Von der Abschaffung der Wissenschaft

Hält ein totalitärer Geist an den Universitäten und Hochschulen Einzug?

© Scott Olson/Getty Images

Eine der essentiellen Grundbedingungen der Wissenschaft besteht in der Freiheit, der Freiheit in Lehre und Forschung. Dennoch werden gerade in letzter Zeit an den Universitäten die Freiheit von Lehre und Forschung, die Freiheit der Wissenschaft, teils auch grundgesetzverbriefte Rechte und gesetzliche Regelungen grundsätzlich und radikal in Frage gestellt.

Katholische Sozialethiker, die Professuren innehaben zum Beispiel in Münster, rufen zum Boykott einer renommierten katholischen Zeitschrift auf, weil sich diese „Wissenschaftler“ anscheinend fachlich nicht in der Lage sehen, auf dem hohen Niveau der Zeitschrift zu argumentieren. Sie rufen alle katholischen Sozialwissenschaftler, vor allem die, gewinnt man den Eindruck, die akademisch noch etwas werden wollen, dazu auf, nicht in der Zeitschrift „Die neue Ordnung“ zu publizieren. Wer glaubt im Sinne des Discourses wäre es am besten, den eigenen Standpunkt auch in der „Neuen Ordnung“ zu publizieren, in den wissenschaftlichen Meinungsstreit zu treten, was das Wesen des Akademischen ausmacht, hat verkannt, dass es diesen Sozialethikern nicht um den Streit der Meinungen geht, sondern schlicht und ergreifend um Vernichtung, um die Vernichtung einer alten und anerkannten Zeitschrift. Boykott ist natürlich eines Akademikers würdig und bekanntlich die beste Art der wissenschaftlichen Diskussion, allerdings sollten ein Anathema, eine Bannandrohung, die Exkommunikation oder vielleicht doch ein Autodafé in diesem Sinne wohl noch bessere Mittel abgeben. Disput war gestern, Ausgrenzung, Boykott mit dem Ziel der Zerstörung steht heute auf der Tagesordnung.

Dass Kunststudenten in Dresden die Bibliothek besetzen, weil sie erzwingen wollen, dass die Leiterin der Bibliothek entweder ihren Job verliert oder sich von ihrem kommunalpolitischen Engagement distanziert, zur Wahl als Parteilose auf der Liste der AfD angetreten zu sein, zeigt nur, wie wenig Achtung diese Studenten vor den Bürger- und Menschenrechten und vor dem Grundgesetz haben, das sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht garantiert und Diskriminierungen jeglicher Art untersagt. Eine Studentenvertreterin verlangte sogar im Deutschlandfunk, die Bibliothekarin müsse „sich in einer schriftlichen Stellungnahme dazu … äußern, wie sie ihr politisches Engagement mit ihrer Arbeit in Verbindung bringe oder eben nicht.“

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Mit welchem Recht fordern Studenten, dass eine Mitarbeiterin der Hochschule in einer schriftlichen Stellungnahme sich dafür rechtfertigt, ihr verfassungsmäßig garantiertes passives Wahlrecht wahrgenommen zu haben? Wollen die Studenten eine neue Stasi ins Leben rufen? Eine Gesinnungsdiktatur an der Hochschule etablieren? Ein Tribunal veranstalten? Schaut man sich die „künstlerischen Aktivitäten“ der Studentenvertreterin beispielsweise an, fragt man sich, was sie zum Studium der Kunst berechtigt. Kunst ist weder Infantilismus, noch Propaganda. Früher machten Künstler Kunst, weil sie nicht anders konnten, heute produzieren angehende Künstler Wunst, weil sie nichts können. Vielleicht wäre es angebracht, dass die Hochschule Zugangsbedingungen zum Studium und ihr Curriculum überprüft? Doch die Hochschulleitung kuscht entweder vor dem totalitären Impetus der Studenten oder teilt ihn, anstatt das große Defizit an politischer Bildung zu realisieren und dem Bildungsauftrag, der sich daraus ergibt, gerecht zu werden. Die Studenten benötigen dringend Nachhilfestunden darin, was Demokratie und was Diktatur bedeutet – und vielleicht auch was Kunst ist.

