Ines Schwerdtner zog bei Welt TV gegen Alice Weidel los und landete bei einer falschen Tatsachenbehauptung. Die Linke ruft gern nach Faktenchecks. Diesmal kam der Faktencheck vom Anwalt.
IMAGO - Collage: TE
Ines Schwerdtner hat bei Welt TV vorgeführt, wie der Kampf gegen „Desinformation“ in der politischen Praxis aussieht, sobald er aus der linken Ecke kommt. Die Linken-Chefin behauptete über Alice Weidel: „Alice Weidel lebt nicht mal in Deutschland, die zahlt hier keine Steuern.“ Der Satz lief im Fernsehen, wurde über soziale Medien verbreitet und passte perfekt in das Milieu, das sich selbst für die letzte Bastion der Wahrheit hält. Nur hatte diese Wahrheit offenbar ein Problem mit den Tatsachen.
Zahlreiche Nutzer wiesen Welt immer wieder darauf hin, dass es sich hierbei um falsche Tatsachenbehauptungen handelt, ohne jede Reaktion oder dass entsprechende Postings entfernt worden wären. Dies passierte erst jüngst.
Die WELT-Moderatoren sagten nichts zu ihrer Desinformation während des Interviews.
In dem Post auf X und auf der WELT-Webseite wird nichts klargestellt. pic.twitter.com/QBgxw4xipq
— _horizont_ (@hori_____zont) May 19, 2026
Weidel wehrte sich juristisch gegen die Behauptung. Die Linken-Chefin muss nun zahlen. Das ist die trockene Pointe eines Vorgangs, der politisch weit über eine einzelne falsche Behauptung hinausgeht.
Denn Schwerdtner ist keine anonyme Aktivistin mit rotem Profilbild, die nachts auf X den Klassenkampf simuliert. Sie ist Parteichefin der Linken, Bundestagsabgeordnete, öffentlich-rechtlich und privatfernsehlich hofierter Dauergast in den Talkformaten der Republik. Wer in dieser Rolle über den politischen Gegner behauptet, er lebe gar nicht in Deutschland und zahle hier keine Steuern, setzt keine Meinung in die Welt. Er setzt einen Verdacht in Umlauf.
Genau so funktioniert die moralische Brandmarkung, die die Linke seit Jahren perfektioniert hat. Erst wird ein politischer Gegner zur Figur außerhalb der anständigen Gesellschaft erklärt. Dann werden Behauptungen nachgeschoben, die dieses Bild stützen sollen. Am Ende bleibt beim Publikum hängen: Diese Frau redet über das Wohl Deutschlands, lebt aber angeblich woanders und beteiligt sich angeblich nicht einmal am Gemeinwesen. Der Vorwurf zielt auf Glaubwürdigkeit, Charakter und Legitimität. Das von Linken in die Welt gesetzte Gerücht hält sich ebenso hartnäckig falsch wie das in konservativen Kreisen kolpotierte über eine direkte staatliche Finanzierung einiger NGOs, die darum immer wieder erfolgreich abmahnen können.
Medien berichten tatsächlich immer wieder darüber, dass Weidel private Bezüge in die Schweiz hat und zugleich offiziell in Deutschland gemeldet ist. Aber genau diese Differenzierung war offenbar zu mühsam für den schnellen Treffer im Studio. Aus einer diskutablen politischen Angriffsfläche wurde eine Tatsachenbehauptung mit Rufschädigungspotential.
Die Szene ist deshalb so lehrreich, weil die Linke sonst bei jeder ungenauen Formulierung des Gegners nach Regulierung, Plattformkontrolle, „Hassrede“-Bekämpfung und härteren Regeln ruft. Wenn sich Bürger in sozialen Medien etwas zu kritisch oder spöttisch über Regierungspolitiker äußern, ist schnell von Verrohung die Rede. Wenn ein AfD-Politiker etwas Falsches sagt, läuft das Wort „Fake News“ sofort durch sämtliche Schlagadern des Medienbetriebs. Sagt eine Linken-Chefin im Fernsehen etwas Falsches über Alice Weidel, bleibt es zunächst erstaunlich still und erstaunlich lange stehen.
Der linke Moralbetrieb lebt davon, sich selbst als Aufsicht über Wahrheit, Anstand und Demokratie zu inszenieren. Er verteilt Prüfzeichen, setzt Warnhinweise, fordert Löschungen und erklärt politische Gegner zu Gefahrenquellen. Sobald die eigene Seite mit dem gleichen Maß gemessen wird, schrumpft die große Wahrheitsverwaltung auf ganz gewöhnliche Schlamperei zusammen.
Schwerdtners Satz war dabei kein beiläufiger Versprecher in einer hitzigen Kneipendebatte. Er fiel in einem professionellen Fernsehformat, es saßen Moderatoren da mit einer kompletten Redaktion. Es gab die Möglichkeit, nachzufassen. Genau dort, wo sonst jedes Wort der AfD mikroskopiert wird, durfte eine Linken-Chefin eine schwerwiegende Behauptung in den Raum stellen. Es gab zahlreiche Hinweise von Nutzern in den sozialen Medien, dass diese Behauptung schlicht falsch ist. Der Faktencheck kam später, auf dem juristischen Weg.
Schwerdtner wollte Weidel als unglaubwürdige Deutschland-Fürsprecherin markieren. Herausgekommen ist ein Lehrstück über die nicht vorhandene Glaubwürdigkeit der Linken. Der Vorgang trifft die Partei auch deshalb, weil sie sich seit Jahren als Schutzmacht der moralisch Überlegenen verkauft. Gegen rechts soll jedes Mittel erlaubt sein, jede Zuspitzung notwendig, jede Unterstellung politisch verständlich.
