Münchens Stadtregierung reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die sommerliche Trockenheit und den stark gestiegenen Wasserverbrauch: Per Allgemeinverfügung hat die Stadt ab sofort umfassende Verbote erlassen. Bei Zuwiderhandeln drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.
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Noch nie zuvor in der Geschichte Münchens waren derart weitreichende Einschränkungen der Wassernutzung notwendig: Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat nun das Maßnahmenpaket als Reaktion auf die angebliche Wasserknappheit verordnet.
Der Wasserverbrauch liegt derzeit bei mehr als 360 Millionen Litern pro Tag, normalerweise sind es 300 Millionen Liter. Trotz angekündigter Gewitter und Regen in den kommenden Tagen reichen die Niederschläge noch nicht aus, um die Lage zu entspannen.
Die Stadtwerke München (SWM) und das Referat für Klima- und Umweltschutz wurden vom Oberbürgermeister beauftragt, eine umfassende Wasserstrategie zu entwickeln. Ziel ist es, die Versorgung der Stadt auch bei anhaltender Trockenheit und zunehmenden Hitzeperioden langfristig sicherzustellen. „Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Münchner Wasserversorgung derzeit äußerst strapaziert“, erklärte dazu Krause. Weitergehende verpflichtende Sparmaßnahmen seien daher „unumgänglich“.
Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 1. August und kann bei Bedarf verlängert oder widerrufen werden. Ergänzend dazu haben die Stadtwerke München eine Wasser-Sparanordnung erlassen, die auch für das Umland gilt. Betroffen sind neben München die Gemeinden Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching.
Und das sind die wichtigsten Verbote im Überblick:
- Das Befüllen und Betreiben privater Pools, Springbrunnen, Wasserspiele und ähnlicher Anlagen ist untersagt.
- Die Bewässerung von Haus- und Kleingärten sowie Schrebergärten ist zwischen 9 und 19 Uhr verboten – mit Ausnahme von Tröpfchenbewässerung.
- Landwirtschaftliche Flächen und Friedhöfe sind davon ausgenommen, das Bewässern von Rasen- und Grünflächen ist aber generell verboten (Sportplätze ausgenommen).
- Ebenso ist das Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen nicht erlaubt.
- Und das Befeuchten von Baustellen zur Staubbindung sowie das Abspritzen von Terrassen, Wegen, Dächern und Höfen mit Hochdruckreinigern ist untersagt.
- Außerdem ist die Entnahme von Wasser aus Seen, Flüssen und Gräben im Stadtgebiet für die genannten Zwecke vollständig verboten.
Bei einer aktuellen Online-Leserbefragung des Magazins Focus überwiegt allerdings die Kritik an den Wasserspar-Maßnahmen: Mehr als die Hälfte der kommentierenden User sieht die neuen Einschränkungen kritisch. Viele bewerten das Wasserverbot als Symbolpolitik oder unnötigen Eingriff in den Alltag. Dabei wird wiederholt argumentiert, München verfüge über ausreichende Wasserreserven.
Kritische Stimmen im Leserforum des News-Magazins sehen die Ursache weniger im Wasserverbrauch als in einer unzureichenden Infrastruktur: Trotz eines starken Bevölkerungswachstums in München würden Investitionen in den Ausbau der Leitungsnetze fehlen. So schrieb ein Münchener: „Wassermangel? Nein, hausgemachtes Infrastrukturversagen. Es ist die immer gleiche, bequeme Ausrede: Wenn das Wasser knapp wird, schiebt man die Schuld schnell auf die Natur. Diese Krise ist größtenteils hausgemacht – sie ist die Quittung für jahrelange Planungsfehler und einen massiven Investitionsstau in unserer kritischen Infrastruktur!“
Tatsächlich fällt auf: In der nur 135 Kilometer entfernten Stadt Salzburg, die sich wohl in der gleichen Klimazone wie München befindet, muss kein Trinkwasser-Alarm gegeben werden – viele Grundwassermessstellen zeigen niedrige oder sehr niedrige Pegel, doch die Trinkwasser-Versorgung der Stadt Salzburg (158.000 Einwohner) und des Umlands ist stabil und gesichert. Die Salzburg AG betont die hohe Qualität des Wassers und die Versorgungssicherheit. Salzburg wird allerdings auch nicht von einem grünen Bürgermeister regiert.

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Das letzte Aufbäumen vor der politischen Bruchlandung.
Das einzige Mittel derer ist grundsätzlich immer, Panik zu schüren mit völlig überzogenen Katastrophenmeldungen.
Aber hey – wer einen grünen Bürgermeister wählt, ist doch selbst schuld. Also Ihr Münchner: Seid mal schön brav und gehorcht.
Man schaue sich seine Vita an. Physik studiert, ansonsten hat dieser Mensch außer Zivildienst noch nichts geleistet.
Die Ideologisierung des Alltags ist wichtig, um mindestens mit einem Fuß in der Wohnung des Bürgers zu stehen.