Umwelt – Märchen statt Fakten

Jede Woche ein neuer Umweltskandal – doch viele fallen bei genauerer Prüfung in sich zusammen. Trotzdem bestimmen sie Politik und Wirtschaft. Gut gemeint ist nicht gut gemacht!

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Lasst das arme Molekül in Ruhe! CO2 ist der wichtigste Rohstoff für alle Pflanzen auf der Welt. Ohne CO2 keine Pflanze, kein Baum, kein Strauch. Die grünen Blätter bauen daraus Stamm, Äste, Zweige, Blätter. Für uns fällt Sauerstoff ab.

Märchen 1 – CO2 muss weg!

Je mehr CO2, desto besser, weiß jeder Gärtner, der Kohlendioxid in sein Treibhaus bläst, damit seine Pflanzen besser gedeihen. Und, nein, CO2 erhöht auch nicht die Temperatur der Erde.

Märchen 2 – Emissionsfrei fahren

Märchenerzähler der Stadtwerke Wiesbaden wollen Vorreiter sein und viel Geld für „völlig emissionsfreien Verkehr“ ausgeben. 220 neue Elektrobusse sollen gekauft werden. Wir müssen uns Sorgen machen, wenn solche Leute an der Spitze unser Geld für Märchen verpulvern. Viele Städte wollen ja als Vorreiter ruhmreich sein; doch kommen dort die Fahrgäste oft nicht weiter, weil die teuren Elektrobusse streiken. Ja, auch Elektrobusse und Elektroautos benötigen einen Antrieb. Die Energie dafür muss aus Kraftwerken kommen, in denen Kohle, Erdöl oder Gas verfeuert wird oder eine Kernspaltung stattfindet. Dabei entstehen Emissionen – nur eben am Stadtrand und nicht am Auspuff. Emissionsfrei geht nicht, gibt’s nicht. Nur im Kernkraftwerk.

Märchen 3 – Der Diesel stinkt

Das war früher so: Rußwolken aus dem Dieselauspuff. Doch das ist vorbei. Bei einem modernen Dieselmotor lässt ein Filter kein einziges Staubpartikelchen mehr raus. Ein weiterer trickreicher Filter hält Stickstoffoxide zurück; es kommen weniger heraus, als in einem Büro erlaubt sind. Zum Trost: Das bisschen Stickstoffdioxid aus dem Automotor ist am Ende eines jeden Tages wieder abgebaut. Wie bei jeder Verbrennung in Ofen und Zentralhei­zung entsteht allerdings CO2. Wer sich daran stört, muss zu Hause bleiben und frieren. Ansonsten gilt Märchen 1.

Märchen 4 – Der Wind reicht

Utopien der „nur keinen Fußabdruck hinterlassen Wollenden“: Allein Sonne und Wind liefern künftig die Energie, schicken keine Rechnung, und kon­ventionelle Kraftwerke schalten wir ab. Das grüne Paradies kann erblühen.
Die Natur ist dem Menschen wieder hold und bestraft ihn nicht mit Klimaerwärmung, Erdbeben und Vulkan­ausbrüchen.

Landwirtschaft ohne Land
Vom Landwirt zum Landschaftsarchitekten?
Vergebliche Ergebnisse bisher: Wind­räder und Fotozellen zehntausend­fach die Landschaft verschandelnd, Vögel mordend, liefern ein Viertel der deutschen Stromproduktion. Im Durchschnitt. An manchen Tagen aber fast nichts, an anderen Tagen viel. Wer dennoch immer Strom haben will, benötigt konventionelle Kohle­ oder Kernkraftwerke. Zwei Kraftwerkparks nebeneinander – das kostet. Sonne und Wind allein reichen nur für ein Leben von vorvorgestern. Diesem Märchen sollten wir besser nicht folgen.

Märchen 5 – Deutschland exportiert Strom

Nein, Deutschland ist kein Strom­exporteur. Es wird nur überflüssiger Strom abgegeben, wenn Wind und Sonne zu viel produzieren, ihn jedoch niemand braucht. Oft müssen wir noch einige Millionen Euro drauf­packen, damit ihn jemand abnimmt. Export geht anders. Strom muss immer genau dann erzeugt werden, wenn er gebraucht wird.

