Die Politik der Nadelstiche geht weiter – Salvini bleibt unerbittlich

"Man werde hier Zeuge einer weiteren Inszenierung: die von sich behaupteten, die Guten zu sein, entführten mitten im Meer Frauen und Kinder." Die jüngsten Beiträge in italienischen Medien.

Ivan Romano/Getty Images
Das „Giornale die Sicilia“ schreibt über den Schlagabtausch: „Während die Sea Watch mit ihrem neuen Kurs auf Lampedusa eine neue Herausforderung anpeile, bekräftige das Innenministerium sein nach Italien käme es nicht herein.“ Nachdem das Schiff das „Seerettungsgebiet vor Libyen verlassen habe und Richtung Norden der nur wenige Stunden entfernten Insel Lampedusa entgegenfahre, bereite sich die italienische Polizei nun gemäß gerade erlassener Direktiven des Innenministeriums darauf vor, dass die Sea Watch in italienische Gewässer einlaufe. Die Behörden sollten dabei „besonders darauf achten, dass internationale sowie nationale Regeln, die Seenotrettung und Einreise beträfen, aber auch die Anordnungen der zuständigen Behörden befolgt würden.“

Das Innenministerium gebe weiterhin zu bedenken, dass das „Einlaufen der Sea Watch mit dem Risiko der Einreise von Subjekten einhergehen könne, die in terroristische Aktivitäten verstrickt oder von denen sonstige Gefahren für öffentliche Ordnung und Sicherheit ausgehen könnten, da es sich in der Mehrzahl um ausländische Staatsangehörige ohne Ausweispapiere handle, bei denen man die Staatsangehörigkeit nur auf der Grundlage der eigenen Aussagen vermuten könne.“

Jene “Sea Watch”, zitiert das Giornale di Sicilia die Direktive weiter, „habe bei mehreren Gelegenheiten, und unter anderen Fahnen als der italienischen kreuzend, die beschrieben Aktivitäten in Seegebieten verfolgt, die nicht in die SAR-Verantwortlichkeit (Search and Rescue) Italiens stünden, und sich zusätzlich in eigener Inititaive den SAR-Koordinierungsbemühungen der eigentlich zuständigen ausländischen Behörden entzogen … sowie deren Anordnungen missachtet.“ Die „Weigerung, Migranten in Tripolis von Bord zu lassen, bestätige den Eindruck, dass das Schiff sich erneut der geplanten Verbringung von irregulären Migranten nach Italien widme, weswegen ja bereits Verfahren wegen Begünstigung der illegalen Einwanderung anhängig seien.“

Die älteste Tageszeitung Sardiniens, „UnioneSarda“ zitiert Salvini :

„SeaWatch wolle die Leute nicht nach Libyen bringen? Dann solle man erklären, warum man Tripolis um einen sicheren Hafen gebeten habe. Und warum man sich, nachdem man diesbezüglich eine positive Nachricht erhielt, noch stundenlang vor der afrikanischen Küste aufgehalten habe. Sie hatten die Genehmigung zum Anlegen – daraus müsse man entnehmen, dass es sich hier eigentlich um eine politisch motivierte Entführung gehandelt habe. Man polemisiere mit dem Innenministerium auf dem Rücken der Zuwanderer“.

Und TGCOm24 zitiert den Italienischen Innenminister mit den Worten:

„Nix mit Malta. Sea Watch 3 habe schon wieder den Kurs geändert: Schippere im Mittelmeer herum und alles auf dem Rücken der Migranten, trotzdem sie von Tripolis einen sicheren Hafen erbeten und auch erhalten habe.“ Man werde hier Zeuge einer weiteren Inszenierung: die von sich behaupteten, die Guten zu sein, entführten mitten im Meer Frauen und Kinder. Für Solche seien die Häfen geschlossen.“

Messina Online berichtet vom Interview Salvinis mit dem Radio Cusano Campus. Die Botschaft des Ministers an die Mannschaft der Sea Watch sei klar: „Kein Gedanke daran, ihnen mal eben was durchgehen zu lassen.“ Und: “Es sei klar und offensichtlich, dass es sich um einen politischen Erpressungsversuch handle … einer sinnlosen Provokation mit 53 Menschen an Bord.“

