Zwergen-Aufstand in der SPD gegen Heinz Buschkowsky

SPD-Aktivisten fordern ein Parteiausschlussverfahren gegen das Neuköllner Urgestein. Der Wortführer verspricht sich viel Aufmerksamkeit und einen Platz im EU-Parlament.

Odd Andersen/AFP/Getty Images

Säßen Leute mit Herz und Verstand eines Heinz Buschkowsky an der Spitze der SPD, merkelte Angela Merkel wohl schon lange abgewählt in der Uno oder Uckermark. Stattdessen schafft sich die „Klugscheißerpartei“ (Buschkowsky) selber ab mit ihren Rassismus-Gesängen, Gender-Toiletten, Antifa-Aufmärschen, Dilettanten im Amt, Denunzianten und Phrasendreschern.

Buschkowsky, gut 15 Jahre Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, drückt sich, den Zustand der Partei beschreibend, etwas gewählter aus. Er beklagte in der Welt am Sonntag „einen mangelnden Realitätssinn und einen fehlenden Bezug zum Volk“, „die SPD spendiert Geld ans Milieu.“ Sie unterstütze „Menschen, die weder ihren Eltern noch der Lehrerin zugehört haben“, die keinen Beruf hätten, morgens zu Schichtbeginn noch im Bett lägen und deren Kinder die Schule schwänzten. Die Berliner Genossen seien nicht umsonst der „unterirdischste Landesverband“ der deutschen Sozialdemokratie. „Da sind viele Kranke unterwegs“.

„Aua!“, schrien da wohl die Richtigen auf! Und mit der Standard-Anklage „Buschkowskys Aussagen spalten und sind rassistisch geprägt“ beschloss eine „Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt“ einstimmig, es müsse ein „Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses“ auf den Weg gebracht werden. Hier versteht man, was Buschkowsky mit „Da sind viele Kranke unterwegs“ gemeint haben muss. Denn Buschkowsky steht wie kein Zweiter für unentwegte Versuche Integration gelingen zu lassen („Rütli-Schule“). In seinem Sprengel hat der alte Heinz (70) Kultstatus, es gibt T-Shirts mit dem Aufdruck „The Big Buschkowsky“ (nach dem berühmten Film-Hippie „The Big Lebowsky“) zu kaufen, Buschkowsky gewann Wahlen in seinem schwierigen Sprengel, er wird selbst in den eingewanderte Machokulturen akzeptiert. Dort, wohl mehr als bei den Volkshochschulaktivisten der Partei, versteht man das Prinzip von Leistung und Gegenleistung, wenn B. etwa fordert, das Kindergeld an Schulbesuche zu koppeln um Renitente zu zwingen, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

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Die plötzlich rührige „Arbeitsgemeinschaft“ kann natürlich keine Sach-Argumente für ihr Parteiausschlussbegehr vorbringen. Die verstörten Genossen sind wütend, weil Buschkowsky bei der Buchvorstellung des SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin („Feindliche Übernahme“) seine Zustimmung zu dessen Thesen so äußerte: Das „praktische Leben der Muslime“ in Deutschland sei von „Bildungsversagen, Arbeitslosigkeit, Transferbezug“ sowie einem „völlig absurden Frauenbild“ und „starker Kriminalitätsneigung“ geprägt. Der Praktiker wird’s wissen! Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass auch Sarrazin diverse Male durch Parteiausschlussverfahren zum Schweigen gebracht werden sollte.

In der Causa Buschkowsky, die der Berliner Tagesspiegel ans Licht brachte, drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein zweiter Kevin seine große Chance sieht. Der erste Kevin, ein gewisser Kühnert, wurde in den Schulz-Nahles-Koalition-Ja-Nein-Wirren der Spezialdemokraten nach oben gespült und seither als Zitatgeber der Medien geschätzt – bei dem Parteiführer-Verschleiß der SPD schneller Aufstieg nicht ausgeschlossen. Der zweite Kevin heißt Timo und ist Wortführer der Maulhelden: „Buschkowskys Aussagen spalten und sind rassistisch geprägt“ (was Religion mit Rasse zu tun hat, erklärt der Timo nicht). Über ihn lässt sich überhaupt wenig sagen, außer dass er mit 31 Jahren sein Leben in Arbeitsgemeinschaften fristet und hofft, bei den nächsten Wahlen ein warmes Plätzchen im EU-Parlament zu gewinnen. Dazu benötigt er Aufmerksamkeit, die sich vielleicht in Stimmen tauschen lässt.

