Politisch gewollt falsche Statistik

Der „Hitlergruß” ist kriminalstatistisch auch dann „rechts”, wenn ihn ein Nicht„rechter” zeigt. Mit antisemitischen Straftaten verhält es sich ebenso.

Getty Images

Grüne Parlamentarier in Baden-Württenbergs Landtag wiesen zurück, dass antisemitische Straftaten ohne bekanntes Motiv kriminalstatistisch automatisch dem rechten Spektrum zugerechnet würden, berichtet die Badische Zeitung.

Die BZ fand weiter heraus:

»Derzeit werden im Bereich Antisemitismus die Kategorien links, rechts, ausländische Ideologie und religiöse Ideologie unterschieden. An diese Kategorien ist auch Baden-Württemberg gebunden, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart … „Gemäß den bundeseinheitlichen Kriterien werden antisemitische Straftaten aus einer antijüdischen Haltung heraus begangen und sind dem Phänomenbereich PMK-rechts zuzuordnen, sofern keine gegenteiligen Tatsachen zur Tätermotivation vorliegen.“«

Das illustriert auch eine aufschlussreiche Unterhaltung mit der Münchner Polizei auf Twitter. Vereinfacht erklärt: Der „Hitlergruß” ist kriminalstatistisch auch dann „rechts”, wenn ihn ein Nicht„rechter” entbietet. Es ist davon auszugehen, dass Antifa und Co das ebenso wissen wie andere politisch extremistische Gruppen.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 43 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

43 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen