Saarländischer Bürgermeister schlägt Alarm: Polizei hilflos gegen aggressive Migranten

Ein Land kapituliert. Erst in den Großstädten, dann an der Peripherie. Eine kleine Stadt im Saarland ruft um Hilfe, die Bürger können nicht mehr geschützt werden. No-Go-Areas in der Provinz, die Spezialeinheiten der Polizei kapitulieren vor gewaltbereiten "Jugendbanden mit Migrationshintergrund".

imago images / Becker&Bredel
Stadtfest in Saarlouis

Ja, so ist das wohl, wenn die Utopie der Gutmeinenden auf verstörende Weise auf die nackte Realität im Land trifft, wenn dem „sicheren Hafen“ Saarbrücken („Die Stadt will „so viele Flüchtlinge wie möglich aufnehmen“) ein Hilferuf aus Saarlouis entgegen eilt, wenn der dortige Oberbürgermeister den Innenminister der Hauptstadt des Saarlandes, wenn OB Peter Demmer (SPD) Innenminister Klaus Boullion (CDU) mal eben die Möbel gerade rückt, wenn er dem Minister unverblümt erklärt, was er von dieser ganzen Willkommenskultur in Wahrheit hält, warum ihm das alles schnuppe ist, wenn gerade die Sicherheitsarchitektur seiner Stadt in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Wenn der Bürger in ernster Gefahr ist. Wenn dessen Sicherheit nicht mehr garantiert werden kann.

Seit 1967 findet in Saarlouis die „Emmes“ statt, ein Volksfest zum Abschluss der „Saarlouiser Woche.“ Aber wie lange noch, dürfte man sich mittlerweile fragen. Und hier ist es jetzt ganz anders bestellt, als man zur Abschaffung des Hamburger Alstervergnügens hätte behaupten können, als nicht etwa eine zunehmende Migrantengewalt als Ursache für das Ende ausgemacht werden sollte, sondern eine allgemeine Ermüdung der Veranstaltung und der Veranstalter.

Für Saarlouis werden nun Ross und Reiter genannt, was schon viel ist, aber Oberbürgermeister Demmer sattelt noch einen drauf und sendet einen Hilferuf in die Hauptstadt, der sich gewaschen hat – wenn er berichtet, dass bei ihm im Ort schon Spezialeinheiten der Polizei vor randalierenden Horden kapitulieren und den Rückzug antreten mussten, weil diese gegenüber den Migrantengruppen nicht mehr wehrhaft, geschweige denn ordnungsmächtig auftreten konnten:

„Schmerzliche Erfahrungen mussten wir an unserem größten Fest, der Emmes, in diesem Jahr machen. In der angrenzenden Altstadt kam es in den frühen Morgenstunden der Festtage immer wieder zu massiven Problemen mit Jugendbanden, die allesamt Migrationshintergrund haben. In einem Fall musste die Polizei den ,geordneten Rückzug’ antreten, da das polizeiliche Gegenüber derart in der Überzahl war, dass die Unversehrtheit der Beamtinnen und Beamten gefährdet war. Und das, obwohl die eingesetzten Kräfte Angehörige der Operativen Einheit (OpE) waren. Was dies auf die Bürgerinnen und Bürger, die das ganze mitbekommen haben, für einen Eindruck macht, braucht nicht extra erwähnt zu werden.“

Demmer warnt den Innenminister seines Landes davor, dass die Lage entgleiten könne, wenn nicht mehr Polizei eingestellt werden würde. Und er benennt den explosiven Cocktail: Die Polizei ausgedünnt und gleichzeitig massive Aggression bei Festen und in Bädern.

In der kleinen saarländischen Stadt sind es nicht einmal nur die eigenen Migranten, die französischen kommen jetzt ebenfalls zum Randalieren über die Grenze. Solche Massenbewegungen kennt man noch so ähnlich aus den Ereignissen der Silvesternacht von Köln, als sich die Polizei zunächst verwundert die Augen rieb, wie diese Massen von übergriffigen und kleinkriminellen Migranten so schnell zusammenkommen konnten.

