Die reale Dystopie: IVF-Embryonen werden zu Schmuck verarbeitet

In-Vitro-Fertilisation bedeutet Selektion: Gewöhnlich wird nur eines der erzeugten Embryonen der Mutter eingesetzt. Die anderen werden eingefroren. Eine britische Firma bietet nun eine Möglichkeit, diese Kinder dennoch immer bei sich zu haben: Sie werden in Schmuckstücke eingefasst.

picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Das Haar Ihres verstorbenen getreuen Vierbeiners, eingefasst in ein Armband, einen Anhänger, einen Ring? Übertrieben, mag ein abgeklärter Charakter denken; aber so manchem Hundeliebhaber wird es womöglich gar nicht so absurd erscheinen.

Die britische Firma Blossom Keepsake bietet in Schmuck eingearbeitete Erinnerungen an. Und belässt es nicht bei Blüten, Erde oder der Haarlocke eines geliebten Wesens – ob Mensch oder Tier, tot oder lebendig: Auch die Asche eines Verstorbenen kann man verarbeiten lassen, um seine Überreste immer bei sich tragen zu können. Oder auch einen Embryo.

Eingefasst in einen einfachen Ring aus Silber ist man mit knapp über hundert Euro dabei. Natürlich können Sie auch ein edleres Metall wählen. Gold oder Platin gefällig? Das kostet allerdings seinen Preis. Bei Blossom Keepsake klingt das weniger merkantil, dafür wertschätzend und sanft:

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht ein tiefer Respekt vor dem Leben und der unglaublichen Reise, die Familien unternehmen (…). Wir sind darauf spezialisiert, einzigartige und bedeutungsvolle Andenken aus ungenutzten IVF-Embryonen herzustellen. Unsere Mission ist es, Familien eine schöne Möglichkeit zu bieten, dieses Kapitel ihrer Geschichte zu würdigen – indem wir diese Embryonen in zeitlose Stücke verwandeln, die für immer in Ehren gehalten werden können.“

Willkommen in der Dystopie namens „Realität“

Wer, oft nach jahrelangen vergeblichen Versuchen, ein Kind zu zeugen, verzweifelt Zuflucht bei der Medizin sucht, dem wird In-Vitro-Fertilisation angepriesen. „Künstliche Befruchtung“ also, die Paaren ermöglichen soll, endlich den Wunsch nach einem eigenen Kind zu verwirklichen.

Das klingt human, menschenfreundlich, fortschrittlich. Leben nicht nur retten, sondern schaffen – ist das nicht die Vollendung der Medizin? Aber wie so oft kommt der Fortschritt mit ethischen Hypotheken im Schlepptau, werden in seinem Schatten Grausamkeiten verübt, wo der Fortschritt nicht an einem moralischen Kompass ausgerichtet ist.

Bei IVF sticht zum einen ins Auge, dass hier Profiteure viel Geld mit dem Elend kinderloser Paare verdienen. Und das, obwohl es durchaus günstigere natürliche Methoden der Reproduktionsmedizin gibt: namentlich solche, die Mann und Frau ganzheitlich in den Blick nehmen und Fruchtbarkeit hemmende Parameter identifizieren und behandeln. Solche Verfahren werden aber oftmals nicht einmal in Betracht gezogen.

Ethische Probleme? Was soll daran problematisch sein, Paaren, die sich ein Kind wünschen, diesen Wunsch zu erfüllen?

Kinderwunsch und Kinderanspruch

Bereits diese Herangehensweise ist Teil des Problems. Denn sie suggeriert, dass Anspruch oder Garantie auf ein Kind bestünden. Beides ist nicht der Fall, wirkt aber auf psychologischer Ebene belastend: Anstatt ein alternatives Lebensmodell ohne Kind zu entwickeln, unterziehen sich Paare, und hier vor allem die Frauen, medizinischen Strapazen und Risiken, weil jede Möglichkeit ausgereizt werden muss. Und dennoch gehen von 100 Frauen am Ende 80 ohne ein Kind nach Hause.

