Laut ZDF plötzlich vier Prozentpunkte mehr für die Grünen in Stuttgart – SPD und CDU und die Staatsmelkkuh Spritpreise

Donnerstagabends vor der Landtags-Urnenwahl in Baden-Württemberg am Sonntag gibt das ZDF-Politbarometer der CDU vier Prozentpunkte mehr als INSA für BILD am Mittwoch – einen Tag vorher. SPD und CDU tun nichts gegen die Staatsgewinne durch höchste Spritpreise in Deutschland.

Donnerstagabends vor der Landtags-Urnenwahl in Baden-Württemberg am Sonntag gibt das ZDF-Politbarometer der CDU vier Prozentpunkte mehr als INSA für BILD am Mittwoch – einen Tag vorher. Wortlaut dts: »Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Zahlen werden am Sonntag jeweils 28 Prozent für die Christdemokraten und für die Grünen stimmen, und 18 Prozent für die AfD. Abgeschlagen dahinter folgen die SPD mit 8 Prozent, die FDP mit 5,5 Prozent und die Linke mit ebenfalls 5,5 Prozent. Die sonstigen kleineren Parteien kommen zusammen auf 7 Prozent.« – Des Beobachters Höflichkeit verbietet den Kommentar, der sich anbietet. 

Nullrunden. Bundesbankpräsident Joachim Nagel nennt den Jahresfehlbetrag 2025 von 8,6 Milliarden Euro statt 19,2 Mrd im Jahr 2024 „solide Bilanz“: „Künftige Jahresüberschüsse werden wir nutzen, um den aufgelaufenen Bilanzverlust aus eigener Kraft ab- und die notwendige Risikovorsorge aufzubauen.“ – Ungeframed  heißt das, wie viele Jahre wird es dauern, um den Fehlbetrag von 27,8 Mrd. Euro abzubauen? 

Kein Geld für den Bundeshaushalt von der Bundesbank wird es also über die sechs Jahre hinaus geben?

Zum Spritpreis-Hohn von SPD-Schneider gestern kommt die Unions-Chuzpe von CDU-Krings heute: Es sei „verfrüht, schon jetzt, wenige Tage nach Beginn der Luftschläge, konkrete Entlastungsmaßnahmen zu versprechen … Denn wir wissen: Die steuerlichen Entlastungen von heute werden die finanziellen Belastungen von morgen sein (Welt).“

Hohe Spritpreise sind des Staates Dukatenesel. Die Wahrheit verschweigen der Rote wie der Scharze. Für einen Liter Super werden derzeit teils über 2,50 Euro verlangt, Diesel hat erstmals die 2-Euro-Marke überschritten und liegt zeitweise sogar über dem Benzinpreis. Ein erheblicher Teil fließt direkt in die Staatskasse. Bei einem Liter Super für 2,529 Euro entfallen rund 1,22 Euro auf Steuern und Abgaben. Dazu zählen etwa 50,1 Cent Energiesteuer, 15,4 Cent Ökosteuer sowie 15,7 Cent CO₂-Abgabe. Zusätzlich kassiert der Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer, die sich auf den gesamten Preis einschließlich der Steuern berechnet – rund 40 Cent pro Liter. –Es gibt viele „Kriegsgewinnler“, steuerzahlende Bürger gehören nicht dazu.

Was der politmediale Betrieb verschweigt, ist die systemische Unmöglichkeit, eine solide Energiewirtschaft auf Wind und Sonne zu bauen.

Die USA nehmen die deutsche Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft von Sanktionen aus. Teilte das US-Finanzministerium gestern mit. Das soll das Risiko von Störungen in den deutschen Raffineriebetrieben reduzieren. Berlin hatte die Rosneft-Tochter 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. Zu den Vermögenswerten gehört auch eine Beteiligung an der PCK-Raffinerie in Schwedt, einem wichtigen Kraftstofflieferanten für die Hauptstadtregion.