So träumt der Timo von einer „Kommission aus Fachleuten, die – wie gerade mal wieder im Fall Sarrazin – politisch bewerten, ob das Verhalten umstrittener Genossen tatsächlich parteischädigend sei“. Timo könnte bei seiner Attacke natürlich auch über den Kreisverband Neukölln gehen, aber da würden sie ihm wohl die Ohren langziehen. So sagte Fritz Felgentreu, SPD-Bundestagsabgeordneter für Neukölln: Ein solcher Parteiausschluss sei „politisch falsch und juristisch aussichtslos“.

Wir haben Timo nicht mit vollem Namen genannt, weil wir davon ausgehen, dass es sich eh nur um eine politische Sternschnuppe handelt, deren Namen man sich nicht merken muss.

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Kommentare ( 128 )

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128 Kommentare auf "Zwergen-Aufstand in der SPD gegen Heinz Buschkowsky"

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Nichts ist schwerer zu ertragen als die Nennung von Tatsachen.
Wenn Buschkowsky sich wirklich so geäußert hat, was ist daran falsch?

Es hat sich inzwischen eingebürgert, nicht nur bei Hautfarben, sondern auch bei Religionen von Rassismus zu sprechen. Solche Begriffsänderungen gibt es immer wieder. Es lohnt sich nicht, dagegen aufzubegehren oder den Oberlehrer zu spielen.
Vielleicht liegt es am Begriff „Antisemitismus“. Beim Antisemitismus werden die Juden abgelehnt. Die Semiten sind aber eine Ethnie und bei weitem nicht nur Juden.

Sie irren. Es lohnt sich absolut dagegen anzugehen und wenn das ganz viele Menschen machen, dann entlarct sich diese semantische Manipulation sehr schnell ganz von selbst

Ich sehe das genauso.
Als persönlichen Widerstand weigere ich mich bspw. gendergerecht zu schreiben und zu sprechen; klappt gut…

Aus „Rassismus“ (Wikipedia):
Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz definiert Rassismus als „die Überzeugung, dass ein Beweggrund wie Rasse, Hautfarbe, Sprache, RELIGION, Staatsangehörigkeit oder nationale oder ethnische Herkunft die Missachtung einer Person oder Personengruppe oder das Gefühl der Überlegenheit gegenüber einer Person oder Personengruppe rechtfertigt“.
Die semantische Manipulation ist doch längst gelaufen. Wer dagegen angeht, verhält sich wie ein kleiner Don Quichotte. Das steht jedem natürlich frei.

Wikipedia ist zwischenzeitlich auch von Gutmenschen gekapert, so dass man die dort gefundenen Beiträge nicht in vollem Umfang für bare Münze nehmen darf.

Aus „Rassismus“ (Wikipedia): . Die semantische Manipulation ist doch längst gelaufen. Wer dagegen angeht, verhält sich wie ein kleiner Don Quichotte. Das steht jedem natürlich frei.

Was Sie propagieren ist die Kapitulation vor Verblödung und Verdummung. Denn selbst wenn Millionen Menschen dasselbe sagen, wird es deshalb noch lange nicht zur Wahrheit. (sic!) Leider ist in der deutschen Wikipedia auch schon die Verblödung und Unkenntnis von ganz speziellen Gutmenschen angekommen: ahnungslos, hirnlos, politisch korrekt aber verblödet. Es gibt eben nur eine deutsche Sprache und keine politisch korrekte Sprache oder gar eine Nazi-Sprache oder sonstiges. Es gibt verschiedene Dialekte, Ausdrucksweisen, usw.. Aber eine deutsche Sprache ist eben eine deutsche Sprache und keine niederländische oder flämische Sprache. Nach der Logik der Aufklärung darf Ihnen niemand wegen der Menschenwürde und… Mehr

