Sechs Prozent vertrauen der politischen Kompetenz der SPD

Die neuesten Forsa-Zahlen für das Trendbarometer von RTL/n-tv enthalten ein klares Misstrauensvotum für die classe politique.

© Gero Breloer/AFP/Getty Images
Berliner Runde am Abend der Bundestagswahl, 24. September 2017

Bei der einen Partei ein Prozentpunkt rauf, bei der anderen runter. Das sind keine demoskopischen Befunde, die seriös interpretiert werden dürfen. Daher sind die neuesten Forsa-Zahlen für das RTL/n-tv Trendbarometer unspannend (Union 28, Grüne 19, SPD 17, AfD 13, FDP 9, Linke 8). Durchaus interessant sind dagegen die Antworten auf die politischen Kompetenz.

n-tv.de meldet: „… 21 Prozent der Befragten trauen CDU und CSU zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden… 6 Prozent vertrauen auf die politische Kompetenz der SPD … 56 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen im Land fertig zu werden …”

Dass der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen 23 Prozent beträgt wie etwa bei der Bundestagswahl 2017 rundet das Bild einer Wahlbevölkerung ab, deren Präferenzen für Parteien der GroKo und ihrer loyalen Opposition überwiegend nur noch mit Gewohnheit erklärbar sind. Deutlicher kann ein Misstrauensvotum für die classe politique kaum mehr ausfallen.

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Kommentare ( 111 )

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Contra Merkl
2 Jahre her

Während die Politik die Friday for Future Kids feiert, meint die SPD mit einführen einer Co2 Steuer auf der grossen Sympathiewelle zu surfen. Merkel hält sich schön zurück.
Leider fehlt der SPD intelligentes Personal, um zu merken, dass die sich wieder zum Esel machen. Wie Einstein schon sagte, Dummheit hat keine Grenzen. Die SPD ist der noch lebende Beweis. Weitermachen.

Armin Reichert
2 Jahre her

Püntklich zu den anstehenden Wahlen präsentiert die Friedrich-Ebert Stiftung eine neue „Studie“, in der Millionen von Bürgern beleidigt und diffamiert werden:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article192427319/Rechtspopulismus-Jeder-zweite-Deutsche-negativ-gegen-Asylsuchende-eingestellt.html

ARD/ZDF und der restliche Gossenjournalismus verbreiten die Hetzstudie im ganzen Land. Federführend zwei linkspopulistische „Professoren“, einer davon der umstrittende Andreas Zick.

francomacorisano
2 Jahre her

Früher war die SPD die Partei der Arbeiter.
Heute nur noch der Sozialarbeiter…!

Dieter Kief
2 Jahre her
Antworten an  francomacorisano

– Lehrerinnen und Redakteure nicht vergessen – ich glaub‘ auch ein paar Erben und Leibrentner usw. unter den SPD Wählern auszumachen, die immerhin für die Erbschaftssteuer sind.
Super Beispiel die Schweizerischen Sozilademokraten: Da kandidieren bei manchen wichtigen Wahlen nur noch Beschäftigte im öffentlichen Dienst, der Kirchen und Anwältinnen – alle 55+.

Old-Man
2 Jahre her

Wer traut denn noch diesen Politikern über den weg? Ich traue mittlerweile keiner der Parteien außer der AfD noch den Willen zu etwas zu verbessern oder zu verändern,und das ist bitter! Die Union wurde von Merkel entkernt,alle die ihr gefährlich werden konnten wurden weg gebissen.Merkel ersetzte gute Leute durch ihr hörige Vasallen,bar jeder Eignung aber voll der Gläubigkeit an die „Mutti“! Über die SPD braucht man kein Wort mehr verlieren,alle die früher die SPD vertreten haben sind verstorben,oder nicht mehr willens zu dem Tod auf Raten auch noch etwas zu sagen. Eine sterbende Partei infiltriert von Idioten,von Ideologen und sonstigen… Mehr

Zebra
2 Jahre her

Ja, 6% trauen der SPD politische Kompetenz zu – aber in Wirklichkeit hat sie NULL-Kompetenz. Eine reine Ignoranten-Partei.

Sonny
2 Jahre her

Leider spielt das überhaupt keine Rolle bei der Verteilung der Posten in Deutschland.
Das Mehrheitsrecht entscheidet, egal wie gering das ausfällt.
Ab wann gibt es übrigens denn dann nach einer Wahl gar keine Regierung aus politischen Parteien mehr? Wenn die schwarz-rot-gelb-grünen Protagonisten gemeinsam nur noch 20% Zustimmung der Gesamtbevölkerung haben? Ich glaube nicht, dass eine inflationär nach unten gerichtete Zustimmung auch nur irgendetwas ausmacht. Aber vielleicht gibt es hier ja jemanden, der sich mit so etwas (rechtlich) auskennt.