Doch auch die AfD-Chefin muss sich keine falschen Tatsachenbehauptungen gefallen lassen. Das Recht gilt lästigerweise auch dann, wenn der Betroffene politisch nicht in den Geschmackskanon linker Studios passt.
Wer im Fernsehen behauptet, ein politischer Gegner zahle in Deutschland keine Steuern, braucht Belege. Schwerdtner hatte offenbar keine tragfähigen. Jetzt kostet die linke Empörungsroutine Geld. Das ist für die politische Hygiene ein kleiner, aber erfreulicher Vorgang.

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Es folgt doch immer dem gleichen Muster: Eine haltlose Behauptung wird in die Welt gesetzt – irgendwas bleibt immer hängen – und wenn sich schon keiner mehr erinnert, kommt eine winzige Gegendarstellung, wobei auf dem sogenannten Narrativ weiter fröhlich herumgeritten wird. Allerdings muss ich an dieser Stelle einmal eine Lanze für die WELT brechen: Es ist glaube ich die einzige Zeitung der MSM, in der man noch die ungefilterten Kommentare der Leser lesen darf. Wobei ich mich allerdings frage: Wie lange noch? Und vor allem, lesen denn die Damen und Herren Redakteure die Kommentare auf ihre Beiträge? Und ziehen sie… Mehr
Wer keine Argumente hat, greift zur Verunglimpfung des Gegners. Die Mauermörderpartei nimmt den politischen Mitbewerber als Feind wahr, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Schön zu sehen, dass der Rechtsstaat ab und an noch zuckt. Beim derzeitigen Zustand der politisierten deutschen Justiz hätte ich eher mit einem Urteil zum Nachteil von Frau Dr. Weidel gerechnet. Je mehr die AfD mit unlauteren Mitteln bekämpft wird, umso stärker wird sie. Beim links-grünen Kartell ist in dieser Hinsicht keine Lernkurve erkennbar. Dafür muss man am Ende sogar dankbar sein.
Dass die „Welt“ nichts korrigiert und Leserrbriefe ignoriert, kann einen ehemaligen Leser der Poschardt-Postille nicht überraschen.
Ja, das ist es klein und erfreulich. Deshalb weil es nicht selbstverständlich ist und ebensogut hätte anders ausgehen können.
Die spielen den Parteimitgliedern nicht nur persönlich auf unglaubliche Art und Weise übel mit – sondern der Gesamtpartei auf allen Ebenen: https://apollo-news.net/afd-ausschluss-rechtswidrig-saarbruecker-stadtrat-muss-neu-gewaehlt-werden/
„Die AfD durfte bei der Saarbrücker Stadtratswahl 2024 nicht antreten, weil die Wahlbehörden von zwei konkurrierenden Wahlvorschlägen ausgingen. Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hält den Ausschluss für rechtswidrig. Das Landesverwaltungsamt muss nun eine Neuwahl anordnen.“
Was aber ist mit den Entscheidungen, die in dieser Zeit bereits zu Lasten des Souverän getroffen wurden?
Wieder mal eine inszenierte „Schmutzelei“, um den politischen Gegner zu desavouieren.
Ein Dank an die Linken, das generiert wieder neue AFD-Stimmen.
Jemanden „linken“ können Linke eben besonders gut. Ihr habt Euch Euren Parteinamen wirklich verdient.
Die Geldbuße wird sicher aus dem Fond für Demokratie und Rechtschaffenheit bezahlt……😉
Da war doch mal ein vor gar nicht langer Zeit ein Interview zwischen Alice und noch jemand anderem, welches wegen einer bestimmten Aussage große Wellen geschlagen hat. 😉 Ganz herzliche Grüße an unsere Alice.
„Die Linken-Chefin muss nun zahlen.“
Irgendein Fördertopf wird sich dafür schon finden. Oder ein Argument für den Griff in die SED Parteikasse.
Der Hauptvorwurf gilt aber der WeLT Haltungsredaktion, die zusammen mit n-tv mit ihrer AfD-Abneigung die GEZ Sender offenbar links überholen wollen.
Die größte Aufgabe nach dem bevorstehenden Untergang der BRD („Der entscheidende Satz der neuen Allensbach-Studie ist ein Sprengsatz: „Heute genießen die meisten Institutionen des Staates nicht mehr das Vertrauen der Mehrheit der Bevölkerung.“ Man braucht keine Interpretationskunst, um die vernichtende Dimension dieser demoskopischen Tatsache zu erkennen: Sie ist ein Misstrauensvotum gegen das ganze System. Nur noch 28 Prozent der Deutschen, etwas mehr als ein Viertel, vertrauen laut dem Allensbacher Institut der Bundesregierung. Den Medien vertrauen nur noch 22 Prozent, also gut jeder fünfte Bürger – die übrigen vier tun das nicht. Bei den Parteien, den Transmissionsriemen der parlamentarischen Demokratie, sieht… Mehr
Wenn die angeblichen Vertreterinnen und Vertreter der „bürgerlichen“ Parteien mit Ihrer plumpen Unüberlegtheit so weiter machen, dann könnte die AfD bei den demnächst anstehenden Wahlen einen Vileda Wischmop samt Eimer aufstellen und würde gewinnen.
Das werfe ich mal so in den Raum … ;-).