Der Prozess verlangt Frauen ab, sich einer ebenfalls belastenden Hormontherapie zu unterziehen: Ihr Körper wird manipuliert, um gleichzeitig mehrere Eizellen zur Reifung zu bringen. Die Eizellen werden im Labor befruchtet, die Auswahl, welcher Embryo nach drei Tagen eingepflanzt wird, übernimmt heute oftmals schon die Künstliche Intelligenz. Da das Risiko, dass die Einnistung nicht wie gewünscht vonstatten geht, oder dass es zu einer Fehlgeburt kommt, sehr hoch ist, werden mehrere befruchtete Eizellen „produziert“.

Die Folgen, etwa erhöhte Gesundheitsrisiken bei auf diese Weise erzeugten Kindern, sollen an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. Eine Frage stellt sich allerdings unmittelbar: Was ist mit den überzähligen Kindern?

Diese werden eingefroren – für spätere Versuche – und nach einer gewissen Zeitspanne, wenn sie nicht mehr gebraucht werden oder sich die Eltern die Tiefkühllagerung nicht mehr leisten können, aufgetaut und vernichtet. Wie viele genau weltweit so gelagert werden, weiß man nicht, allein in den USA sollen es aber weit über eine Million sein.

In Deutschland ist laut Embryonenschutzgesetz das Einfrieren befruchteter Eizellen zwar generell „nur“ bis zum Vorkernstadium erlaubt – Ausnahmen gelten aber auch hier, die das Einfrieren von Embryos ermöglichen.

Das Kind, das geboren wird, hat also unter Umständen Geschwister, gewissermaßen à la Schrödinger: Unterscheidbare Individuen, denen man zum Beispiel bereits ablesen kann, ob es Junge oder Mädchen ist – diese Information zu nutzen, ist in Deutschland allerdings verboten, weil das Wort „Selektion“ immer noch einigermaßen verlässlich Unbehagen auslöst. In anderen Ländern geht man sehr viel pragmatischer damit um: Warum sollten sich Eltern denn nicht das Geschlecht ihres Kindes aussuchen, wenn sie es doch können?

Lebewesen, Menschen in einem sehr frühen Stadium, die an der Fortsetzung der ihnen eingeschriebenen Entwicklung gehindert werden: Das ist keine Realität, die man wahrhaben möchte.

Verlust verlangt nach Ausdrucksmöglichkeiten

Also wird verdrängt, dass es allein die Entscheidung des Arztes ist, der den einen zum Menschen erklärt und den anderen zum Material degradiert – die biologische Realität dahinter ist dieselbe: ein lebendiger Embryo.

Doch Wahrheit zu unterdrücken, ist ein Vorgang, der viel Energie kostet. An irgendeiner Stelle setzt sich das Empfinden dafür durch.

Das ist auch bei besagten Schmuckstücken von Blossom Keepsake der Fall. Was Reproduktionskliniken schönreden und die meisten Eltern aus ihrem Bewusstsein verbannen, drängt dann doch an irgendeiner Stelle an die Oberfläche. Trauer, Schmerz, Verlust suchen nach einem Ventil.

Dies durch ein Andenken bereitzustellen, ist keine neue Idee. Das Bedürfnis der Eltern, ihre Emotionen an etwas festmachen zu können, hat einen ganzen Markt hervorgebracht. Schon 2017 berichtete Susanne Kummer, Direktorin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in Wien von dem sich anbahnenden neuen Geschäftszweig. Mittlerweile bieten in der angelsächsischen Welt eine ganze Reihe Unternehmen solche Dienste an. Auch Erinnerungen in Form von eingearbeiteten Fotos oder Gemälde in sanften, tröstlichen Pastellfarben verewigen die Blastozyten, die von Abtreibungsbefürwortern gern als „Zellhaufen“ bezeichnet werden, in der Keepsake-Szene jedoch als „Embabys“ – zwei Sprachregelungen, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

Das unendlich Traurige an dieser Geschäftsidee ist, dass hier Menschen offensichtlich auf irgendeiner Ebene verstanden haben, dass sie ihr Leid nicht überwunden, sondern delegiert haben – an die erzeugten, aber überzähligen Produkte der künstlichen Vereinigung ihrer Geschlechtszellen. Das ist bitter, und schafft auch ihnen letztlich wieder neues Leid: Weil sie Kinder betrauern wollen, die da sind und doch nicht da, die nie geboren werden durften, aber ein Anrecht darauf gehabt hätten, dass diejenigen, die für ihre Existenz verantwortlich sind, ihnen auch das Leben ermöglichen, zu dem man sie angelegt hat.

