Tafeln: drei Informationen für die politische Klasse

Mit ihren Attacken auf die autonome Entscheidung der Essener Tafel dokumentieren die Mitglieder der politischen Klasse, dass sie das Land nicht kennen, in dem sie leben.

© Sean Gallup/Getty Images

Für die politische Klasse, die Tonangebenden und Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft, Wirtschaft und Medien habe ich drei Informationen.

Erstens: Die Existenz von Tafeln macht dem noch freien Teil der Gesellschaft alle Ehre. Ihre Aktivisten kümmern sich um jene, die der Sozialstaat vergessen hat.

Zweitens: Die Existenz von Tafeln stellt das Versagen der Sozialpolitik des Parteienstaats unter Beweis.

Drittens: Keine andere soziale Gruppe in Deutschland ist materiell so gut versorgt wie die irreführend pauschal Flüchtlinge genannten Einwanderer. Sie suchen Tafeln nicht auf, weil sie Hunger haben, sondern weil sie ihr Geld nicht für Dinge ausgeben wollen, die sie ohne Geld kriegen können.

Fußnote: Die vielen jungen Männer aus Afrika sind von ihren Familien, die zum kleinen bis mittleren Mittelstand gehören, ausgeschickt worden, um möglichst viel Geld nachhause zu schicken. Diesem großen sozialen Druck folgen sie auch, wenn sie Tafeln aufsuchen.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 215 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

215 Kommentare auf "Tafeln: drei Informationen für die politische Klasse"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Lieber Herr Goergen, ich bin ein großer Fan Ihrer unverschnörkelten Sprache. Dieser Artikel ist herausragend bei all den Schwafeleien in diesem Land. Äußerst prägnant und eindrucksvoll.
Und mit der in aller Kürze ausgesprochenen Wahrheit haben Sie (auf jeden Fall bei mir) den monatlichen Journalistenpreis in Gold gewonnen.

Mir würde noch ein Punkt 4 einfallen. Die guten gemeinnützigen (also an der Steuer des Geschäftslebens vorbei) agierenden Tafeln fungieren als staatlich geförderter Müllentsorger für Aldi, Edika und co. Die tapferen freiwilligen Helfer, die wirklich so dumm sind, ohne Bezahlung zu arbeiten, vernichten die Arbeitsplätze, die sonst gezahlt werden müssten, um den Schund zu entsorgen. Aber die Tafeln sollen nur an Harz4 Empfänger abgeben, damit Harz 4 um den Lebensmittel Anteil gekürzt werden kann? Fieser gehts ja gar nicht mehr

Schund ist in meinen Augen der falsche Ausdruck für hochwertige Lebendmittel.

Was man bei jedem Postamt sehen konnte, wenn man Augen im Kopf hatte, bevor der Kontozwang den Banken auferlegt wurde und der online Versand der Auslandstranskationen möglich wurde. Davor sah man sie in langen Schlangen mit den gelben Western Union Formularen vor den Schaltern.
Ob das so gut für eine Volkswirtschaft ist, wenn Sozialleistungen in diesen Zahlen für Auslandstransfers genutzt werden und somit für Kapitalabfluss sorgen, wäre auch mal eine Untersuchung wert. Die wird es aber wohl nicht geben.

Dafür hat man ja dem deutschen Michel mit der Einführung des Euro die Sozialdividende (preisgünstiger Urlaub im Ausland) auf null gesetzt. Somit sind wir doch dankbar, dass wenigstens die Füchtilanten (ganz überwiegend unberechtigt) unser Erarbeitetes in alle Welt verteilen…

Man braucht nur zu googeln:
Dann wird einem alles klar. Es wird jede Möglichkeit ausgeschöpft das Gastland auszubeuten.
Laut Weltbank, verschickten Migranten in Deutschland 2015 insgesamt mehr als 23 Milliarden Euro ins Ausland.

