Söder fordert, dass sich der Ethikrat „noch einmal mit dem Thema Impfpflicht beschäftigt“

Markus Söder schießt wieder einmal drauf los: Am Arbeitsplatz soll 3G gelten. Indirekt spricht er sich sogar für eine Impfpflicht aus. Offenbar will Söder genauso weitermachen wie bisher.

IMAGO / photothek

Der für seine ultra-harte Corona-Politik bekannte bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, dass die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) nun auch für den Arbeitsplatz gelten solle. Außerdem forderte er die dritte Impfung für jeden bereits Geimpften. Das sagte er als Gastredner auf dem Parteitag der CDU Sachsen.

Die Überlegungen zu einem deutschen Freedom Day wies er zurück. An die Ampel-Parteien gerichtet sagte er: „Wenn Olaf Scholz auf dem G20-Gipfel war, dann kann er auch auf den G16 mit den Bundesländern gehen und endlich einheitliche Regeln für Deutschland finden. Angela Merkel hätte die Länder nicht allein gelassen.“

Söder sprach sich für eine allgemeine 3G-Regelung am Arbeitsplatz aus: „Die Corona-Krise kommt leider schlimmer zurück, als wir es in den schlimmsten Fällen befürchtet haben“, so Söder. Um dem entgegenzutreten, soll eine generelle 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt werden. Das würde bedeuten, dass jeder Arbeitnehmer in Deutschland seinem Arbeitgeber einen Nachweis vorlegen muss, dass er geimpft, getestet oder genesen ist.

Söder forderte zudem die dritte Spritze für jeden. Im Nebensatz lässt der CSU-Politiker dann noch eine Bombe platzen: Der Ethikrat solle sich „noch einmal mit dem Thema Impfpflicht beschäftigen“. Das dürfte ziemlich deutlich zeigen, wie die Corona-Politik aussehen würde, wenn es nach Markus Söder ginge.

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