Österreich: Covid, die „Pandemie“ der leeren Betten

Eine Begründung für die lockdowns, die unsere Grundrechte außer Kraft gesetzt haben, war, die Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Chris Veber hat Verantwortliche in Politik und Medizin dazu Fragen gestellt und Antworten bekommen.

IMAGO / Viennareport

Nachdem bald vor Epsilon und Zeta als Varianten gewarnt werden wird, die Stadt Wien Sechsjährige vorm Schwimmbad zum PCRT-est schickt, das Wort “Impfschwänzer” erfunden wurde, laut Merkel die Pandemie erst beendet ist, wenn alle (!) Menschen der Welt geimpft sind, und in ersten Beiträgen von Beugehaft die Rede ist, bis die Menschen sich freiwillig impfen lassen. Nachdem also der Irrsinn kein Ende nimmt, im Gegenteil immer extremer wird, ist es wieder mal an der Zeit die Grundlagen der “Corona-Maßnahmen” zu überprüfen.

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Eine Begründung für die lockdowns, die unsere Grundrechte außer Kraft gesetzt haben, war, die Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. “flatten the curve”, Sie erinnern sich? Alle “Modellierer” haben vor apokalyptischen Szenarien gewarnt, sollten wir es wagen, unser Leben zu leben.

Ich habe also dem österreichischen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, der Tiroler Landesrätin für Gesundheit Annette Leja und Johannes Schwamberger von den Tirol Kliniken folgende Fragen gestellt:

1) Wie hoch war 2019 die Zielauslastung von Intensivbetten der Tirol Kliniken?
2) Wie hoch war die Auslastung der Intensivbetten im Jahr 2020 bzw. im laufenden Jahr 2021?
3) Welchen Anteil daran hatten Covid19 Patienten?
4) Welche Schritte wurden seit März 2020 gesetzt, um die Zahl der Intensivbetten zu steigern?
5) Wenn keine Schritte gesetzt wurden, warum? Ab wann sind Schritte geplant?
6) Wie lang wird nach Einschätzung der Tirol Kliniken das SARS-Cov-2 Virus in der Bevölkerung kursieren ?

Vom Gesundheitsminister war trotz Nachfragens keine Auskunft zu erhalten. Er wird wissen, warum.

Vom Büro von Frau Leja erhielt ich folgende Antwort:

“In der Gesamtbetrachtung liegt der Planungsrichtwert der Intensivbetten in den Tiroler Landesfonds-Krankenanstalten bei 75 Prozent (auch im Jahr 2019). Im Jahr 2020 waren die Intensivbetten in der Gesamtbetrachtung zu 67 Prozent ausgelastet, im 1. Quartal 2021 zu 66 Prozent. Der Anteil der Covid-PatientInnen, die intensivmedizinisch betreut werden mussten, lag dabei im Jahr 2020 bei 10 Prozent aller IntensivpatientInnen, im 1. Quartal 2021 machten Covid-PatientInnen 23 Prozent der Belegungen aus.
Die Abstimmungen zwischen Land Tirol und tirol kliniken bezüglich der Steigerung der Intensivbettenkapazität ab Herbst laufen derzeit. In diesem Prozess müssen sowohl organisatorische als auch personelle Aspekte berücksichtigt werden.
Zu Ihrer letzten Frage: Die Coronapandemie ist noch nicht vorbei. Eine Auskunft zur künftigen Entwicklung ist aus heutiger Sicht nicht gesichert möglich. Somit muss weiterhin an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert werden, sich an die Empfehlungen der ExpertInnen und an die geltenden Maßnahmen zu halten.”

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In den “Pandemiejahren” 2020 und 2021 lag die Auslastung der Intensivstationen also unter dem Planungsrichtwert, der Zielauslastung. Die Intensivstationen waren unterbelegt. Über eine Ausweitung der Intensivkapazitäten soll ab Herbst 2021, bald zwei Jahre nach Ausrufung der “Pandemie”, begonnen (!) werden zu reden. Das klingt mit Verlaub nicht nach der großen Eile die eine echte Notsituation erfordern würde

Herr Schwamberger von den Tirol Kliniken nahm sich sogar die Zeit für ein Telefonat. Ihm zufolge beträgt die Planauslastung der Intensivstationen der Tirol Kliniken laut dem Österreichischen Strukturplan Gesundheit 80-85%. Die maximale Tagesauslastung lag 2020 bei 72% und 2021 bei 76% (rechnete man nur die Patienten, die über Nacht bleiben mussten, wäre der Prozentsatz geringer). Der Anteil an Covid-Patienten betrug zwischen 0% im Juni/Juli 2020 und 50% Ende November 2020, dem Höhepunkt der “Pandemie”. Auch laut den Tirol Kliniken waren die Intensivstationen während der “Pandemie” unterbelegt. Darum ist auch keine Ausweitung der Kapazitäten geplant, die Versorgung war nie gefährdet und wird offensichtlich nach Ansicht der Tirol Kliniken auch in Zukunft nicht gefährdet sein. Sonst wäre ja eine Steigerung der Intensivkapazitäten zu planen.

