Im Sexualkunde-Unterricht sollen Gymnasiasten im Städtchen Kevelaer ein fiktives Bordell entwerfen – inklusive Liste aller sexuellen Vorlieben. Die Kinder sind höchstens 14 Jahre alt. Die Rektorin verteidigt die Aktion.
picture alliance / Zoonar | Maruta Dmitri
Ein „Freudenhaus der sexuellen Lebenslust“ zu gestalten, das ist eine Aufgabe für Architekten und für Inneneinrichter und vielleicht noch für Zuhälter. Könnte man denken.
Falsch gedacht.
Denn vor genau dieser Aufgabe stehen jetzt die Schüler der 8. Klasse im Kardinal-von-Galen-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Kevelaer. Die 13- bis 14-jährigen Kinder sollen im Sexualkunde-Unterricht einen „Puff für alle“ planen.
Detailliertes Aufgabenheft
Konkret soll ein existierendes Bordell modernisiert werden. Dabei dürfen die Kinder den bestehenden Grundriss aus Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss nicht verändern.
Auf drei Seiten werden die Schüler mit vielen unglaublichen Fragen zu dem Projekt getriezt:
• „Welches inhaltliche Angebot muss der neue Puff für alle bereithalten?“
Tja… Sex womöglich?
• „Für welche Personengruppen braucht es welche Voraussetzungen, damit sie in den Puff gelangen können?“
Hier geht es wohl darum, das Bordell barrierefrei zu planen.
• „Wie muss der Puff von außen gestaltet sein, damit er von allen möglichen Menschen aufgesucht werden kann und aufgesucht werden möchte?“
Ein Konzept für die Außenwerbung gehört also auch zur Aufgabe.
• Wer muss in diesem neuen Puff arbeiten?
Hm, mal überlegen… Prostituierte vielleicht?
• „Welche Fähig- und Fertigkeiten brauchen die dort Arbeitenden, damit alle möglichen Menschen bedient und zufriedengestellt werden können?“
Wie kommt ein erwachsener Mensch darauf, dass Achtklässler das wissen könnten? Und warum sollten sie das schon wissen?
Irritierend bis empörend ist vor allem diese Frage:
„Welche sexuellen Vorlieben müssen in den Räumen wie bedient und wie angesprochen werden?“
Wir reden hier von höchstens 14-jährigen Kindern. Manche von ihnen sind, statistisch gesehen, noch nicht einmal in der Pubertät. Von diesen heranwachsenden Menschen verlangt das Gymnasium nun eine Liste aller möglichen Sexualpraktiken.
Ja, geht’s noch?!
Ideologisches Programm
Schulen sind in Deutschland Sache der Bundesländer.
Für die Lehrpläne und zugelassenen Unterrichtsmaterialien in Nordrhein-Westfalen ist also das Bildungsministerium verantwortlich. Das lässt wissen: An den Schulen in NRW sei die Sexualerziehung ein „wichtiger und unverzichtbarer Teil der Gesamterziehung“.
Die zuständige Ministerin heißt Dorothee Feller und kommt, man mag es nicht glauben, von der CDU. Es gehe um „Thematisierung einiger sexualpädagogischer Inhalte und kritische Selbstreflexion der eigenen Geschlechtsrolle“, erklärt ihre Verwaltung. Darüber hinaus solle ein „wechselseitiges Verständnis der Gefühls- und Lebenswelten von Mädchen und Jungen“ erarbeitet werden.
Indem Kinder ein Bordell planen?
Die Vermutung liegt nahe, dass sich Ministerin Feller nicht so richtig darum schert, was die Beamten in ihrer Behörde da alles treiben. Weiterhin erscheint es plausibel, dass sich im Ministerium eine knapp 15 Jahre alte, skandalöse, radikale „pädagogische“ Ideologie Zugang zu Schulkindern verschafft hat.
Im Jahr 2012 hat nämlich eine gewisse Elisabeth Tuider das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ veröffentlicht. Die Dame leitet das Fachgebiet „Soziologie der Diversität“ an der Universität Kassel. Die Puff-Planung für Schulkinder stammt nahezu wortgleich aus diesem Machwerk.
Dort finden sich noch viele weitere Übungen. Als erste „Annäherung an das Thema Liebesbeziehungen“ in der Altersstufe ab zwölf Jahren sollen die Schüler auf einem Arbeitsblatt den Satz „Zur Liebe gehört für mich …“ vollenden.
Angebotene Antworten sind unter anderem:
• mindestens jeden zweiten Tag miteinander Sex zu haben
• die Freiheit, mit anderen ins Bett zu gehen
• Oralverkehr.
Was halt so ansteht in der Freizeit von Zwölfjährigen.
In einer anderen Übung sollen 14-jährige Schüler Gegenstände für die Parteien eines Mietshauses ersteigern. Dort wohnen:
• eine alleinerziehende Mutter
• ein schwules Paar
• ein lesbisches Paar mit zwei kleinen Kindern
• eine betreute Wohngemeinschaft für drei Menschen mit Behinderungen
• eine Spätaussiedlerin aus Kasachstan.
Interessant ist, wer dort nicht wohnt: Es gibt keine Familie mit einer Mutter, einem Vater und deren Kindern.
Dafür können die 14-Jährigen lustige Sachen für die anderen Bewohner des Mietshauses ersteigern: einen Dildo, Kondome, Potenzmittel, Handschellen, Aktfotos, Vaginalkugeln, Windeln, Lack/Latex oder Leder. Das Buch empfiehlt weiter, Siebtklässler mit der Frage zu konfrontieren, ob „Sadomasochismus und Fetischismus eigentlich nur sexuelle Vorlieben oder auch Identitätsbausteine sind“.