Märchen 6 – „Ohne Chemie ist alles viel besser“

Auf jeder Party: Nein, keine böse Chemie! Chemie jedoch ist alles, von Aufbau und Eigenschaften bis zur Umwandlung von Stoffen. Deren Atome und Moleküle reagieren, verbinden sich mit anderen Molekülen oder lösen sich. Ähnlich wie Lego­-Steine. Das geschieht meist durch Anziehungs-­ oder Absto­ßungskräfte in der Elektronenhülle. Denen ist es egal, ob ideologische Wünsche Väter der Anziehung sind oder nicht. Sie gehorchen einfach den Naturgesetzen. Auch die meisten Körpervorgänge wie Atmung, Verdau­ung, Bewegung, Signalübermittlung, Fortpflanzung basieren auf Chemie. Hoffentlich stimmt die Chemie.

Märchen 7 – Feinstaub an Silvester vergiftet uns

Tibetanischen Gebetsmühlen gleich schwappen vor Silvester NGO-Phrasen übers Land: Die Feuerwerke an Silvester vergiften uns, die Feinstaubbelastung ist zu hoch. Wir schweigen höflich angesichts der spendenheischenden Parole „Brot statt Böller“!

Glyphosat
Technologie-Feindlichkeit mit Progressivität verwechseln
Natürlich steigt der Feinstaubanteil in der Luft durch explodierende Knallkörper stark. Aber schnell verteilen sich die Partikel wieder. Nur bei Nebel dauert’s etwas länger. Die Tageswerte liegen stets unter den EU- Richtwerten. Das Umweltbundesamt hat es erst beim letzten Silvesterspaß überprüft. Erst im Frühjahr steigen die Werte richtig an, wenn Milliarden von Blüten ihre Feinstäube verteilen. Die Natur hat schuld. Und nun, Grüne? Also: Knallen und böllern Sie ruhig und mit Spaß. Das haben schon die alten Chinesen gemacht. Ein prachtvolles Feuerwerk ist schließlich ein uraltes Kulturgut.

„Das Feuerwerk ist die perfekteste Form der Kunst, da sich das Bild im Moment seiner höchsten Vollendung dem Betrachter wieder entzieht.“ Wird Theodor Ludwig Wiesengrund zugeschrieben. Der ist eher als Adorno bekannt und gilt als links – gilt also.

Märchen 8 – Verpackung vermüllt

Himmel, die vielen Verpackungen! Umweltschädlich! Furchtbar! Ohne solche entschuldigenden Klagen kommt kein Zeitgenosse vollgepackt aus dem Supermarkt. Auch solche Märchen brauchen wir 2018 nicht mehr – im Interesse von Erbsen, Kartoffeln, Karotten, Butter, Zucker, Milch. Mehl muss verpackt werden, so sicher, dass Mehlmotten der Spaß nach Möglichkeit verwehrt wird. Und Wurst und Käse so, dass der Schimmel möglichst spät Gefallen daran findet. Brot so, dass sich die neueste Keimgeneration nicht in Windeseile verbreitet.

In vielen Ländern der Dritten Welt verderben 40 Prozent aller Lebensmittel, weil sie nicht oder schlecht verpackt werden. Offene Lebensmittel laden Motten, Würmer und Bakterien zum munteren Mahl ein. Fleisch, Tomaten, Weintrauben und Äpfel umhüllen und schützen Folien, die mit 0,05 Millimeter dünner als ein Haar und dennoch reißfest sind, am besten.

Wie im Märchen Milch in mitgebrachte Gefäße abfüllen? Das ist gut, wollen wir nicht zu wenig Bakterien abbekommen. Moderne Tetrapacks schützen uns vor Keimen, verlängern die Haltbarkeit der Milch, sind also die wahren umweltfreundlichen Verpackungen. Bei sehr wenig Materialeinsatz.