Opportunismus-Barometer CSU-Söder meint (im Moment), man müsse eine zumindest vorübergehende Reduzierung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe in Erwägung ziehen: „Wenn in zwei Wochen sich nichts ändert, dann muss man über das CO2 nachdenken (Welt TV)“. – Klingt nett, verpflichtet zu nix. – Perspektivisch müsse man ohnehin CO2-freie Lösungen zur Energieerzeugung finden, auch mit neuen Technologien wie der Kernfusion. „Aber bis dahin, für eine vorübergehende Maßnahme, könnte das schon zu einer großen Entlastung führen.“ – Klingt nett, verpflichtet zu nix. – Ein solches Aussetzen wäre nur der erste Schritt zu einer viel grundsätzlicheren Debatte über die Zukunft der CO2-Bepreisung: „Darüber müssen wir sowieso nachdenken, über die CO2-Bepreisung. Weil sie mittlerweile unsere Wettbewerbsfähigkeit so fundamental beeinträchtigt.“ – Klingt noch netter und viel versprechender, verpflichtet zu nix. – Insgesamt müsse in der EU ein Umdenken stattfinden, „wie die gesamte mögliche Energiekrise für den Kontinent wirken könnte, für die Wirtschaft – und sich da auch ein bisschen bewegen … Also nicht mit diesem sehr restriktiven Green-Deal-Mindset, das da herrscht.“ – Also Herr Söder, da wird’s so nett, man glaubt ’s net, wie nett, aber verpflichtet zu nix. –

Aber vor das Opportunismus-Barometer hat der Sozialismus 4.0 die Klimasirene der Grünen gesetzt. Die fordern gemeinsam mit 17 deutschen Unternehmen gegen CDU-Wirtschafts-Reiche, an der „Modernisierung unseres Energiesystems und am beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien“ festzuhalten und wollen mit einer Online-Petition weitere Unterschriften sammeln zu den 17 Erstunterzeichnern hinzu: K2 Systems GmbH, W-I-N-D Energien GmbH, Bürgerwerke eG, EWS, Enertra, Fenercon, FluenceGP (Siemens), Joule GmbH, Green Planet, Energy, Greentech AG, Naturstrom AG, ÖkoPlus AG, reventure, Timm & Flo GmbH & Co. KG, World Fund (Climate Tech VC), Biber GmbH. (FR) – Da werden bald alle Subventions-Milliardäre versammelt sein.

Für die Asylindustrie hält die EU-Kommission im Iran-Krieg eine erhebliche Fluchtbewegung für möglich (Spiegel und ARD): „Falls die Krise anhalte, könnte eine humanitäre Krise in Iran und den Nachbarländern drohen, Migrationsbewegungen wie 2015.“ Vor allem die Türkei als Hauptzielland für Flüchtlinge sei „beunruhigt“. Ankara erwäge, an der Grenze „Pufferzonen“ und eine Zeltstadt für bis zu 90.000 Flüchtlinge einzurichten. Mit Sorge beobachte Brüssel insbesondere die Situation von rund 2,5 Millionen Afghanen in Iran. Sie könnten in Nachbarländer fliehen. – Nach allem, was der Beobachter schon sah, fragt er sich: in Brüssel Sorge oder Hoffnung?

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev ist wütend auf das „abscheuliche und unehrenhafte“ Regime des Iran, das Selbstmorddrohnen auf eine Schule und einen Flughafen abfeuerte, nur Stunden nachdem Baku auf Teherans Bitte iranische Diplomaten aus Beirut ausflog. – Mehr dazu, wie das Mullah-Regime sich in der Großregion alle zu Feinden macht, in einem gesonderten Beitrag.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 65 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

65 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Edwin Rosenstiel
1 Stunde her

Da die dummen Wahlschafe immer mit der Herde laufen wollen, lanciert man rechtzeitig vor der Wahl entsprechende Meldungen über das zu erwartende Mehrheitsverhalten, und dann wird brav das „Richtige“ gewählt. Man will ja immer auf der Seite der „Guten“ sein und „Wir sind mehr!“. Noch ein bissle Dreck auf die Blauen geworfen, ein paar Skandälchen, denn die sind PFUI! Da kann es dann schon vorkommen, daß nach dem Langsamschwätzer Kretschmann dann der nächste grüne Simpel gewählt wird und auch die SPD und CDU neue Höhenflüge erleben. Der Rest wird passend ausgezählt: Eene meene muh, raus bist du! Bassd scho, Büble,… Mehr

verblichene Rose
1 Stunde her

„…mit neuen Technologien wie der Kernfusion…“
Also fahren wir demnächst Autos mit (Kern-)Reaktoren?
Wie wäre es denn vorübergehend mit dem guten alten Holzgasantrieb?
Man sollte zumindest nichts unversucht lassen 🤣

