Cannabis-Legalisierung: verantwortungslose Veteranen-Veranstaltung

Während bürgerliche Freiheiten in multipler Form per Gesetzgebung beschnitten werden, ist man auf der Gegengeraden für eine Drogen-Legalisierung. Ein Schelm, der da einen inneren Zusammenhang künstlich konstruieren wollte.

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Von der erhofften Bewusstseinserweiterung in die intellektuelle Bewusstlosigkeit hinüber in einen Zustand geistiger Besinnungslosigkeit mit diesem wunderbaren Moment, wo es dann nur noch wenige Züge braucht, bis die ganze Welt eine einzige Fake-News geworden ist. Zugegeben, dieser bombastisch geile Zustand braucht das beste Dope aller Zeiten. Aber schon beim nächsten Joint könnte es ja soweit sein.

So in etwa klänge eine humoristische Annährung an ein viel zu ernstes Thema: Diese pop-romantische Legalisierungsdebatte rund um die Freigabe von Cannabis-Produkten. Eine Diskussion in Endlosschleife. Und die Protagonisten werden immer älter und leider auch immer blöder. Nur ab und an funkt auch mal ein junges frisches Gesicht dazwischen. Die FDP hat es vorgemacht, andere ziehen nach, trauen sich aus der Deckung. Nun ist die Abwesenheit von „Krankheitseinsicht und Abstinenzmotivation“ offensichtlich keine Altersfrage. Jeder kann betroffen sein. Selbst noch ein Christian Lindner, der auch damit erfolgreich war, mit einem albernen Bob-Marley-Feeling den Sprung seiner Partei ins höchste deutsche Haus zu schaffen. Nun hat noch kein Sportler einen Wettkampf bekifft für sich entscheiden können, aber Lindner kifft ja nicht. Er will es nur anderen gönnen und damit punkten.

Cannabis
Legalize it!
Andere, das sind vier-sieben Prozent Abhängiger unter Cannabis-Konsumenten, die dann laut Suchtklinik Fredeburg an weiteren psychischen Störungen leiden wie „Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration und des Gedächtnisses.“ Weiter heißt es dort, Cannabiskonsum gehe „häufig mit dem missbräuchlichen Konsum von Alkohol und Drogen, besonders Amphetaminen, Ecstasy, Kokain und biogenen Drogen einher.“ Klinikeinweisungen sind hier das Gebot der Stunde, weil ein Teil der abhängigen Cannabiskonsumenten einen so schweren Störungsgrad aufweisen würde, dass eine ambulante Behandlung nicht ausreichend erscheint. Der Focus schrieb 2013: „Vor allem sehr junge Menschen schaffen es oft nicht, mit dem Kiffen aufzuhören – und müssen für den Entzug sogar in stationäre Behandlung.“ Das Magazin titelte: „Cannabisabhängigkeit – Die unterschätzte Sucht“.

Aber diese Sucht wird nicht unterschätzt, sie wird vorsätzlich ignoriert. Denn noch jeder, der mit Kiffern sozialisiert wurde, Cannabis-Abhängige in der Familie hat oder beruflich, sei es in der Gastronomie oder bei den Sicherheitsbehörden, mit diesem Suchtbild zu tun hat, weiß es besser. Selten noch hat ein Verdrängungsmechanismus besser funktioniert. Beliebte Argumentation für die Legalisierung von Cannabis ist der frei zugängliche Verkauf von Zigaretten und Alkohol – übrigens völlig ungeachtet dessen, dass hier schon hunderte von Millionen Euro in die Prävention und Aufklärung geflossen sind, eben diese Süchte einzudämmen. Von den ärztlichen Behandlungskosten der schwer Erkrankten ganz zu schweigen.

