Merkel ade, gleich oder etwas später

Zum Jahreswechsel mehren sich die Stimmen gegen Merkel. Ob das nur an der kleinen sauren Gurkenzeit liegt oder mehr ist, wird sich spätestens bis zur großen Gurkenzeit im nächsten Sommer herausstellen.

© Adam Berry u Sean Gallup/Getty Images

Einen interessanten Blick auf Regionalzeitungen wirft Die Welt zu dem für Merkel unangenhmen Umfrageergebnis: „Jeder zweite Deutsche wünscht sich einen vorzeitigen Abgang von Angela Merkel als Kanzlerin, nur 36 Prozent wollen sie weitere vier Jahre im Amt sehen. Ihre Beliebtheitswerte sind überraschend schnell eingebrochen, Anfang Oktober waren noch 44 Prozent dafür, dass sie ihr Amt bis 2021 behält.“

Wenn Merkel abtreten muss, so eine Stimme, dann nicht wegen ihrer Serie von politischen Fehlentscheidungen, sondern „weil die Bürger der Kanzlerin überdrüssig werden“. Kein Kompliment für viele Bürger, aber wohl realistisch und zugleich eine verkürzte Wahlanalyse.

79 Prozent der mittelständischen Betriebe erwarten einen anhaltenden Aufschwung, ergab eine repräsentative Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). 2016 erwarteten es nur 62 Prozent. 95 Prozent der Befragten sehen ihre Lage befriedigend oder besser, 73 Prozent gut und besser. Vier von zehn Unternehmen erwarten 2018 noch höhere Umsätze und wollen mehr investieren als 2017.

Beachtlich, was die Unternehmer trotz Politik schafft. Nicht auszudenken, was im Mittelstand bei Jobs und Gewinnen ohne Regierungsgängelei ginge.

70 Prozent der Mittelständler lehnen eine neue GroKo ab. Nach Neuwahlen würden sie einer schwarz-gelben Bundesregierung mit einem Bundeskanzler Friedrich Merz den Vorzug geben. Drei Viertel sehen Merkel als geschwächt.

In einer Hinsicht ist die FDP wieder die alte: in der Kakophonie ihrer Stimmen. Christian Lindners letzten Ton, den ich dazu erinnere, ist, nicht mit Merkel, weder vor noch nach Neuwahlen.

Mal schau’n, ob Lindner Theurer einfach so hingehen lässt, wenn der mitteilt, eine Minderheitsregierung aus CDU/CSU und Grünen würde die FDP tolerieren. Der andere , Alexander Graf Lambsdorff, nimmt auch am Übungsreigen teil, seiner Ausbildung folgend diplomatisch: Personaldebatten in anderen Parteien sollten diesen ganz alleine überlassen bleiben ohne Ratschläge aus der FDP. Schau’n wir mal.

Zu vermerken bleibt, zum Jahreswechsel mehren sich die Stimmen gegen Merkel. Ob das nur an der kleinen sauren Gurkenzeit liegt oder mehr ist, wird sich spätestens bis zur großen sauren Gurkenzeit im nächsten Sommer herausstellen. Ein Verdienst bleibt Merkel, sie hat unwiderlegbar bewiesen, dass es Berufsabgeordnete nicht braucht. Alle wichtigen Entscheidungen haben diese weder getroffen oder auch nur debattiert: ein wertvolles Argument für die überfällige radikale Institutionen-Reform der Berliner Republik.