Rohstoff, Essenz – Mensch?

Vor und während des Prozesses stand das Kind, das geboren werden sollte, im Mittelpunkt: um jeden Preis. Zu den unumgänglichen Posten auf dieser Rechnung gehören die nach einigen Jahren zur Eliminierung freigegebenen Embryonen.

Kein Problem, sagen die Reproduktionskliniken. Sehr wohl ein Problem, sagt die Psyche. Und kann diese Kinder nicht loslassen. Aber mit der Monstrosität der eigenen Entscheidung konfrontiert zu werden, zumal man doch das Beste wollte – wer hält dem Stand?

Und so übt man in Verdrängung und Verdrehung. „Mit Hilfe fortschrittlicher Techniken fangen wir die Essenz des Lebens (…) ein“, heißt es auf der Homepage von Blossom Keepsake. Ausgerechnet das nach der Erzeugung unerwünschte und schließlich nach einigen Jahren getötete Kind als „Essenz des Lebens“: Euphemismus pur. Und mehr noch. Ein Schmuckstück, „für Generationen geschaffen“.

Generationen, die nicht geboren werden durften, als Rohstoff. Das Kind, dem man beim Spielen, Aufwachsen und Leben zuschauen darf, erkauft mit denen, die man als Ring am Finger trägt: Grotesker und präziser kann man kaum zusammenfassen, wie sehr eine Gesellschaft leidet, die den Menschen nicht mehr grundsätzlich als mit unantastbarer Würde versehen betrachtet, sondern die meint, der bloßen „Materie Mensch“ nach Gusto und Gutdünken Würde zuzusprechen.

Was schon gegenüber den Lebenden zu haarsträubender Menschenverachtung führt, führt zu Gewissenlosigkeit gegenüber denen, die es noch nicht gibt einerseits – und macht auch vor den Toten nicht halt: Die Herabwürdigung des Menschen zum Material, zum Accessoire wird zum Akt der Achtsamkeit umdefiniert.

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Kommentare ( 18 )

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Edwin Rosenstiel
3 Monate her

Leider ist es heute so, daß man Menschen die größten Perversionen für gutes Geld verkaufen kann, wenn sie nur zuckersüß verpackt sind. Grund ist eine innere Leere und Orientierungslosigkeit, verbunden mit dem Glauben „anything goes!“. Alles wird zum Geschäft gemacht, und in Bares umgemünzt, ohne Skrupel. Das beginnt bei den kostspieligen IVF Behandlungen, die oft nur der Befriedigung der Elternbedürfnisse dienen. Was man im Begriff des „eigenen Kindes“ ablesen kann, also eigentlich ein „Besitztum“, oft eine Art Vorzeigeobjekt, oder Ausdruck einer spät empfundenen Leere im Leben, bei Frauen als „Torschlußpanik“ bekannt. Also das späte Eingeständnis der biologischen Realität, die zuvor… Mehr

Pseudolisa
3 Monate her

Ich finde es auch abstoßend, Embryonen oder Verstorbene zu Schmuck zu verarbeiten.
Andererseits kann ich Menschen, die sich ein Kind wünschen und überzählige Embryonen in Kauf nehmen, nicht verurteilen. Schließlich endet ein Großteil der Schwangerschaften in der Toilette (bei mir auch). Werden diese Embryonen auch alle so (von der Autorin) beweint und beklagt? Da macht mein Verstand irgendwie nicht mit.