Nein, die Ignoranz und Fahrlässigkeit geht so weit, das es Eltern gibt, die es für ihre vornehme Aufgabe halten, mit ihren minderjährigen Sprösslingen den ersten Joint zu rauchen, verbunden mit solchen schwachsinnigen Rechtfertigungen wie jener, dass man doch vermeiden wolle, dass gleich der erste Joint von schlechter Qualität wäre und das der Nachwuchs doch sowieso an das Zeug kommen würde, wenn er es nur wolle. Aber will er wirklich? Und will er tatsächlich die volle Dröhnung, weil Papas Dealer schon das vielfach wirkmächtigere synthetische Zeugs liefert, das so zuverlässig ballert, weil Vati und Mutti schon so abgestumpft sind, dass es ihnen immer schwerer fällt, sich aus diesem so blöden Alltag zu beamen, der ihnen sonst nichts Aufregendes mehr zu bieten hat als Fressen und Fernsehen?

Die Süddeutsche weiß über der Behandlung der Cannabis-Abhängigkeit: „Nach der ersten Entgiftung, die man mit gesunder Ernährung, frischer Luft und viel Flüssigkeit gut übersteht, ist die psychische Abhängigkeit nach wie vor da und muss behandelt werden.“ Zitieren wir eine weitere Klinik: „Marihuana ist ein Narkotikum, das eine ganze Reihe von schädlichen Folgen hervorruft, wie gesundheitliche, so auch psychologische und soziale.“

In dieser leidigen Debatte darf es auch nicht um die Frage gehen, wie aufwendig oder sinnlos eine Strafverfolgung ist, denn zum einen ist das Mitführen von Kleinstmengen der Droge sowieso in der Regel straffrei, zum anderen ist die viel wichtigere Frage jene, nach dem Sinn und Zweck gesellschaftlicher Tabus. Erfolgreiche Unternehmer schmücken sich ungehemmt mit ihrem angeblichen Cannabiskonsum und populäre Magazine begründen sogar, warum Cannabis zum Schulunterricht dazu gehören sollte.

Wer sich hingegen hinstellt und Tabus einfordert, gilt als Spielverderber. Alles soll und muss erlaubt sein. Nur was soll das für eine Freiheit sein, die in einem anhaltenden Kiffzittern endet und eben nicht in einer erfolgreichen Managerkarriere? Sie kennen dieses „Kiffzittern“? Diese stereotype Verhaltensweise von Cannabis-Konsumenten, wenn es gilt, auf den Punkt ein paar Dinge stringent, möglicherweise noch im Multitasking-Modus oder einfach nur in einer handelsüblichen Chronologie zu erledigen? Diese körperlich sichtbare Reaktion, das Unvermögen, am Leben auf akzeptable Art und Weise teilzunehmen. Wohlgemerkt, nicht unter Einfluss der Droge, sondern noch viel mehr nüchtern. Also eine Form von Entzugserscheinung, eine traurige Überwältigung von der Intensität des Lebens der anderen verbunden mit dem persönlichen Versagen, daran noch teilnehmen zu können. Willkommen in einer Welt, die man sich nicht mehr erobern muss, weil sie doch nur noch wie alberne Fake News der anderen erscheinen.

Nun wissen die allermeisten, die schon mit Drogen Kontakt hatten oder in einem Arbeitsfeld tätig sind, das mit Drogenkonsumenten zu tun hat, dass es gerade bei Cannabis zwei Typen Mensch gibt, jene, die vorgeben, es zu vertragen und andere, die schnell merken, dass ihnen dieser Kontrollverlust Angst macht oder einfach keine Freude. Ängste, die sich insbesondere bei Jugendlichen in der sozialen Interaktion zu behandlungsbedürftigen Störungen auswachsen können. Im Prinzip wissen das übrigens auch diejenigen älteren Semester, die sich für eine Legalisierung aussprechen. Aber hier wird erfolgreich zugunsten eines offenbar als modern und zeitgeistig empfunden Standpunktes das Wort geredet, die damit allerdings vor allem einer Zielgruppe schaden: viel Jüngeren.

