Nur noch knapp zweistellig: Umfrage-Desaster für die SPD

Die deutsche Sozialdemokratie erlebt ihren schwersten Stimmungseinbruch seit Jahren. Im RTL/ntv-Trendbarometer fällt die SPD auf nur noch elf Prozent – den schlechtesten Wert seit Ende 2019. Auch in Österreich ist die Sozialdemokratie schwer angeschlagen.

picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Mit diesen aktuellen Umfragedaten liegt die traditionsreiche Partei inzwischen gleichauf mit der Die Linke und weit entfernt von ihrem früheren Anspruch als eine der Volksparteien Deutschlands. An der Spitze des politischen Feldes behauptet sich weiterhin die AfD mit 27 Prozent. Die CDU/CSU kann ihren Rückstand zuletzt leicht verkürzen und kommt auf 22 Prozent. Die Grünen erreichen unverändert 15 Prozent. Die Zahlen verdeutlichen eine Entwicklung, die sich seit Monaten abzeichnet: Das politische Kräfteverhältnis in Deutschland verschiebt sich zunehmend zulasten der etablierten Regierungsparteien.

Auch andere Umfragen bestätigen diesen Trend: Sowohl das Politbarometer als auch der ARD-DeutschlandTrend zeigen eine anhaltend hohe Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Viele Bürger äußern Zweifel an der Fähigkeit der politischen Führung, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen tatsächlich wirksam lösen zu können. Die wirtschaftliche Entwicklung, steigende Lebenshaltungskosten und die Migrationspolitik zählen dabei zu den dominierenden Themen.

Die Krise der Sozialdemokratie beschränkt sich jedoch nicht auf Deutschland: Auch die österreichische SPÖ kämpft mit sinkenden Zustimmungswerten. Aktuelle Wahltrends sehen die Partei bei rund 17 bis 18 Prozent. Damit liegt sie deutlich hinter der FPÖ, die mit etwa 37 Prozent klar führt. Auch die Kanzler-Partei ÖVP rangiert mit 20 bis 21 Prozent vor den Sozialdemokraten in Wien.

Arbeiterpartei ohne Arbeiter

Die Diagnose von Politikexperten wie dem österreichischen Meinungsforscher und Soziologen Bernhard Heinzlmaier zum Absturz von SPD und SPÖ: Die sozialdemokratischen Parteien verlieren zunehmend ihre traditionelle Bindungskraft in der Arbeiterschaft und stehen gleichzeitig unter Druck, neue urbane und jüngere Wählergruppen dauerhaft an sich zu binden. Während rechte Parteien von Proteststimmungen profitieren, fällt es vielen sozialdemokratischen Parteien schwer, ein klares Profil bei den wichtigen Themen Sozialpolitik, Massenmigration und wirtschaftlicher Modernisierung zu entwickeln.

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Kommentare ( 15 )

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Privat
2 Stunden her

Ich glaube, die frühere deutsche Arbeiterpartei ist heute zutiefst Anti-Deutsch eingestellt. Die hassen ihr eigenes Land, was jeder an den Worthülsen erkennen kann.

Weltenwandler
2 Stunden her

Wenn man mal annimmt, daß seit 2015 eine Zahl von jährlich 300.000 qualifizierte Menschen im Haupberufsalter das Land verlassen haben, kommt man auf 3 Millionen. Das sind die in der produktiven Wirtschaft aktiven, die vielleicht auch besonders bei der SPD unterwegs waren, neben den Arbeitern, die die Hoffnung auf Gewerkschaften und SPD schon verloren haben werden. Die Altparteien werden wahrscheinlich sowieso nur auf ihre alte Basis, die Rentner mit Eigenheim, zurückgreifen können, oder pensionierte Beamte. Insofern, in diesem Gedankengang, hat weder CDU noch SPD noch FDP reale Chancen auf irgendein Wählerpotenzial. Man sagt ja, die „alten Ausländer“ in Westdeutschland seien… Mehr

Last edited 2 Stunden her by Weltenwandler
Micci
2 Stunden her

Leider enthält die Überschrift einen fatalen Irrtum. Denn die Zahlen der SPD allein haben nicht die geringste Aussagekraft.

