Die Bildungsmisere wirkt sich fatal auf die deutsche Wirtschaft und Zukunftsfähigkeit aus: Auszubildende fehlen, an den Unis sammeln sich Studenten, die für eine akademische Laufbahn nicht geeignet sind – und immer mehr junge Menschen befinden sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung.
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Die Wirtschaftsnation Deutschland befindet sich im freien Fall. Das hat viel zu tun mit einer desaströsen Energiepolitik und mit einer überbordenden Bürokratie. Dieser freie Fall ist also nicht das Ergebnis einer vorübergehenden konjunkturellen Flaute, vielmehr hat er strukturelle, politisch inszenierte Ursachen. Symptomatisch dafür: 2025 haben die Amtsgerichte 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert; das waren 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der ökonomische Absturz ist zudem das Ergebnis der Armut an Kindern – also der Tatsache, dass in Deutschland noch nie so wenig Kinder auf die Welt kamen wie im Jahr 2025: konkret 654.300. Im Jahr 1990 waren es immerhin noch 905.675, im Jahr 1964 1,36 Millionen.
Diese demographische Entwicklung lässt sich nicht überlisten. Schon gar nicht, wenn in den nächsten Jahren Millionen von Babyboomern in Rente gehen und zu erwarten ist, dass sich die Frühverrentung, also die Rente mit 63, trotz offiziell gegenteiliger Regierungspolitik fortsetzen wird. Und die reale demographische Entwicklung lässt sich auch nicht überlisten mit der Öffnung Deutschlands für Hunderttausende an Migranten, die zum großen Teil erhebliche Qualifikationsdefizite mitbringen und die diese Defizite in Tätigkeiten geringer Produktivität perpetuieren. Zugleich suchten 2025 rund 288.000 Deutsche das Weite und gingen ins Ausland: vor allem Junge und gut Ausgebildete. Drei von vier mit einem Hochschulabschluss.
Studium hypertrophiert, Berufsbildung atrophiert
Dieser freie Fall der deutschen Volkswirtschaft hat auch mit der Bildungsmisere zu tun. Hier gab es in den vergangenen Jahrzehnten massive Eingriffe in bis dahin erfolgreiche Strukturen. Die duale Berufsausbildung (früher: „Lehre“) und das Abitur waren Herzkammern der Bildungsnation Deutschland. Aber diese Herzkammern harmonieren nicht mehr. Die Herzkammer Abitur hypertrophiert, die Herzkammer Berufsbildung atrophiert.
Folgen sind ein Fachkräftemangel aufgrund des Wegbrechens der beruflichen Bildung und eine marktwidrige Pseudoakademisierung. Denn die „Studierberechtigtenquote“ (inkl. Fachhochschulreife) ist im bundesweiten Schnitt auf 50 Prozent gestiegen, in den Stadtstaaten auf bis zu 60 Prozent. In konkreten Zahlen: Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 2,88 Millionen Studenten, aber nur 461.000 „Azubis“, zugleich in diesem Jahr einen neuen Höchststand an Schulabgängern ohne Schulabschluss: nämlich rund 64.000 bzw. 13,3 Prozent aller Schulabgänger.
Diese planwirtschaftlich anmutende, politisch gewollte oder klammheimlich akzeptierte Verzerrung von Quoten ging damit einher, dass die Abituransprüche heruntergefahren wurden. Quote statt Qualität ist gefälligkeitspopulistisch angesagt. Ohne Rücksicht darauf, dass sich Qualität und Quote reziprok verhalten. Von einem „Abitur light“ und einem „Discount-Abitur“ war bald die Rede.
Das Abitur ist auch immer seltener ein Attest für Studierbefähigung, sondern allenfalls für Studierberechtigung. Die Hochschulen wissen ein Lied davon zu singen. Dort werden Liftkurse angeboten, damit die Studienanfänger beigebracht bekommen, was sie aus der Schule hätten mitbringen sollen. Zudem tummeln sich zu viele Studenten in Studienfächern, die wie Pilze aus dem Boden schießen, aber volkswirtschaftlich nichts bringen: „Woke“ Fächer wie „Gender“, „Diversity“, „Inklusion“, „Anti-Kolonialismus“ usw. Deren Absolventen finden allenfalls Beschäftigungen im öffentlichen Dienst oder in staatlich alimentierten NGOs.
Sinkende Leistungen, aber immer bessere Noten
Der Qualitätsabfall des Abiturs geht einher mit immer besseren Noten. In der Mehrzahl der Länder gibt es zwischen 30 und 40 Prozent der Abiturienten, die eine „1“ vor der Kommanote vorweisen können, also zwischen 1,0 und 1,9. Das ist ungerecht in Zeiten von Numerus-clausus-Beschränkungen.
Mittlerweile reicht mancherorts für einen Medizinstudienplatz ein Notendurchschnitt von 1,0 nicht mehr aus, man benötigt rechnerisch einen Schnitt unter 1,0. Das ist zudem ungerecht gegenüber denjenigen, die auch bei strengen Maßstäben eine 1,0 erreicht hätten.
