Irankrise: Lufthansa fliegt von Abu Dhabi nach München – ohne Passagiere

Gerade in Krisenzeiten muss die Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen sichergestellt sein. Deutsche Firmen gehen hier, wie so häufig, mit bestem Beispiel voran.

picture alliance / NurPhoto | Urbanandsport

Zehntausende Deutsche sitzen in der Golfregion fest, aber ein Airbus A380 der Lufthansa fliegt leer, ohne Passagiere, von Abu Dhabi nach München. Der Vorgang zeigt einmal mehr die Überlegenheit einer „regelbasierten Ordnung“, die auch in schwierigen Situationen nicht duldet, arbeitsrechtliche Vorschriften zu missachten. München nimmt bei der Einhaltung von arbeitsrechtlichen Vorschriften ohnehin eine Vorreiterrolle ein. Dort mussten vor kurzem hunderte Passagiere eine Nacht im Flugzeug verbringen, da arbeitsrechtliche Vorschriften den nächtlichen Einsatz von Busfahrern verhinderten.

Über die Bedeutung der Einhaltung von Vorschriften, gerade in Krisenzeiten, hat die X-Nutzerin Monika Palotai erst jüngst – und das völlig zurecht – hingewiesen:
“Die EU muss ein 12-Punkte-Weißbuch erstellen, um sicherzustellen, dass der derzeitige Krieg in Übereinstimmung mit ESG, DSGVO, Digital Services Act (DSA), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), EU-Migrations- und Asylpakt und allen grünen Initiativen geführt wird.”

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Geringschätzung deutsche Politiker und Behörden ihren eigenen Staatsbürgern begegnen. Ganz besonders, wenn sie nur Steuerzahler sind. Rücksichtnahme gibt es nur für Bürgergeldempfänger und Migranten.

Nach Angaben der Tourismusbranche säßen derzeit rund 30.000 Gäste deutscher Reiseveranstalter in der Golfregion fest und könnten nicht ausreisen, weil aufgrund des Iran-Kriegs keine Flugzeuge flögen. Hinzu kämen eine große Zahl an individuell Reisenden, Geschäftsreisenden und Transitpassagieren.

Nach Angaben der Fluggesellschaft war eine Mitnahme von Passagieren nicht möglich, weil das notwendige Kabinenpersonal fehlte. An Bord der Maschine befanden sich demnach ausschließlich die beiden Piloten. Für einen Passagierflug wäre laut Lufthansa aus Sicherheitsgründen mindestens eine 17-köpfige Kabinencrew erforderlich gewesen. Diese Crew war in Abu Dhabi nicht vorhanden und konnte wegen kriegsbedingter Einschränkungen auch nicht nach Abu Dhabi eingeflogen werden. Lufthansa erklärte dazu nach dem Start in Abu Dhabi, dass eine Passagierbeförderung ohne Flugbegleiter „rechtlich und sicherheitstechnisch ausgeschlossen“ sei.

Auch die Erreichbarkeit des Flughafens in Abu Dhabi sei für viele Fluggäste nicht oder nur schwer möglich gewesen. Prozesse wie Check-in, Sicherheitskontrolle und Boarding wären dort nicht gewährleistet.

An anderen Flughäfen sah das anscheinend anders aus: Aus Dubai starteten am Dienstag nach Beginn der Kampfhandlungen fünf A380 der Emirates nach Jeddah, Manchester, Paris, London und Frankfurt.

Deutschland rechnet mit rund 30.000 gestrandeten Touristen in der Golfregion und bereitet angeblich die Rückholung von besonders schutzbedürftigen Personen vor. Flüge sollen nach Riad und Maskat geschickt werden.

Frankreich steht derzeit vor der größten logistischen Herausforderung, da nach neuesten Schätzungen der Regierung fast 400.000 französische Staatsangehörige im Nahen Osten leben oder sich dort vorübergehend aufhalten. Paris berief am Montagmorgen eine Dringlichkeitssitzung mit 15 lokalen Botschaften ein, um die Sicherheit „zur absoluten Priorität“ zu machen, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot.

