renitente. Von denen aber (wahrscheinlich) die Mehrheit irgendwann aus Angst vor Mahnbescheiden und der Drohung mit dem Gerichtsvollzieher und weiteren entstehenden Kosten, die sie selbst aufzubringen haben, doch noch zahlen (ggf. in Raten). DAS (der ÖRR auf „Sendung“) würde erst aufhören, wenn die Geschlossene (Anstalt) in ihre finanzielle Unabhängigkeit geschubst werden würde. Wie auch immer. So wird… Mehr