„Man lasse sich nicht von einer deutschen NRO unter Zuhilfenahme eines außerhalb der Gesetze operierenden holländischen Schiffes die Zuwanderungsregeln diktieren. Es sei nun das dritte Mal innerhalb weniger Monate, dass das gleiche Boot dasselbe Benehmen zeige. Es werde Zeit, dass die EU aufwache und die Abfahrten schon an Land vereitle, indem sie einen Libyschen Hafen unter die Kontrolle internationaler Behörden stelle, um Dramen, Tote, Verletzte und Ertrinken zu verhindern.“

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 43 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Bitte zuhören:
https://www.youtube.com/watch?v=aikSaJ5B4S8

Ich kann nur jedem empfehlen den Kanal von Jason Frank Müller , deutsch -amerikanischer Politikwissenschaftler / aber im Mediengeschäft tätig…hin + wieder zu bemühen.
Unterhält seid einiger Zeit eine non-profit-plattform.
Zum Wachwerden , zum Nachdenken mit vollkommen ehrlichen , konservativen Nachrichten.Unverfälscht .

Erinnert mich an die Brandstifter, de sich anschließend beim Löschen der von ihnen selbst gelegten Brände als Helden feiern lassen. Diese nehmen ebenfalls in Kauf, daß dabei Menschen zu Schaden oder ums Leben kommen, Hauptsache Selbstdarstellung als Helden.

Laßt sie italienische Hoheitsgewässer erreichen, kapert sie, nehmt die Leute von Bord und öffnet die Seeventile.

Aus meiner Sicht gibt es hier nur ein Vorgehen:
Schiffe an die Kette, Mannschaft ns Gefängnis, danach die Schiffe unter staatlicher Aufsicht verschrotten, oder auf Hochsee versenken (die Korallen und Kleinfische freuen sich dann auch).
Irgendwann geht auch denen das Geld aus.

Den ersten beiden Sätzen stimme ich zu, dem Schlußsatz leider nicht, da dem Herrn Soros das Geld nicht ausgehen wird.

Es ist keine Entführung, sondern Schlepperei. Beides strafbar, aber ganz klar nicht das gleiche. Bitte verbreiten Sie keine Fake news weiter. Mein Dank trotzdem an die italienische Regierung, die sich für ihre Konsequenz von Brüssel über Berlin bis zum ZDF aus Mainz auch noch beschimpfen lassen muss. Egal, denn die Demographie, die Mathematik und die Zeit arbeiten für Salvini. Haben nur viele Leute in Deutschland noch nicht begriffen, aber das ist leider normal. Die Situation ist nicht schön, aber leider erforderlich. Mit jeder Wahl in Europa bessert sich aber die politische Lage, denn immer mehr Wähler verstehen den Unterschied zwischen… Mehr

was ist los TE? Wird bei euch jetzt auch schon kräftig zensiert?

Sollten die NGOs im Mittelmeer nicht mehr >rettenFlüchtlinge< einsammeln und nach Hamburg schippern.
So hat D. dem Migrationspackt genüge getan.

Seenotretter sind Kriminelle die den Tod tausender Menschen für politische Zwecke in Kauf nehmen. Diese Schleuser gehören für viele Jahre ins Gefängnis.

Die Sea Watch hat sich schon lange der Schleusserei und Schlepperei schuldig gemacht. Es liegen genug Beweise vor. Macht ihr den Prozess und zieht diese Rechtsbrecher aus dem Verkehr! Danke!

Ich war schon einmal in dieser Situation bei einem Tauchgang (Pazifik). Ich wurde abgetrieben, konnte ein Notsignal senden und wurde von unglaublich zuvorkommenden Fischern rausgefischt und zurückgebracht. Nicht nur ich, sondern auch meine Buddies wurden sicher und gesund „heimgefahren“. Dieses Gefühl sitzt bis heute sehr tief. Seeleute wissen, dass auch sie selber unverschuldet in diese Situation geraten können und vertrauen auf gegenseitige Hilfestellung (Treibgut Container). Genau dieses Kriterium ist im Mittelmeer verletzt, weil sich Leute selbst bewusst in Gefahr begeben. Zudem basiert auf diesem Notsignal das Geschäftsmodell der Schlepperbanden. Dieses Verhalten untergräbt das internationale Seerecht bzw. das gute Tun auf… Mehr