Surrende Suche
Hart aber fair: Kampfansage an die Bienensterbenleugner?
Zum Märchen gehört: Was ist mit der Menge an Verpackung? Seht doch nur, wie sie alles zumüllt! Es lohnt der Blick auf den Unterschied zwischen Volumen und Masse. Eine gute Verpackung soll wenig wiegen, aber viel Raum bieten. Die Kunststoffverpackung tut das vorbildlich. Sie bieten ein hohes Volumen an, die Masse jedoch ist extrem gering. Danach: Ab in die Müllverbrennungsanlage mit dem Zeug. Recyceln ist Quatsch im Quadrat. Das ist mehr oder weniger reines Erdöl, das gut brennt. Ein weiteres Märchen: Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen ist besser. Das gilt nur so lange, wie man Anbau, Düngung, Wasserverbrauch von Baumwolle oder Jute nicht mitrechnet. Und nicht die weggeworfenen Waren, weil Verpackungen aus diesen Materialien Lebensmittel häufig verkeimen: Der Pizzakarton aus Altpapier verseucht die Pizza.

Märchen 9 – Flugzeuge sind böse

Flugreisen. Verbieten! Sofort verbieten müsste man sie, vor allem die langen Flüge. Zu viel CO2-Ausstoß, den Untergang der Erde beflügelnd – außer, ja, außer wenn grüne Politiker, Funktionäre und Klimakonferenzteilnehmer den Luftverkehr in Anspruch nehmen. Weiter im Märchen, das wir nicht mehr hören wollen: unmöglich, dass Flüge so unverschämt billig sind. Die Plebs für einen Preis geringer als einen Kasten Bier nach Mallorca? Geht das? Im Winter Weintrauben aus Südamerika nach Europa iegen – nicht für wenige gut Betuchte, sondern für jedermann erschwinglich! Blumen aus Kenia nach Europa fliegen und den dort Beschäftigten Arbeit verschaffen? Oder wie in einen Bus einsteigen und frei und bezahlbar quer durch Europa fliegen?

Zivilisationsfeinde
In der Nullemissionswelt braucht es kein Auto
Vollkommen unmöglich, dass eine Fluggesellschaft damit Geld verdient, außer mit irgendwelchen krummen Dingern. Kaum vorstellbar, dass am Ruder einer Fluggesellschaft schlaue Menschen sitzen, die sehr gut rechnen können und mit guten Ideen einen Markt umwälzen. Und mithilfe moderner Technik: Flugzeuge mit Hightechtriebwerken, die drei bis vier Liter Treibstoff auf 100 Kilometer pro Passagier verbrauchen, weniger als ein Automobil, nach 25 Minuten am Boden wieder in der Luft sind und sicher iegen. Dazu eine Informationstechnologie, mit der ein solcher Markt erst funktioniert.

Das sind moderne Märchen, die Ingenieure schreiben, Könner, von denen wir 2018 mehr hören wollen. Das ist wahrhaft disruptiv, wie das Modewort all derer lautet, die von großen Taten schwärmen, selbst aber meist nichts auf die Reihe kriegen. Doch Ryanair, um Namen zu nennen, hat mehr für Europa getan als Tausende von Funktionären in Brüssel. Dieses Unternehmen hat es möglich gemacht, dass Menschen für sehr wenig Geld quer durch Europa fliegen, andere Menschen besuchen, Kontakte knüpfen, Freundschaften pflegen. Das finden wir demokratisch und ein schönes modernes Märchen.

Märchen 10 – Die Landwirtschaft ist gegen die Natur

Das Märchen von der bösen Land­wirtschaft wollen wir 2018 nicht mehr hören. Um 1900 produzierte ein Bauer Lebensmittel für drei Hungrige in Stadt und Land, heute für 133. Viel mehr Menschen werden satt – zu bezahlbaren Prei­sen. Wie im Märchen vom Hirsebrei: Töpfchen koch! Eine erstaunliche Steigerung der Produktivität ist das. Vor 100 Jahren brachte ein Bauer von einem Hektar Ackerfläche 18,5 Dezi­tonnen Weizen nach Hause. Heute sind es viermal so viel, 73 Dezitonnen. Ge­hen Sie über einen Hektar Ackerland, auf dem Winterweizen angebaut wird, stellen Sie sich 7.500 Brote von einem Kilo vor oder 136.000 Brötchen.