Für Demmer ist die Sicherheitsarchitektur des Landes offensichtlich schon dermaßen erodiert, dass nur noch schnellstes Aufstocken der Polizeikräfte helfen kann: Nur ein „Mehr an Beamten auf der Straße“ bringe ein „Mehr an Sicherheit“. Nur so könne man noch „Herr der Lage bleiben“. Bouillon solle „schnell und unbürokratisch“ zusätzliche Stellen in der Vollzugspolizei schaffen. Und Demmer muss es wissen, war er doch selber 39 Jahre lang bei der Polizist: „Wenn dann noch ehemalige Kolleginnen und Kollegen die Gewährleistung der Sicherheit in der Stadt in Frage stellen, gehen bei mir alle Alarmglocken an.“

Die Saarbrückener Zeitung hält ebenfalls nicht viel von solchen beschönigenden Reden der überregionalen Presse, wenn die Zeitung keine Gefangenen macht und ohne Umwege schreibt, was ist:

„Nach Ende der Emmes 2019 rollte eine noch nicht dagewesene Gewalt durch die Altstadt. Und Freibäder im Kreis wurden jüngst an einem heißen Wochenende mit aggressiven Gruppen jüngerer Männer nicht mehr fertig. Das und die Ohnmacht der wenigen Polizisten an einem Sonntag schockierte die Lokalpolitik. In einer Sitzung forderten sie neue Strategien.“

Etwas ist also entsetzlich schief gelaufen, wenn der Bürgermeister einer deutsche Stadt seine Landesregierung dringend daran erinnern muss, dass die Gewährleistung der Sicherheit vorrangige Aufgabe des Staates und im Grundgesetz festgeschrieben sei.

Wieder die Saarbrücker Zeitung zitiert Demmer hier: „Bei allem Verständnis zu den Sparbemühungen des Landes kann ich den Stabilitätsrat nicht anrufen, wenn ich einen Einbrecher im Hause habe, dann brauche ich eine gut aufgestellte Polizei vor Ort.“

Nach der Schließung der Polizei-Dienststellen Dillingen und Bous zur Nachtzeit und an den Wochenenden hätte sich die Situation auch in der Kreisstadt Saarlouis dramatisch geändert, beschwert sich der Sozialdemokrat gegenüber dem Innenminister des Landes aus der Partei von Angela Merkel. Für Demmer ist klar: Nur mehr Polizei kann die Lage verbessern. Im Moment sei zu den „Schwerlastzeiten“ kaum noch Personal vorhanden.

Bewundernswert ist hier allenfalls noch die Gefasstheit des Oberbürgermeisters, wenn der auf so hanebüchene Vorschläge wie einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Polizeibeamten den Bürokraten in Saarbrücken erklären muss, dass diese Beamten dann aber alle über 60 Jahre alt sind und mit „Sicherheit nicht mehr zur Nachtzeit vor Ort bei massiven Störungen eingesetzt werden können.“

Ein Land kapituliert. Erst in den Herzen der Großstädte, dann an der Peripherie. Dort ist das Chaos jetzt also angekommen. Ein kleines ehemals recht behagliches Städtchen, das eigentlich um Touristen werben sollte, ruft über ihren Bürgermeister um Hilfe, weil die Bürger nicht mehr geschützt werden können. No-Go-Areas in der Provinz und die zur Hilfe gerufenen Spezialeinheiten der Polizei ziehen sich zurück, kapitulieren vor dem Migrantenmob samt ihrer Entourage aus dem angrenzenden Frankreich.

Wie ging noch einmal diese Landeshymne des Saarlandes? Was weht da herüber aus einer längst vergangenen Zeit und lädt seine Bewohner zu Wehmut ein? Doch, da wird etwas beschrieben, dass längst nicht mehr ist. Wie es heute ist, hat gerade der Oberbürgermeister von Saarlouis in einem Notappell an seine Landesregierung formuliert.

„Ich weiß, wo ein liebliches, freundliches Tal,
Von waldigen Bergen umgeben,
Da blitzen die Wellen im Sonnenstrahl,
Es blühn auf den Hügeln die Reben,
Und Dörfer und Städte auf grünender Flur,
Und Menschen von kernigem Schlage:
Refrain
Hier ist meine Heimat im Lande der Saar,
Laut preis’ ich sie all’ meine Tage.
Hier ist meine Heimat im Lande der Saar,
Laut preis’ ich sie all’ meine Tage.

