Kernkraftwerke werden abgestellt, die Kühltürme gesprengt. Sie sollen nie wieder Strom produzieren. Es ist eine Politik der verbrannten Erde. Als Folge muss immer mehr Strom importiert werden. Deutschlands wirtschaftlicher Niedergang ist kein Unfall. Er ist politisch gewollt.
picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Das war ein dumpfer Donnerschlag, der sich am 14. Mai 2020 von Philippsburg aus übers Land verbreitete. Morgens früh um 6.15 Uhr flogen die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg in die Luft. Zwei markante Landmarken in der flachen Landschaft am Rhein verschwanden von der Bildfläche.
Der Termin wurde geheim gehalten, weil die grünen Energiestrategen Aufruhr befürchteten, wenn die Bürger erfahren, dass Kraftwerke mit Milliardenrestwerten in die Luft gesprengt werden. Erst später bei der Sprengung der Kühltürme von Gundremmingen erlebten die Energiepolitiker, zu welch einem makabren Volksfest die Sprengung werden kann. Philippsburg II war ebenso wie übrigens der obendrein zerstörte Reaktor Neckarwestheim II eines der sichersten und zuverlässigsten Kraftwerke der Welt; es wurde nicht etwa eingemottet, wie das in den USA mit gerade nicht benötigten Kraftwerken üblich ist, sondern in die Luft gesprengt. Kretschmann und Co. wollten verbrannte Erde hinterlassen.
Nur einige zufällige anwesende Nachbarn überkam ein beklemmendes Gefühl beim Anblick des zerstörten Kraftwerks. Ihr Gefühl sollte sie nicht täuschen. Das, was der grüne Ministerpräsident und seine Truppe in Stuttgart in Baden-Württemberg angerichtet haben, ist beispiellos.
Aktuell ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der höchsten Netto-Importquote in Deutschland. Früher galt der Südwesten als leistungsstarker Stromerzeuger, der viel Strom zum Beispiel nach Frankreich exportierte. Der Südwesten war historisch durch starke Eigenstromerzeugung mit Kernkraft und Kohle geprägt.
Die Jahre 2000 bis 2011 waren noch durch eine relativ stabile Eigenversorgung gekennzeichnet. Nur etwa fünf bis zehn Prozent des Verbrauchs mussten importiert werden. Das änderte sich drastisch mit der Zerschlagung der Kernenergie. Plötzlich fielen massive Stromerzeuger weg.
2022 war das letzte volle Jahr mit Kernkraftanteil. Die Eigenstromerzeugung lag bei ca. 54,6 Terawattstunden (TWh) bei einem Verbrauch von 66,4 TWh. Der Importanteil lag bei 18 Prozent.
2023 war das Zäsur-Jahr: Nach dem Aus von Neckarwestheim II im April 2023 sank die Erzeugung im Land um sagenhafte 31 Prozent. Die Eigenstromerzeugung lag nur noch bei 37,1 TWh, Strom musste verstärkt importiert werden. So lag der Netto-Stromimport bei 25,3 TWh, ein Anstieg um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die aktuellen Daten zeigen eine Fortsetzung des Trends: Die Erzeugung aus fossilen Quellen sinkt schneller als Erneuerbare zugebaut werden können, was die Importquote hoch hält.
2024 wurden dann nur noch 34,1 Terawattstunden im Jahr erzeugt, im vergangenen nur noch 33,8 TWh. Der Stromimport stieg von 27,6 auf 29,5 TWh.
Die Grünen haben auch dafür gesorgt, dass Strom immer teurer wird. Der Monitoring-Bericht der sogenannten „Energiewende“ in Baden-Württemberg listet netterweise die „Letztverbraucherausgaben“ auch für Strom auf. „Die Letztverbraucherausgaben für Strom erreichten im Jahr 2023 ihren bislang höchsten Wert mit 16,4 Milliarden Euro. Insbesondere bei den Haushaltskunden und den dort längeren Beschaffungsvorläufen und Vertragslaufzeiten zeigen sich weiterhin die hohen Strompreise der Krisenzeiten.“ Die Letztverbraucherausgaben lagen noch 2000 bei 5,2 Milliarden Euro im Jahr und stiegen rasant ab 2010 an.