Willkür trifft Willfährigkeit
Abgasskandal durch Grenzwertwillkür?
Die Brotpreise stiegen in zwei Jahren um das 1,7­-Fache, der Weizenpreis ging um das 2,4­-Fache zurück. So funktio­niert die Marktwirtschaft. Wären die Weizenpreise seit 1950 genauso stark gestiegen wie die Inflationsrate, dann müssten die Getreidebauern 72 Euro für eine Dezitonne Weizen bekommen. Brot wäre dann heute sehr, sehr teuer. Wahrscheinlich hätten wir Hunger­aufstände. Dieser Erfolg gründet auf moderner Wissenschaft und Technologie. Böse Landwirtschaft eben. Die Wahr­heit ist: GPS-­gesteuerte Ma­schinen bringen nur so viel aus, wie der Boden verträgt, moderne Saaten werden immer aufs Neue den veränderten Bodenver­hältnissen angepasst, liefern hohe Erträge. Dass das ungesund sein soll, gehört zu den Märchen. Der beste Beleg: Wir werden immer älter. Erzählen Sie bitte keine Märchen vom guten Biobauern. Auch der muss düngen, Unkräuter und Schäd­linge bekämpfen. Nur mit wesentlich ineffektiveren Mitteln und zum Teil sogar kritischen wie Kupfer­verbindungen.

Märchen 11 – Das Geschlecht ist ein soziales Konstrukt

Auch wenn viele das anders sehen: Es gibt keine drei, vier, auch keine 60 Geschlechter. Bekannt sind bisher nur zwei Geschlechter. Seit Anbeginn des Lebens. Jedes Lebewesen hat immer noch nur ein Chromosomenpaar in den Zellen, ein drittes wurde bisher nicht gefunden. Auch wenn man noch so viel suchen mag.

Helds Ausblick 2017-16
Freiheit: Die Leistung des Automobils
Das Geschlecht ist kein soziales Konstrukt, wie manche Genderisten glauben. Es ist uraltes evolutionäres Erbe. Seit der Entstehung des Lebens gibt es eine geschlechtliche Fortpflanzung, indem zwei haploide Gameten zu einer diploiden Zygote fusionieren: Zwei Keimzellen werden zu einer neuen Zelle mit einem doppelten Chromosomensatz. Der Witz dabei ist die ungeheure Rekombination unterschiedlicher Chromosomensätze, ein genialer Trick der Natur, Voraussetzung für genetische Variation. Das, und nur das, heißt Vielfalt. Wenn jetzt Gendermärchenerzähler das Geschlecht sozial konstruieren wollen, zeugt das nur von Einfalt.

2018 heißt: Aufräumen mit diesem Märchen.

Märchen 12 – Gentechnik ist gefährlich

Wenn wir’s nicht tun, dann macht’s die Natur eben selber. Sie ist der beste Gentechniker.


Dieser Beitrag ist in Tichys Einblick Ausgabe 01/2018 erschienen >>

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Kommentare ( 73 )

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Zitat aus dem Artikel. Strom muss immer genau dann erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Recht hat er der Autor. Er müsste nur noch erwähnen, dass das schon mal so war, und auf Drängen der konventionellen Seite 2010 mit der EEG Neuordnung geändert wurde. Siehe hier. Zitat: Der steigende Anteil erneuerbarer Energien hat am Spot- und Terminmarkt zu immer niedrigeren Strom-Einkaufspreisen geführt. Grund ist ein von der Politik beschlossener Wechsel der EEG-Lieferung ab 2010 (Wälzungsmechanismus). Bis 2009 erhielten die Stadtwerke den EEG-Strom als sog. EEG-Stromband monatlich tatsächlich physisch geliefert, so dass die großen Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) auch… Mehr

Strom läßt sich kurz-, mittel- und langfristig speichern, mit unterschiedlichen Verlustraten. Er muß nicht ausschließlich zum Zeitpunkt des Verbrauchs erzeugt werden.
Die massiven Tag/Nacht-Schwankungen von Solarstrom und die ebenfalls schwankenden Windenergieanteile lassen sich z.B. über Pumpspeicherkraftwerke ausgleichen.