Der FOCUS/SPIEGEL /WELT/und alle Mainstream Medien berichteten unisono von nur „Migranten überweisen 4,2 Milliarden Euro in Heimatländer“ 
Einwanderer in Deutschland schicken also mehr als „vier Milliarden Euro“ nach Hause,wobei ich der Weltbank da eher Glauben schenken möchte, die von 23 Milliarden spricht.
Man wird belogen und betrogen so weit das Auge reicht.

zur Fussnote gehört noch, dass vom Verpflegungsgeld bzw. Hartz4 die Schlepper bezahlt werden,
1.) die die „Flüchtlinge“ nach Deutschland geschleust haben
2.) um weitere Verwandte und Cousins der „Flüchtlinge“ nach Germoney zu schleusen

Damit schliesst sich auch der Kreis, am Schluss wird die milliardenschwere Schlepper- und Flüchtlings-Industrie vom deutschen Steuerzahler finanziert.

Allen Barleys, Lauterbachs und Konsorten sei gesagt, dass die Tafeln nur deshalb existieren, weil die Politik in diesem angeblich so reichen Lande die Grundlage für Verarmung eines größer werdenden Teils der Bevölkerung geschaffen hat. Altersarmut ist in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich kein Thema, da hat es die Politik geschafft, den Menschen im Alter ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sich bei uns hinzustellen und Ehrenamtlichen vorzuwerfen, dass sie das Versagen der Politik nicht mit der nötigen „political correctness“ kaschieren, ist das Dreisteste und Erbärmlichste, das diese Wolkenkuckucksheimbewohner von sich geben konnten.

Den Tafeln laufen bundesweit die freiwilligen Helfer davon und das nicht erst seit gestern. Ganz ähnlich spitzt sich die Lage in den „sozialen Kaufhäusern“ zu und weil das so ist, wird auch immer weniger an Kleidung gespendet. Natürlich alleine zum Leidwesen all derer, die wirklich darauf angewiesen sind. Eine Gemeindemitarbeiterin erzählt mir, dass in in Asylantenheimen und -wohnungen mit unschöner Regelmäßigkeit ganze Einbauküchen so mir nichts dir nichts verschwinden und niemand der „Anwohner“ irgendetwas davon bemerkt haben will. Das Geschrei wird erst gemacht, wenn auch der letzte Schrank nicht mehr da ist Wenn die Mitarbeiter dann, wie hier gechehen, auch… Mehr

In Rotkreuz-Container werfe ich auch nichts mehr. Hier in Hamburg-Harvestehude (bessere Wohngegend) hängen ständig Kulturbereicherer kopfüber in den Teilen und fischen sich die Kleidung raus. Da werden regelmäßig Bollerwagen vollgefüllt und abtransportiert.

Abgelegte, aber gut erhaltene Kleidung kommt in meiner Familie nicht mehr in die Kleidersammlung, sondern in die Mülltonne. Ansonsten würden wir die rechtswidrige Flüchtlingspolitik (§ 16a Abs. 2 GG) noch unterstützen und das tun wir bestimmt nicht.

Ich würde sehr gerne gut erhaltene Kleidung an Bedürftige weitergeben, aber es wird beinahe nur noch für „Flüchtlinge“ gesammelt (Caritas, AWO, Rotes Kreuz, Diakonie…). Ich will aber, dass die Kleidung jemand bekommt, der schon länger hier ist und mittlerweile „übersehen“ und übergangen wird. Sollte zufällig jemand im Münchner Raum eine Möglichkeit zur Kleiderspenden an eine einheimische, bedürftige Familie kennen, möchte diese mir kundtun. Als ich diese Frage vorsichtig mal vor ca. 2 Jahren, in der Hoch-Zeit des Refugeehypes, in einem Elternforum stellte, hagelte es Nazi-Vorwürfe und ich würde aufs Übelste beschimpft (Rassist, Nazi, Spalter usw.) Tja, und seitdem horte ich… Mehr

Gute Erkenntnis, nur die Harten kommen in den Garten. Die meisten Ihrer früheren Beschimpfer haben inzwischen die Augen geöffnet und sich auf der Gegenseite eingereiht, andere halten – mit mittleren bis großen Gewissensbissen – noch, der Unfehlbaren die Treue. Deutschland war wohl schon länger mit Blödmännern überreichlich gesegnet, denen das bewusste Licht stets zu spät aufgeht! (Napoleons Spruch dazu) Ob es was hilft, diese Pfeifen bei der nächsten Wende rückstandslos aus Politik, Verwaltung, Medien und sonstigen Druckposten Richtung Afrika, Nahost und Ukraine zu entfernen?! Allerdings müssten dazu 60-70% der Bevölkerung munter geworden sein….