An der TU Dortmund wurden, wie jetzt bekannt wird, durch die Rektorin Ursula Gather sowohl das Institut für Germanistik, als auch das Institut für Anglistik und Amerikanistik der Fakultät der Kulturwissenschaften handstreichartig aufgelöst, und im Sinne der Wissenschaftsverwirrung eine atomisierte Ansammlung von Lehrstühlen geschaffen.

Vielleicht ist das beste Sinnbild für Deutschlands Abstieg in Wissenschaft und Bildung die Schaffung eines teuren Prorektorats für Diversitätsmanagement. Das Prorektorat ähnelt in dieser Hinsicht doch sehr den entsprechenden Einrichtungen für das Grundlagenstudium im Marxismus/Leninismus an den Hochschulen und Universitäten der DDR.

Laut einem Bericht der FAZ wird an der TU Dortmund auch das Institut für Geschichtswissenschaft aufgelöst, wenn der „letzte verbliebene Lehrstuhlinhaber in Kürze in den Ruhestand geht“. Dann wäre das Ende der Geisteswissenschaften an der TU Dortmund perfekt.

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Bestünde das Ziel der Universitätsleitung darin, Geisteswissenschaft durch Ideologie zu ersetzen, sind diese administrativen Maßnahmen nur folgerichtig. Angestoßen wurde diese Entwicklung durch die Professorinnen Gudrun Marci-Boehncke, Sigrid Nieberle und Barbara Mertins, die aus dem Institut für Germanistik ausgetreten sind. Wie die FAZ berichtet, versuchten diese Professorinnen, „die Aufgabenbereiche und die Personalstruktur des Mittelbaus zugunsten ihrer Lehrstühle“ und vor allem ihres Interesses an Diversitätsstudien „zu verändern“. Doch der Versuch „scheitert am Widerstand im Institut und am Personalrat.“ Daraufhin traten die Professorinnen aus dem Institut aus. Sie streben die Gründung eines „Instituts für Diversitätsstudien in Kognition, Literatur, Sprache und Medien“ an und gründeten zunächst eine Arbeitsgemeinschaft gleichen Namens. Man versucht also auf dem Weg, die Geisteswissenschaften zu dekonstruieren, in vulgo: zu zerstören zugunsten einer letztlich totalitären Ideologie, dadurch voranzukommen und jeden Widerstand zu brechen, indem man brachial die Strukturen verändert. Rein wissenschaftlich betrachtet benötigt niemand in diesem Land dieses Institut, noch die Arbeitsgemeinschaft. Weshalb muss der Steuerzahler diesen neuen Irrationalismus und Obskurantismus alimentieren? Zumal dieser Obskurantismus in der Ausbildung von Deutschlehrern den Niedergang des Deutschunterrichts an den Schulen beschleunigt.

Lehrreich und bezeichnend ist das Vorgehen der Dortmunder Professorinnen allemal. In dem Aufsatz „Komplexität entfalten durch Veränderungsmanagement in einer Universität:
Das Dortmunder Pro l für inklusionsorientierte Lehrerinnen- und
Lehrerbildung (DoPro L)“ entwickeln Liudvika Leišytė, Bianca Schumacher und Barbara Welzel den Masterplan für die Abschaffung der akademischen Freiheit, der Freiheit in Lehre und Forschung, für die Abschaffung der Wissenschaft zugunsten der Ideologie des Dekonstruktivismus, der die ungeistige Grundlage für Diversitäts- und Genderstudien, Political Correctnes und Identitätspolitik bildet.