Aber dafür muß man eben Staudämme bauen und Täler fluten dürfen. Und dagegen wehren sich dann zufälligerweise dieselben, welche die erneuerbaren Energien so wichtig finden; und zusätzlich wird’s finanziell sabotiert: https://www.welt.de/wirtschaft/article158648349/Bundesregierung-riskiert-das-Aus-fuer-Stromspeicher.html

Einerseits Energiewende fordern, andererseits selbst blockieren ergibt keinen Sinn.

Warum traut sich denn nicht mal wenigstens einer der 6 minus Likes meine Thesen zu widerlegen ??? Fehlen wohl die Argumente.

Ich wundere mich, dass der Autor des Artikels sich nicht zu meinen Thesen, äußert, wo die doch im Widerspruch zu seinen Aussagen stehen.

Auf die wohlwollenden Kommentare reagiert er doch auch.

Vermutlich deshalb, weil Ihre Thesen einfach unkritisch nachplappern, was die grünen Ideologen an Märchen verbreiten. Da ist jeder getippte Buchstabe reine Zeitverschwendung. Ohne einen Mindestsockel an rotierenden Großgeneratoren wäre unsere Stromerzeugung schon längst zusammengebrochen. Beschäftigen Sie sich mal mit Sekunden-, Minuten- und Stundenreserve und Sie bekommen einen Ahnung davon, wie komplex und anfällig unsere Stromversorgung ist. Sonnen- und Windenergie wird jedoch unabhängig vom Bedarf ins Netz eingespeist und genau diese Überschüsse müssen kostenintensiv ins Ausland entsorgt werden. Und dann schauen Sie sich doch bitte mal den Lastgang der verschiedenen Stromerzeugungen an. Und informieren Sie die Öffentlichkeit, wie Sie an Tagen… Mehr
Horst Hauptmann sagt. . Beschäftigen Sie sich mal mit Sekunden-, Minuten- und Stundenreserve und Sie bekommen einen Ahnung davon, wie komplex und anfällig unsere Stromversorgung ist. Sonnen- und Windenergie wird jedoch unabhängig vom Bedarf ins Netz eingespeist und genau diese Überschüsse müssen kostenintensiv ins Ausland entsorgt werden. @Horst Hauptmann Bedarf für Sonne und Wind gibt es aber, so gut wie immer. Schauen Sie mal hier. https://idblog.hdm-stuttgart.de/strompreis/category/rechercheergebnisse/ Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die… Mehr
Es bestreitet ja niemand, dass es Zeiten gibt, so Solar- und Windenergie in Massen zur Verfügung steht und sogar hochwillkommen ist. Wenn z.B. in Frankreich die Atomkraftwerke nicht in voller Zahl arbeiten können, oder wenn in den Alpen Wassermangen herrscht. Das ändert aber nichts an meinen Aussagen und auch nichts ander Tatsache, dass wir mit wetterabhängigem Windstrom und nur tagsüber verfügbarem Solarstrom keine Industrienation wie Deutschland versorgen können. Auch nicht, wenn Unmengen von Windrädern zusätzlich in die Natur gestellt werden und auch nicht, wenn Solaranlagen bis ins Unendliche ausgebaut werden. Bei Windstille und nachts brauchen wir konventionelle Stromerzeugung. Wenn wir… Mehr
Horst Hauptmann sagt. Bei Windstille und nachts brauchen wir konventionelle Stromerzeugung. Wenn wir sie bei uns abschalten, haben wir die vollen Risiken und beziehen diesen Strom dann eben aus dem Ausland (bei ebenfalls vollen Risiken der Stromübertragung). Physik ist Physik und dagegen ist Ideologie machtlos, auch wenn sie von missionarischen Ahnungslosen verbreitet wird. @ Horst Hauptmann. Es will ja keiner vom einen auf den anderen Tag die Konventionellen alle abschalten, wie von den Kritikern immer als Horrorszenarien dargestellt. Lassen wir doch der Entwicklung ihren Lauf, und es wird sich zeigen, ob und wie lange die Konventionellen noch gebraucht werden. Übrigens… Mehr

Ich geb’s auf.
Wer glaubt, dass physikalische Gesetzmäßigkeiten mit Logistik überwunden werden können, dem ist nicht zu helfen.