+

ja-, die würden uns sonst sogar die O.P.F.E.R.rolle klauen und der Deutschländer hätte keinen Grund mehr zum J.A.M.M.E.R.N!

+++

Und welchen Grund haben Sie zum J.A.M.M.E.R.N.?

So wird das ebenfalls bei uns gemacht. Als wir unseren Sperrmüll 2016 auf die Strasse stellten, kam ich mit einem älteren Mann ins Gespräch, der die Sachen durchsuchte. Er erzählte, wie er sich und seine Frau über Wasser hält, indem er Dinge die er im Sperrmüll findet auf Flomärkten verkauft. Und wie er gefragt wird:“Sammeln sie für Flüchtlinge?“ Wenn er verneint, gab es nichts. Das klingt jetzt reißerisch, aber der Mann hatte Tränen in den Augen. Und ja, er war mit seinem Auto unterwegs, was einfach zeigt, die Armen sind mitten unter uns und fallen nicht auf.

bei mir in der Nähe wohnt auch ein Rentner in seinem Kombi auf dem Parkplatz eines Supermarktes. ordentlich gekleidet, vollkommen unauffällig, wenn man nicht genau hinschaut – und wer tut das schon heute. Als ich letzten Herbst sah, wie er von einer 10 köpfigen Gruppe 13 bis 17 Jähriger bedrängt wurde, habe ich nur das Smartphone demonstrativ auf die Scene gerichtet und die Kids wollten sich wohl so nicht als Youtube Stars wiedererkennen.. Ich bin dann mit ihm ins Gespräch gekommen. Er hat sein Leben lang gearbeitet, bekommt jetzt eine kleine Rente, kommt so alleine , ohne weitere Transferleistungen klar… Mehr

Die Ehrenamtler/ innen sollten die Arbeit niederlegen, Essen ist kein Einzelfall. Die Tafeln “ verbiegen“ sich um es den pauschal Flüchtlingen recht zu machen. Manche Tafeln öffnen eine Stunde früher, für die Zugewanderten, damit sie allein sich die besten Happen aussuchen können und die „Alten“ und armen Deutschen noch die Reste der übriggelassenem Reste , Wahl zur haben. Schubsen, verdrängen, begrabschen in der Schlange? Die Tafeln werden zum Teil schon von der Polizei bewacht, zumindest stehen die schon mal dabei, ob sie einschreiten würde n, ist fraglich

Genau so. Sollen sich doch die überbezahlten Politiker hinstellen – und Tafel spielen.

So knapp und prägnant muss man es erst mal auf den Punkt bringen können. Chapeau.

Dasselbe habe ich mir auch gedacht. Kurz, knackig, informativ, einfach gut! Noch ein Chapeau!

So knapp und so präzise auf den Punkt zu sagen, wie es ist, ist schon beinahe Genial! Chapeau, Herr Goergen! Aber ich ich muss trotzdem den Spritzer Essig draufschütten! Ganz ehrlich, glauben Sie, dass die Alternativlose, die ja sowieso nicht weiß, was sie hätte anders machen sollen, weil, „nun sind sie halt da“, und ihre Bagage, oder all die Gutmenschen, die sich in der „Flüchtlings“industrie entweder gerade eine goldene Nase verdienen, sich (wie die Kirchen) in einem neuen Geschäftsfeld etablieren (UND eine goldene Nase verdienen) oder sich in ehrenamtlicher Arbeit einfach nur selbst verwirklichen und an einem guten Karma abarbeiten… Mehr

Alles richtig-und hoffentlich bei der Wahl das Kreuz gemacht😜

Man kann sich nur wünschen das diese Aktion jetzt hohe Wellen schlägt, denn mittlerweile wird so gut wie jeder Tafelladen in Deutschland gleiche oder ähnliche Probleme haben.

Der schäbige Moralkodex den einige Politiker nun an an den Tag bringen ist der Gipfel der Frechheit. Denn genau diese Leute sind die Verursacher der Situation.

Man sollte dahin spenden, aber ZWECKGEBUNDEN, um ein klares Zeichen des Rückhalts aus dem Volk zu senden.