Die „Christliche Diesel Union“

Der Ton zwischen der Deutschen Umwelthilfe e.V. und der CDU wird merklich ungemütlicher: Jürgen Resch bezeichnet die CDU als "Christliche Diesel Union", der neue Generalsekretär Paul Ziemiak nennt die Methoden der Umwelthilfe "verrückt". Dabei finanzierten auch CDU-Ministerien lange die DUH.

© Michele Tantussi/Getty Images

Der Chef der »Deutschen Umwelthilfe e.V.« Jürgen Resch bald ganz allein zu Hause? Hat ihn bald niemand mehr lieb? Toyota hat sich als langjähriger Sponsor von der DUH losgesagt, Krombacher ebenso. Beim grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, soll er Hausverbot haben.

Und jetzt noch das! Paul Ziemiak mag ihn auch nicht mehr. Der frischgebackene Generalsekretär der CDU fordert: »Neben einem zivilen Diskurs mit der Umwelthilfe wollen wir vernünftige Grenzwerte, die Sicherung von Arbeitsplätzen & nachhaltige Innovation in der Autoindustrie. Die Umwelthilfe aber strebt einen dogmatischen Kampf dagegen an. Das ist nicht gemeinnützig, sondern verrückt.«

Ähnlich wie seine Chefin, die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Die »droht« mittlerweile sogar der DUH mit einem Förderstopp und spricht von einem »Feldzug«.

Zuvor hatte die »Deutsche Umwelthilfe e.V.« die CDU als »Christliche Diesel-Union« beschimpft, weil die wiederum prüfen lassen will, ob die DUH weiter als gemeinnützig anerkannt werden soll. Gut, das entscheidet letztlich das zuständige Finanzamt. Dessen Chefin hat vor kurzem verlauten lassen, dass sie nicht an der Gemeinnützigkeit zweifelt.

Glücklicherweise hat Jürgen Resch noch seine Kumpels in den Ministerien und dem Umweltbundesamt, die ihm und seinem Verein in der Not mit ein paar fürstlich dotierten Staatsaufträgen zur Seite stehen. Die detaillierten Mittelzuflüsse aus allerlei Ministerien haben wir bereits im Februar 2018 dokumentiert. Darunter sind auch Unions-geführte Ministerium wie damals das Finanzministerium oder das Wissenschaftsministerium, die Landwirtschaft nicht zu vergessen, die alle von der DUH Gutachten bezogen und bezahlten.  Die DUH war ein treuer Diener dieser Herren. Woher nur kommt plötzlich der Zorn über den Zögling? Zudem gewinnt die DUH die Prozesse wegen Grenzwertüberschreitung auf der Basis von Grenzwerten, die einst von der Umweltministerin Angela Merkel in die europäische Politik eingeführt und in den darauffolgenden Jahren zur Norm wurden – auch mit Hilfe der deutschen Kanzlerin. Aber gut, dass die CDU dabei ist, ihre Fehler zu korrigieren. Spät genug. Die DUH ist mittlerweile zur machtvollen Organisation herangewachsen.

Und so hat die DUH auch den Berliner »Tagesspiegel« treu an der Seite. »Seit mehr als zehn Jahren hatte die DUH immer wieder nachgewiesen, dass die Angaben der Hersteller zum Spritverbrauch und der Abgasfahne ihrer Fahrzeuge nicht der Realität entsprachen«, schreibt er.

Nun gut, nachweisen geht eigentlich etwas anders, haben wir uns immer vorgestellt. So mit Beweisen, wissenschaftlich belegten Daten und so.

Der »Tagesspiegel« kommt zu dem Schluß: »So entbehren alle Vorwürfe der Substanz.« Er bringt den Knüller am Abend und rechtfertigt die Abmahnungen der DUH an die Autohäuser, die zum Beispiel CO2 Werte in etwas zu kleiner Schrift schreiben: »Tatsächlich folgt die ›Marktüberwachung‹ der DUH lediglich einem gesetzlichen Auftrag.«

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Kommentare ( 87 )

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„Jürgen Resch bald ganz allein zu Hause? “ Keine Sorge die SPD lässt die DUH nicht alleine und wird sie auch weiterhin großzügig mit deutschen Steuergeldern beschenken. „CDU/CSU stellen die Gemeinnützigkeit der DUH infrage und wollen zudem die millionenschwere Projekt-Förderung des Lobby-Vereins mit Steuergeldern beenden. Auf dem CDU-Parteitag im Dezember wurde eine Prüfung der Gemeinnützigkeit beschlossen. Ein Ergebnis steht noch nicht fest. Die SPD dagegen verteidigt die DUH. Vor allem das Bundesumweltministerium, das in Form von Projektförderungen zu den größten Finanziers des Vereins gehört. Einige SPD-Politiker gehen sogar noch weiter und fordern bereits ein künftiges Verbot von Benzinmotoren. Auch das… Mehr

Frau AKK darf gerade auf Anordnung ihrer Chefin, die sich, mal wieder, klever im Hintergrund hält, die DUH zurechtstutzen, wg. Wahlen und so. Lächerlich dieses absurde Schauspiel.