Nepomuk
3 Monate her
Antworten an  Pseudolisa

Werden diese Embryonen genauso beklagt? Ohne eigentlich für die Autorin sprechen zu können, aber: Nein, natürlich nicht. Aber das ist auch gut und richtig so. Aus dem gleichen Grund, warum man um einiges weniger darüber klagt, wenn ein alter, lebenssatter Mensch im Kreis seiner Lieben an Altersschwäche stirbt, als wenn einem jungen sagen-wir Familienvater sein Leben durch Meuchelmord entrissen wird. Es liegen nun einmal Welten von Unterschied dazwischen, ob Dinge ihren natürlichen Lauf gehen, der nun einmal in dieser unserer Welt oft auf den Tod hinausläuft, einerseits – oder ob sich ein Mitmensch schuldhaftan Mitmenschen vergeht, indem er sie bewußt… Mehr

maru
3 Monate her

Dieser unterirdisch geschmacklose Fötus-Schmuck erinnert mich spontan daran, daß man es vor 85 Jahren auch für eine gute Idee hielt, aus Menschen Seife oder Lampenschirme herzustellen.
Sowas kommt eben dabei heraus wenn man glaubt, man könne dem lieben Gott ins Handwerk pfuschen. Vielleicht hat es ja einen tieferen Grund (den wir nicht kennen), wenn man auf natürlichem Weg KEINE Kinder bekommt.

Last edited 3 Monate her by maru
joly
3 Monate her

Vor über 25 Jahren starb unser Kind im Mutterleib. Wir mussten uns von diesem Wunschkind trennen. Aber es gab keine Informationen und keine hinweise ob dieses Kind beerdigt werden konnte, durfte. Es wäre für uns besser gewesen, wenn wir es hätten beerdigen können. Darüber sollten sie sie mal recherchieren – all diese Kinder zwischen 3 Monaten und mehr.

MartinKienzle
3 Monate her

Fräulein Diouf, nochmals: Das, worüber Sie sich echauffieren, ergo der Mensch als Materie, den man dementsprechend handelt, ist das Ergebnis des menschenverachtenden Kommunismus, der danach strebt, Gott respektive Spiritualität zu zerschlagen, um sodann selbst den göttlichen Thron zu besteigen; um diese abartige sogenannte „Neue Weltordnung“ zu zertrümmern (https://www.epochtimes.de/politik/ausland/die-neue-weltordnung-ist-der-weltkommunismus-a2191312.html), muss zwingend der Weg zur gänzlichen Annullierung des sogenannten „Feminismus“ beschritten werden, da jener christlich-intakte Familien attackiert, die wiederum Zugang zur göttlichen-spirituellen Welt begründen! Wie Sie lediglich an den Erscheinungen der sogenannten „Neuen Weltordnung“ mit erhobenem Zeigefinger Kritik zu üben, ist zwar einerseits menschlich nachvollziehbar, das jedoch andererseits die vorliegende Problematik hinsichtlich… Mehr

Last edited 3 Monate her by MartinKienzle
Karl Renschu
3 Monate her

Haben Sie eigentlich auch ein Problem damit, dass durch die Pille Spermien und Eizellen in eine Umgebung „eingepflanzt“ werden, die keine Zukunft für sie birgt?

Ich schätze Ihre Artikel immer wieder und die Sache mit den Ringen halte auch ich für pervers. Aber Ihre Argumentation gegen Leihmutterschaft und medizinische Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit kann ich nicht nachvollziehen und halte sie für wohlfeil sowie illiberal.

Kartoffelstaerke
3 Monate her

Es gibt Überschriften, die liest man – und bleibt irritiert hängen. Weil man das sichere Gefühl hat, man müsse sich verlesen haben.

Beim zweiten Lesen, begleitet vom wiederum sicheren Gefühl, jetzt dann die richtige, wirkliche Bedeutung der angeordneten Buchstaben zu erfassen…

Plötzlich die von tiefster Abscheu begleitete entsetzliche Erkenntnis, daß man schon beim ersten Mal richtig gelesen hatte.

Ein Schlag in die Magengrube.

Der spontane Wunsch, einer anderen Spezies angehören zu wollen, meinetwegen selbst einer grausamen Raubtierart…. aber nicht dieser perversen, dekadenten Gattung Mensch.