Weil nicht alle Professoren ihre Positionen teilen, weil Professoren ihr Fach weiter gegen alle ideologischen Zumutungen verteidigen, stellen die Autorinnen fest, dass „die Einschätzungen darüber, was gelingende Lehre und erfolgreiches Lernen ausmacht, differieren.“ Und zwar, man lese und staune, zwischen den Wissenschaftlern auf der einen „und der Verwaltung sowie dem Management in Dekanaten und Rektoraten/Präsidien“ auf der anderen Seite. Im Klartext heißt das, nicht die Wissenschaftler sollen über Form und Inhalt von Lehre und Forschung entscheiden, sondern die Verwaltung. Würde das nicht bedeuten, dass Wissenschaftler zu Marionetten der Verwaltung werden, die dann genau das zu lehren haben, was die Verwaltung für pädagogisch wertvoll und für politisch oder weltanschaulich notwendig hält. Die Gender- oder Gleichstellungsbeauftragte, die Pressstelle oder das Facility- oder Diversitätsmanagement entscheiden dann über Form und Inhalt der Lehre und Forschung in der Literaturwissenschaft oder in der Mathematik. Schon Lenin plädierte dafür, dass die Köchin den Staat regieren solle. Beim Lesen des Aufsatzes von Liudvika Leišytė, Bianca Schumacher und Barbara Welzel kann man sich des Verdachts nicht erwehren, dass den Autorinnen das chinesische Modell für die TU Dortmund vorschwebt.

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So beklagen die Autorinnen „unterschiedliche Machtverhältnisse“, denn für die Durchsetzung einer Verwaltungsdiktatur besitzen die Professoren noch zu viel Autonomie, die sie dann auch noch keck zur Renitenz nutzen, „weil die Norm der akademischen Freiheit suggeriert, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst entscheiden, was gute und erfolgreiche Forschung sowie Lehre auszeichnet.“ Wo käme man schließlich hin, wenn „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst entscheiden“ dürften und die akademische Freiheit auch noch nutzen würden? Schlimmer noch, weil die akademische Freiheit die Norm darstellt, neigen „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Angesicht von Management-Mechanismen und -Strukturen zu Widerstand.“ Welch eine plumpe obrigkeitsstaatliche Servilitätsforderung, welch Illiberalismus – und noch dazu in schlechtem Deutsch! Bemerkenswerterweise korrespondiert die Ideologisierung mit dem Verlust an Stil und Vielfalt des Ausdrucks, weil die Reduktion von Mannigfaltigkeit im Denken sich in der Verarmung der Sprache zeigt. Für pädagogische Direktiven eignet sich die Sprache Hölderlins nicht. Deshalb muss sie auch auf eine leichte Sprache reduziert werden, hat sie in den Diversitätsstudien dekonstruiert zu werden. Man fragt sich, ob die Germanistikprofessorinnen, die den Vorwand für die Auflösung der Institute geschaffen haben, ein Diversitätsinstitut stattdessen gründen wollen und so ganz nebenbei auch noch künftige Lehrer ausbilden, jemals mit deutscher Dichtung in Berührung gekommen sind, heißt, ob Dichtung sie jemals berührt hat? Oder ob sie Dichtung aus der Haltung von Zensoren zur Kenntnis nehmen. Die Frage stellt sich deshalb, weil man offensichtlich nicht Germanistik, sondern Diversitätsstudien betreiben will.

Was die Autorinnen des Aufsatzes geradezu in Harnisch bringt, ist, dass Entscheidungen der Universitätsführung (top-down), also von Frau Prorektorin für Diversitätsmanagement sogar auf Kritik stoßen könnten, denn: „Top-down-Entscheidungen und -Initiativen können besonders im Kontext des deutschen Hochschulsystems, welches durch ein großes Maß an akademischer Freiheit gekennzeichnet ist, akademische Zurückweisung und Widerstände provozieren.“ Kühn: Wissenschaftler könnten also unter Berufung auf die akademische Freiheit darauf beharren, statt Ideologie weiter Wissenschaft zu betreiben und sich der Verwaltung oder einer Prorektorin für Diversitätsmanagement nicht zu unterwerfen. In China undenkbar.

