Die TU Chemnitz hat nach einem Untersuchungsverfahren entschieden, CDU-Politiker und Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt den Doktorgrad abzuerkennen. Voigt hält den Beschluss für rechtswidrig und kündigt Klage an.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Die Technische Universität Chemnitz hat dem thüringischen CDU-Politiker Mario Voigt nach Abschluss eines Untersuchungsverfahrens den Doktortitel aberkannt. Voigt kündigte an, die Entscheidung gerichtlich überprüfen zu lassen. Seine Anwälte erklärten in einem Schreiben, der Beschluss sei rechtswidrig.
Voigt war 2008 mit der Arbeit „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ promoviert worden. Auslöser des Verfahrens waren Vorwürfe, er habe einzelne von ihm zitierte Quellen nicht im Original ausgewertet, sondern aus Sekundärliteratur übernommen. Die Anwälte bestreiten, dass es dafür Belege gebe.
Hinzu kommt eine öffentliche Dokumentation der Vorwürfe: Auf dem Blog „Plagiatsgutachten“ veröffentlichte Plagiatjäger Stefan Weber im August 2024 unter Bezug auf eigene Analysen und verlinkte Dokumentationen zahlreiche Text- und Quellenübernahmen in Voigts Dissertation sowie in weiteren Publikationen. Der Beitrag spricht von insgesamt „200 Plagiatsfragmenten“, darunter eine Aufschlüsselung in 140 Fundstellen in der Dissertation (in Buchfassung) und weitere 60 in fünf Veröffentlichungen aus den Jahren 2004 bis 2018; außerdem werden unter anderem Passagen genannt, die als Wikipedia-nahe Übernahmen bewertet werden.
Zur Bewertung der Vorwürfe hatte die TU Chemnitz im Dezember 2024 einen unabhängigen externen Gutachter beauftragt. Dieser kam im Februar 2025 zu dem Ergebnis, die Arbeit stelle eine selbstständige wissenschaftliche Leistung dar; Umfang und Qualität der beanstandeten Verfehlungen seien nicht ausreichend, um den akademischen Grad zu entziehen. Nach Darstellung der Anwälte setzte die Universität das Verfahren dennoch fort und leitete eine neue Untersuchung ein.
Nach Angaben der Verteidigung seien im März 2025 zudem neue Bewertungsregeln zum Umgang mit Plagiatsvorwürfen entwickelt und erstmals in diesem Verfahren angewandt worden. Voigt kritisierte, Bewertungsmaßstäbe seien im laufenden Verfahren verändert worden; er sehe deshalb kein faires Verfahren. Nach Darstellung aus dem Umfeld Voigts betreffen die beanstandeten Stellen 2,58 Prozent der Wörter der Dissertation; Voigt und die ursprünglichen Gutachter seien nicht persönlich angehört worden.

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Der Doktor-Titel im Alltag ist überflüssig wie ein Kropf.
Einfach den Anspruch auf Führung des Dr.-Titel komplett aus dem Namensrecht streichen. Was hat das als Namenszusatz zu schaffen?
Für fachliche Zwecke genügt es doch, den Titel im Lebenslauf aufzuführen.
Und ja, ich meine damit ausdrücklich auch Ärzte, deren Dr.-arbeiten oftmals überschaubare Leistungen mit wenig Bezug zu ihrer Praxistätigkeit sind. Herr Doktor nennt die im Zweifel ja trotzdem jeder aus Gewohnheit.
Wer hätte gedacht, dass es so viele falsche Doktoren in der Politik gibt?
Und noch mehr falsche Fuffziger 😉
Aus informierten Kreisen habe ich gerade vernommen, dass man zunächst das Gerichtsverfahren abwarten will, um eine Entscheidung zu treffen. Die könne durchaus ein paar Jahre dauern. Auf Deutsch heißt das, man hält den bis zur Wahl 2029 im Amt. Die CDI/CSU kann im Moment keine Aktionen starten, die eine Neuwahl zünden könnten. Die geschmierten Medien werden das gar nicht mehr erwähnen und sich so weiter als Mittäter entlarven. Die Gerichte werden das schon terminlich abstimmen, kostet nicht einmal ein Abendessen. Der Bürger wird in einer Informationsblase gehalten, damit er gar nicht erst auf die idee kommt, bei NIUS oder hier… Mehr
Bei der konstituierenden Sitzung des Landtags ging das über Nacht.
Bei der Diss. des MP dauert es jetzt schon seit 2024 – und was bislang dazu durch die TU in die Wege geleitet war blieb uns eh verborgen?