SPD und Grüne sind zu lupenreinen Vereinen von Asozialen verkommen. Da rottet sich der intellektuelle und arbeitsscheue Abschaum der Gesellschaft zusammen, um sich per Phrasendrescherei pro Vielfalt und contra Rääächz gegenleistungslos, also parasitär, auf Kosten der Allgemeinheit durchs Leben lavieren zu können. Abscheulich! Noch abscheulicher sind aber die Leute, die so etwas wählen. Zum großen Teil allerdings die gleiche Klientel. Ein geschlossener Kreislauf sozusagen. Demokratie ist doch wirklich was Feines.

Das Lustige bei Leuten wie Timo wird sein, dass durch die von Leuten wie ihm geförderte Migration der Sozialstaat mittelfristig unfinanzierbar wird und er sich mit 45 doch noch echte Arbeit suchen muss. Das ist aber auch das einzig positive, denn das trifft dann auch die wirklich Bedüftigen.

Bevor solche Figuren einem geregelten Broterwerb nachgehen, ziehen die lieber unter die Brücke und vertreiben sich die freie Zeit in den Fußgängerzonen. Deren Motto lautet doch zu jeder Stunde: Lohnarbeit macht krank und dumm – für Deutschland keinen Finger krumm. Meine Mutter, selig, hatte für solche arbeitsscheuen Elemente den höflichen Begriff ‚ Saubätz ‚.

Ich habe den Beitrag über den beabsichtigten Ausschluss von H. Buschkowsky im Tagesspiegel nachgelesen. https://www.tagesspiegel.de/berlin/ex-buergermeister-von-neukoelln-wird-buschkowsky-aus-der-spd-geschmissen/23132100.html Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Timo Sch., der Vorsitzende der Neuköllner AG Migration und Vielfalt, mit der Unterstützung anderer kleiner „Kevins“ rechnen kann. Hierzu gehören laut Tagesspiegel bspw. Hakan D., Vorsitzender der Berliner AG Migration und Vielfalt, und Aziz B., Bundesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt. Persönlich finde ich aber auch die gegen Buschkowsky eingebrachten Argumente äußerst bedenklich, weil sich hierin ein ungeheuerliches Demokratiedefizit dieser Wortführer manifestiert. So wird von den drei vorgenannten „Kämpfern gegen Buschkowsky“ zur Begründung des Ausschlussantrages Folgendes in Feld geführt:… Mehr

Hört sich so nach ‚Türkische Gemeinde an‘.

Vor allem ist es eine Beleidigung für die Zwerge …

… und das ist dann lupenreiner Rassismus! Ist das diese sogenannte sozialdemokratische Ideenwelt?

Die SPD ist nach der Zeit Helmut Schmidts am Abstellgleis, denn diesen Politkern fehlt
Herzensbildung, Haltung und Herzblut ( wie alle Altparteien) Diesen Abkömmlingen geht es nur um Macht, Geld und dies hat sie verblöden lassen. Man merkt es an ihrer Arroganz und den Verrat am eigenen Volk. Herr Buschkowski war der einzige und fähige Mann in
der SPD, der wahrheitsgemäß die deutschen Bürger über dem Islam aufklärte und immer
noch aufklärt. Deshalb wird er jetzt von seinen eigenen Genossen geächtet. Da kann man
nur sagen, was für ein Abschaum!

Ich habe mir seit Schröders Kanzlerschaft, einen Selbstschutz zu Eigen gemacht! Ich esse kein Rindfleisch mehr, Wenn du dich mit diesem Wahn infizierst , geht das bis in das Gehirn und dann wählst du auch wieder die SPD! Jeder hat so seine Prinzipien . Einen schönen Feiertag wünsche ich allen Schreibern.

die Verwendung des des Wortes „Rassismus“ gegenüber Muslimen ist das unbewusste Eingeständnis der Muslime, dass sie ihre Uma als eigene „Rasse“ betrachten. Ihre muslimische „Rasse“ halten sie gegenüber den „Ungläubigen“ für überlegen, equivalent zur „Herrenrasse“ der Nationalsozialisten.