Großbritannien bereitet die Evakuierung von etwa 300.000 seiner Bürger aus den Golfstaaten vor und prüft verschiedene Optionen, darunter staatlich organisierte Evakuierungen. Eingreiftruppen wurden entsandt und die Reisebranche wird in die Planung einbezogen.

Rund 4.000 Schweizer Touristen sitzen ebenfalls im Krisengebiet im Nahen Osten fest. Eine Rückholung durch den Bund sei nicht geplant. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten steht mit der Fluggesellschaft Swiss sowie mit Partnerstaaten wie Deutschland und Frankreich in Kontakt, um Mitfluggelegenheiten zu prüfen, wobei Staatsangehörige anderer Länder Vorrang haben.

Nach Angaben des Österreichischen Außenministeriums halten sich derzeit rund 17.700 Österreicher in der Region auf. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten befinden sich demnach etwa 1.700 Staatsbürger. Vorrang bei der konsularischen Betreuung hätten besonders schutzbedürftige Personen, etwa Kranke und Schwangere. Das Bundesheer kann allerdings keine Luftbrücke einrichten, da keine der beiden Transportmaschinen vom Typ Lockheed C-130 Hercules einsatzbereit ist.

Italien hat bisher die genaueste Einschätzung der Lage für seine Auswanderer und Bürger vorgelegt, unterstützt durch eine 50-köpfige „Golf-Taskforce”, die Botschaften und Konsulate in der Region unterstützt. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind etwa 20.977 italienische Einwohner registriert. 127 Staatsbürger wurden bereits aus Maskat ausgeflogen.

Die Regierung der Niederlande hat SMS-Nachrichten mit aktuellen Informationen zur Lage an niederländische Staatsbürger im Nahen Osten verschickt und Bürger und Reisende gebeten, sich für den Informationsdienst anzumelden. Die Regierung hat noch keine Daten zu gestrandeten Reisenden und Bürgern vorgelegt, gab jedoch an, bis Sonntagnachmittag etwa 1.000 Informationsanfragen von niederländischen Staatsbürgern im Ausland erhalten zu haben. Das Außenministerium hat ein „Unterstützungsteam” entsandt, um die niederländischen Botschaften bei der Hilfe für ihre Bürger in Saudi-Arabien und Oman zu unterstützen.

Spanien gibt an, dass etwa 30.000 Staatsangehörige am Golf leben. Es hat keine Evakuierungspläne angekündigt, und die konsularischen Dienste bleiben der wichtigste Kanal für aktuelle Informationen. Laut einer offiziellen Erklärung hat das spanische Außenministerium eine Kriseneinheit mit seinen Botschaften und Konsulaten im Nahen Osten aktiviert.

Griechenland hat seine 15.000 Bürger, die sich derzeit in der „Gefahrenzone“ befinden, aufgefordert, an einem sicheren Ort zu bleiben und die Anweisungen der örtlichen Botschaften genau zu befolgen. Sobald die Flugbeschränkungen aufgehoben sind, plant die Regierung, sie zurückzuholen.

Tschechien entsendet zwei Militärflugzeuge nach Sharm-el-Sheik und Amman zur Evakuierung seiner Staatsbürger. Zudem bringt die Fluggesellschaft Smartwings hunderte Touristen aus dem Oman zurück. Rund 6.500 Tschechen sind im Nahen Osten registriert.

Polen schätzt, dass etwa 10.000 Bürger in den betroffenen Gebieten in seinem Reisesystem „Odyseusz“ registriert sind. Allerdings kümmern sich nur vier Mitarbeiter der polnischen Vertretung in den Vereinigten Arabischen Emiraten um die Situation. Bislang gibt es keine Pläne, außer auf weitere Anweisungen zu warten.

Auch Belgien hat keine Pläne, seine fast 26.000 Bürger im Nahen Osten, darunter 2.450 Touristen, zu evakuieren. „Vorerst versuchen wir, den Belgiern in der Region über die Notrufnummern der Botschaften zu helfen, und haben außerdem eine allgemeine Notrufnummer in unserer Kriseneinheit in Brüssel eingerichtet“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Luxemburg steht in direktem Kontakt mit allen Bürgern, die ihre Anwesenheit gemeldet und konsularische Hilfe beantragt haben. Diese Zahl liegt unter 500 Personen, wie ein Sprecher des Außenministeriums mitteilte. „Derzeit lautet die Anweisung, dort zu bleiben, wo Sie sind, in Ihrem Hotel, und nicht zu versuchen, auf eigene Faust abzureisen”.