Wer einmal gewandert am Ufer der Saar,
Und einmal den Saarwein getrunken,
Wem einmal die Blicke der Mädchen so klar
In die glühende Seele gesunken,
Der zieht nicht mehr weiter, es sagt ihm so wahr
Das Herz mit gewaltigem Schlage:
O Saarland, du Kleinod von strahlendem Glanz.“

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Kommentare ( 443 )

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443 Kommentare auf "Saarländischer Bürgermeister schlägt Alarm: Polizei hilflos gegen aggressive Migranten"

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Da muss die Alte runter sind ja schließlich ihre Gäste! Wer den Feind ins Land lässt braucht sich hinterher nicht wundern…

Ich dachte die Polizei hat jetzt Teaser bekommen, warum werden die nicht eingesetzt ? Will die Polizei bei Krawall demnächst öfter stiften gehen ? Bald wird die Polizei zum Opfer, so wie das bei Rettungskräften, Feuerwehr und Krankenhäusern sich schon abzeichnet.

Sie können das Wort „bald“ streichen…

Der Vorgänger vom jetzigen OB in SLS, Henz, der in der Öffentlichkeit alles schön redete, musste mit dem Spruch leben: Mir henz jo ( wir haben es ja)
Dem jetzigen OB „Demmerts“ jetzt, dass doch nicht alles golden war, was er im Amt übernommen hat.
Der saarländische Innenminister Boullion kann auch nicht zaubern, versucht die Fehler der Vergangenheit so gut es geht auszumerzen. Nur, die Ausbildung bei der Polizei dauert halt auch ein paar Jahre…….

Die Lösung liegt doch auf der Hand: Einen 10 Meter breiten und 2,5 Meter tiefen Wassergraben mit Absperrwall um Saarlouis herum bauen. Die Berliner Lösung sozusagen.

Das ist rechte Hetze, solange Tagesschau und heute das nicht bestätigen!
Das versteht jetzt jeder oder!?

Warum regt sich der BM von Saarlouis so auf. Man kann es immer nur gebetsmühlenartig wiederholen, wie bestellt so geliefert. Wenn wir im Osten diese Zustände nicht wollen wird sofort die Nazikeule geschwungen,da fühlen sich Politiker seines Schlages moralisch ganz weit oben. Also jetzt nicht jammern sondern ertragen.

Hat sich der Mann eigentlich schon eine Rüge aus der Parteizentrale eingefangen oder ist die Besatzung dort ausgeflogen in die Toskana, wo das Bunt und die Vielfalt nicht arg so augenfällig sind? Mitten im Sommerloch so einen „rechten“ Krach zu schlagen – geht ja gar nicht! Klaus Kleber, übernehmen Sie die Richtigstellung dieser Hetze!

Sie sind nicht im Osten sondern in der Mitte! Wenn das nicht mal die dort Lebenden wissen. Der Osten beginnt östlich der Oder-Neiße…

Falsch, der Osten beginnt da wo die Menschen noch in der Lage sind eine sich anbahnende Diktatur zu erkennen. Jedenfalls die länger dort Lebenden.

Sehe ich zwar ebenso, ist aber wohl Geschichte. Mittlerweile kann man schon froh sein, wenn die Bunterepublik den ‚Osten‘ noch als zugehörig betrachtet. Nähme nicht wunder, wenn die ‚Alt(last)länder 1989 revidieren würden.

Mir auch unbegreiflich.
Der BM ist wohl Rechtsextremist mit faschistoider Wahrnehmungsproblematik! Da sind junge Leute zu Gast, mit Temperament und Lebensfreude, die feiern eben anders, als diese dumpfen Provinznazis.
Und was die Frauen betrifft, die nun jammern: Die haben gefälligst daheim zu bleiben!

Ja, und das auch gerade vor dem Hintergrund, dass aktuell wieder viele SPD-Bürgermeister „hier“ schreien (u. a. in Hamburg), wo es um die Aufnahme neuer Migranten geht. Mitleid vermag bei mir keines aufzukommen. Schade nur, dass immer andere den Kopf hinhalten müssen, die nicht „hier“ geschrien haben. Offenbar kommt es für viele noch nicht dick genug.