Franz Schroeder
1 Stunde her

Eigentlich ist ja der Sprit Pro 100 km gar nicht teurer geworden.. HIER MAL ZUR DARSTELLUNG UND ZUM VERGLEICH: SPRITPREIS 1980 = 1,00 DM = 0,50 € VERBRAUCH Z.B FORD GRANADA. = 14 LTR / 100 KM VERDIENST HAWDERKSGESELLE 17,00 DM = 8,50 €. Heute SPRITPREIS 2,00 ltr € Verbrauch 5,50 ltr /100 KM VERDIENST 23,00 € Jetzt rechnet mal aus. Zumindest ist der Preis pro 100 km nicht wesentlich gestiegen. Es fühlt sich nur so an. Denn vor 45 Jahren kosteten 100 km 7,50 €. Heute 11 € beim fast Dreifachen Verdienst. Das soll jetzt nicht heißen, dass der… Mehr

Klaus D
1 Stunde her

Hohe Spritpreise sind des Staates Dukatenesel….und der „kapitalisten“!

Alf
1 Stunde her

Des Beobachters Höflichkeit verbietet den Kommentar, der sich anbietet.
An welchen Kommentar hätten Sie denn gedacht?
Es ist sicher nicht KI.

Die Interviews wurden am 4. und 5. März 2026 unter 1.069 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Baden-Württemberg telefonisch und online erhoben.

https://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/PB-Extra_Baden-Wuerttemberg/

Noch Fragen?

Protestwaehler
2 Stunden her

Vor zwei Wochen lag die AfD in BaWü noch vor den Grünen, jetzt sollen die plötzlich 10% vor der AfD liegen… und nach den Wahlen wird uns wieder erklärt das die Befragten gelogen hätten, oder die Briefwahlbeteiligung auf 80% gestiegen sei.

Siggi
2 Stunden her

Mit allen Mitteln wird versucht, der AfD den Sieg zu versauen. Nicht das ich von einer absoluten Mehrheit ausgehe, aber eine kräftige Ohrfeige mit Folgen für die Altparteien sollte drin sein.

Dass das so sein wird, zeigt das nun sogar der linksextreme Focus davon ausgeht. 20+X ist die Angst, die nun doch zugegeben wird. Den Lohnschreibern der Altparteien geht wohl das Brötchen. Verständlich nach all der Hetze und unanständigen Unterstützungen der Altparteien, ihren Mittätern und Erfüllungsgehilfen.

Sicher ist, dass mit diesen ZDF Zahlen nur die Fallhöhe noch größer ist.

Otternase sind im Kühlschrank, so kann die Wahlparty starten.

Last edited 2 Stunden her by Siggi
Melly
2 Stunden her

Tja, in Würschtelberg ist wohl die Dekadente Wohlstandverwahrlosung bei 98 %. angelangt. Wie kann man nur so blöd sein???

Logiker
2 Stunden her

„Laut ZDF plötzlich vier Prozentpunkte mehr für die Grünen in Stuttgart“

Das Umfrage-Institut Civey hat vor Jahren die Ergebnisse seiner Umfrage stets in zwei Kategorien veröffentlicht:

  • Rohdaten
  • algorithmisch gewichtete Daten

Die Unterschiede waren exorbitant – die Rohdaten zeigten damals schon ein Übergewicht der AfD und dramatische Akzeptanzverluste bei den Altparteien.

Mit dem Beginn der Coronazeit verschwanden plötzlich die Rohdaten aus der Ergebnisdarstellung – bis heute !

Keine weiteren Fragen !

Logiker
2 Stunden her

Wäre es nicht zielführender, nicht die AfD als „rechtsextremistischen Verdachts- oder Beobachtungsfall“ geheimdienstlich und in der öffentlichen Ächtung einzustufen, sondern die seit Jahren verantwortlichen Altparteien als „schädigend für die Sicherheit und nationale Stabilität Deutschlands“?
Und das nicht als „Verdachtsfall“, sondern zu 100% „gesichert“.