Langer Text und viele schwarze Peter, die hin und her geschoben werden. Dabei ist die Sache ganz einfach! WER hat denn diese unsäglichen Grenzwerte gesetzlich geregelt – hä? Dass dann jemand kommt und die Einhaltung einfordert, ist – wenn auch ärgerlich – nicht das ursächliche Problem. Eine CDU, die grüne Politik macht und zwar ohne Sinn und Verstand, schon eher. Von daher, alles nur Nebelkerzen……

Da haben sie absolut recht. Die CDUCSUFDPGRÜNELINKE und noch ein paar weitere „Umwelt- und Gesundheitsschützer“ haben über die Bande WHO und EUdSSR diese Phantasie-Grenzwerte in Gesetze gegossen, weil es ihrem ideologischen Hass auf den freien Individualverkehr (natürlich nur für andere) entspricht. Die willfährigen und durch reiche Gelder von der Politik gepamperten Erfüllungsgehilfen der DUH setzen die Einhaltung der Grenzwerte dann mit Hilfe der Gerichte, die sich natürlich an diese Gesetze halten müssen, durch. Nun ist aber die K… am dampfen weil der Michel anfängt (sehr leise) zu murren, so dass unsere Schranzen um ihre Pfründe angesichts der sich nähernden Wahlen… Mehr

Der Wind dreht sich,nun auch gegen die CDU?
Der Resch ist und bleibt ein armseliger Wadenbeisser,da kann er machen was er will!

Das die CDU,aber auch bestimmte Grüne sich vom Meister des Abmahnwahns abwenden ist gut,aber noch nicht genug.

Sollte der Resch sich einsam fühlen,ein kleiner Tipp:

Daß mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

Franz von Assisi

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Nein, die CDU kann sich nicht reinwaschen, die immer noch eine Angela Merkel bejubelt, die nach wie vor Verheerendes anrichtet. Die vormalige Christen-Union, heute Deutschlands Islam-Förderer-Partei Nummer eins, will hier nur rasch auf den Dampfer aufspringen, da sie spürt, dass der Wind sich auch in Sachen Diesel-Hysterie dreht. Populismus nenne ich sowas. Es gibt nur eine Partei, die sich konsequent und glaubhaft für die Interessen der Bürger, selbstverständlich auch der Dieselfahrer, einsetzt. Ich brauche sie wohl nicht beim Namen zu nennen. Es reicht der Hinweis, dass man sie ob ihrer Grundgesetztreue und ihrer Bürgernähe derzeit mit dem gleichgeschalteten Verfassungsschutz traktiert.

Endlich melden sich die zu Wort, die auf Grund ihrer wissenschaftlichen Kenntnisse allein befugt sind das Thema zu bearbeiten und Emotionen auch als solche auszuweisen. Vielen Dank dafür besonders Herrn Prof. Dr. Dieter Köhler. Der nun diese angeblichen Umweltaktivisten, für ihre Verschwendung und das Verbrennen enormer volkswirtschaftlicher Werte, mit wissenschaftlichen Argumenten konfrontiert. Es wird höchste Zeit, diese nur vom Normalbürger hauptsächlich kassierende Umweltindustrie endlich einmal wieder auf realistische Füße zu stellen. Entweder sind unsere Politiker so dumm deren angeblichen Beweisen zu glauben, oder sie verarschen uns nach Strich und Faden. Aber können auch wissenschaftlich gebildete Politiker mit Staatsverantwortung tatsächlich so… Mehr

„…oder sie verarschen uns nach Strich und Faden …“
JA – GANZ GENAU !!

Unsere Politiker haben sich verkauft und sind nur noch Marionetten.
Nicht sie sind es, die Politik machen, sondern Verbände, Räte, Vereine, Konzerne, NGOs u.ä.
Dafür werden diese mit hohen Steuergeldern „unterstützt“ oder genießen hohe Steuervergünstigungen. So kann man den Politikern auch nicht vorwerfen, dass sie es waren, die den Staat zerstört haben.
Genau das gleiche Modell wie bei Unternehmensberatungen: Hoch bezahlte Vorstände von Firmen bezahlen Riesensummen an Unternehmensberatungen, die die eigentlichen Aufgaben dieser Vorstände übernehmen.
Wenn das Ergebnis schlecht ist, darf alles auf die Unternehmensberatung abgeladen werden.

Toyota hat sich von der DUH verabschiedet nachdem das Ziel erreicht wurde den „Gegner“ und damit die deutsche Wirtschaft zu schwächen. Unter dem Strich war dieses Engagement für Toyota günstiger als das eigene Produkt zu verbessern. Das Toyota niemals moralische Interessen hatte ist dadurch sichtbar das sie Haus und Hoflieferant des IS waren und noch immer sind. Was die CDU betrifft vermute ich das ein Herr Soros die Partei für seine Interessen, Börsenwette gegen Deutschland, verpflichtet hat.

Alles Quatsch. Es wird Kreide gefressen bis die EU-Wahl vorbei ist.
Dann werden die Mineralölsteuer erhöht und alle Tempolimits durchgesetzt. Parallel gibt es Fahrverbote ohne Unterlass sowie Tempo 30 flächendeckend in Innenstädten und verschärfte Kontrollen.

In der CDU merkt man das die Felle davon schwimmen. Anders als in der Flüchtlingskrise kann man aber hier noch die Reißleine ziehen.