Die einzige Aussage, die zählt, ist:

100% minus blaue Stimmen ist die deutsche Regierungspartei!

Ob man sie nun Unseredemokratie, Altparteien, Deutsche Einheitspartei, Blockflöten oder wie auch immer nennt, ist völlig egal – sie regiert, solange sie auf „mehr als blau“ kommt!

Es wird wohl leider noch eine Weile dauern, bis mindestens 50% begreifen: man kann deutschfeindliche Versager abwählen – oder sich von ihnen diktieren lassen, wie man zu wählen hat!

ratio substituo habitus
2 Stunden her

Elf Prozent für eine Partei, die den deutschen Bürger seit Jahren (man erinnere sich an den Stinkefinger, die liebevolle Bezeichnung „Pack“ oder als neuste Variante „einheitsbraun“) konsequent beschimpft? Die seit Jahren eine gigantischen Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung vornimmt? Dafür sind elf Prozent noch viel. Oder ein Zeichen für die Wirkung der ÖRR Propaganda und der Verdummung weiter Bevölkerungsteile?

Harry Hirsch
2 Stunden her

Bitte nennen Sie diesen erbärmlichen Haufen Namens SPD nicht „Sozialdemokratie“. Dieser Name ist purer Etikettenschwindel. „Assozialautokratie“ ist deutlich treffender.

eschenbach
3 Stunden her

Egal! Antifa bei 37%, nichts Neues also. Die Grünen sammeln diejenige ein, denen die Sozis nicht asozial genug und zu rechts sind.

Waehler 21
3 Stunden her

Wo SPD darauf steht ist eben nicht SPD drin. Die Krawall- und Revolutzerabteilung war nie das Herz der SPD. Menschen erziehen , bevormunden und obendrein noch das der Geld der Sozialkassen veruntreuen, ist eben für den, der im produzierenden Gewerbe arbeitet, nicht wählbar. Es geht nicht um die alte Tante SPD, die wurde schon vor langer Zeit von der Antifa und Freunde kalt gemacht. Nach dem Parteiausschluss von Sarrazin war klar, dass nur konformes Denken erlaubt ist. Ein klares Bekenntnis gegen eine plurale Gesellschaft, gegen unsere Gesellschaft. Übrigens. Schmidt und Brand hätten sie heute auch rausgeworfen, die wollten für ihre… Mehr

Last edited 2 Stunden her by Waehler 21
Jens Frisch
3 Stunden her

Kein Wunder, daß der aufgedunsene Lars Klingbeil derart ins Schwitzen gerät:
https://m.youtube.com/watch?v=xQK7L_VOtaE&pp=ugUEEgJkZQ%3D%3D

Jens Frisch
3 Stunden her

Es ist das Gesetz der Anziehung, das die Genossen der „Spezialdemokraten“ nicht verstehen: FÜR was steht die SPD? Was wollen die Genossen?
Nur GEGEN „Rääächtz“ zu sein reicht als Programm einfach nicht aus!
Die Deutschen als „einheitsbraune Nicht Migranten“ zu beschimpfen hilft nicht sonderlich – und das Minderheitenbingo hilft genauso wenig, denn die „Alphabet Menschen“ und die Muslime bekommt niemand unter einen Hut.
Ein Blick nach Dänemark könnte helfen…

Last edited 3 Stunden her by Jens Frisch
Mausi
3 Stunden her

Das ist der SPD egal. Die Brandmauer ist wichtig. Solange die Brandmauer mit ihren Flügeln die Mehrheit hat, beschleunigt Stimmenverluste – in Umfragen wohlgemerkt – nur die Bemühungen, D in der EU und damit auch weltweit aus allen Gleichungen herauszunehmen. Die Brandmauer will am Ziel sein, bevor die Oppostion übernimmt. D selbst bildungsmäßig eine Null. Wirtschaftlich in jeder Beziehung am Ende, als Urlaubsland verschandelt. Bewegungsunfähig, weil die EU vorgibt, was geschieht, der Bundesrat – solange der Brandmauer regiert ist – und die Zuweisung von Gesetzgebungsbefugnis an die Länder ebenfalls vieles verhindern. Bis die Opposition eventuell parteiübergreifend in irgendeiner Form eine… Mehr