Die Hochschulen selbst freilich haben nicht unbedingt Grund, über zu gute Abiturnoten zu klagen. Es ist bekannt, dass es Studienfächer gerade im geistes- und im sozialwissenschaftlichen Bereich gibt, in denen die Note 1 oder mindestens die Note 2 Standard sind. Eine vergleichbar inflationäre Bestnotenentwicklung gibt es übrigens auch in nicht-gymnasialen Schulformen.
Nun hat das Statistische Bundesamt soeben veröffentlicht: Der Anteil junger Menschen zwischen 20 und 24 Jahren, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, lag im Jahr 2025 dennoch bei 10 Prozent. Im Jahr 2022 waren das noch 8,8 Prozent. Die Quote heißt im Fachjargon NEET-Quote: „Not in Employment, Education or Training” – Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung.
Dass es auch unter zehn Prozent NEET-Quote geht, zeigen die Niederlande (5,6 %), Schweden (7,3 %) und Tschechien (7,6 %).
Fehlanreiz Mindestlohn?
Neben mangelnder Bildung, aber auch mangelnder Motivation und Sinnstiftung, aufgrund derer viele junge Menschen in Perspektivlosigkeit und Untätigkeit verharren, ist ein weiteres Problem, dass bereits bei den Jungen das Prinzip greift, dass sich Leistung und Einsatz nicht lohnen: So wurde der Mindestlohn in den vergangenen zehn Jahren rasant erhöht, von 8,50 Euro bei seiner Einführung 2015 auf mittlerweile 13,90 Euro. Für 2027 ist ein weiterer Anstieg auf 14,60 Euro geplant.
Ein solcher Mindestlohn behindert Bildungsambitionen, denn er verhilft Ungelernten – zumal mit Migrationshintergrund – zu einem Monatseinkommen von über 2200 Euro. Das ist das Doppelte dessen, was ein Auszubildender bekommt, und somit ein Motiv, anstelle einer Ausbildung eine Hilfsarbeit zu wählen. Wie an so vielen Stellen in der Bundesrepublik sorgen derlei Fehlanreize und Fehlsteuerung dafür, dass ein einst erfolgreiches System immer dysfunktionaler wird.



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Wieso gilt eigentlich der Mindestarbeitslohn nicht für Azubis? Wegen der Stunden in der Schule?
„die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind“: Und Ausbildung meint Verschwendung von Lebenszeit in unseremBildungssystem.
Das Problem mit der Überakademisierung ist Hausgemacht, es wird von Unternehmen verlangt, bzw. wenn man nach dem Studium gleich 1-2 Gehaltsstufen höher im Unternehmen einsteigt als nach einer Ausbildung, warum dann nicht statt 3 Jahre Ausbildung 3-4 Jahre Studieren?
Es kommt darauf an, was man konkret machen will – ob etwa kurze Ausbildung statt des Medizinstudiums reichen würde? Ähnlich bei Ingenieuren.
Es geht weder um Medizinstudium noch um Ingenieuren. Existiert aber genug Fachrichtungen, Deren Absolventen werden zu fast der Hälfte nicht in ihrem Fachgebiet arbeiten, da Markt braucht sie nicht, sondern als Bürokraten oder in kriecherischen NGOs.
Selbst nach fünfmaligem lesen erschließt sich der Inhalt des Kommentars nach dem ersten Halbsatz, der mit falscher Großschreibung endet, leider nicht.
Mit hausgemacht durch die Unternehmen fing es an, weil ein Uniabschluss mal für hohe Bildung stand. Für die Fähigkeit, sich selbst in Themen einzuarbeiten und Probleme zu lösen. Mit Uniabsolventen konnten Unternehmen sich die Zeit und das Geld für Ausbildungsplätze sparen. Hinzu kam das ursprüngliche Bedürfnis der NachkriegsEltern, dass es ihren Kindern mal besser gehen sollte. Dem Bedürfnis von Eltern, die wußten, was echte Bildung im Berufsleben wert ist. Dann kamen über den Feminismus all die sozialistischen Schwafelfächer an die Unis. Wissenschaftliches Arbeiten im Sinn von Ergebnissen, die jeder Dritte in Versuchen nachstellen konnte, ist den Bach runter gegangen. Und… Mehr
Dem zugrunde liegt linke Ideologie, die Menschen nicht als Individuen wahrnimmt, unterstellt sie seien austauschbar. Gemäß dieser Ideologie ist nicht Talent ausschlaggebend, sondern nur äußere Einflüsse. Die Ungleichheit zwischen Universitätsabsolventen und Menschen mit Hauptschulabschluss lässt sich dann beheben indem man letzterem ein Abitur in die Hand drückt und ihn auf die Uni schickt. Dass diese Person mit einer Berufsausbildung ein produktiveres, erfüllteres, besseres Leben gehabt hätte als mit einem wertlosen akademischen Titel kommt den Champagner-Kommunisten nicht in den Sinn, schließlich haben viele von ihnen selbst solche Titel, inhaltlich belanglos, aber sie haben die Uni zur „Vernetzung“ und als Sprungbrett in… Mehr
> die reale demographische Entwicklung Für „Nachhaltigkeit“ soll es mit dem „Bevölkerung-Degrowth“ so richtig starten: >>>Entvölkerung: „Wissenschaftler“ veröffentlichen Studie, wonach die Weltbevölkerung halbiert werden müsse – auf 4 Milliarden –, um den Planeten zu retten – uncut-news.ch<<< > „… Wenn man sich jedoch anschaut, in welche Richtung sich die Dinge derzeit entwickeln, wird das Ziel von 4 Milliarden Menschen – und offen gesagt sogar noch deutlich weniger – viel, viel früher erreicht werden: aufgrund zusammenbrechender Volkswirtschaften auf der ganzen Welt, die zu massenhaften Unruhen, Anarchie und Panik führen werden; zu mehr Kriegen, mehr Hungersnöten … mehr „Plandemien“ und so weiter… Mehr
Stand das nicht Jahrelang auf den Georgia Guidestones ?