Die Autoren um Frau Tuider machen gar keinen Hehl daraus, was sie damit bezwecken: „Die Jugendlichen sollen Heterosexualität als Norm infrage stellen.“ Dahinter steckt das Konzept der „dekonstruktivistischen Pädagogik sowie der (neo)emanzipatorischen Sexualpädagogik“. Mit der soll unter anderem ausdrücklich „auch bewusst Verwirrung und Veruneindeutigung angestrebt werden“.
Geistige Urheber dieser systematischen Verunsicherung von Kindern in einer ohnehin schon von Natur aus enorm instabilen Lebensphase ist der Sozialpädagoge Uwe Sielert. Er fordert, „Heterosexualität, Generativität und Kernfamilie zu ,entnaturalisieren’“: „Eine Pädagogik der Vielfalt stellt Alltagsannahmen über die vermeintlichen Grundfesten sexueller Identität infrage.“ Die Sexualpädagogik müsse Sex unabhängig von Ehe und Liebe „in allen Altersphasen freundlich gegenüberstehen“.
„In allen Altersphasen“: Das steht da wirklich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Viele andere Experten distanzieren sich von diesem Ansatz. Für die Pädagogin Karla Etschenberg ähnelt das „einer Propaganda für verschiedene Lebensweisen, und das ist nicht Aufgabe der Schule“. Schüler sollten nicht dazu gezwungen werden, sich tief in Lebensweisen oder sexuelle Vorlieben hineindenken zu müssen, die ihnen noch völlig fremd sind und die sie vielleicht auch nie kennenlernen wollen. Da spiele ganz offensichtlich Ideologie eine Rolle. „Und die gehört überhaupt nicht in die Schule. Überhaupt nicht.“
Schule rechtfertigt sich – und beendet Experiment
Im Deutschland des Friedrich Merz gibt ja niemand mehr einen Fehler zu.
Der Bundeskanzler tut das nicht. Und Oberstudiendirektorin Christina Diehr tut es auch nicht. Die Schulleiterin des Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Kevelaer verteidigt die Puff-Aufgabe und die Lehrkraft, die sie den Schülern gestellt hat. Wiederholen wird die Schule das Projekt aber offenbar nicht:
„Unter Berücksichtigung der Ergebnisse des intensiven Austauschs mit allen Beteiligten sind alternative Unterrichtseinheiten in Vorbereitung, die das Thema Vielfalt der Lebensformen und der Sexualität in einem anderen Kontext aufbereiten.“
Mit anderen Worten: Haben wir einmal gemacht, werden wir nicht noch einmal machen.
Da haben die anderen Kinder in Kevelaer nochmal Glück gehabt.

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UND DANN EU-ÜBERWACHUNG
im Internet wegen angeblichem Kinderschutz! Wo ist da die Logik?
Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts in drei Worten: bildungslos, pornographisch und ahistorisch.
Dafür wurde 1918 die Monarchie abgeschafft; und gleichzeitig „das erste Bildugsvolk der Welt…“ (Max Weber) … vernichtet.
Die Schulleiterin ist offenbar eine Vertreterin der Diversität, die das Dritte Geschlecht für natürlich und gesellschaftlich wünschenswert hält. Ich habe allerdings noch nie gesehen, dass in der Natür eine Ente mit einem Schwan kopuliert oder ein Eisbär mit einem Walross! Aber in deutschen Schulen ist derzeit alles möglich, außer Bildung, die offensichtlich abgeschafft wurde! Allein die Tatsache, das verbeamtete Lehrkräfte die Sexualität von Minderjährigen revolutionieren wollen, damit sie unbedingt den woken Zeitgeist atmen, muss jeden erschrecken, der eine Schule noch als Reservoiri geistiger Klarheit betrachten wollte. Vielleicht steht aber auch das „Puff für alle“ symbolisch für die Institution Schule, wo… Mehr
In einem Land, das seine industrielle Basis verraten & verkauft hat, werden die Schüler fit gemacht für die geänderten Anforderungen. Scheint mir schlüssiger zu sein als ich den „etablierten“ Parteien / Politikern zugetraut hätte…;-)
Deutschland ist fertig. Überwältigt nicht von außen, sondern durch sich selbst.
Kürzlich wurde die Mitarbeiterin einer Kita fristlos gekündigt, weil sie es gewagt hatte, in der Mensa Schweinefleisch zu servieren. Kann man muslimischen Kindern ebensowenig zumuten wie die Begehung christlicher Bräuche. Aber die massive Sexualisierung der Schüler im Sinne der vollständigen Zerstörung traditioneller Normen und Werte ist überhaupt kein Problem, im Gegenteil. Daß die verantwortliche Ministerin der CDU angehört, verdeutlicht einmal mehr, daß wir es außerhalb der AfD nur noch mit einem ideologischen Einheitsbrei zu tun haben. Die Schüler hätten sich vielleicht beim katholischen Kirchentag Inspirationen holen können; dort wurde u.a. auch BDSM propagiert.
Es ist unfassbar. Sollen Gymnasialschüler jetzt zu Bordellbesitzern ausgebildet werden? Diese Rektorin muss disziplinarisch belangt werden, hier gibt es gesichert nichts zu verteidigen!
Der Verlust des Anstands und dessen Ersetzung ng durch Perversion und Abartigkeit ist anscheinend in „akademischen“ Kreisen zur Lebensanschauung geworden.
tja,das nennt sich dann wohl „fortschrittliche Pädagogik“…..
dieses Land schafft sich mit solchen Wissensvermittlern schneller ab,als man zuschauen kann
Vielleicht sollte sich das einmal ein Staatsanwalt zu Gemüte führen. Aber nur, falls er nicht mit der Verfolgung von Politikerbeleidigungen ausgelastet ist.