Für einen Bundestagsabgeordneten ist die schrille Wahlparty der Linken nach ihrem Sieg in Berlin abrupt beendet worden: Der 47-jährige Ferat Koçak aus Neukölln lässt seine parlamentarischen Funktionen vorerst ruhen – die aufgeflogenen Kontakte zum Remmo-Clan dürften die Partei zu sehr belasten.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Linken-Co-Fraktionschef Sören Pellmann bestätigte am Dienstag in Berlin, Koçak werde sich „bis auf Weiteres, bis volle Transparenz hergestellt ist“, zurückziehen. Bis dahin nimmt der Abgeordnete nicht mehr an Sitzungen des Innenausschusses teil und tritt nicht öffentlich auf. Über mögliche weitere Konsequenzen wolle die Fraktion „im Nachgang miteinander solidarisch“ sprechen. „Wir glauben den Aussagen von Ferat Koçak, bis anderes gegebenenfalls zutage kommt“, sagte Pellmann.
Ein Chat vom 17. Februar, den Firas Remmo, der Sohn des Berliner Clan-Oberhaupts Issa Remmo, nach der Wahlparty in Neukölln auf Instagram veröffentlicht hat, sorgte für enorm viel Kritik an der Links-Partei: In den Postings lässt Koçak „Grüße mit Respekt“ an Issa Remmo ausrichten und bittet den Sohn, ein Video seiner Bundestagsrede zu teilen: „Sagt allen euren Leuten, die sollen das teilen bitte.“ Die Antwort: „Gerne, Bruder.“
Am Montagabend entschuldigte sich dann der Abgeordnete: Die Berichte hätten die Öffentlichkeit „zu Recht“ verunsichert. Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, seien „durch nichts zu rechtfertigen“. Er kommuniziere wöchentlich mit Hunderten Menschen aus Neukölln. Im Zuge eines Aufrufs habe sich auch Herr Remmo gemeldet. Zunächst habe er nicht gewusst, um wen es sich handle. Dass er danach weiter schrieb, „wie ich es üblicherweise mit vielen Leuten tue“, sei ein Fehler gewesen. Er wolle sein Kommunikationsverhalten aufarbeiten.
Der Posting-Skandal kurz nach dem Wahlsieg sorgte aber auch in der Fraktion Die Linke für schlechte Stimmung. Die langjährige Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau schrieb öffentlich: „Mir reicht es langsam. Als MdB hast Du eine Verantwortung, ich kann nicht mehr an Naivität glauben.“ Schon im Sommer habe sie eine Mail Koçaks bewusst unbeantwortet gelassen, weil sie solche Entwicklungen befürchtet habe. Pau fragte zudem, wer in der Zwischenzeit die Arbeit zu Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antiziganismus machen solle.
Oppositionspolitiker fordern noch härtere Konsequenzen: CDU-Innenexperte Alexander Throm sagte, wer Clan-Chefs mit Respekt grüßen lasse, dürfe keinen Zugang zu sensiblen Informationen der Sicherheitsbehörden haben und müsse aus dem Innenausschuss abgezogen werden. Und Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge stellte die Frage, ob jemand mit solchen Kontakten Teil der Linksfraktion sein könne.



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Da fiel mir doch spontan der Fall des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Öttinger ein: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/1993/-,panorama11654.html
„Und Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge stellte die Frage, ob jemand mit solchen Kontakten Teil der Linksfraktion sein könne.“
Aber sicher kann er das. Wahlweise kann er das auch bei den Grünen. Solche Kontakte widersprechen nicht dem links-grünen Wesen. Schließlich ist der Remmo-Clan in deren Weltbild ein Opfer des Kolonialismus und Kapitalismus.
Aus Berlin wird…BERLINKS…die Frage ist nur. wie lange es bis zu offenen Strassenkriegen dauert. Jede Revolution frass bis jetzt ihre Kinder.
Seine Auftritte im Bundestag waren Warnung genug.Er ist das ungustiöse Gesicht der Masseneinwanderung.
Hahaha… und diese Linken sind Mehrheitsbeschaffer der CDU in Sachsen und Thüringen hahaha…. pöhse AfD 😉
Die Frage ist grundsätzlich richtig, doch auch die Grün:innen haben fragwürdige Kontakte und Geschäftspraktiken: >>>Der Wesenszug der Grünen auf den Punkt gebracht – mit einem Tweet von Fraktionschefin Dröge<<< (TE)
Der Mann wird mir fehlen. Ein sympathischer Volksvertreter neuen Typs für ein neues Volk.
Im Ernst, der Fall Koçak zeigt, dass sich Linksextreme in diesen Land mittlerweile sehr sicher fühlen und glauben, sie könnten sich alles herausnehmen. Vermutlich bliebe Koçak auch jetzt ungeschoren, wenn sich die Linksextrempartei für die Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD (Parteien der Mitte!) im Moment nicht ein etwas gemäßigtes Erscheinungsbild verpassen müsste. Wenn Elif erst Regierende ist, dann darf Ferat wieder, wie er will („Wir lassen Faschos brennen!“).
Oh lässt sie „ruhen“… der war im Innenausschuss… mehr muss man nicht wissen…
Wo bleibt das Parteiausschlussverfahren gegen den?! DAS ist die EINZIG akzeptable Reaktion!
Aber keine Sorge die Clans haben schon neue U-Boote eingeschleust… bald geht in Absurdistan überhaupt nix mehr ohne deren Zustimmung…
Glaubt man mir wieder nicht… gut wir werden es sehen!
„Läßt vorerst ruhen“… echte Konsequenzen sehen anders aus. Soll lediglich der SPD und den Grünen den Einstieg in die islamogauchistische Koalition erleichtern.