Tübingen: Wahlhelfer der AfD angegriffen

In der Universitätsstadt Tübingen greifen acht „Demokratie-Schützer“ zwei AfD-Wahlhelfer mit Pfefferspray an und stehlen deren Plakate. Die Brandmauer als Freibrief für Gewalt gegen den zum entmenschlichten Feind erklärten politischen Gegner.

picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Franz Feiner

Der Spitzenkandidat der grünen CDU von Baden-Württemberg, Manuel Hagel, kann sehr zufrieden sein, denn die wehrhafte Demokratie und ihre wichtigste Institution, die Brandmauer, funktionieren einwandfrei: Gestern wurden in Tübingen zwei Wahlhelfer von der AfD von acht Demokratieschützern tätlich mit Pfefferspray angegriffen, als die Wahlhelfer Wahlplakate für die Landtagswahl aufhängen wollten. Acht Schützer unserer Demokratie attackierten die zwei Wahlhelfer und stahlen deren Wahlplakate. Wie hatte doch der scheinkonservative Hagel von der Drei-Kätzchen-Allianz vor kurzem ausgerufen: „Es wird um die Fragen gehen: Wir oder die AfD.“ Das hat jedenfalls in Tübingen bestens geklappt.

Wenn man keine Argumente hat, dann greift man halt zur kraftmeiernden Rhetorik. Womit soll Hagel auch sonst werben, wenn nicht mit Phrasen? Mit dem wirtschaftlichen Niedergang Baden-Württembergs? Mit dem Bildungszerfall? Beides hausgemacht, beides politisch herbeigeführt von der Brandmauereinheitspartei, in Baden-Württemberg von der lokalen Gliederung Grün-Schwarz, was nach der Landtagswahl Schwarz-Grün heißen könnte, doch Raider heißt jetzt Twix/sonst ändert sich nix.

Wie rettungs- und hoffnungslos die Südwest-CDU vergrünt ist, belegt Hagels Äußerung, dass seine CDU „mit diesen Leuten weder kollaborieren noch koalieren“ wird. Was die Frage erhebt, wenn man seinen Wortgebrauch ernst nimmt, ob Hagel mit den Grünen koaliert oder kollaboriert – und ob es in der Legislatur mit den Grünen einen Unterschied zwischen Koalition oder Kollaboration gibt, und worin der dann besteht.

Zumindest hat Hagel als Musterschüler den grünen Klassenauftrag, den rotgrünen Parteiauftrag für die CDU verstanden und sogar verinnerlicht, wenn er sagt: „Wir sind das Bollwerk gegen diese Leute.“ Der Spitzenkandidat der Südwest-CDU hat eine beeindruckende Entwicklung hingelegt, wie man sie nur aus Märchen und von Legenden kennt: vom Menschen zum Bollwerk. Von der CDU in Baden-Württemberg hagelt es nur noch sinnfreie Phrasen, wie: „Wir brauchen keine Brandmauer, weil wir die Brandmauer sind.“ Nicht Politik für das Land zu machen, sondern stumpfe Mauer und so unbeweglich wie eine Mauer zu sein, scheint nach Hagels Aussage die Funktion der CDU in der Landesregierung gewesen und auch wieder zu sein.

Es wäre doch ein Anfang, wollte die CDU als Partei eigenständig sein, darüber nachzudenken, warum es nur noch eine Oppositionspartei in Deutschland gibt und was das mit einer Demokratie macht, wenn alle anderen Parteien sich zusammenschließen, um diese eine Partei mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Doch die CDU kollaboriert bei der grünen De-Industrialisierung, sie will nicht eigenständig sein, sondern nur ein paar Posten abbekommen. Da waren sie im Osten schon einmal weiter, da haben sie vor den Wahlen schon festgelegt, welche Partei wie viele und welche Posten bekommt. Und eine Mauer hatten sie auch gebaut. Damit ihnen die Leute nicht weglaufen, nannten sie diese übrigens – nur für die, für die Antifa DNA ist – Antifaschistischen Schutzwall.