Frühere Ministerpräsidenten trugen erfolgreich zum Aufbau Baden-Württembergs bei, der grüne Kretschmann erfolgreich zum Abbruch. Damit steht er nicht allein.
Verbrannte Erde wollen auch die Grünen in trauter Eintracht mit der CDU in Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Sie wollen die Tagebaue fluten und zu riesigen Seen machen. Rheinwasser soll 40 Jahre lang über eine Leitung in die Tagebaue gepumpt werden. Damit werden unwiderruflich die noch vorhandenen erheblichen Kohlevorräte unzugänglich gemacht.
Kaiser Neros berüchtigter Brandbefehl war dagegen eine Spielerei; wenn dies tatsächlich so geschehen ist. Das, was die Zerstörer in den Staatskanzleien anrichten, ist keine Spielerei, sondern Sabotage. Zumal absehbar ist, dass Nachbarländer nicht mehr ewig die grünen Torheiten in Deutschland ausgleichen können. Aus Norwegen und Schweden kommen bereits Warnungen über Energieknappheit, nicht umsonst bereitet Schweden die nächsten Kernkraftwerke vor.




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Kennt man aus unserer Geschichte.
Mit diesen Fanatismus hatte schon einmal ein österreichischer Bürger die Deutschen mit dem Glauben an Wunderwaffen selbst noch 5vor12 in den Untergang geführt.
Selbstständiges Denken ist Vielen leider nicht gegeben.
Der Glaube an die Wunderwaffen ist aus vielfachen Gründen wesentlich nachvollziehbarer, als die derzeitige Erwartung, die Grünen seien ein Gewinn für Tier- und Planzenwelt als auch den Menschen in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht.
M.a.W.: Die Fähigkeit zum selbständigen Denken scheint sich seit Mitte der 1940er Jahre auf ein Bruchteil reduziert zu haben.
ja, und die Leute wählen in BW mindestens zu 60% diese Täter. So dumm und irre muss man erst mal sein. Mit diesen Deutschen ist kein Staat mehr zu machen. Niemals.
Es geht den Grünen Ideologen darum Fakten zu schaffen. Gemäß dem Motto „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ wollen sie den Rückweg aus ihrer ideologisch geleiteten Politik verbauen. Dabei ist die Sprengung von Kühltürmen eher spektakulär, die ließen sich mit vertretbarem Aufwand und Genehmigungsverfahren wieder aufbauen. Der wesentliche Teil des grünen Vernichtungsfeldzugs gegen die Kernkraft findet verborgen im Reaktorgebäude statt, durch demolieren der Anlagen die nur mit großem Aufwand und langwierigen Genehmigungsverfahren wieder hergestellt werden können. Normalerweise würde man damit ein paar Jahre warten, so dass die Radioaktive Strahlenbelastung abnimmt, was den Rückbau deutlich verbilligt, aber den Grünen kann es nicht schnell… Mehr
Wie kommen solche Wahlergebnisse zustande? Der Wähler ist schlichtweg ÖR-hörig. Einmal bei Statista oder dem Agorameter nachsehen würde das Wahlverhalten nachhaltig ändern. Aber wer kann schon mit Zahlen umgehen oder Graphiken interpretieren???
Was diese Grünenwähler nicht bedacht haben ist, dass der Kretschmann ein Realo war und die gschpinnerten Ideen von seinen Parteigenossen abgefedert hat Wir werden also mit dem SozPäd Cem, der dieses Rückgrat einer Kretsche vermissen lässt nun unser grünes Wunder erleben.