Cannabis-Legalisierung
Ist das der neue FDP-Song?
Dummheit und eine gewisse asoziale Grundhaltung gehören natürlich auch dazu, wenn prominente Persönlichkeiten in den Medien angeberisch mit einem angeblichen oder tatsächlichen Drogenkonsum vergangener Zeiten prahlen, als gelte es der Welt zu beweisen, was sie doch einst für relaxte und experimentierfreudige Jungs und Mädels waren und gar keine Spielverderber, als die sie in der öffentlichen oder politischen Funktion dann doch immer wieder in Erscheinung treten. Da ist es doch ein Klacks, einmal etwas für die Freiheit zu tun. Während also die bürgerlichen Freiheiten in multipler Form per Gesetzgebung beschnitten werden, setzt man sich auf der Gegengeraden für eine Drogen-Legalisierung ein. Zunächst für die Freigabe von Cannabis. Ein Schelm, der da einen inneren Zusammenhang künstlich konstruieren wollte.

Wie lächerlich ist das eigentlich, wenn dieser personifizierte Mister Harmlos der Grünen, der gewesene Bundesvorsitzende Cem Özdemir, provokant und ganz „aus Versehen“ ein Video von seinem Balkon veröffentlicht, während im Hintergrund seine private Cannabispflanzenzucht zu sehen ist, also eine, mindestens bei Jugendlichen unter dringendem Verdacht der körperlichen Schädigung stehende, Droge angebaut wird?

Fehlt noch ein Blick auf die Frage nach Haschisch als Einstiegsdroge für Kokain, Heroin usw. Wer hier behauptet, das gäbe es nicht, handelt grob fahrlässig. Denn natürlich ist mit der Akzeptanz der einen Substanz generell der Damm auch gebrochen für weitere Substanzen – inklusive einer erhöhten Verfügbarkeit. Manche nennen es Experimentierfreude. Andere sehen darin ein gesamtgesellschaftlich zu bewältigendes Problem.

Bringen wir doch endlich gemeinsam den Mut auf, „Nein“ zu sagen zu einer Legalisierung aller Drogen. Auch wenn das uncool erscheinen mag, auch wenn wir es sogar selbst einst probiert haben. Allerdings im eindeutigen Bewusstsein, das uns die Absolution durch Staat und Gesellschaft verwehrt blieb. Gut so. Denn das ist der eigentliche Deal. Und keine anderer. Wir sollten uns nicht scheuen, dazu beizutragen, dass unsere Kinder ihre Auszeiten und Belohnungssysteme dauerhaft so programmieren, dass Abenteuer-, Sport- und Kulturangebote an erster Stelle stehen. Vom Spaß am erfolgreichen Lernen wollen wir hier nicht einmal reden, aber selbstverständlich gehört auch das dazu. Wenn das jemand spießig findet – gut, dann ist das eben so. Komisch allerdings, dass gerade jene, die sich die Legalisierung auf ihre Fahnen geschrieben haben, oft so entsetzlich spießig wirken, wie der FKK-Verein, der die ach so ungezwungene körperliche Nacktheit propagiert, während der lausige Dackel des Vorsitzenden im Regencape durchs Bild läuft. Aber damit täten wird dem armen Dackel unrecht. Der kann ja nichts dafür.

In was für einer Welt wollen wir also zukünftig leben? Es liegt an uns, unseren Kindern zumindest deutlich zu zeigen, was unsere Ideale sind. Wir müssen dafür nicht dauerhaft geliebt werden wollen. Und diese Ideale werden nun einmal auch am Tabu konkret. Am Verbot aus gutem Grund. Manchmal auch aus Erfahrung. Der allerdings muss man sich mindestens stellen. Was unsere Kinder dann letzten Endes daraus machen, liegt nicht in unserer Hand. Aber wir haben dann wenigstens getan, was richtig ist. Hoffentlich.