Es gibt wie überall Grenzen. Auch Sauerstoff ist Gift für Pflanzen, setzt die Zellen unter erheblichen Streß. Es haben sich z.B C3 und C4 Pflanzen entwickelt, um sich an unterschiedliche Standorte und unterschiedliche Bedingungen anzupassen. Im übrigen gab es Phasen mit 6000 ppm CO2 in der Atmosphäre.

„Und, nein, CO2 erhöht auch nicht die Temperatur der Erde.“ Da muss ich jetzt widersprechen. Wie ich das gelernt habe, hat CO2 keine nennenswerten Absorptionsbanden im Ultravioletten, aber im Infrarot-Bereich. Interagiert extraterrestrische UV-Strahlung mit der Erdoberfläche, wird diese in IR umgewandelt, die dann doch zu einem gewissen Grad von CO2 absorbiert wird und die Atmosphäre aufheizt, was man gemeinhin als Treibhaus-Effekt bezeichnet. Die Frage um die es eigentlich geht ist: Wie ist dessen Wirkung (die des CO2) im Vergleich zu anderen Effekten (Milankovitch-Zyklen, Sonnenaktivität, etc), denn dass es langjährige klimatische Zyklen gibt weiss man aus der Erdgeschichte, in der der… Mehr

Danke für den Hinweis auf das Interview mit Hr. Lüdecke, der erheblich mehr Ahnung hat als ich. Der kann das sehr viel besser beschreiben und argumentieren. Ich hatte das Interview nicht (mehr?) auf dem Schirm. Tnx. TP.

Kleine Überlegung zu „Gelernten“: Zuerst trifft IR-Licht auf das liebe kleine CO2 und wird da schon mal absorbiert und diffus abgestrahlt, also, ein schöner Teil zurück an den Absender. Somit, je mehr CO2, desto mehr zusätzlich Rückstrahlung, desto kälter. Ist wahrscheinlich auch Unsinn, aber eines ist zu 100% sicher: Die CO2-Treibhaustheorie wartet immer noch auf ein wissenschaftliches Experiment, das ihr das Prädikat „wahr“ verliehe. Bis dahin ist sie unbewiesene Hypothese, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen arg reibt.

Sie haben Recht und ich habe aus gutem Grund keine Zahlen für Backscatter, UV->IR Konversion und Wärmewirkung i.d. Atmosphäre genannt, denn genau da liegt der Hase im Pfeffer. All diese Effekte gibt es, sind aber schwer absolut und relativ quantifizierbar. Daher sind Klima“modelle“ ggw. nicht nicht in der Lage, die Entwicklung vorherzusagen die wir beobachten (noch 2010 sprach man vom Verschwinden der Eisschilde innerhalb weniger Jahre). Die Absorptionsspektren von CO2 sind Gemeinplätze die sie in jedem Buch über Spektroskopie finden. Und die sind schwer diskreditierbar.

Es ist nicht das geringste Problem, die Absorptionsfähigkeit/Wärmewandlungsfähigkeit von CO2 labormäßig nachzuweisen (auch in Abhängigkeit der Wellenlängen der Strahlung), so wie man Stoffeigenschaften sämtlicher anderer Stoffe ebenfalls erforschen und nachweisen kann.

Doch, Herr Douglas! Flugzeuge sind böse! Allerdings nicht wegen dem CO2, sondern wegen den elenden Kondensstreifen, die sie hinter sich herziehen. Die lösen sich nämlich nur selten auf. Meistens bleiben sie stundenlang, ziehen sich in die Breite, werden von anderen Kondensstreifen überlagert und sind spätestens am Nachmittag ein geschlossener graublauer Dunst, der sich über den gesamten Himmel zieht. Ich hasse das! Kann sich noch jemand an den wunderschönen, kondensstreifenfreien Himmel erinnern, der uns vor vielen Jahren von Eyafjallajökull beschert wurde. Den hätte ich gerne immer. Aber das wird sich wohl nicht machen lassen. Noch nicht mal die Grünen würden mich… Mehr

Die Kondensstreifen entstehen nur bei bestimmten atmosphärischen Bedigungen ( Luftfeuchtigkeit ), sonst bleibt der Himmel blau. Sehen Sie es positiv: Daran können Sie erkennen, wie das Wetter wird.