Da die akademische Freiheit nun einmal leider noch gesetzlich garantiert ist, werden andere Wege erforderlich, die man in Dortmund mit Erfolg exekutiert. Man kann die Taktik auf folgenden Nenner bringen: die bestehenden Strukturen werden umgangen, es werden Parallelstrukturen geschaffen, die eines Tages die bewährten Strukturen ersetzen werden. Im demokratischen und im wissenschaftspolitischen Sinn müssten alle Alarmglocken schrillen, wenn gefordert wird, dass die Hochschulleitung anstatt die Freiheit in Lehre und Forschung zu schützen, aktiv Netzwerke aus „Akteuren“ oder aus Aktivisten bildet. Hatten wir an deutschen Universitäten nicht schon Netzwerke aus Akteuren, aus Aktivisten?

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Für diese Netzwerke werden willige Professoren, Dozenten und Assistenten rekrutiert und es steht zu befürchten, dass bei Neueinstellungen darauf geachtet wird, nur noch diejenigen zu berufen, die auf Linie sind. Zudem werden neue Stellen geschaffen, die im Sinne der Ideologisierung wirken. Mehr noch, diese neuen Stellen erhalten anscheinend Kompetenzen, mit denen sie die alte Struktur sturmreif schießen können, alles sieht danach aus, dass sie dafür Vorwände zu liefern und zu schaffen haben. Aus diesen Netzwerken der Akteure des Wandels bildet man „Lenkungsgruppen“ oder Visionsgruppen unter dem Vorwand, dass die Universitäten und Hochschulen einerseits den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen müssen, anderseits die alte Struktur der renitenten Wissenschaftler, die „zum Widerstand neigen“ zu schwerfällig für den Akt der Anpassung oder des Wandels sei. Dass der sogenannte Wandel, den die Autorinnen zu sehen wünschen, vielleicht nur aus ihrer Sicht so stattfindet und nur die identitätspolitisch aufgehübschte Utopie der rotgrünen Nachachtundsechziger ist, sei einmal dahingestellt.

Im Grund geht es darum, eine reaktionäre Ideologie durchzusetzen, die auf der Grundlage des Dekonstruktivismus die Gesellschaft zerstört. Um die wissenschaftlichen Ziele und Werte wissenschaftlicher Lehre und Forschung aufzulösen, greift man nach der von Judith Butler propagierten Methode der „Geschlechterverwirrung“ dazu, „die Ziele und Werte verschiedener Interessengruppen in Betracht zu ziehen.“ Das klingt erst mal gut und pluralistisch, ist es aber nicht, denn diese Lenkungs- oder Visionsgruppen, deren Besetzung dem Zufallsprinzip oder dem gelenkten Zufallsprinzip zu entspringen scheinen, bringen so viele Vorstellungen ein, dass am Ende der Standpunkt der Wissenschaft und das wissenschaftliche Niveau vor den „Interessen“ von Aktivisten, auch von Nichtwissenschaftlern, von Akteuren des Wandels, die von vorneherein für ihre Beihilfe zur Umgestaltung auch entlohnt werden, weichen müssen. Bezeichnend ist, dass die Akteure des Wandels durch „Incentives“ belohnt werden sollen. Kauft sich die Verwaltung auf Kosten des Steuerzahlers Akteure oder Erfüllungsgehilfen?

Das Vorgehen soll von der Universitätsleitung, die dafür die notwendigen Ressourcen besitzt, in einer Mischung von Verwaltungsentscheidungen (top down) und von Initiativen von unten, von „Graswurzel-Neuerer“ gesteuert werden. Bemerkung am Rande: auch in der DDR existierte eine Neuerer-Bewegung.