ZdM-Vorsitzener Mazyek beklagt regelmässig einen solchen „Rassismus“ gegen Muslime, was ihn skurilerweise selber zum Rassisten macht.

ZdM-Vorsitzener Mazyek beklagt regelmässig einen solchen „Rassismus“ gegen Muslime, was ihn skurilerweise selber zum Rassisten macht.

Leider kapiert das der angesprochene mangels grauer Substanz nicht! Aber Hauptsache, er darf in unseren ÖR-Medien regelmäßig erscheinen und seinen Schwachsinn loswerden. Nachdem es „die Muslime“ so nicht gibt, gibt es selbstverständlich auch keinen „Zentralrat“ – kapiert? Dieser Rat könnte sich auch in „Verein der Kleeblattzüchter“ umbenennen, das hätte dieselbe Aussagekraft.

Dann mögen die nach hause gehen. Ach geht ja nicht. Zuhause bekommen die ja kein H 4 ect.

Wenn das durchkommt, könnte es bedeuten, dass sich die SPD selbst zerlegt. Buschkowsky gefällt sicher nicht Allen mit seinen Äußerungen in der SPD, sowenig wie Sarrazin, aber einem Teil schon. Es gibt schon eine Linkspartei und die Grünen, von denen viele evtl. einmal die SPD gewählt haben. Muss man jetzt noch die Vielstimmigkeit der SPD zerreissen, anstatt je auch auf sie einzugehen? Sowenig ich beider Protagonisten Sprache spreche, so achte ich doch die jahrzehntelange Parteiarbeit oder jedenfalls Arbeit im Rahmen einer SPD-Mitgliedschaft. Es geht doch um so viel, gerade weil die SPD evtl. derzeit an Zustimmung der Wähler verliert. Wieso… Mehr

Verehrte Mozartin,
könnten Sie freundlicherweise künftig Ihren Beiträgen eine Übersetzung oder eine Zusammenfassung in einem Satz beifügen? Ich tue mich immer sehr schwer, den Sinn Ihrer hehren Worte zu verstehen.
Im vorliegenden Fall zum Beispiel: „Bei der SPD ist es kälter als draußen – besonders bei Nacht und noch mehr in Berlin.“

@ Gerhard R. Vorschlag für Sie zur Problemlösung: Halten Sie zukünftig einfach die Hand aus dem Fentser und gucken ob es bei Frau Mozart*in dunkel ist. 😉

… dazu passt auch: Nachts ist es draußen dunkler als drinnen!

Liebe Mozartin, die SPD ist gegründet worden als deutsche Arbeiterpartei, um sich für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der damals hart arbeitenden Menschen einzusetzen. Es ging nicht um die Welt bürgerlicher Schöngeister. Wenn heute die Mitgliedschaft von kritischen Männern wie Sarrazin und Buschkowsky in der SPD in Frage gestellt wird, durch wen auch immer, dann ist das definitiv ein Zeichen für das Ende dieser Partei.

….ein wirklich abseitiges geschwafel! was versteht eine mo

Ihr Beitrag macht mich ratlos: Was genau ist Ihre Meinung? Soll Buschkowsky aus der SPD ausgeschlossen werden oder nicht?

Wenn nicht dann ja, sonst nein!

Manchmal bedrängt mich so ein Gefühl als wollten die sich aus dem Staub machen indem man dem politischen Gegner die letzten mit gesundem Menschenverstand ausgestatteten Stamm-Wähler zuspielt, noch schnell ein paar Löcher ins Schiff schlagen Käpitän und Offiziere über Bord werfen und ab in die Rettungsboote bevor die anderen Saboteure drin sitzen . Man darf gespannt sein wie Maat und der Rest der jungen Mannschaft das Ding in einen sicheren Hafen bekommen !

…….das geht doch schon mit vielen vorsitzenden so. seit willi brandt, um genauer zu sein!