Der Cem wird dann im Stundentakt die schlechten Abstiegsdaten der Wirtschaft verkünden müssen.
Allein die geschönten Arbeitslosenzahlen von 4,8% , ein No-Go in BW. Eine Quote von unter 3% ist man hier gewohnt. Diese Zahlen werden weiter steigen und steigen.
Aber mir doch egal. Sie bekommen was sie gewählt und sich verdient haben.
GELL.
Die Wahlen haben es bestätigt. Die Parteien, die diesen Kurs maßgeblich begonnen haben, wurden mit einer Mehrheit von fast 60% gewählt. Die Bürger wollen also genau diese Entwicklung. Bald werden die verbleibenden großen Unternehmen in Baden-Württemberg ihre Tore schließen und die Bürger werden das feiern. Endlich die Industrie weg, endlich gewaltige Arbeitslosenzahlen im grünen Nirvana. Das wird ein grandioser Erfolg, ganz, ganz bestimmt.
Die Deutschen sind völlig verrückt geworden. Die wollen den eigenen Untergang provozieren. Grün/Schwarz und umgekehrt. Die haben den Verstand verloren.
Wir werden jetzt noch mehr Zeit im schönen Ausland verbringen.
In der BRD hält uns nichts mehr.
Der Wähler im Südwesten hat gestern wieder eindrucksvoll und eindeutig unter Beweis gestellt, dass er im Gegensatz zum Autor, nichts Verheerendes im Agieren der Ököfaschisten erkennen kann. Er goutiert die Zerstörung der Stromversorgung und damit im der Folge auch der industriellen Basis in seinem Bundesland. Von diesseits der Elbe betrachtet, kann das nur an der Wohlstandsverwahrlosung oder der darauf einsetzenden totalen Wohlstandsverblödung liegen. Zu verstehen ist das. wie so vieles im Westen, nicht mehr. Es wird Zeit, das sich der Osten Gedanken darüber macht, wie man dem den Niedergang noch entgehen könnte, indem die fünf Bundesländer aus der Bundesrepublik austreten.… Mehr
Die Bürger lassen es doch geschehen. Es geht unumkehrbar dahin. Aber ist das nicht schon lange klar?
Diese immer wiederkehrende Verwunderung über das Alltägliche ist vermutlich nur ein rhetorisches Stilmittel, nehme ich an?!
Und nein: die GRÜNEN sind nur welche von den meisten, nicht die Hauptursächlichen. Und die GRÜNEN und die anderen Meisten werden von den meisten Wählern gewählt. Immer wieder. Ein ums andere Mal. Demokratie ist keine Garantie für ein gutes Gemeinwesen, nur dafür, dass die Beerdigung im Konsens vorgenommen wird.
Nach der gestrigen Wahl wird BW seinen Niedergang stabil fortsetzen, die Leute wollen das scheinbar so. Aus der Automobilindustrie ins Bürgergeld wechseln, die Spritpreise sind einem dann egal und Heizkosten zahlt Jobcenter. Mehr Arbeiten will man nicht, klimaneutralität wird mit Grün angestrebt. Macht die Firmen alle zu und sprengt die Schornsteine schnell nieder. Sagt den Chinesen Bescheid die kommen die Maschinen holen und dann können die Fabrikhalle auch für einen Park weichen wo die ganzen Fachkräfte schön grillen können. Das wird toll, blühende Landschaften wie schon Kohl versprochen hat. Endlich.
Fragen Sie mal einen Firmeninhaber aus dem Ausland, habe ich gestern erst. Bislang hatte der deutsche Maschinen, er steigt jetzt auf chinesische um: mindestens ebenbürtige Qualität, billiger. Viel Spaß, grünes Deutschland. Wir können in absehbarer Zeit lediglich noch Shisha-Bars, Psychotherapie und „Demokratieberatung“ anbieten. Bin gespannt, ob das Exportschlager werden.