Die Deutschen sind also nicht die einzigen Europäer, denen ihr Heimatland nur eingeschränkt Hilfe zukommen lässt. Während China bereits über 3.000 Bürger aus dem Iran evakuiert hat, heißt die Devise bei uns: Lieber akute Gefahr in Kauf nehmen, als Regeln zu verletzen.

Früher fand man bei ungewöhnlichen Umständen ungewöhnliche Lösungen, aber in regelbasierten Ordnungen nicht. Vorschrift ist Vorschrift. Schon der Vorschrift wegen.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 46 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

46 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Metric
18 Tage her

Die deutsche Regierung fliegt doch beinahe täglich Afghanen und Sudanesen hierher ein, weil es in ihren Ländern so zugeht. Darin sieht sie ihre Aufgabe. Für deutsche Staatsbürger ist sie nicht zuständig.

Sonny
18 Tage her

Vorschriften entscheiden darüber, ob jemand eventuell überleben darf oder nicht.
Das ist nicht nur absurd – das ist perfide.
Mir fallen da auf Anhieb einige Möglichkeiten ein, wie man solche Vorschriften „auf dem Papier“ hätte umgehen können.
Wenn es denn schon sein muss – konnte man vor Ort nicht einfach 17 „Mitreisende“ als Flugbegleiter für eine Nacht einstellen?
Das Ganze liegt wohl eher am Unwillen der betroffenen Personen und nicht daran, u.U. Menschenleben zu retten.
Es ist gelinde gesagt zum Kotzen, was hier abgeht. PFUI LUFTHANSA!

jopa
18 Tage her
Antworten an  Sonny

Es ist nicht nur die Lufthansa, es ist der ganze Staat.Egal ob Lufthansa leer fliegt, Flughafen München die Leute über Nacht im Flugzeug einsperrt oder die Straßenbehörde Tunnel wegen des Streiks der Sicherheitsüberwachung sperrt, in diesem Land sind die Menschen für den Staat da und nicht der Staat für die Menschen. Was würde Schmidt-Schnauze zu diesen Sesselpupsern sagen? Nbb.: der war Innensenator beim Jahrhunderthochwasser in Hamburg.

Reinhard Peda
19 Tage her

Um Sarkastisch zu bleiben, immerhin trifft es keine Armen, und ob diese ihr Wahlverhalten ändern. Wer weis das schon.
Ansonsten hoffe ich, das es für alle Betroffenen gut ausgeht!

Last edited 19 Tage her by Reinhard Peda
Riffelblech
19 Tage her

Genau ! Und deshalb will Deutschland nach Wissen und Glauben von ein paar Unverbesserlichen ganz schnell kriegstauglich sein . Was für ein unvorstellbares Chaos würde eintreten wenn hier wirklich was passieren sollte . All den Foristen denen die Einhaltung von Vorschriften heiliges Gut ist sollten sich mal daran erinnern das es mal einen hanseatischen Politiker gab der im außerordentlichen Notfall außerordentlich handelte . Und dafür sein Leben lang bewundert wurde ! Also ,auch auf einem Flug Dubai nach München hätte es Möglichkeiten gegeben die Menschen zu transportieren — wenn denn Wille und Überzeugung so groß gewesen wäre das hier allerdringlichste… Mehr

Sonny
18 Tage her
Antworten an  Riffelblech

Schön, dass Sie daran erinnern.
Einen Politiker vom Formate eines Helmut Schmidt haben wir seit sehr, sehr vielen Jahren nicht mehr in verantwortungsvoller Position in unserem Land gehabt. Und genau das ist ja auch der Grund, warum Deutschland einen dermaßenen Niedergang erlebt, wie es zur Zeit der Fall ist.

Hieronymus Bosch
19 Tage her

Bei de Bundesweh liegt die aktuelle Abbruchquote derzeit bei 20 Prozent, bei 25.000 Neueinstellungen in diesem Jahr! Mangelnde körperliche Voraussetzungen unserer Jüngelchen, abbruchreife Kasernen und eine Digitalisierung aus der Steinzeit kommen noch hinzu! Ja, wir sind bestens gerüstet!

