Der Umgang mit Chinas Ambitionen in der deutschen Wirtschaft steht erneut auf der Tagesordnung: Ein schwedisches Unternehmen, das zu 100 Prozent einem chinesischen Konzern gehört, soll den deutschen Chip-Hersteller Elmos übernehmen. Der Bundesverfassungsschutz warnt.
IMAGO / Emmanuele Contini
Der Bundesverfassungsschutz warnt vor einer Übernahme eines deutschen Chip-Herstellers durch ein chinesisches Unternehmen. Das berichtet das Handelsblatt. Kurz nach der Debatte um den Verkauf von Anteilen am Hamburger Hafen stellt sich dem Kabinett damit wieder die Frage nach dem Umgang mit China.
Nach Informationen des Handelsblattes will das Bundeswirtschaftsministerium die Übernahme – anders als beim chinesischen Staatskonzern Cosco – nicht ablehnen. Zur Begründung hieß es, dass die Technologie veraltet und die Fertigung vergleichsweise klein sei. Elmos konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von Halbleitern für den Einsatz im Auto.
Der Bundesverfassungsschutz warnt dagegen vor dem Geschäft und damit verbundenen Abhängigkeiten. Es gehe im Halbleitermarkt um Produktionskapazitäten, nicht nur um Know-How. China kaufe sich gezielt in Industrien ein, um Druck gegen einzelne Länder ausüben zu können.
Das Handelsblatt hatte zuerst berichtet, dass die Übernahme von Elmos durch Silex für rund 85 Millionen Euro zugelassen werde. Am Nachmittag wurde diese Meldung jedoch korrigiert: Die Prüfung sei vonseiten der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen, hieß es aus Regierungskreisen. Elmos wollte zu dem Genehmigungsverfahren keine Stellung abgeben.


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