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Kommentare ( 343 )

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343 Kommentare auf "Cannabis-Legalisierung: verantwortungslose Veteranen-Veranstaltung"

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Also ich persönlich finde, es sollte so gehandhabt werden, wie es auch bei Alkohol der Fall ist. Es ist erwiesen, dass Alkohol die schlimmere Droge ist, mit weitaus schlimmeren körperlichen Folgen. Ich selbst leide seit Jahren unter Depressionen und verschiedenen Ängsten, habe schon unzählige Psychopharmaka deswegen verschrieben bekommen, die ebenfalls schwerwiegende körperliche Folgen haben können, ähnlich wie Alkohol belastet es Leber, Niere usw. Seit einigen Jahren konsumiere ich selbst, in Maßen Cannabis, ich trinke weder Alkohol, noch nehme ich andere Drogen und habe auch kein Verlangen danach. Mir persönlich tut es sehr gut, ich brauch keine Psychopharmaka mehr nehmen, habe… Mehr
Ich habe eine ähnliche Geschichte mit dem selben Ergebnis. Nun bin ich in den Augen des Staates ein Krimineller. Ich habe bereits Hausdurchsuchungen hinter mir und das nur weil ich es nicht mehr einsehe mich mit Benzos und vergleichbaren Vollpumpen zu lassen. Eine Ärztliche Verschreibung bekomme ich nicht, da mein letzter Aufenthalt in einer Klinik ist zulange her. Kein wunder ich lebe ja mit meinem kleinem Helfer seit langem nahezu Beschwerde frei und das ohne Nebenwirkungen. Einen Entzug brauchte ich nur von meinem verschriebenen Medikamenten. Ich hatte bevor ich erkrankt bin nie etwas mit illegalen Drogen am hut. Heute denke… Mehr

Feierabendbier ist aber schon auch ok…je nachdem was einem besser bekommt/taugt…ich persönlich bevorzuge hanf für feierabendzwecke…bier ist fürmich eher so eine party- und gesellschaftsdroge…mein schwager trinkt lieber 1-2 bier nach der arbeit findet die prohibition von c. aber trotzdem doof…

Prohibition darf nicht verharmlost werden. Jeder, der nach 1933 noch irgendeine Form von Prohibition gutheißt, ist schlicht faktenresistent, jeder, der sie um- oder durchsetzt gehört eigentlich in den Bau. Dass es überhaupt nach 1933 noch einmal irgendeine Form der Prohibiton geben konnte ist das größte und offensichtlichste Versagen der Demokratie. Völlig unabhängig von der Gefährlichkeit einer beliebigen Substanz ist die Kriminalisierung nichts anderes als ein Abgeben von Kontrolle, was, wie man an der Alkoholprohibition, dem größten Feldversuch seiner Art, deutlich sehen konnte und kann, gnadenlos gescheitert ist. Wer Prohibition fördert, tut nichts anderes, als Jugendschutz zu unterdrücken, kriminelle Organisationen und… Mehr
Danke sehr richtig! Nur einem richtigen Drogenfeind kann man damit nicht kommen, da hängt alles zusammen Haschisch Marie, Opium , Heroin , Trips ist alles Teufelzeug! Der Staat muss alles verbieten! Nur mit der schlimmsten und gefährlichsten Droge kann man sich ins Koma saufen und wenn es dazu kommen sollte nicht mehr nach Hause zu finden, dann beschert einem die Polizei eine Nacht in der Ausnüchterungszelle. Morgens kann man dann mit einem Augenzwonkern wieder raus – und das war’s dann! Aber wehe ein Studend hat ein paar Gramm Marie in der Tasche, oder gar etwas geraucht- da haut die Staatsmacht… Mehr

Als Liberaler bin ich für eine Legalisierung jeglicher Drogen, allerdings bin ich ebenso dafür, dass die Konsumenten vollverantwortlich für die Schäden aufkommen müssen, die der Konsum mancher Drogen zwangsläufig nach sich zieht. Und da gerade letzteres wahrscheinlich im Bevormundungsstaat Deutschland niemals der Fall sein wird und hier wahrscheinlich Freiheit ohne Verantwortung tragen zu müssen gewährt wird, schließe ich mich unterm Strich Wallasch an. Man kann nicht einfach ein paar liberale Schrauben in einem ansonsten stark illiberalen Staat drehen und dann hoffen, dass man in einem liberalen Staat rauskommt.