Martin Beckmann
19 Tage her

Die hätten doch schon im Vorgriff auf das was in den nächsten Wochen ohnehin passieren wird, nämlich eine neue „Flüchtendenwelle“ aus dem Iran und da sind sicher auch ein paar „Messerfans“ dabei.

Hieronymus Bosch
19 Tage her

Die Israelis haben die Straßenkameras von Teheran gehacked und wussten genau, wo sich die Schergen des Systems aufhalten! Die haben es einfach drauf! Wir wären doch dazu gar nicht in der Lage! – Bei n-tv labert gerade ein Völkerrechtler aus Oestrich-Winkel herum, naürlich anti-israelisch! Der Name Oestrich-Winkel ist Programm, mehr braucht man dazu nicht zu sagen!

alter weisser Mann
19 Tage her

Worauf zielt es, den Begriff „regelbasierte Ordnung“ bei solchen Gelegenheiten, zu denen er nicht einschlägig ist, in den Dreck zu ziehen? Zur Erinnerung: Die regelbasierte internationale Ordnung (englisch rules-based international order, RBO) bezeichnet ein nach 1945 durch den Westen geprägtes System, in dem Staaten nach festgelegten Normen, Verträgen (Völkerrecht) und durch Institutionen wie die UN interagieren. Sie zielt darauf ab, Gewalt zu verbieten und das „Recht des Stärkeren“ durch multilaterale Zusammenarbeit und Diplomatie zu ersetzen. Der Flugverkehr ist nun mal, Gott sei Dank, regelbasiert geordnet. Und kaum einer der „Rettungsbedürftigen“ ist tatsächlich in Gefahr und so ziemlich alle Touristen hätten… Mehr

Zebra
19 Tage her

Hat Deutschland auch Lenkzeiten für Panzerfahrer eingerichtet? …. Na ja, für schwangere Frauen sind die Panzer ja schon eingerichtet. … und ganz wichtig CO2 und verteuerbare Energien!

Hieronymus Bosch
19 Tage her
Antworten an  Zebra

Wenn Sie sehen, auf welchem technologischen Niveau sich die israelischen Streitkräfte befinden, können Sie den ganzen Tag über unsee Gurkentruppe nur lachen!

Lha380
19 Tage her

Auch wenn es im ersten Moment schwer nachzuvollziehen ist, war es definitiv nicht möglich, auf dem LH-Flug von Abu Dhabi (AUH) nach München Passagiere mitzunehmen, da keine Kabinencrew zur Verfügung stand. Der Flieger, ein A380, D-AIMH, war zur Wartung in AUH. AUH wird von der LH nicht mehr im Liniendienst angeflogen. Das bedeutet, daß eine Cockpitcrew (Kapitän und FO) das Flugzeug vor einiger Zeit ohne Kabinencrew dorthin geflogen hat und dann vermutlich mit der LH als Passagiere (sogenannter Dead Head-Flug) von Dubai (DXB) zurückgekehrt ist. Die Cockpitcrew für den Rückflug war vermutlich schon in AUH, als der Einsatz gegen den… Mehr

Kontra
19 Tage her
Antworten an  Lha380

Sie hätte man neulich Nacht am Münchener Airport gebraucht.

Lha380
19 Tage her
Antworten an  Kontra

Den Bus wäre ich gerne gefahren, auch ohne Übung!
Die Situation in MUC war aber eine gänzlich andere. Da fehlte einfach jemand, der eine Entscheidung trifft und einige Bus- und Treppenfahrer anweist, keinen Feierabend zu machen und zu bleiben.
Zudem war die Situation dort abzusehen, da es bereits des gesamten Tag stark schneite und es zu erwarten war, daß Passagiere am Airport stranden würden.

bfwied
19 Tage her
Antworten an  Lha380

Genau das ist das „regelbasierte“ Versagen! Verantwortlichkeit wird abgeschoben, Dienst nach Vorschrift. Das führt zu solch abstrusen Situationen, dazu passt der schwangerschaftstaugliche Panzer und keine Panzerfahrt ohne tollen Luftfilter.

