R 94 und der Terror und die Gewalt der Linksautonomen

Seit acht Tagen ziehen linksradikale Autonome eine Gewaltspur in Berlin. Hintergrund: Eine ihrer Zentralen, das besetzte Haus Rigaer Straße 94 wurde für eine Flüchtlingsunterkunft geräumt. Mit ihren 50 Jahre alten Deeskalationsredereien züchten Grüne und SPD immer neue Gewalt.

Und bei dieser Erzählung sind wir nun also ganz und gar von einer „spontanen“ Tat, Herr Berliner Bürgermeister, abgekommen. Spontan nachmittags in den Baumarkt gehen und dann nachts spontan ein Auto anzünden, das ist eine Logik eigener Art, die ausschließlich zum Zwecke staatlicher Privilegierung sogenannter linker Kriminalität herangezogen wird. Wer sich ein wenig mit linker Gewalt beschäftigt hat, weiß, dass diese 1.000 Mal einfacher zu observieren ist als beispielsweise islamistischer Terror.

Die Hätschelkinder der Hoheitsträger

„Linke“ Kriminelle werden gern vom Staat, mindestens von einzelnen Hoheitsträgern im sogenannten Kampf gegen Rechts gehätschelt und alimentiert eingesetzt. Man kennt also die „linken“ Pappenheimer. Ein Haus wie die Rigaer Straße ist ganz easy und auch ganz unauffällig zu überwachen, so dass jeder, der rein und rausgeht, hinten oder vorne oder an der Seite, oben oder unten, bestens bekannt ist. Nein, die fehlenden polizeilichen Erfolge gehen nicht auf das Konto fehlender personeller Besetzung der Polizei, sondern allein auf das Konto einer irregeleiteten Gesellschaft und einer verfehlten Politik.

Man kann fast, will man die Geschichte der Bundesrepublik historisch zutreffend beschreiben, nur von einem regelrecht gewollten „linken“ Terrorismus sprechen. Das klingt zunächst schockierend – und klar ist, dass es viel Ablehnung gegenüber linkem Terror gibt. Und noch klarer ist, dass die armen Polizeibeamten ohne jede konsistente politische Rückendeckung immer wieder neu in den Anti-Terrorkampf geschickt werden. Nichts desto weniger verhält es sich prima facie ganz eindeutig so, dass linker Terror bis in die Leitmedien hinein verharmlost wird und gegenüber einem aufgebauschten rechten Terror als weniger wichtig und weniger gefährlich verkauft wird, ganz so, als wäre Terror tatsächlich relativierbar.

Der gewollte, linke Terrorismus 

Das Internet sollen auch die Linksradikalen und bevorzugt diese nach rechter Hetze durchsuchen. Da scheint es einigermaßen klar, dass die linke Hetze im Netz, dass die linken Kommunikationsstrukturen im Netz und auch sonst vom Staat entweder nicht abgeschöpft oder unzureichend beobachtet werden. In diesen linken Milieus wird ganz offen über terroristische Aktivitäten gesprochen und gelegentlich sicherlich auch nur in geschlossenen Benutzergruppen. Das ist doch für Ermittlungsbehörden alles kein Problem.

Auf Indymedia kann die Polizei oft genug bestens nachlesen, was so geplant ist und was läuft. Und auch die Macher von Indymedia dürften der Polizei bestens bekannt sein. Wenn nicht, dann wäre das schon eine ziemliche Lachnummer. Wie sieht es denn mit Ankündigungen und Anstiftungen im linken Milieu aus? Jedenfalls: Wenn da angekündigt wird, morgen brennen zehn Autos, dann brennen auch zehn Autos. Wenn irgendein Rechter stammtischelt, dass man die „da oben alle an die Wand stellen sollte“, wurde jedenfalls noch nie jemand „ an die Wand gestellt“, glücklicherweise.

Ist doch einigermaßen seltsam, dass nach 50 Jahren „linkem“ Terror jetzt eine besondere Polizeieinheit unter dem Namen Soko „LinX“ ins Leben gerufen wird, die die nach meiner Auffassung bis zum letzten Mann bestens bekannten linksradikalen, linkterroristischen Strukturen und Täter observieren und dingfest machen soll.
Kürzlich liefen 100 Vermummte Demonstranten, bewaffnet mit Holzlatten und Bengalos (besonders heiß brennende Fackeln) durch Berlin. Warum hat man die 100 nicht schlicht und ergreifend festgenommen? Gibt es keinen Straftatbestand, der passt? Wirklich nicht?

Wie sieht es aus mit der Pflicht zu Ermittlung von Straftaten? Wie sieht es mit der geradezu staatlich geförderten Wiederholungsgefahr aus? Unlängst wurde in Berlin ein Mann festgenommen wegen unerlaubtem Waffenbesitzes, weil er eine in einem Spazierstock versteckte Metallklinge bei sich geführt hatte. Sind brennende Bengalos und Holzlatten in der Hand einer vermummten Hundertschaft, die damit auch zu Werke geht, keine Waffen? Wie nennt man das, dass bei dieser konkreten „Demo“ auch Bengalos unter ein Auto gelegt wurden? Ist der Versuch einer Brandstiftung strafbar?