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Die Benutzung des Begriffs der Graswurzelbewegung bedeutet bereits grobe Demagogie, denn das Graswurzelbeet soll von der Universitätsleitung selbst angelegt und gut mit „Incentives“ gedüngt werden. Nach außen sollen die sorgfältig geplanten Lenkungsgruppen sich als zufällig gebildete und sich aus echtem Engagement der Vielen entstandenen Initiativen der Mitwirkung darstellen. Bei Lichte besehen sind in diesem Konzept die „Graswurzel-Neuerer“ nur die Fußtruppen, die Grünen Garden der Verwaltung: „Das schließt eine ganze Spannbreite von Incentives und Ressourcen für Graswurzel-Innovationen ein, ebenso das Schaffen von horizontalen Strukturen, die die Graswurzel-Neuerer quer durch die ganze Organisation vernetzen. Schließlich gilt es, Führungspersonen in das Entwerfen von Initiativen zu involvieren, welche die diver- sen Ziele und Prioritäten verschiedener akademischer Organisationseinheiten berück- sichtigen“ Oder lenken? Eindeutiger kann man es nicht sagen: Wir schaffen aktiv und mit allen Ressourcen eine Parallelstruktur, die von „Führungspersonen“ gesteuert wird – horizontal wie die Wirkweise eines Rammbocks – und mit deren Hilfe die akademische Freiheit aufgebrochen und eine Verwaltungsdiktatur etabliert wird. So konnte Babara Welzel zufrieden feststellen: „Durch das Audit „Vielfalt gestalten“ konnte die TU Dortmund bereits bestehende Bottom-up-Prozesse deutlich stärker mit Top-down-Prozessen verbinden. Graswurzelarbeit wurde zu Mainstreaming-Prozessen weiterentwickelt. Der Kerngedanke des Startprojekts – verschiedene Gruppen der Universität begegnen sich und reflektieren die Diversitätskultur der TU Dortmund – wurde in weitere Projekte übertragen.“

Zwar ist vorerst an der TU Dortmund die Gründung eines „Instituts für Diversitätsstudien in Kognition, Literatur, Sprache und Medien“ an der Renitenz der Wissenschaftler gescheitert, doch die Institute für Germanistik und für Anglistik und Amerikanistik wurde aufgelöst. Damit wurde den renitenten Wissenschaftlern der institutionelle Rückhalt, der auch ein Garant akademischer Freiheit ist, genommen. Als vereinzelte Lehrstuhlinhaber sind sie der Willkür der Verwaltung wesentlich stärker ausgeliefert. Die FAZ schreibt von einer „Atmosphäre der Einschüchterung“ bei „den Dozenten und Mitarbeitern der ehemaligen Institute“. Weiter schreibt die FAZ: „Das Rektorat droht jedem mit juristischen Schritten, der sich ohne Abstimmung mit der Pressestelle äußert.“ Das kennt man eigentlich nur aus Diktaturen, mit anderen Worten: man sieht wie totalitär „Diversity“ ist.

„Zitieren lässt sich deshalb niemand, Fragen werden nur nach der Zusicherung von Vertraulichkeit und außerhalb der Diensträume beantwortet.“

Meine Presseanfrage an Prof. Dr. Barbara Welzel, Prof. Dr. Sigrid Nieberle, Prof. Dr. Barbara Mertins und an die Pressestelle wurde bisher nicht beantwortet. Offensichtlich verweigert eine mit öffentlichen Mitteln unterhaltene Universität der Öffentlichkeit die notwendige Transparenz und Information.

Ganz im Sinne der Taktik der Schaffung von Parallelstrukturen, die von der Verwaltung initiiert und gefördert werden, hat die Rektorin Ursula Gather ein einjähriges Moratorium vorgeschlagen, in dem „neue Binnenstrukturen“ geschaffen werden sollen. Man will und wird Fakten schaffen. Wer künftig Germanistik studieren will, sollte einen großen Bogen um die TU Dortmund schlagen.

Haben wir nicht aus der Geschichte gelernt, dass die Freiheit der Lehre und Forschung ein hohes Gut ist? Zumindest dürften die Göttinger Sieben, die gegen die Zurücknahme der liberalen Verfassung von 1833 im Königreich Hannover protestierten, sich für die Freiheit einsetzten, sich als renitent gegenüber der Regierung und der Verwaltung zeigten und zum „Widerstand“ neigten, zu denen der Literarhistoriker Georg Gottfried Gervinus und die Germanisten Jacob und Wilhelm Grimm gehörten, ganz oben auf der Feindesliste renitenter Wissenschaftler der Rektorin, der Prorektorin und der Germanistikprofessorinnen stehen.

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