Moin moin Rasio Brelugi Ja , der frühere tiefblaue Himmel und der heutige vorherrschende „White Sky“. Ich will Sie nicht beunruhigen, aber die Frage ist: Kondensstreifen oder Aerosolstreifen? Dies ist der auf dem Trampolin hüpfende lila, bei Dunkelheit sogar rosa luminszierende Elefant in der heimeligen Stube. Zum ganzen Themenkreis Geoengineering, Solar Radiation Management, Climate Engineering, Meeresdüngung ( z.B: LOHAFEX ist das jüngste Eisendüngungsexperiment und eine deutsch-indische Kooperation. Es wurde vom Alfred-Wegener-Institut 2009 im Südlichen Ozean durchgeführt. Das Wort LOHAFEX setzt sich aus dem Hindi-Wort für Eisen („Loha“) und der Abkürzung für Fertilistation Experiment („Fex“) zusammen. Ziel war es, das schnelle… Mehr

Märchen # 13
Habe jahrelang bei einer Fluggesellschaft im technikbereich gearbeitet. Ausser Abgase kommt da nichts raus. Es gibt auch keine Tanks für so etwas.

Was in dem Artikel fehlt sind die Haustiere. Ein grosser Hund beispielsweise hat einen Kohlenstoff Fussabdruck so gross wie ein Achtzylinder. Das muss sofort aufhören.

Moin moin Gero Hatz,
Wenn „man“ die ein oder andere „Tellermine“ so sieht, vermute ich, dass Sie recht haben. 😉

Bis auf das Ryanair-Märchen ist es OK.

Ohne unsere Steuersubventionen und sehr seltsame Arbeitsverträge wäre es nicht möglich, das Märchen.

In der Luftfahrt gab es gute und sichere Arbeitsplätze. Mit Ryanair ist das vorbei.

Hallo Herr Douglas, schöne Zusammenfassung der Ergebnisse Ihrer Artikel. Obwohl ich seit der Schulzeit im physikalischen und insbesondere im chemischen Bereich immer eine Niete war, lese ich Ihre Artikel gerne. Sie sind selbst für mich verständlich und nachvollziehbar ! 😂 Dafür wollte ich einfach mal „Danke!“ sagen.

Das freut mich sehr! Vielen Dank meinerseits!

Super Artikel der eigentlich fast alle modernen Märchen auf den Punkt bringt. Leider Ist unsere Gesellschaft, von diesen ideologischen Ideen völlig infiziert. So wie eigentlich mal wieder kein anderes Land auf der Welt. Und die antitechnische Panik der modernen Maschinenstürmer wird auf allen Kanälen verbreitet. Jede Hausfrau kauft das und handelt dannach. Die Gefahr für unseren Wirtschaftsstandort ist mittlerweile kein Spass mehr. Mit einer solchen Haltung die den unwissenschaftlichen Utopismus vor der Realität schätzt ist kein Staat zu machen. Und es wird ja immer schlimmer.

Ihren Artikel habe ich gerade auf meinem Rechner „für alle Ewigkeit“ gespeichert. TOLL!!! DANKE! Es kann nur gut sein, alle diese Argumente immer und immer wieder zu lesen… dann hat man sie ALLE (und nicht nur einzelne) im Kopf, wenn es darauf ankommt und kann diesen fanatischen Umweltpredigern etwas entgegen setzen.