Man sollte am besten in diesen „Nebenfächern“ gar keine Doktortitel mehr vergeben und die Promotionsmöglichkeit auf die den naturwissenschaftlich-mathematisch-technischen Fachbereich beschränken.
Armer Mensch, der echte, wahre Geisteswissenschaften nicht zu den essentiellen Höchstleistungen menschlichen Geistes zählt, sollte sich ein kybernetisches Ersatzhirn mit „KI“ Eigenschaften implantieren lassen, welches ihn als normalen Menschen simuliert.
Es geht nicht darum, ob es Höchstleistungen gibt. Es geht bei der Promotion darum zu zeigen, daß man ein wissenschaftliches Thema erfolgreich eigenständig bearbeiten kann, was noch nicht von anderen bearbeitet wurde und da sieht es außerhalt des MNTR-Bereichs doch eher düster mit richtigen Themen für eine Dissertation, welche auch hinreichend wissenschaftliche Tiefe haben – es gibt sowas, aber das ist in den Bereichen dünn gesäht bei den Themen, das würde nur für eine niedrige zweistellige Zahl an Promotionen pro Jahr reichen.
Als ich studierte (lang ist’s her – Mathematik), hieß es, mit einem erfolgreichen Diplomabschluss habe man den Gipfel der Wissenschaft erreicht, mit einer Dissertation diesem Gipfel einen weiteren Stein hinzugefügt.
Die Thüringer haben sich aber einen seltsamen Ministerpräsidenten gewählt. Auch der Herr Ramelow von der SED, den die Frau Merkel für Thüringen eingeteilt hatte, war schon seltsam.
Sehen die im Sozialismus immer so aus?
Sie wissen aber schon, wie das abging, mit der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen, und dass die Brandmaurer die Konstituierende Sitzung des Landtags sprengten, vor Gericht zogen um die „Ordnung“ verändern zu lassen –
https://www.youtube.com/watch?v=Q1OsodW3xPY
und dann Voigt einsetzten – statt des Wahlsiegers?
Und ob der bis zum heutigen Datum einen Vizepräsidenten des Landtages vorweisen kann – denn nicht mal das lassen sie zu, unsereGuten auch da.
Landtagspräsident
Thadäus König (CDU)
Vizepräsidenten
Steffen Quasebarth (BSW)
Lena Saniye Güngör (Linke)
Cornelia Urban (SPD)
https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringer_Landtag
Und danach ist das BSW „abgeschmiert“.
Doz. Weber, der das Verfahren ins Rollen gebracht hat, hat die Arbeit einer Plagiatssoftware unterzogen, wie das heute bei jeder Überprüfung einer wissenschaftlichen Arbeit an jeder ernstzunehmenden Universität üblich und notwendig ist. Es wurden 140 Plagiatsfragmente festgestellt. Die Conclusio, die eine pointierte Zusammenfassung der Antworten auf die in der Einleitung gestellten Fragen aufgreifen sollte, wurde auch plagiiert. Voigt sollte man auch die Professur entziehen und die Lehre einem ernstzunehmenden Wissenschaftler überlassen. Wenn man ihm den Doktorgrad nach gerichtlichen Streitigkeiten weiterführen lassen sollte, sollte man über das Promotionsrecht von Hauptschulen nachdenken.
Ich habe nicht vergessen, welch schmutzige Show Voigt mit seinen CDU-Kupanen auf der konstituierenden Sitzung des Landtags in Erfurt im September 2024 aufgeführt hat und wie diese saubere Sippschaft – immer unter Federführung des machtgierigen Voigt – den integren Alterspräsidenten Jürgen Treutler von der AfD, der sich redlich bemüht hatte, die Vorgehensweise auf eine solide, rechtskonforme Grundlage zu stellen, als senilen Halbidioten vorzuführen versucht hat. Dazu hat man sich Klientelbeziehungen zum Landesverfassungsgericht bedient, sodass am Ende die Fakten total verdreht wurden.Das hat solch ein hohes Maß an schmutzigem Charakter offenbart, dass ich Voigt seitdem zutiefst verachte. Wenn ein solcher Mensch… Mehr
In Deutschland (und in der EU) sitzen schon merkwürdige Vögel in Regierungsverantwortung.
Kartell schrieb neulich einer. Ab der union Richtung ganz links – und ein Wechsel der Wahlstimme innerhalb der Brandmaurer führt politisch zu keiner Veränderung. Während sie uns noch Buntheit vorspielen, sind sie lange wie damals die sed in der ddr – und Wahlumentscheidungen unter denen bewirken zwar allerlei neue Koalitionen – jedoch keine Veränderung der zu Grunde liegenden Transformationsagenda in den Abgrund. . „Wenn wir eine Regierung gründen, geben wir sie niemals wieder auf, weder durch Wahlen noch andere Methoden.“ Gerhart Eisler, Mitglied des Parteivorstands der SED, 4. Oktober 1949. Dazu geben mag ich noch die Betrachtung derer, die sich… Mehr
Heute ist auf einer unzensierten Seite zu lesen, das dem CDU Bonzen sein erschlichener Titel bereits vor einigen Monaten aberkannt wurde.