Gilt das auch für Alkohol?

(Bitte um Antwort)

Was mir in diesem Forum zu diesem Beitrag Herrn Wallaschs auffällt – nicht wenige der Befürworter (nicht alle!) der Cannabis-Freigabe, schreiben sehr unhöflich bis beleidigend, n. m. Meinung. Warum? Vielleicht, weil sie tatsächlich keine stichhaltigen Argumente haben? Sich selbst belügen mit der angeblichen Ungefährlichkeit von Cannabis?

Warum kann nicht sachlich argumentiert werden?

Sorry, aber der Artikel ist selbst höchst unsachlich! Was genau sind nochmal die Kernargumente dieses „Artikels“? Ich habe kein einziges gefunden! Der Artikel besteht hauptsächlich aus Beleidigungen, falschen Infos und Unterstellungen. Warum sollte man darauf eingehen? Es ist auch nicht unhöflich/beleidigend eben darauf hinzuweisen eben in Bezug auf den Artikel…das ist keine Beleidigung des Autors ad personam, mag sein, dass er in auf anderen Politikfeldern kompetenter ist, hier sehe ich leider nur Ignoranz gepaart mit Unwissen, wie sooft bei den „Argumenten“ der sog. Cannabisgegner. Und wissenschaftlich betrachtet und dem Erfahrungswissen der Menschheit nach zu urteilen (Studiendauer ca. 8000 Jahre, man… Mehr
Das ist mir auch aufgefallen, genauso wie mir aufgefallen ist, dass Kommentare welche sich kritisch mit dem Thema beschäftigen ein negatives Voting erhalten. Ein Schelm der dabei an Böses denkt und den Eindruck hat, dass hier eine professionelle Lobby unterwegs ist. Es ist feststellbar, dass es zunehmend Probleme durch Drogenkonsum bei Jugendlichen und Erwachsenen gibt. Dazu gehören auch die Opfer von Alkohol. Eine Verharmlosung dieser gesellschaftlichen Probleme bringt uns in keiner Weise weiter. Schon gar nicht werden diese Probleme durch die weitere Freigabe von Rauschmitteln gelöst. Es ist ein Trugschluss, dass eine kontrollierte Abgabe von Cannabis den Schwarzmarkt unter Kontrolle… Mehr

„Es ist ein Trugschluss, dass eine kontrollierte Abgabe von Cannabis den Schwarzmarkt unter Kontrolle bringt.“ Es ist ja allgemein bekannt das der Alkohol Schwarzmark in Deutschland Blüht. Nahezu täglich liest man von Todesopfern durch verpanschten Alkohol.

Es gibt keine Cannabis Trollfabriken…sie liegen einfach nur falsch und die Leute sind besser informiert als vor 50 Jahren…die haben jetzt alle dieses Internet…that`s it…
gruß

Vor allem gibt es Millionen Menschen in Deutschland, die Erfahrung mit Cannabis haben oder es sogar regelmäßig konsumieren, nicht selten seit Jahrzehnten.

Die können über die Lügengeschichten und Übertreibungen nur den Kopf schütteln.

Cannabis ist sicher nicht harmlos, aber ein Verbot ist weder medizinisch noch gesellschaftspolitisch auch bur im Ansatz gerechtfertigt. Vor allem funktioniert es kein bisschen, 2 Tonnen werden jeden Tag gehandelt. Steuerfrei, ohne Kontrolle, ohne Jugendschutz. Ein Milliardenmarkt.

