In deutschen Apotheken reißen die Lücken nicht ab: Mehr als 500 Medikamente sind aktuell schwer oder gar nicht verfügbar. Branchenvertreter schlagen Alarm – und warnen vor einem schleichenden Rückzug aus der flächendeckenden Versorgung.
picture alliance/dpa | Carsten Koall
Die Versorgungslage mit Medikamenten in Deutschland bleibt angespannt. Nach aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind derzeit mehr als 500 Arzneimittel von Lieferengpässen betroffen.
Zwar hat sich die Situation seit den Hochphasen der Corona-Pandemie in einzelnen Bereichen etwas entspannt, doch in vielen Apotheken bestehen weiterhin erhebliche Lücken im Sortiment. Besonders betroffen sind unter anderem Erkältungs-, Schmerz- und Magen-Darm-Mittel.
Als zentrale Ursachen gelten anhaltende Probleme in den globalen Lieferketten sowie steigende Produktions- und Beschaffungskosten. Gleichzeitig sind die Preise für viele Medikamente staatlich reguliert, sodass Hersteller und Großhändler Kostensteigerungen kaum weitergeben können.
Der pharmazeutische Großhandel sieht sich dadurch zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Nach Berechnungen des Branchenverbands Phagro können rund 65 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente nicht mehr kostendeckend gehandelt werden.
Die Folge könnte eine weitere Ausdünnung der Versorgung sein. Branchenvertreter warnen, dass sich Großhändler künftig stärker auf wirtschaftlich tragfähige Produkte konzentrieren könnten, was die flächendeckende Versorgung zusätzlich gefährden würde.
Ein strukturelles Problem liegt zudem in der internationalen Abhängigkeit der Produktion. Ein Großteil der Wirkstoffe, insbesondere für günstige Generika, wird inzwischen in Asien hergestellt. Störungen in diesen Lieferketten wirken sich unmittelbar auf die Versorgung in Deutschland aus.
Hinzu kommt, dass sich immer mehr Hersteller aus der Produktion von Generika zurückziehen. Die Margen liegen hier oft nur im Cent-Bereich, während sich mit patentgeschützten Medikamenten deutlich höhere Gewinne erzielen lassen.
Vor diesem Hintergrund fordert der Großhandel politische Gegenmaßnahmen, insbesondere eine Anpassung der Vergütungssysteme. Ohne entsprechende Reformen droht nach Einschätzung der Branche ein spürbarer Rückgang des bisherigen Versorgungsniveaus für Patienten in Deutschland.

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Und wieder haben die Grünen auf ihrem Weg der Zerstörung der Bundesrepublik Deutschland einen Etappensieg erreicht. Fischer hat als Hessischer Umweltminister damit angefangen, in dem er Höchst aus Deutschland rausgeekelt hat. Früher war Deutschland die Apotheke der Welt. Jetzt nach dem Kahlschlag der Grünen herrscht der Mangel. Der Pharmaindustrie folgt die Grundstoffindustrie. BASF produziert seit März in China.
„Hinzu kommt, dass sich immer mehr Hersteller aus der Produktion von Generika zurückziehen. Die Margen liegen hier oft nur im Cent-Bereich, während sich mit patentgeschützten Medikamenten deutlich höhere Gewinne erzielen lassen.“ „Vor diesem Hintergrund fordert der Großhandel politische Gegenmaßnahmen, insbesondere eine Anpassung der Vergütungssysteme. Ohne entsprechende Reformen droht nach Einschätzung der Branche ein spürbarer Rückgang des bisherigen Versorgungsniveaus für Patienten in Deutschland.“ Es geht also mal wieder darum, den Versicherten in die Tasche zu greifen. In Deutschland sind Medikamente ja auch spottbillig und die Pharmabranche muss sich mit geringsten Margen begnügen. Also die übliche Masche, durch Panikmache und angebliche Versorgungsengpässe… Mehr
Was denn jetzt schon wieder ? ( Vor diesem Hintergrund fordert der Großhandel politische Gegenmaßnahmen, insbesondere eine Anpassung der Vergütungssysteme.)
Die wollen also mehr Geld….Es gibt ohnehin zuviele Apotheken…Also ma GAAANZ langsam…
Vor diesem Hintergrund fordert der Großhandel politische Gegenmaßnahmen, insbesondere eine Anpassung der Vergütungssysteme. Großer Gott, das Problem ist doch, dass dieser Markt überhaupt durch die Politik reguliert wurde. Wie soll noch mehr Regulierung hier Linderung verschaffen? So ein Quatsch. Einfach den Medikamentenmarkt komplett freigeben. Wenn die deutsche Privatperson ihre Pillen online in Indien bestellt, öffnen sich auch für die Generikahersteller plötzlich die Absatzmärkte, die ihnen derzeit aufgrund der niedrigen Margen unattraktiv erscheinen. Frei Märkte sind immer ein Win-Win. Aber in Deutschland ist so etwas ausgeschlossen. Das System der Medikamentenabgabe ist derart starr und tiefgreifend reguliert, längst haben sich dort parasitäre… Mehr
> Ein strukturelles Problem liegt zudem in der internationalen Abhängigkeit der Produktion. Ein Großteil der Wirkstoffe, insbesondere für günstige Generika, wird inzwischen in Asien hergestellt.
Das wäre kein Problem, würden Politiker nicht auf die Idee kommen, aus kruden Gründen gegen die Hersteller-Länder zu hetzen – soweit ich mich entsinnen, viel von dem Zeug wird in China produziert.