In Tübingen jedenfalls traten acht Helden vor die Brandmauer, um zwei Wahlhelfer der AfD mit Pfefferspray anzugreifen und die Plakate zu stehlen. Vielleicht werden die ja auch mittelbar von Priens Programm „Von unserer Demokratie leben“ finanziert.

Es heißt, die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Schwer dürfte es wohl nicht sein, die Täter zu finden, vielleicht aber zu schwer für die Polizei im Kretschmann-Land. Man wird sehen. Man müsste nämlich hinter der Brandmauer mit der Suche beginnen, doch wer will das im grün-schwarzen Baden-Württemberg schon?

TE bleibt dran.

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Kommentare ( 39 )

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Juergen P. Schneider
11 Minuten her

Wer keine Argumente hat, greift im „besten Deutschland, das es je gab“, eben zur Gewalt. „Unsere Demokratie“ bei der Arbeit. Keinem dieser Brandmauer-Idioten und primitiven Gewalttäter wird strafrechtlich irgendetwas geschehen, darauf kann man jetzt schon Wetten abschließen.

Kaesebroetchen
18 Minuten her

Die Universitätsstadt Tübingen war bereits vor der Machtergreifung Hitlers eine Hochburg der Nationalsozialisten. Vor allem die Juristen waren berüchtigt, bewarfen schon Ende der 1920er Jahre ihre jüdischen, liberalen und sozialdemokratischen Professoren mit Papierknäueln und brüllten sie aus den Vorlesungen. Das Stadtmuseum hat sehr bedrückende Dokumente zu diesem gewaltätigen, akademischen Mob. Heute macht der selbe, grüne Mob auf Antifaschismus und verprügelt schon wieder Andersdenkende. Götz Aly hatte recht, es sind die Enkel der NS-Täter und sie haben sich nicht geändert, heute sind sie schon wieder unterwegs mit der selben Gewalttätigkeit, immer wieder mit staatlicher Aufforderung und Beifall.

Berlindiesel
30 Minuten her

Rentner und Pensionäre brauchen weder Arbeitsplätze noch Arbeitsplatzsicherheit, noch ein funktionierendes Bildungssystem. Zwar brauchen sie es indirekt schon, einer muss ja ihre Einkünfte erwirtschaften, aber auch aus den Leserforen von TE zum Thema Rente weiß man, dass der Deutsche denkt, seine Transferleistungen kämen vom Staat und damit irgendwie von Gott oder seien „so da“. Schließlich habe er sein Leben lang Beiträge gezahlt. Aber einerlei – das Sein schafft das Bewusstsein, und so interessiert das zerfallende Bildungssystem oder stinkende Schultoiletten in verschimmelten Schulgebäuden eben nur Erwachsene mit Kindern im Schulalter – und keine Kinderlosen, Senioren oder Studenten, und die Not frisch… Mehr

imapact
31 Minuten her

Sollten sie die Linken Schläger finden – mehr als ein paar Sozialstunden im Streichelzoo wird es nicht geben. Was die geschätzt 29% der CDU-Wähler sich vom Zettelfalten erhoffen, bleibt ein Rätsel.

Marco-L
32 Minuten her

Wie die Zeit und das ZDF überseinstimmendberichten, waren das bestimmt Russische „Wegwerf-Agenten“ die im Kontext des Ukraine-Krieges Unruhe stiften sollen. Im Film „Sabotage in Putins Auftrag?“ werden explizit auch zerstörte Wahlplakate durch Putins Agenten als Sabotageakte aufgezählt. Klarer Fall: Putin will durch false-flag Methoden die deutschen Wahlen beinflussen. Die Spekulationen von TE, das diese von Priens Programm „Von unserer Demokratie leben“ finanziert werden, sind also völlig abwegig. Das hat schon der Tagesschau Faktenfinder festgestellt. Im Artikel : „Bekennerschreiben auf Indymedia: Unter falscher Flagge?“ stellt er fest: „Auf der Plattformen „indymedia“ bekennen sich Linksextremisten bisweilen zu Straftaten oder Anschlägen. Manche solcher… Mehr