Lha380
19 Tage her
Antworten an  bfwied

Das sehe ich im Falle der Passagiere und Crews, die in MUC die Nacht im Flieger verbringen mussten, genauso. Da fehlte die Verantwortlichkeit in einer eigentlichen vorhersehbaren und zu beherrschenden Situation.
Im aktuellen Fall der in DXB und AUH festsitzenden Bundesbürger ist die Situation aber eine andere und deutlich komplexere. Eine einfache und schnelle Lösung gibt es hier nicht und auch keine Verantwortung, die jemand übernehmen könnte.

Dr.KoVo
19 Tage her
Antworten an  Lha380

Muß es denn in Notsituationen eine komplette Crew sein. Hätte man nicht durch Kooperation mit anderen Airlines vielleicht drei Flugbegleiter auftreiben können? Wo ein Wille ist …

Lha380
19 Tage her
Antworten an  Dr.KoVo

Das Problem ist zum einen, daß der A380 halt 16 Türen hat, die durch die Crew besetzt werden müssen. Gut, da könnte man Abstriche tatsächlich machen.
Der Gedanke, sich bei Etihad, die ja auch A380 fliegen, in AUH eine Crew „auszuleihen „, ist naheliegend. Das ist aber nicht möglich, da jede Airline ihre Flieger unterschiedlich ausstattet, was Notfallequipment betrifft. Eine Etihad-Crew wäre also nicht in der Lage gewesen, mit der Ausstattung einer LH-A380 umzugehen.

Johann P.
19 Tage her
Antworten an  Lha380

Genau. Wenn das Flugzeug zur Wartung in Abi Dhabi war, handelte es sich bei Hin- und Rückflug um sogenannte Werkstattflüge, bei denen nur die Cockpitcrew an Bord ist und die auch nicht voll ausgerüstet sind. Bei solchen Flügen ist eine Passagierbeförderung nicht möglich und auch nicht erlaubt. Also viel Wirbel um nichts! Im Übrigen zeigt das Titelfoto keinen A380, sondern einen A321.

jopa
18 Tage her
Antworten an  Johann P.

Wenn du nun noch erklärst, was für Werkstattflüge ausgebaut wird bzw welche Teile da fehlen, das wär informativ.

bfwied
19 Tage her
Antworten an  Lha380

Außerordentliche Situationen erfordern außerordentliche Aktionen, oder etwa nicht?! Stewardessen sind nicht in der Lage, Aggressivlinge zu überwältigen, deshalb gibt es die mitfliegenden Polizisten/Agenten oder wie die sich nennen. Ansonsten geht es auch ohne die Betreuung.

Lha380
19 Tage her
Antworten an  bfwied

Alle Flugbegleiter (auch Männer!) bekommen ein jährlich erneuertes Training, um Passagiere, die die Flugsicherheit gefährden, im Notfall fesseln zu können. Die Tätigkeit des Flugbegleiters ist eben nicht „nur“ die Betreuung, sondern in erster Linie die Fähigkeit und die Ausbildung, um in einer Gefahrensituation für die Sicherheit der Passagiere zu sorgen, ebenso wie die Erste Hilfe-Ausbildung samt Defi-Einsatz für medizinische Fälle.
Was sie meinen, sind zum einen Bundespolizisten, die teilweise bei Abschiebungen zur Begleitung mit an Bord sind, oder die sog. Flugsicherheitsbegleiter der Bundespolizei, die als Beamte in Zivil (sehr selten) eingesetzt werden.

bfwied
18 Tage her
Antworten an  Lha380

Dass die Stewardessen nur nebenbei die Kellnerei betreiben, ist klar, aber es gab schon Flüge, die abgebrochen werden mussten, da die Frauen der Stänkerer nicht Herr geworden waren. Und ein medizinischer Notfall, das ist eben das Risiko, nicht einmal ein großes, denn einen Herzinfarkt können die nur bedingt behandeln und einen Hirnschlag gar nicht.
Man muss in Sondersituationen gewiss nicht bürokratisch stur handeln, sondern der Situation angepasst, sonst wären wir nur Gestalten mit roboterhaftem Handeln, möglicherweise bald gesteuert von Robotern, s. KI.