Abseits der Politik und ihrer “Experten” scheint also keine Panikstimmung bei den Betreibern der Krankenhäuser zu herrschen. Statt fieberhafter Personalsuche, massiver Ausbildungsoffensiven und rasanter Neubauten herrscht entspannte Ruhe. Schaun wir mal. Ist eh alles gut. Den für den Krankenhausbetrieb Verantwortlichen ist für ihre ehrlichen Antworten zu danken. Ebenso für ihren Einsatz für die öffentliche Gesundheit.

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Den Politikern hingegen bricht (nach der fehlenden herausragenden Übersterblichkeit) ein weiteres zentrales Element ihrer Strategie der Angst weg. Keine Überlastung der Intensivstationen in Sicht. Eigentlich müssten alle “Corona-Maßnahmen” beendet werden. Sofort.

Daher mein Vorschlag zur Beendigung der Krise: Wer Maske tragen will, soll dies tun. Wer sich impfen lassen will, weil er Angst hat oder zu besonders gefährdeten Gruppen gehört, soll sich impfen lassen. Von mir aus 3x jährlich. Damit wären die Menschen ja laut offizieller Logik geschützt.

Aber Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Risikoeinschätzung keinen Impfstoff ohne reguläre Zulassung wollen, als “Impfverweigerer” zu denunzieren und ihnen die Schuld für kommende lockdowns umzuhängen, wird zu nichts Gutem führen. Ebenso die geplante Schaffung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft, mit Unfreiheit für Ungeimpfte. Dieser Weg führt zu sozialen Unruhen massiven Ausmaßes.

Lassen wir´s gut sein mit der Panik. Die Alternativen wären schrecklich.


Chris Veber, Ex-Philosoph, Ex-Grüner, Unternehmer, freier Journalist, Innsbruck.

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Kommentare ( 42 )

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Peter Silie
4 Monate her

85% der Bevölkerung wurden und werden für eine bekannte und begrenzte Risikogruppe in Geiselhaft genommen. Das ist kein kleines Vergehen. Das muß auf’s allerhärteste bestraft werden.

Soeren Haeberle
4 Monate her

Wenn die Impfkampagne schwächelt, der Hausarzt nicht überzeugt und selbst Freibier und Lotterie-Millionengewinne nicht zum „Durchimpferfolg“ führen, muss die Impfung eben zum Impfling kommen, ganz persönlich, überzeugend und Auge in Auge.

Dieser Clip aus Amerika zeigt wie es gehen könnte, wenn das mobile Impfteam, – ich denke hier an Stegner, Esken und Pandemie – Karl als Kampagne-Zugpferde – , an der Tür klingelte:

When the Biden Administration Knocks On Your Door… – YouTube

Donostia
4 Monate her

Gestern im Baumarkt schnauzte mich einer an, weil er der Meinung war mein Abstand zu ihm sei zu gering. „Sind Sie schon geimpft? Impfstoff gibt es zur genüge“ war meine Antwort. „Ja sogar zweimal“ war die Antwort. „Wovor haben Sie dann Angst, wenn Sie zweimal geimpft sind? Die Impfung soll Sie doch schützen oder wozu haben Sie sich geimpft?“ Keine Antwort. Jeder kann sich impfen lassen und somit sich schützen. Wenn er das nicht tut, dann hat er sich offensichtlich gegen das Impfen entschieden. In diesem Fall muss er aber das Risiko dann selbst tragen. Er kann seinen ganz persönlichen… Mehr

Michael M.
4 Monate her
Antworten an  Donostia

Gut so, allerdings ist den meisten dieser einfache Zusammenhang scheinbar schon zu hoch um es verstehen/kapieren zu können (ich frage übrigens auch jeden Geimpften der Angst vor den Ungeimpften hat, warum er sich dem hat impfen lassen, wenn er der Impfung eh misstraut, die Standardantwort ist dann meistens „Schweigen im Walde“) .
Es macht mich im Grunde fassungslos, wie stark sich die Bildungsdefizite und die Unfähigkeit sich selbstständig zu informieren und nachzudenken inzwischen auf die Gesellschaft auswirken. Anscheinend kapiert die Mehrheit langsam gar nichts mehr…

kasimir
4 Monate her

Herr Veber, danke für diesen gut recherchierten Artikel.
Lebe auch in Österreich. Wir wurden von Anfang an belogen und getäuscht was die Auslastung der Intensivbetten angeht. Und keiner von den Medien hat das mal hinterfragt. Erst seit 3-4 Monaten kommen die ersten Meldungen, daß in den Hospitälern falsche Angaben gemacht wurden. Echt Klasse, mal sehen, was noch alles so herauskommt. Wir bekommen es ja immer scheibchenweise präsentiert…

Werner Brunner
4 Monate her

Was haben sie gegen Unruhen ?
Es soll doch tatsächlich Menschen geben , die Unruhen
für zwingend notwendig in diesem Land halten …..
Sozusagen als wünschenswert …..
Also kein Weiterso !

