Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat der Bundesregierung ein Ultimatum von 70 Tagen gesetzt und fordert Reformen, die ihrerseits nicht an die Ursache gehen. Ein Kommentar von Rechtsanwalt und Steuerberater Christian Moser
picture alliance/dpa | Fabian Sommer
„Heiliger St. Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andere an!”, die alte Weisheit mit der liebenswürdigen doppelten Heiligkeit hat mir meine Oma schon gesagt. Die Menschen ändern sich nicht. Besonders deutsche Lobbyverbände sind gut darin, die katastrophale Politik der Regierung zum eigenen Vorteil und zum Nachteil ihrer vermeintlichen Gegner zu nutzen. Unternehmer und Arbeiter lassen sich immer wieder gut gegeneinander aufbringen. Wer ist der lachende Dritte?
Seit Jahrzehnten leben wir in einem rot lackierten Umverteilungsstaat, leiden unter der Klientelpolitik sozialistischer Tagediebe, die selbst nie etwas produziert haben und die ihre Klientel, die ebenfalls nie arbeiten wird, mit dem abgepressten Geld arbeitender Menschen finanzieren. Dieses auf das Gewaltmonopol gestützte Raubrittertum hat die deutsche Wirtschaft, ihren Erfindungsreichtum und den Fleiß unseres Volkes jahrzehntelang ausgeblutet. Die deutsche Melkkuh ist nun so abgemagert, dass aus ihr nichts mehr herauszupressen ist.
Hat der Arbeitgeberpräsident irgendetwas davon angesprochen? Nein, hat er nicht. Die Arbeitgeber-Organisationen in Deutschland sind selbst Teil des Problems, denn sie haben sich in diesem Geflecht von Abhängigkeiten gut eingerichtet. Stattdessen fordert er auf Kosten der Arbeiter Einschnitte im Sozialsystem. Die indifferente Forderung nach mehr Netto vom Brutto geht darin fast unter, solange sie die Ursache des Problems nicht benennt.
An wen richten sich solche albernen Ultimaten eigentlich? An eine Bundesregierung, die es nicht für nötig befindet, unsere Wirtschaft, unser Land und Volk, gegen einen Angriff auf seine Infrastruktur zu verteidigen? Nord Stream 2? Stromanschlag in Berlin? Die Menschen in Deutschland und die Wirtschaft kranken an wahnwitzig überhöhten Energiekosten. Die sind nur deshalb so hoch, weil unsere Regierung unsere Energieversorgung mutwillig zerstört hat, die Kernkraftwerke, die Gasversorgung. Aber dafür sollen die Arbeitnehmer nun Einschnitte hinnehmen?
Unser Bundeskanzler meint, die Deutschen arbeiten zu wenig? Vielleicht sollten die Herren und Damen, die der Energiewende zugestimmt haben, die mitschuldig sind an der Sprengung von Nord Stream 2, die am Verbrennerverbot mitgewirkt und unsere Kernkraftwerke gesprengt haben, die finanziellen Folgen aus ihrer Privatschatulle bezahlen. Genug Apanagen haben sie ja für so viel Mitläufertum.
Es ist erstaunlich, dass dieses Teile-und-Herrsche- und das St-Florians-Prinzip immer noch funktionieren. Die deutsche Wirtschaft wird nicht gerettet, wenn Arbeitnehmer und Unternehmer sich gegenseitig bekämpfen, sondern wenn beide endlich aufhören, sich von den Umverteilern gegeneinander ausspielen und ausrauben zu lassen. Arbeitnehmer und Unternehmer müssen miteinander arbeiten, nicht gegeneinander. Das ist doch wohl der Sinn eines Betriebes.
Und was sind bitte 70 Tage? Das Ultimatum der Notwendigkeit ist seit Jahrzehnten abgelaufen. Herr Dulger mag noch Rücklagen für 70 Tage haben. Die meisten Deutschen haben sie nicht. Dank der Politik des Staates und der Verbände haben die Deutschen in Europa das geringste Privatvermögen.