Sie hatten diese Blamage bisher gut vor der Öffentlichkeit versteckt.
Fazit – Wir werden von Lügnern und Betrügern regiert.
Im CDU Betrieb hat die Wahrheit, Ehrlichkeit und Anständigkeit einen sehr schweren Stand.
Dafür glänzen die bei arglistigen Täuschungen, beim Lügen und beim Manipulieren überragend.
Die Aufarbeitung nach der Machtübernahme ist nun keine Option mehr, sondern Pflicht. Das, weas sich die Regierungen seit 2015 gegenüber dem Land, der Gesellschaft, dem Recht und der Demokratie erlaubt haben, muss ein für allemal geklärt werden. Der ganze Brei aus Politik, Medien, Justiz, NGOs, Stiftungen, Gewerkschaften, Kirchen und Machenschaften gehört an den Pranger.
Das sind wir Deutschen uns schuldig!
„Und nun fällt eine schwarze Wolke auf Europa; und wenn sie sich wieder teilt, wird der Mensch der Neuzeit dahingegangen sein: weggeweht in die Nacht des Gewesenen… eine dumpfe Erinnerung…“ hinterließ Egon Friedell – allerdings schon lange vordem allen.
Ich betrachte Doktortitel – und vor allem das Führen eines solchen – außerhalb der harten Naturwissenschaften tendenziell als charakterlichen Kontraindikator. Fast immer geht es darum, sich selbst zu erhöhen und seine Karriere im Politbetrieb zu fördern. Lasst den Vögeln doch einfach ihre albernen „Titel“, sie entlarven sich schon selbst, wenn sie nur den Mund aufmachen.
Ich widerspreche Ihnen! Meiner entstammt einer überaus seriösen Dissertation mit anschließender Disputation in einer Geisteswissenschaft, erworben in einer Zeit, als Haltung noch nichts zählte und man über Jahre hoch konzentriert und fokussiert forschen musste, um promoviert zu werden. Ich zum Beispiel bin vier Jahre durch die Archive halb Europas „getingelt“ und habe Zehntausende Quellen und Dokumente studiert. Am Ende stand ein Opus von fast 900 Seiten mit knapp 4.000 Anmerkungen, von denen jede exakt passte und mehrfach überprüft war. Am Ende erhielt ich dafür nur „magna com laude“ anstatt des erhofften „summa cum laude“, was ich aber auch darauf zurückführe,… Mehr
würde mich interessieren. Welchen Nutzen hat die Gesellschaft aus den Erkenntnissen in ihrer Dissertation. Was waren denn diese Erkenntnisse, der sogenannte forschungsbasierte Wissenszuwachs. In Deutschland besteht ja eine Publikationspflicht. Wo kann man ihre Arbeit einsehen. Trotzdem Glückwunsch zu ihrem Titel.
Meinen größten Respekt!
Si tacuisses, philosophus mansisses!
Ach, – armer Plebejer. Es ist nicht gut, anderen Menschen eine bewiesene geistige Kapazität zu neiden, nur weil sich diese unerreichbar für die eigene Beschränktheit darstellt. Es gibt Individuem, die sich einbilden, durch Betrug höhere geistige Potenz vorspiegeln zu können
Schmerzhaft ist dann das Erlebnis wenn die akademische Elite lachend akklamiert: „Der Kaiser ist doch nackt“!
Merke, es gibt mehr als Naturwissenschaft! Wer die Geisteswissenschaften so minder achtet und deren wertvolle Existenz in jetziger Inkarnation nie begreifen wird, musss auf die Nächste warten.
Sie werden aber doch zugeben, dass allein der Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ vermuten lässt, dass es die Substanz die einer Seminararbeit wohl nicht übersteigt. Es wird auch in der Medizin Promotionen geben, die auf zielführender Forschung beruhen. Aber es gibt dort auch erfolgreiche Dissertationen zum Thema „Schütte einen Eimer Enzyme die Treppe herunter und schaue, was unten ankommt.“ Es ist schon kurios, während des Studiums dort zu promovieren und erst anschließend eine Facharztausbildung zu beginnen. Möglicherweise der fachliche Werdegang eines Prof. Dr. Lauterbach.