Ist solchen Menschen eigentlich außer ihrem unreif-narzistischen Ego nichts, aber gar nichts mehr heilig?

wat nu
3 Monate her

Schwerer, sehr schwerer Stoff. „Zellhaufen“ hat mich schon immer auf die Palme gebracht, aber Abbitte für „nicht erlaubtes Leben“ in Form von Schmuck bei sich zu tragen, kann ich nicht einordnen. Die Kinderwünschler wussten, dass nur eins von mehreren Embryonen ihr Kind werden würde. Sie wussten, dass, wenn das Kind dann geboren ist, die restlichen „vernichtet“ werden. – Ist der Wunsch nach einem eigenen Kind so stark, dass die Eltern „den Menschen/Zellhaufen“ der Vernichtung preiszugeben bereit sind? – Und dann, wenn das Kind da ist, lacht, weint, spielt, ein Augenschein ist, kommt der Gedanke an vernichtete Augenschein? Ich kann es… Mehr

flo
3 Monate her

„Die reale Dystopie: IVF-Embryonen werden zu Schmuck verarbeitet“. Letztlich zeigt das Geschilderte vor allem, dass die menschliche Psyche Schuldbewusstsein nicht kontrollieren kann, was die Mein-Bauch-gehört-mir-Schreier(innen) geflissentlich ignorieren. Die „überzähligen“ Embryonen dürften für viele Eltern (nicht für alle, aber für viele) eine gewisse moralische Belastung sein, so sehr man auch das technische Vorgehen bei der IVF vorher kennt und notgedrungen akzeptiert. (Ich habe eine Frau gekannt, die sozusagen aus Überzeugung in jüngeren Jahren abgetrieben hat und später Jahr für Jahr am „Geburtstag“ des nie geborenen Kindes überlegt hat, wie es jetzt wohl aussähe?)  Ob in Schmuck „eingearbeitete Erinnerungen“ hier innere Ruhe… Mehr

Nicolai94
3 Monate her

Ich sehe bei IVF nichts verwerfliches.
Kein Mensch kann uns sagen, wie viele Zygoten nach einer erfolgreichen Befruchtung ohne Einnistung n die Gebärmutter mit der Periode ausgeschieden werden.
Warum das in der Natur kein Problem ist, bei IVF aber schon sein soll, muss mir erstmal einer erklären.

Doc C.
3 Monate her
Antworten an  Nicolai94

Sie sagen es. Mich als Medizinerin bringt diese unwissenschaftliche Gefühlsduselei wirklich auf die Palme. Ich bitte doch die Autorin sich näher mit der Thematik zu befassen, sich Bilder anzuschauen und sich mit der Embryonalentwicklung vertraut zu machen, denn anscheinend hapert es gewaltig an biologischen Kenntnissen. Das Einsetzen wird zwar als Embryotransfer bezeichnet, was auch begrifflich richtig ist, doch handelt es sich dabei eben nicht um einen Embryo, wie ihn sich die Autorin offensichtlich vorstellt, sondern um ein winziges Zellkügelchen (bestehend aus 16-32 Zellen) in der Größe eines Mohnkörnchens im Alter von 3-5 Tagen. Im übrigen ist die Bilanz von IVF… Mehr

Kartoffelstaerke
3 Monate her
Antworten an  Nicolai94

Ihre Frage ist nicht unberechtigt. Ich würde auch nicht den Begriff „verwerflich“ übernehmen wollen. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Wer „der Natur ihren Lauf lässt“ und entweder schwanger werden oder nicht schwanger werden als zu bewältigenden Teil seines Schicksals annimmt, ohne dagegen mit einem künstlichen Eingriff vorzugehen, ist natürlicherweise jenseits aller Verantwortung. Wer hingegen in ein aktives Verfahren einwilligt, bei dem mehrere potentielle Leben getötet werden um ein einziges Leben zu erhalten, muss für immer damit leben, daß der überlebende Fötus getötete Geschwister hatte. Wie wird das lebende Kind später als Erwachsener mit dieser Tatsache umgehen? Es geht nicht… Mehr

Nepomuk
3 Monate her
Antworten an  Nicolai94

Weil hier der Mensch bewußt Menschen umbringt.

Die Natur darf das, wie die Natur auch Menschen durch Altersschwäche „umbringen“ darf. Der Mensch nicht!