Memphrite
4 Monate her

Letzte Woche in Ungarn: Gar keine Maske, nirgends.
Jetzt in Bulgarien: In Geschäften Maskenpflicht, an die sich vielleicht nur 20% halten. Der Rest hat gar keine bzw. trägt diese „Nasenfrei“.
Im Freien (Strand, Strasse) nichts.
Interessant zu sehen, dass unser „Merkelpimpf“ (Kurz) jeden Blödsinn der Merkel mitmacht (aber natürlich etwas anders rhetorisch verpackt).
Eigentlich hat er auch mit der Balkanrouten-Schließung Merkels „Dreckarbeit“ erledigt.

Frau Schwarz
4 Monate her

Danke für den informativen Artikel, wird archiviert. „Soziale Unruhen massiven Ausmaßes“ sehe ich allerdings bei uns in Österreich nicht im Entferntesten am Horizont. Der 4.Lockdown (gern auch als „light“, „mini“ oder sonstwie verniedlicht) wird kommen, im Herbst wird es wieder unverhältnismäßige Schulschließungen geben, man „warnt“ ja jetzt schon fleißig davor. Die alleinige Schuld wird natürlich den unsozialen Impfverweigerer zugeteilt werden. Das spüre ich gerade sehr deutlich. In meinem gesamten beruflichen sowie privaten Umfeld gibt es keinen einzigen, der nicht wenigstens bereits freudig die erste Impfdosis erhalten hat. Überall höre ich Äusserungen, man solle die Impfunwilligen bestrafen, ausgrenzen, im Falle einer… Mehr

kasimir
4 Monate her
Antworten an  Frau Schwarz

In meinem Umfeld genau so. Ich erkäre denen dann immer im sachlichen Ton, daß bisher alle Corona-Impfstoffe nur eine Notzulassung haben (sind alle noch in Phase 3) und ich mich nicht als Versuchskaninchen eigne. Falls Sie noch ein Argument brauchen: erzählen Sie ihnen einfach von den vielen Narkolepsiefällen 2009/2010 in Schweden, bei den Personen, die sich mit „Pandemrix“ impfen lassen haben. Viele Menschen in S leiden heute noch unter Narkolepsie (ist irreversibel). Die Impfkommission in Schweden hatte erst nach 18 Monaten Fallzahlen veröffentlicht, da war es schon zu spät. Glaxo Smith Kline hat dann Zugeständnisse gemacht und gesagt, daß es… Mehr

the ministry of silly walks
4 Monate her

Ja, dieser Weg führt zu sozialen Unruhen massiven Ausmaßes – genauso wie die weltfremde Migrationspolitik, genauso wie flächendeckende Blackouts aufgrund verfehlter Energiepolitik, genauso wie der massive Anstieg von Arbeitslosigkeit und Verarmung aufgrund gescheiterter Klimapolitik. Gibt es überhaupt noch ein Handlungsfeld auf dem Politikversagen nicht zu sozialen Unruhen massiven Ausmaßes führen wird …

Urbanus
4 Monate her

England macht bald auf. Danke England. Auf die Deutschen und die Ösis ist kein Verlass. 😂

Thomas Holzer
4 Monate her

Nachtrag: ohne PCR-Tests keine Pandemie 🙈🙊🙉😎🥃🇮🇱

D. Ilbert
4 Monate her
Antworten an  Thomas Holzer

Genau so ist es. Wenn jemals von einer Verschwoerung die Rede sein konnte, dann jetzt. Nicht von einigen Wenigen im Hinterzimmer ausgeheckt sondern ganz oeffentlich, vor aller Welt Augen, inszeniert.

Das dicke Ende kommt ja erst noch. Diese Sch…..hunde haben uns besser eingemauert, als es diese Drecksaecke in der DDR jemals hinbekommen haben. Ins Flugzeug? Nur mit negativem PCR-Test. Grenzueberschreitend? Nur mit Impfpass. Wie viele Menschen werden sich mit dieser ungeprueften „Notfallbruehe“ gegen ihre innere Einstellung „impfen“ lassen, nur um wieder einen grenzueberschreitenden Urlaub machen zu koennen?

Sollte irgend einer wegen dieser Situation zum Amoklaeufer werden: ich koennte es verstehen.