Der größte Anreiz gegen eine Ausbildung ist das bescheidene Netto vom Brutto bei künstlich in die Höhe getriebenen Grundlebenshaltungskosten. Niemalsarbeiter und illegale Migras vom Wohnungsmarkt, CO2-Blödsinn aus dem Steuer- und Energiepreis entfernen, und schon bleibt auch vom Gesellengehalt was zum Konsumieren übrig. Für den Lebensstandard, der Abdullah und Olga hinterhergeschmissen wird, reißt sich nun mal keiner den Popo auf.
Und nun ? Ich würde übrigens auch hier das, was unter Effeminisierung läuft, nicht vergessen. Eine Begründung dürfte sich wohl erübrigen. Zu ändern ist übrigens nichts, gar nichts, ähnlich den anderen Entwicklungen in einem grossen ( Transformations) Prozess. Von den Transformatoren abgesehen würde man auch hier mit einer konkreten Wende sehr wenig Begeisterung auslösen. Die wertewestliche Postmoderne hat allgemein Substanz und Inhalt gegen Schein, Illusion, ( Selbst)Täuschung, Inszenierung , Bullshit und Geschätz sowie blosse Bezeichnungen ausgetauscht. “ Man“ hat vor etlichen Jahrzehnten “ erkannt“, dass es, den Versprechungen von Politik und „Lebensberatern“ sei Dank, auch ganz anders geht, zumindest so… Mehr
Die Pseudoakademisierung hat im Wesentlichen zur Ursache, daß die Leute meinten, daß je höher ein formaler (Schul)Abschluß ist, desto höher das spätere Einkommen. Da fiel die Lehre bereits hinten herunter. Das galt wohl für die Jahre vor 1980, vielleicht gar noch in den 1980er Jahren selbst. Mittlerweile hat sich das als Quatsch herausgestellt. Zentrale Ursache dieser „Schwemme“ guter Noten ist ja folgende: Da man in Folge davon auch keine „Durchfaller“ mit 5ern und 6ern in den Zeugnissen haben wollte, erhielten fast alle (sic!) zwangsläufig in den Notenbereichen „1 bis 4“ bessere Noten. Da die „4“ die „5“ bzw. die „6“… Mehr
Vor ein paar Jahren durfte ich einen vertieften Blick in den Alltag an einer Hochschule werfen. Die Schule war nicht bereit, ihre Standards herabzusetzen, damit die Schulabgänger einen leichten Start hätten. Das fand ich sehr lobenswert; denn unsere Konkurrenz im Ausland wartet ja nicht. Stattdessen hat die Hochschule in Mathematik zusätzlich Angebote gemacht. Neben vier Doppelstunden Mathe auch noch ein Tutorium und weitere Mathe-Stunden bei einem Gymnasiallehrer, der außerordentliche Arbeit geleistet hat. So hat man sich, wenn man wollte, wirklich Woche für Woche zu drei Vierteln der Zeit mit Mathe beschäftigt. Dazu kamen dann noch Stunden in der technischen Mechanik,… Mehr
Den größten Fehlanreiz bietet doch die Wirtschaft selbst. Das Durchschnittsgehalt eines Dachdeckers liegt bei 38.000 Euro. Das Durchschnittsgehalt eines Absoleventen in Philosophie liegt bei 52.000 Euro. Und so zieht sich das leider durch, das sage ich selbst als jemand der eine Ausbildung als Fachinformatiker und ein Studium in Informatik abgeschlossen hat. Ohne das Studium hätte ich meinen jetzigen Job und auch dieses Gehalt nicht. Der Witz daran? Ich mache kaum etwas aus dem Studium als eigentlich nur das, was ich auch in der Ausbildung gelernt habe. Wer in den öffentlichen Dienst will hat genau das gleiche Problem. Abschluss Ausbildung? Wenig.… Mehr
Mir ist ein Fall zu Gehör gebracht worden, wo auf einem Gymnasium in einer Hauptstadt eines RotGRÜN reGIERten Bundeslandes, ein/e Abiturient/in die „Allgemeine Hochschulreife“ mit Mathematik 0(sic!) Punkte & einer Fremdsprache mit 4,oder 5 Punkten BESTANDEN hat.
Eine Zusage für das angestrebte Jurastudium wurde danach bereits erteilt.
Domine, libera nos a malo….