Okko tom Brok
42 Minuten her

Wir werden von einem Parteienkonsortium regiert, das seit etwa zwanzig Jahren weitgehend ununterscheidbare Politik macht und – “vom Ende her gedacht” – eigentlich fast alles falsch gemacht hat: Energie (Gasmangellage?), Euro (Staatsverschuldung?), Einwanderung (Stadtbild?, Migrantengewalt?), um nur einige der schlimmsten Baustellen zu nennen, und nichts davon kann sich international sehen lassen. Und dann erzählen uns diese Leute, es dürfe aber niemals eine andere Partei ihr Glück versuchen?

Jerry
43 Minuten her

Das wird heute Abend im ÖRR sicher rauf und runter laufen, genau wie wenn Wahlhelfer der Grünen, SPD etc. angegriffen werden…

K.Selberdenker
48 Minuten her

Tübingen hat als typische Unistadt eine sehr aktive linke Szene , von Hausbesetzung bis zur Verwahrlosung des Stadtbildes wird von Palmer alles akzeptiert, vom Aufbau einer Parallelgesellschaft aus dem Süden gar nicht zu sprechen.
Wenn man die Täter suchen will findet man sie z.B. im Epplehausam Bahnhof , dazu ist es auch noch ein eingetragener Verein , wird also ganz sicher von der Stadt mit Steuergeld unterstützt.

Deutscher
34 Minuten her
Antworten an  K.Selberdenker

Na sowas, der Boris gibt sich doch sonst immer ganz unlinks…🤔

H. Hoffmeister
52 Minuten her

Herr Mai, ich bin inzwischen der Auffassung, dass der katastrophale Niedergang des Landes – im übrigen auch der EU, bei den USA bin ich noch nicht ganz sicher – nicht mehr aufzuhalten ist. Wir erleben eine objektive kollabierende Wirtschaft, deren schwindender Beitrag zu Wohlstand und Wohlfahrt lediglich mit Unmengen gedrucktem Geld (teil)kompensiert wird. Diese Schuldenorgie wiederum macht eine Sanierung des Sanierungsfalles „wohlstandsverwahrloste, von grünwoken Ideologen gekaperte Demokratien“ unmöglich. Die weiter zunehmende Aggressivität des Altparteienkartells und seiner Nutzniesser ist Symptom dieser verheerenden Entwicklung und die AfD und ihre Wähler sind Ziele des Hasses dieser Versager.

Ecke
54 Minuten her

Das ist ja nicht nur in Tübingen so. Mitnichten. In meinem kleinen Ostseebad Eckernförde hat die AfD am vorigen Samstag einen Infostand aufgebaut. So weit, so gut. Mittlerweile meint die Antifa, die „unsere Demokratie“ verkörpert, sie wäre politisch und juristisch unantastbar und könnte gegen das Informationsrecht körperlich vorgehen. Also begann sie, die AfD-Infoständler tätlich zu attackieren. Immerhin sie Polizei stritt ein. Soweit ich das beurteilen konnte, gab es keine Festnahmen oder die schärfste Waffe der Polizei: Platzverweise. Unbeeindruckt davon baute die Antifa- Anhänger sich ca. 10 Meter vom AfD-Infostand wieder auf und skandierte aus einer Box: Scheiß AfD usw…. Ja,… Mehr

humerd
43 Minuten her
Antworten an  Ecke

sie wäre politisch und juristisch unantastbar „
das meint sie nicht nur, sie ist es doch auch. Sie können sich, wie auch Migranten, auf unsere verständnisvollen Richter und Richterinnen verlassen.

Jerry
22 Minuten her
Antworten an  Ecke

Schade, dass Eckernförde so links heruntergefallen ist. Ich kenne die Stadt noch aus meiner Bundeswehrzeit in den 80er Jahren und fand es damals ganz schön dort!