Mehr Polizei ist nur die halbe Lösung. Sie muss ergänzt werden durch Grenzschließung für Migranten, Aufnahmestopp und massenhafte Rückführung der Leute, die weder asylberechtigt noch sonst aufenthaltsberechtigt sind. Der Tatbestand Duldung muss sofort abgeschafft werden. Kirchenasyl hart bestraft werden, genauso wie Abschiebebehinderung. NGOs, die sich mit dem Import von Migranten beschäftigen, müssen verboten werden. Private „Seenot“rettung durch Gesetze reguliert und unterbunden werden, bis hin zu harter Bestrafung bei Zuwiderhandlung! Es helfen nur noch harte Maßnahmen, die, das liegt in der Natur der Sache, viel hässlichere Bilder im Herzen unseres Landes verursachen werden, als es die Verhinderung der Grenzübertritte damals in… Mehr

Sie haben die absolut notwendigen UND GERECHTEN Maßnahmen vollständig zusammengefaßt und genau aus diesem Grund wird keine davon in diesem rechtslosen Pseudostaat (ableitbare Definition nach Seehofer), keine einzige umgesetzt !
Weiterhin kommen weitere Tausende von Illegalen wöchentlich ins Land und kein Ende in Sicht, eher das von DE – mit der Deindustralisierung als Vorstufe! Und wenn wie geplant die Ökofaschisten an der Macht sind – in ein paar Monaten also – und es kein Recht auf Waffenbesitz gibt ist der einzige Platz für die hier länger Lebenden und übrig gebliebenen Patrioten nur noch **

Sie haben noch vergessen, dass die für diese Zustände Verantwortlichen alle vor Gericht gestellt und strengstens abgeurteilt werden müssen! Dann ist es rund…

Sie haben recht. Aber zur unmittelbaren Gefahrenabwehr wiegen m. E. die beschriebenen Maßnahmen schwerer und sind dringlicher. Mit den Verantwortlichen abrechnen kann man dann immer noch…

@Gerro Medicus
Ich bin absolut Ihrer Meinung. Allerdings werden wir für diese womöglich, wenn nicht in der Hölle, so doch vielleicht eines Tages bestenfalls in einem Umerziehungslager für „Politische Schönheit“ landen.

Unter diesen chaotischkriminellen Umständen, die der Staat offensichtlich immer weniger unter Kontrolle hat, brauchen wir als BÜRGER
OHNE WIRKLICHEN SICHERHEITSSCHUTZ UNBEDINGT nach us-amerikanischem oder tschechischem Beispiel das RECHT AUF SELBSTBEWAFFNUNG, um wenigstens das eigene Leben zu schützen.

Sie werden nie erleben, dass sich deutsche Staatsbürger zum Selbstschutz bewaffnen dürfen, höchstens ein Pfefferspray wird ihnen erlaubt. Was die geschilderten neuen Verhältnisse angeht, eine überwiegende Mehrheit hat die Gaukler in Berlin und anderswo an die Macht gewählt und soll nun zusehen, wie sie damit klarkommt.

Ja und nun – Schwanz weiter einziehen? Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Die Grenzen sind offen – in beide Richtungen. Mal nach Pilsen fahren, aber nicht nur zum Bier trinken.

@A Maier
Ich muß @Deucide leider Recht geben. „Leider“ deswegen, weil ich kein Waffenfan bin.
Denn ich habe „die Gaukler in Berlin und anderswo“ nicht gewählt und muß trotzdem zusehen, wie ich damit klar komme.

Ich verstehe die Aufregung nicht. Da braucht man nicht mehr nach NY oder Kapstadt oder wohin auch immer. Die Westside Story ist dann unterm Fenster und die Türen sollten natürlich verbarrikadiert sein. Da kann man in die ..towns“ dann russisch, serbisch oder libanesisch essen gehen, wenn man sich traut. Oder besser, gleich in eine gated community mit bewaffnetem Wachschutz und eigener Infrastruktur umziehen. Ja stimmt, das ist dann eher etwas für die gut situierten Klimaschützer. Das Volk muss draußen bleiben und Schutzgeld zahlen.

Wenigstens bekommen unsere verehrten Volksvertreter jetzt endlich einen antipopulistischen Schutzwall um den Reichstag.