Notiz am Rande: Nein, Herr Dulger, die telefonische Krankschreibung ist kein Relikt aus der Corona-Zeit, die gab es vorher schon. Im Gegenteil! Während der sogenannten „Pandemie” wurden Ärzte ins Gefängnis gesteckt, weil sie telefonische Atteste ausgestellt hatten. Auch dies ist wieder ein Beispiel, wie wenig Bezug zur Realität in gewissen Sphären der oberen Zehntausend in Deutschland noch vorhanden ist.



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„wenn Arbeitnehmer und Unternehmer sich gegenseitig bekämpfen, sondern wenn beide endlich aufhören, sich von den Umverteilern gegeneinander ausspielen und ausrauben zu lassen“ Wird nicht funktionieren. Da sind schon die Gewerkschaften davor. WokeLinks ist es gelungen, uns über Jahrzehnte hinweg auf Inselchen zu setzen: Atomkraft – Nein, Danke, Bildung – Zugang zu Allem für Jeden, Frau – Mann, Kinder – Familie, Jung – Alt, Rechts – Brandmauer, Mieter – Vermieter usw. Soviele Inselchen, dass man als Einzelner manchmal gar nicht weiß, was sich überhaupt noch zu einer Landmasse zusammensetzen lässt. Mit Schutz der Freiheit des Einzelnen oder Förderung des Einzelnen hat… Mehr
Da hätte er etwas früher reagieren müssen, denn nun greifen die Chinesen auch noch die Mitglieder seines Verbandes an und machen ihn damit überflüssig, denn es wird nicht mehr lange dauern, dann ist bei uns auch eines der letzten Gewerke mit ehemals großer Bedeutung und Zukunft für immer verloren und die Qualitätsarbeit der Unternehmen und seiner Mitarbeiter werden obsolet, weil man die gleiche Güte für die Hälfte kaufen kann. Nur das ist ausschlaggebend und wer seine Konkurrenten bei allem Tun nicht im Auge hat und sich auch noch von der Regierung maßregeln und dirigieren läßt, hat doch jeden Anspruch verloren,… Mehr
„wenn Arbeitnehmer und Unternehmer sich gegenseitig bekämpfen“ Ich denke nicht, dass das der Fall ist. Beide sitzen in einem Boot. Für und von der Politik Einspannen lassen sich nur solche gekauften „Interessen“vertreter und angestellte Manager großer Konzerne. Und ein paar nützliche Idioten wie den Schraubenkönig und den Damenbindenverkäufer die ihr Ego befriedigen wollen, gibt´s natürlich auch bei den Familienunternehmern. Aber das ist nicht die Mehrheit. Allerdings wird diese halt auch mit Gewalt zum Schwiegen gebracht. Kein Unternehmer will öffentliche „Kauft-nicht-bei-XY“ Shitstorms oder staatliche Drangsalierung vom Finanzamt usw riskieren. Der Feind beider ist mittlerweile leider der Staat, der sich von einer… Mehr
Alles richtig. Einige Unternehmer, vor allem die großen die international tätig sind und im Ausland auch produzieren, halten noch still, weil sie von den Subventionen die von den Arbeitnehmern erwirtschaftet werden leben. Das Problem ist jetzt, dass trotz Subventionen die überteuerten Produkte, verursacht durch Klimawahnabgaben (teure Energie und Besteuerung) und Bürokratie, nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Vor allem ist dies der Fall bei kleineren und nur in Deutschland produzierenden Unternehmen. In Folge dessen, fallen immer mehr dieser kleineren und in Deutschland produzierenden Unternehmen aus, und somit die Steuern der dort Arbeitenden. Die Folge ist, dass weniger Geld in das Steueraufkommen kommt… Mehr
Was meint der Herr Präsident mit 70 Tagen? Wenn er in 35 Tagen seine Firma nicht mehr beheizen kann, weil das Gas abgestellt ist, will er dann noch den Rest bis zu 70 Tagen im Büro sitzen bleiben? Wir erleben derzeit energetisch ein Ritt auf Messers Schneide, wobei der Hosenboden schon angeritzt ist.