Die einzigen die wirklich Angst vor einer Freigabe haben müssen, sind Dealer und Drogenmafia. Da fragt man sich schon, warum so viele Politiker deren Geschäft so vehement schützen …

Sie haben den vorliegenden Artikel gelesen ? Ist Ihnen eventuell aufgefallen, dass dieser nur so vor Beleidigungen und wenig subtilen Herabwürdigungen strotzt ? Z.b. :“Und die Protagonisten werden immer älter und leider auch immer blöder“, „schwachsinnigen Rechtfertigungen“, „Dummheit und eine gewisse asoziale Grundhaltung gehören natürlich auch dazu“ usw. Eine denkbar schlechte Grundlage für eine sachliche Diskussion. Da sind mir Zugedröhnte lieber. Denen kann ich solche „Meinungen“ noch nachsehen. Jemand, der einen solchen Artikel (mutmaßlich) nüchtern verfasst und auch noch erwartet, ernst genommen zu werden ? Unverzeihlich. Da fühlt sich, was hoffentlich nachvollziehbar ist, jeder Legalisierungsbefüworter herausgefordert, mit extrem angespitzer Feder… Mehr

Ich habe die Befürchtung das fast alle Risiken, die Cannabis zugesprochen werden, auf die Illegalität zurückzuführen sind.

Man muss auch sagen, die Tolerierungen von Cannabis teils sehr Bigott sind.

In den Niederlanden darf zwar in Coffeeshops an 18 Jährige verkauft werden, die Herstellung ist aber immer noch verboten.

In Portugal ist der Eigenbedarf und Konsum straffrei, aber der Verkauf verboten.

Warum muss man immer das Rad neu erfinden? Warum kann man nicht Cannabis wir Spirituosen reglementieren?

Zoll und Behörden schulen.
Steuersatz ausdenken.
Es könnte so einfach sein.

…genau! Steuern sind immer prima!
Immer mehr und für alles! Und unser Staat bestimmt was böse ist und verboten werden muss und wir müssen alle brav sein!

Schöne neue Welt (Aldus Huxley)

Ich verstehe nicht, wieso dieser Beitrag so aggressiv ist. Ich hab nur gelesen, wie ,,scheiße“ es ist und wie andere Menschen kritisiert werden. Und das ist nicht gut und das ist schlecht. In einem Beitrag, wie diesen, sollte man meiner Meinung nach nicht negativ oder positiv auf ein Thema eingehen, sondern sollte objektiver sein, damit sich der Leser selbst seine Meinung darüber bilden kann. Jeder ist meiner Meinung nach für sich selbst verantwortlich. Wenn es legalisiert wird, würde mehr darauf geachtet werden, dass Kinder/Jugendliche unter 18 keine Produkte des Gleichen kaufen, so hätte man ein Problem weniger. Dann würde es… Mehr

100% Schwachsinn und 100% kein Plan vom Thema. Ich würde dir gerne eine Empfehlung geben, aber das NetzDG verbietet es. „Die FDP hat es vorgemacht, andere ziehen nach, trauen sich aus der Deckung“ Schon im 2. Statz sind Fehler, die falsch sind, egal wie man es dreht und wendet. Die FDP hat erst kürzlich begonnen für die Legalisierung zu kämpfen, die Linke schon lange davor. Einfach keine Ahnung von irgendwas. Lösch bitte diesen Artikel, du machst dir glaube ich echt viele Feinde, wenn man mal in die Kommentare schaut.

Viel Feind…viel Ehr…Mit Gruß (Nicht dein Sohn)!

Schrecklich wie in vielen Kommentaren das Konsumieren von Cannabis verniedlicht wird! Als wäre das völlig ungefährlich! Und das Argument, Alkohol wäre viel schlimmer und trotzdem legal, ist ziemlich infantil! Daraus den Schluss zu ziehen, dann könnten alle das fröhliche Kiffen genießen ist an Dummheit nicht zu überbieten! Wenn das eine Schlechte erlaubt ist, muss man dann das nächste Schlechte auch legalisieren? Cannabis aus medizinischen Gründen kontrolliert zu erlauben, ist in Ordnung. Ansonsten möchte ich den Mist nicht legalisiert sehen! Was kommt denn dann als Nächstes?