Wie ist das überhaupt mit „Bengalos“? Das sind mordsgefährliche Brandstiftungswerkzeuge und können Tötungswaffen sein. Aber in der Hand von Vermummtis, die einen auf Links machen, beschränkt sich die Brandstiftung offenbar auf das Anzünden der Bengalos selber, was man ja wohl noch machen darf???
Die Rigaer Straße 94 beherbergte auch, wie sich jetzt herausstellte, einige Waffen, derbe Messer und gar eine Pistole. Alles spontan angesammelt?

Was ist autonom an den Autonomen?

Linke Terroristen werden gern „Autonome“ genannt, manchmal auch „Antifa“, obwohl sie sich faschistischer Methoden bedienen, aber wer darf sich autonom nennen? Ach so, autonom ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Na dann darf man sich autonom nennen, wenn die Kartoffeln zu heiß sind oder das Haupthaar schütter wird, eben einfach so. Aber sind die Autonomen tatsächlich autonom? Ist, wer Sozialhilfe empfängt und den Staat, von dem er sie erhält, mit krassen Gewaltmitteln bekämpft, so richtig autonom? Ist ein Hausbesetzer, der permanenten Hausfriedensbruch und mehr begeht, autonom? Ist jemand, der sich sporadisch in allen möglichen Projekten gegen Rechts gegen harte Euro engagiert, autonom? Ist jemand, der Banken oder, eine Stufe drunter, Besitzer teurer Autos gewalttätig bekämpft, autonom? Man sollte die Autonomen, die ja gern anonym in die Medien kommen, mal fragen, was sie eigentlich zu Autonomen macht?

Die „Bewohner“ des besetzten Hauses in der Rigaer Straße wollten keine Einwanderer in ihrem Haus haben. Dahinter steht tatsächlich sicher nichts anderes, als dass die Autonomen befürchtet haben, dass Einwanderer die Idylle ihrer Autonomie recht zügig stören oder zerstören könnten.

Als sie mit dieser flüchtlingsfeindlichen Haltung auffällig wurden, haben sie flugs umgeschaltet. Jetzt fordern sie autonome Wohnprojekte auch für die neuen Einwanderer. Jawoll. Die wissen zwar vielleicht noch gar nicht, was autonom ist und was das konkret bedeutet, aber die unter Autonomen grassierende Freiheit der Sozialhilfeempfänger könnte, wie die Autonomen wohl hoffen, vielleicht ansteckend sein.

Stütze kassieren, Wohn- und Heizkosten kassieren, obwohl man keine Miete zahlt und auch den Strom, mit dem man teuer heizt, nur selten, das sind Geschichten aus dem Tollhaus des linken Terrors und linker Autonomie.

In der Tat: Leben im Schlaraffenland, das hat was. Und wenn man wütend ist, den eigenen Frust mit ein paar Zündhölzern überwinden und permanent an der frischen Luft demonstrieren, Barrikaden bauen und Polizisten klatschen, das muss irgendetwas haben, denn sonst würde es ja keine Autonomen geben, die es bis ins Rentneralter geschafft haben.

Gut Zureden ist der Nährboden für nachwachsende Generationen

Angesichts der fünfzigjährigen Gewaltgeschichte linker Provenienz sind die Forderungen von Grünen und SPD, die ja ihrerseits alle schon einen fünfzigjährigen Bart haben, es einmal mit „Deeskalation“ zu versuchen, lächerlich und politisch eben nicht nur wirr, sondern im Gegensatz zu der proklamierten Deeskalation ihrerseits eskalierend.

Wer etablierter Gewalt, die sich als politisch oder als links verkauft, aber im Kern unpolitisch, in den scheinpolitischen Forderungen dämlich bis zum Anschlag und ausschließlich einer sich etabliert habenden subkulturellen Gewaltfaszination geschuldet ist, der gibt dieser gewalttätigen Subkultur, die ab und zu unter entsprechenden Schüben leidet, zusätzliche Nahrung.

Seit 50 Jahren wird immer neuen Autonomen von immer neuen Politikern, Journalisten und sonst Friedensbewegten und Kirchenleuten und Gewerkschaftlern gut zugeredet und dieses gute Zureden ist der Nährboden für die nachwachsenden Generationen.

Die Gesellschaft kümmert sich viel zu viel um das „linke“ APO-Milieu und attestiert diesen Milieus damit politische Kenntnis und moralischen Anspruch, obwohl es für beides nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt. Wer Häuser besetzt und allerlei Strukturen aufbaut bis hin zu den vorgestellten Anwälten, aber kein einziges Haus selber zu bauen in der Lage ist und zumeist keinen Beruf ausüben kann, muss nicht artifiziell mit politischem Anspruch und gar irgendeiner politischen Deutungshoheit ausgestattet werden.

Die Bundesrepublik ist ein Tollhaus

Da rächt sich, was nicht oft genug klar ausgesprochen werden kann: Die „linken“ terroristischen Milieus sind perfekt vernetzt bis in die radikal linken Ränder der Grünen, der Linkspartei und der SPD und hinein in viele linke Medien. Weder die Politik noch die Medien haben ein klares Verhältnis zur Gewalt, weil sie ein unklares Verhältnis zur sogenannten linken Gewalt haben.

Die R94-Autonomen haben inzwischen natürlich kapiert, dass sie als Gegner der Flüchtlinge eine miese Figur gemacht haben, deshalb haben sie inzwischen umgeschaltet. Die Einwanderer sind nun doch ein bisschen willkommen, sie sollen auch autonom werden und dann würde die Richtung stimmen.

Update – Pressemitteilung der Gewerkschaft der Polizei Berlin vom 10.07.2016, GdP-Landeschefin Philipp:

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