Dass das St-Florians-Prinzip immer noch funktionieren, liegt an der Bevölkerung. „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ (unbekannter Autor, auch wenn es Napoleon Bonaparte nachgesagt… Mehr
„Die deutsche Melkkuh ist nun so abgemagert, dass aus ihr nichts mehr herauszupressen ist.“
Wenn das stimmt, wo kommen dann die Rekordeinnahmen her?
„Der deutsche Staat verzeichnete 2024 Rekordeinnahmen von über 2.012,9 Milliarden Euro (2 Billionen €), was einem Anstieg um 4,8 % entspricht, primär getrieben durch höhere Steuereinnahmen (+3,5 %) und Sozialbeiträge (+6,5 %).“
Die Einnahmen stiegen in 2025, wozu noch keine Gesamtabrechnung vorliegt, unterjährig weiter an.
Die Melkkuh ist abgemagert, weil sie nichts mehr von dem was sie produziert zum Fett ansetzen behalten darf, sondern ihr im Gegenteil alles sofort vom Staat abgesaugt wird, inklusive der vormaligen Fettreserven. Es wird ihr nur noch so viel belassen, dass sie nicht sofort verhungert – und auch daran arbeitet man und wetzt bereits die Messer. Wir haben bereits ~70% Steuer-/Abgabenquote. Und jetzt schreit Merz in Davos nach längerer Arbeitszeit. Fehlt nicht mehr viel bis zur Zwangsarbeit – vermutlich wie früher durch vom Staat festgesetzte Steuerbeträge die die Untertanen dann erarbeiten müssen. Dann kann man das auch endlich wieder offiziell… Mehr
Es ging ums rauspressen, aus der Melkkuh werden aktuell Rekordsummen herausgepresst und nicht nichts mehr.
Dulger muss ab und zu immer mal einen raushauen. Was es da von sich gibt, kann ihm egal sein, es hat ohnehin keinerlei Relevanz für niemanden nicht, außer für ihn selber, schließlich gehört das zu seinem, sicherlich fürstlich bezahlten Job Ein Dulger treibt sich seit 20 Jahren an der Spitze von irgendwelchen Verbänden rum und hat , außer mit Geschwätz nichts dazu beigetragen, die Zustände zu verhindern, die er jetzt beklagt. Vielleicht braucht er auch genau diese, um sich und seine vermeintliche Wichtigkeit darzustellen. Ebenso wenig, wie es einen Herbst der Reformen gab, wird auch bis Ostern nichts passieren. Warum… Mehr
Ein wohltuender Beitrag, benennt er doch Ma deutlicher den Schuldigen, kommt allerdings auch nicht umhin, dies in aller Konsequenz zu tun. Stellen Sie sich in einem Gedankenspiel, welches nichts mit der Realität zu tun hat, vor, ein Schutzgelderpresser nimmt ihnen weit über die Hälfte dessen, was Sie erwirtschaften. Das gibt er dann an Migranten, die er in ihr Viertel importiert hat. Sie regen sich über die Migranten auf, statt darüber, dass ihnen jemand Schutzgeld abgepresst hat. Sie ignorieren völlig, dass die Migranten nicht hier wären, wenn der Schutzgelderpresser diese nicht mit dem Versprechen auf ihr Geld hergelockt hätte. Der Schutzgelderpresser… Mehr
Genau solche Leute wie Dulger haben (auch durch ihr Mitläufertum) unsere Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten zerstört! Sie rauben uns tagtäglich aus und meinen nun, dass wir mehr arbeiten sollen und unsere Leistungen aus den hohen Beiträgen kürzen sollen! Es ist ein perfides System, wo sich die Täter selbst die Taschen vollgemacht haben und unser Geld und unser Vermögen für ihren irren Schwachsinn rausgeblasen haben!
Klare Worte, danke! Leider gehen sie an den Schafen ungehört vorbei.