Hoffentlich alle anderen Drogen. Ich weiß, dass dieser Gedanke für Prohibitionsbefürworter unerträglich scheint. Aber auch, wenn es sich völlig kontraintuitiv anhört, ist es nun einmal Tatsache, dass die allermeisten negativen Folgen von Rauschmitteln eine Folge der Prohibition sind, nicht vom Gebrauch an sich. Paradoxerweise gilt das UMSO MEHR je gefährlicher die Substanz an sich ist. So gehen beispielsweise so gut wie alle Überdosierungen durch Heroin nicht auf bewusste Überdosierung zurück, sondern auf das Fehlen einer vernünftigen Gehaltskontrolle : Regelmäßige Nutzer bewegen sich, um den gewünschten Rauschzustand zu erzielen, sehr nahe an der letalen Dosis, bedingt durch die starke Gewöhnung. Das… Mehr

Ehrlich gesagt bin ich entsetzt! Das was sie da schreiben, ist genau das, was ich befürchte! Erst Cannabis, dann Kokain, Heroin, vielleicht darf es auch noch eine Brise Meth sein! Und ist dann alles legalisiert, ist die Junkie-Welt in Ordnung!

Der Kommentator meint wahrscheinlich eher eine Politik am Bsp. Portugals und weniger das Koks und Hero an der Supermarktkasse;-) Das wäre alles andere als „entsetzlich“(die Pol.Portugals meine ich)…entsetzlich ist es Krieg zu führen gegen unsere Natur und gegen Pflanzen mit psychoaktiver Wirkung mit militärischen Mitteln (siehe DEA in Kolumbien)…Also hört endlich auf die Konsumenten zu kriminalisieren und Pflanzen zu vernichten…learn to live with it…der Staat kann sich dann auf illegale Inverkehrbringung und Gewinnung chemischer Erzeugnisse im großen Stil konzentrieren und der Mafia den Kopf abschlagen, aber vielleicht will er das ja gar nicht der Staat…sieht zumindest danach aus…Man kann Heroinabhängige… Mehr
Ich verstehe ja Ihre Befürchtung. Nur wird diese halt nicht von den Erfahrungen aus der Realität gestützt, im Gegenteil. Ihnen klar sein, dass die Alternative lautet, Süchtige und Nutzer (ein Unterschied ! ) sterben zu lassen anstatt diesen wie bei allen anderen Sachen ( Medikamenten, Lebensmitteln und wirklich ALLEM anderen ) auch vernünftig zu schützen. Und um es ganz klar zu sagen : Verbot bewirkt KEINERLEI Schutz, im Gegenteil. Die einzige Verhaltensweise, die zu (nachweislich !) nachhaltig besseren Lebensumständen bei Süchtigen geführt hat, war eine kontrollierte Abgabe, sei es Gesundheit, Wiedereintritt in die Arbeitswelt oder Stabilisierung des sozialen Umfeldes, Wegfall… Mehr

Zeigen sie mir den Kommentar der Cannabisgebrauch „verniedlicht“…es ist nunmal nicht so destruktiv Cannabis zu benutzen wie es manche gerne behaupten, was im Umkehrschluss nicht bedeuten muss, dass es so harmlos ist wie Leitungswasser 😉 Es gibt aber auch Hanf der fast so harmlos ist wie Leitungswasser…das Wirk-Spektrum reicht von „Omas Kamillentee“ bis „mild psychedelisch“ (mild im Vergleich zu „echten“ Psychedelika) wenn sie überhaupt verstehen was damit gemeint ist…eine Überdosierung mit potentem THC-dominantem Hanf ist übrigens äusserst unangenehm, und wird nur ungern vom Probanden wiederholt, aber das sind 6 Kannen Kaffee auch 😉