Märchen 1 ist zumindest dahingehend zu korrigieren, daß eine wie im Märchen 1 suggerierte ständige Erhöhung des CO2 – Gehaltes in der Luft nicht immer mehr und stärkeres Pflanzenwachstum zur Folge hat. Es ist erwiesen, daß es für bestimmte Gruppen von Pflanzen optimale CO2 – Gehalte in der Luft gibt und darüber hinaus Grenzen des CO2 – Gehaltes, ab denen zuerst kein weiteres zusätzliches Wachstum mehr auftritt, bei weiter zunehmender Konzentration dies sogar als Pflanzengift wirkt. Für die maßgeblichen Getreidepflanzen ist der optimale CO2-Gehalt bei 800-1000ppm, derzeit liegt die Konzentration in der Atmosphäre bei 400ppm. Diesbezüglich kann also noch sehr… Mehr
Da mögen Sie sicher Recht haben. Wäre nur noch zu klären, ob wir MENSCHEN es tatsächlich in der Hand haben (sollten), zu verhindern, dass jene Pflänzlein den Verzehr des Optimums an CO2 überschreiten oder ob es nicht vielleicht doch der Lauf der Evolution ist, die immer wieder eine Vielzahl von Fauna und Flora zustande bringt, die ganz genau an die vorhandenen Lebensverhältnisse angepasst sind. Es hat schon immer Pflanzen und Lebewesen gegeben, die im Laufe der Erdgeschichte „verschwunden“ sind, weil sie es nicht schafften, sich anzupassen. Warum sollte das hier anders sein, warum sollte es gefährlich sein, wenn einzelne Pflanzenfamilien… Mehr

Nehmen Sie lieber Papier, das hält länger als elektronische Speicher, die gern mal die „Ewigkeit“ versprechen, aber noch nicht einmal ihre Tauglichkeit über wenige Dekaden bewiesen haben.

Moin moin Captain Notaras
Nur ein Beispiel für heutige „High-End“ – „State of the Art“ – Datensicherung:
Das Fort Knox der Datensicherung in den Schweizer Bergen, in alten Stollen der
Schweizer Bergwehr. „MOUNT10“.

Ich würde auch gern wissen, was dermaleinst Archäologen und Historiker, wenn es sie denn noch gibt, über unsere Epoche herausfinden und urteilen. Wenn sie überhaupt noch etwas herausfinden. Die Rechneranlagen werden andere sein, all die vielen Daten, also auch die Dokumente, nicht mehr lesbar. Schon heute können die frühen Dateien nicht mehr gelesen werden, wohl aber alte Papyri.

Ich erinnere mich noch entfernt an die uralten Floppy-Disk von vor mindestens 30 Jahren. 🙂 Hat noch jemand so museumsreife Maschinen im Keller?

Herrlich, Danke!
Im Umkehrschluß frage ich mich, ob wir Deutsche nicht an einem Gendefekt erkennbar sind, da wir jedem Trottel nachlaufen, der nur irgendeine Ideologie als heilbringend daherschwätzt. Sei es Nationalsozialismus, Sozialismus, und jetzt eben Grünfaschismus. – Gibt es nur eine Nation (Volk) die (das) auch nur annähernd so bodenlos dumm ist? – Gendefekt? Dem Entdecker den Nobelpreis, den Deutschen den Darwin-Award.

Es hilft doch nicht weiter, die deutsche Selbstgeißelung auf diese Weise mitzubefördern. Der deutsche Schuldkult ist eigentlich nur noch ein regionaler Aspekt des allgemein-westlichen Wahnsystems. Ähnlich der „feministischen Regierung“ Schwedens. Die große Linie ist doch eher, dass im gesamten „klassischen Westen“ – Mitteleuropa, Skandinavien, Nordamerika, Australien – der gleiche rot-grün-öko-gutmensch-noborder-Ideologie-Irrsinn tobt. Bzw, die gleich Sorte von Freaks und Einfältigen diese Länder geißelt.

Vielen Dank meinerseits! Da muß hierzulande was in der Luft herumfliegen. Viel kam, um der Wahrheit die Ehre zu geben, auch aus den USA, so der Klima- und der Genderirrsinn. Spannendes + gut recherchiertes Buch zu Klima: Michael Crichton ( Jurassic Park ) Welt in Angst.

In der Tat, die Deutschen sind schon was Besonderes. Nirgends paart sich Obrigkeitshörigkeit so perfekt mit dem Wunsch Schuld abzutragen.