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Kommentare ( 118 )

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Ein Mensch mit Anstand wäre schon nach der Kölner Silvesternacht zurückgetreten, hätte sich schuldig bekannt, mit der grundgesetzwidrigen Grenzöffnung dem Land in extremer Weise geschadet zu haben. Genauso wenig war für diese nur an der Macht interessierte Frau der Axtverbrecher von Würzburg, der Mörder vom Berliner Weihnachtsmarkt und nun vor wenigen Tagen der Mord an der Fünfzehnjährigen ein Grund zum Rücktritt. All diese Verbrecher wären ohne die illegale Grenzöffnung und Merkels Einladung an die ganze Welt („Es gibt keine Obergrenze“) nicht im Land gewesen. Dann hätten wir wenigstens nur mit unseren einheimischen Verbrechern zu tun, die zwar auch üble Früchtchen… Mehr

Merz, der auch in dieser Entsorgung durch die Rundumschlagmethode von Merkel frühzeitig entsorgt wurde,wäre eventuell eine neue „Alternative“. Aber, wenn da nicht diese „Atlantikbrücke“ dessen er auch, als Mitglied angehört und dadurch deren Vorschübe, wiedermal politisch zu tragen kämen. Somit müssten die Arbeiter- und Rentner wiedermal in der zweiten Reihe sich hinten anstellen.Wie bereits in 12 Jahren zuvor in der Merkel- Administration. Somit, doch keine Alternative?

Also eigentlich hat Merkel nur bewiesen, dass es diese Berufsabgeordneten nicht braucht. Aber etwas mehr Diskussion hätte ich mir schon gewünscht.

Ist halt doof, dass die Mehrheit der Deutschen Kinder hat. Hier müsste die Regierung ansetzten, wöllte sie an der Macht bleiben.
Schon In Kambodscha hat man erkannt, dass die Familie als kleinste Einheit dem Führerwillen entgegensteht. Mit der Zerschlagung des Familienkonzeptes dürfte auch das Schicksal der eigenen Kinder gleichgültiger sein, was zur Folge hat, dass die aktuelle Entwicklung nicht als bedrohlich wahrgenommen wird und das Wahlverhalten würde dementsprechend weiter Links sein…..wobei da immer noch das Problem der Umverteilung wäre…..als ohne solide Gehirnwäsche wird sich Merkel unmöglich halten können.

Merkel müsste schon lange weg sein.
Aber wer kommt danach, Merz, Spahn, Karrenbacher, Klöckner?
Wehe dem Nachfolger, er befasst sich schon im Ansatz mit jeglichen skeptischen Gedanken über Asylmissbrauch, illegale Einwanderung, Energiewende, ER oder SIE würde sofort von den Fanatiker der multikulturellen Gesinnungsethik. (u. a. Asylindustrie) und deren politische und mediale Macht niedergemacht.
Dort sitzen die universellen Wächter der linken, grünen politischen Korrektheit.
Nun ade, du mein schön Vaterland…. armes Deutschland.

Nun, die Sache kann auch anders ausgehen: Sowohl Schulz als auch Seehofer sind als Parteivorsitzende angezählt. Dann müssen halt 2 Parteivorsitzende zurücktreten, damit es eine 4 Groko gibt. Und dann würde ich mich fragen: Wer hat sooooo viel Macht? Mit „links-grün-versifft“ kommt man da nicht weiter.

Merkel, bereits seit langem mental nicht länger in der real existierenden Welt, klammert sich an die (scheinbare!) Macht, wie einst DDR- Honnecker…
Das ist nicht verwunderlich, bedenkt man ihre Spzialisation…, nur
die wesentlich interessante Frage:
wie konnte sich die CDU zu einem solchen SED- ähnlichen Claqueurverein entwickeln?

Besonders interessant wird diese „Umfrage“ allerdings erst, wenn man sich mal genauer ansieht wer sich eigentlich hinter diesem „Umfrageinstitut CIVEY“ genauer verbirgt….
https://www.youtube.com/watch?v=HkI_jd5JFBE

Sorry aber Spahn ist doch ein Wolf im Schafspelz. Vordergründig kommt er immer mal mit populistisch „rechten“ Ideen. Aber, wenn man ihm genau zuhört und auch seine Aktionen/Reaktionen verfolgt, ist er doch nur ein schleimiger Merkeljünger.

Spahn….soll das ein Witz sein? Der soll die Probleme Europas managen????Lachhaft!!!

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