Na dann reichen ja auch Leitungswasser und Omas Kamillentee aus! Für was muss man dann auf Cannabis zurückgreifen? Und ich verstehe durchaus was gemeint ist, auch wenn ich auf „bewusstseinserweiternde Substanzen“ seit meinem 17. Lebensjahr verzichte!

oder anders gefragt, was bringt es Ihnen persönlich Mio. von Nutzern einer Pflanze (!) die seit Jahrtausenden genutzt wird, eben auch für Genußzwecke zu kriminaliseren, teilweise zu inhaftieren, zwangszutherapieren usw.? Der „war on drugs“ ist ein grandioses Beispiel und Beleg für die menschliche Dummheit und Profitgier sonst nichts…Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich bin nicht für die Installation einer „Spaß-infrastruktur“ dür alles und jeden so wie wir es von ALK kennen…aber ich fordere freien Zugang zur Natur…und das mit RECHT!!!

was reicht und was nicht, dass müssen sie schon mir überlassen. Auf ihre Bevormundung kann ich gerne verzichten. Aber gegen Leitungswasser und Kamillentee habe ich natürlich nichts einzuwenden. Es will sie auch niemand zwingen bewussteinserweiternde Substanzen zu verwenden, keine Angst.

In der ganzen Legalisierungsdiskussion ist schon so viel Kluges und Unkluges gesagt worden, dass das Einbringen weiteren persönlicher Argumente überflüssig ist.
Da macht es unter Umständen mehr Sinn „Dritte zu zitieren:

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt“
Grundgesetz Art. 2 Abs. 1

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
Paracelsus

Mich würde interessieren, wer von den Befürwortern und auch Pro-Kommentatoren hier Kinder hat…

Ich, und genau das, „wie schütze ich meine Kinder“, hat mich, und inzwischen einige meiner Kinder auch, zu entschiedenen Prohibitionsgegnern gemacht. Wie schon andere schrieben, und ich wiederhole noch einmal deren und meine Argumente, das Verbot schützt nicht, das Verbot treibt im Gegenteil die Kinder in die Arme der Dealer „hinterm Schulhof“, weil die Prohibition einen riesigen unkontrollierbaren Markt aufbaut, in dem keine Altersgrenzen existieren. Konsumentenschutz existiert auch nicht, denn wer kontrolliert dort die Ware auf Inhalt und Streckmittel? Der dtsche Staat verbietet es sogar nach dem Motto „Wenn ich net weiß, was drin is, ka ich’s net nemme“ (frei… Mehr

Mich würde interessieren, wer von den Gegnern und auch Anti-Kommentatoren schon mal selbst gekifft hat …
… es würde helfen, deren Standpunkte zu verstehen oder zu erkennen, ob sie nur einer jahrzehntelangen Anti-Propaganda aufgesessen sind.

Ich habe eine Tochter…und die Kriminalisierung hilft mir da kein Stück…ich werde zu gegebener Zeit auf Aufklärung setzen…Aufklärung über psychoaktive Substanzen ist genauso wichtig wie Sexualaufklärung. In meiner Schulzeit kamen Streifenbeamte mit Polizeischulwissen um die Kinder von Drogen fernzuhalten (i bin a Bayer). Das Problem dabei ist die absolute Abstinenzverordnung gepaart mit gefährlichem Halbwissen, die Jugendlichen finden heraus, dass da etwas nicht stimmt und schon hat man manche für immer verloren. Staatliche Drogenaufklärung…Nein Danke…das mache ich dann lieber selbst…Eigentlich müsste man da eher Toxikologen/Pharmazeuten hinschicken…sprecht die Jugendlichen auf einer rationalen wissenschaftlichen Ebene an, das ist das einzige was hilft…die sind… Mehr