Grumpler
2 Jahre her
Antworten an  Sonny

Bei Wahlen geht es nicht um Zustimmung in der Gesamtbevölkerung, sondern um den Anteil der Parteien an abgegebenen, gültigen Stimmen. Gingen 80% der Wähler nicht zur Wahl, würden alle Parteien, die jeweils mehr als 5% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen können, gemäß ihrem Anteil an den 20%, die 100% an abgegebenen gültigen Stimmen entsprechen, in den Bundestag einziehen. Eine Regierungskoalition bräuchte von diesen immernoch mehr als 50% (also mehr als 10% der Zustimmung) für die Mehrheit im Bundestag. Aber Sie möchten wohl eher wissen, ob eine Wahl mangels Beteiligung ungültig sein kann. Soweit mir bekannt ist, gibt es keine… Mehr

Sonny
2 Jahre her
Antworten an  Grumpler

Vielen Dank für die Aufklärung. Das bedeutet dann wohl, dass Wahlen im Prinzip überhaupt nichts ändern und es völlig egal ist, wenn das Angebot der Parteien kaum Zustimmung findet. Wie nennt man das dann? So was ist eigentlich nur ein Witz einer Demokratie, eher eine Diktatur von wenigen. Das einzige Hindernis wäre dann ja nur noch die 5%-Hürde. Sieht aus, als wären wir auf dem Weg des Nicht-Abwählen-Könnens.

Dr. Mephisto von Rehmstack
2 Jahre her
Antworten an  Sonny

Exakt, wir sind nur schon angekommen, Frau Merkel ist der Beweiß!

Zebra
2 Jahre her
Antworten an  Sonny

Die SPD stellt mit ihrer NULL-Kompetenz die Mehrheit der Bürgermeister in Deutschland. Irgendetwas läuft da schief.

Wolkendimmer
2 Jahre her

Schauen Sie sich diesen Beitrag auf AchGut und das Bild an: https://www.achgut.com/artikel/claudia_roth_in_den_spuren_von_claas_relotius
Dies ist das ** was unsere Demokratie in den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat. Gleichzeitig ein schöner Beleg für den politischen Selbstbedienungsladen. Vielleicht hat Frau Roth Recht, Deutschland verreckt langsam, es erstickt weil ihm Figuren wie diese die Luft zum atmen abdrücken. Aber 19-20 % wollen das so.

Karl Heinz Muttersohn
2 Jahre her

Chulz muss Kanzler werden!

Grumpler
2 Jahre her

Ja, wir brauchen mehr Spaßbäder!

Konradin
2 Jahre her

21% haben immer noch zutrauen zu CDU/CSU? Das müssen die Ü-70 Ultras der Union sein, die seit Adenauer/Erhard/Strauß wie in Trance die CDU bzw. CSU wählen und nicht verstanden haben, dass sie damit im Grunde Grüne oder SPD mit wählen

Liegt vielleicht aber auch an dem fulminanten Wahlslogan zur EU-Wahl „Sicherheit ist nicht selbstverständlich“. Allerdings fehlt hinter dem Spruch noch ein „Dank der CDU“. Ohne Merkel wäre Sicherheit in der Tat weitesgehend selbstverständlich, so wie die Jahrzehnte vor 2015.

Monika Medel
2 Jahre her

Das stimmt mit meinen Beobachtungen überein: „Die da oben“ müssten doch eigentlich etwas tun, tun es aber nicht. Das ist die Grundstimmung, man ist irritiert, hat aber noch nicht wirklich durchschaut welcher Menschentyp in unserer Parteien- Lobby- und Mediendemokratie nach oben gelangt. Dass verantwortungslose Machtmenschen von Demokratie und Werten reden, aber ganz anderes meinen, diese Erkenntnis fällt verflixt schwer, das kann doch nicht sein, man hat das in der Schule doch ganz anders gelernt, das mit der Demokratie. Die medialen Verwirrspiele wirken nicht mehr ganz, aber immer noch zu viel, weniger die plumpe Propaganda, mehr die unterschwellige, beiläufige. Außerhalb der… Mehr

giesemann
2 Jahre her
Antworten an  Monika Medel

Wir selbst müssen was tun und „denen da oben“ klar sagen, was sie zu tun haben. Das ist Demokratie, alle Gewalt geht vom Volke aus – oder so … .

Grumpler
2 Jahre her
Antworten an  giesemann

Im Grundgesetz steht was von Parteien.

giesemann
2 Jahre her
Antworten an  Grumpler

Ja, „Parteien wirken an der pol. Willensbildung MIT …“.. LIES!