Wirklichkeit als Wunsch und Vorstellung von Politik und Medien

„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“ Auf diesen…

VON Roland Tichy | Di, 22. September 2015
Big Party der Planwirtschaftler, Betrüger und Bettler

Wenn man glaubt, was man so hört und liest, dann steht…

VON Roland Tichy | So, 20. September 2015
Die NZZ rechnet mit deutschen Medien ab

„Angesichts der Flüchtlingswelle haben die Medien, besonders in Deutschland, die kritische…

VON Roland Tichy | Sa, 19. September 2015
Chef des Migrationsamts zurückgetreten: Chaos pur

Der Präsident des Bundesamts für Migration, Manfred Schmidt, ist zurückgetreten. Aus…

VON Roland Tichy | Do, 17. September 2015
Wie Merkel in der Kommunikation versagt

Angela Merkel gilt ja als Physikerin der Macht, die die Wirkung…

VON Roland Tichy | Mo, 14. September 2015
Wie Jungs zu schlechten Schülern gemacht werden

Zum Schulbeginn jubelt die Gender-Studie der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration…

VON Roland Tichy | So, 13. September 2015
Keine Migrationspolitik: Selbsttäuschung und Wirklichkeitsvermeidung als Politikersatz

Wir werden immer mehr, aber immer einsamer: Es ist grotesk, in…

VON Roland Tichy | Fr, 11. September 2015
Stimmung so gut wie die Lage - Deutschland vor dem Herbst

Ob es etwas mit diesem wunderbaren Sommer zu tun hat, der in einen goldenen Herbst übergeht? Über 90 Prozent der Deutschen fühlen sich pudelwohl. Genauer gesagt, diejenigen, die zwischen 30 und 59 Jahre alt sind; soviel Genauigkeit vor den Meinungsforschern von Allensbach muß sein, die das für eine Versicherung erhoben haben. Es geht uns also gold. Dieses Lebensglück teilt sich mit: Viele Deutsche, auch solche, die eigentlich gegen Zuwanderung sind, helfen Flüchtlingen. Es geht um Menschen.

VON Roland Tichy | So, 6. September 2015
Solidarität mit dem Zwangs-Hörgerät

Die Unternehmensberaterin Dr. Yvonne H. (der Name ist mir bekannt, und wie) aus Stuttgart schreibt mir, ich sei „unwürdig“, „unerträglich“, kurz, eine „Zumutung“. Kritik kann ich ertragen; Pöbeleien gibt es nicht nur per Facebook, sondern auch per Fax (übrigens: wenn das erst dem Justizminister klar wird, dann Gnade Gott den Fax-Anbietern). Auch wenn Frau Doktor von der gleichnamigen Unternehmensberatung nicht sagt, worüber sie sich jetzt ärgert; aber vermutlich denkt sie nur noch in "Bullet-Points" und nicht in Sätzen - ihre Rechtschreibung legt das nahe. Der einzige Grund, über den sich Frau Dr. H so ärgert über mich: „Sie scheinen in einem Alter angelangt, dass für Sie zwingend ein Hörgerät vorschreibt“.

VON Roland Tichy | So, 30. August 2015
Wir haben nicht nur ein Flüchtlingsproblem, sondern auch das Problem Politikversagen

Über 800.000 Flüchtlinge allein in diesem Jahr: Es ist großartig, wie viele Menschen sich in Deutschland für die Neuankömmlinge einsetzen, ihre Herzen und buchstäblich ihre Türen öffnen. Wer in Not ist, wird nicht allein gelassen. Manchmal wirkt Deutschland träge und satt. Dabei warten die Menschen nur auf einen Anlass, um ihre Größe zu zeigen.

VON Roland Tichy | So, 23. August 2015
Literatur wird wieder zensiert und missliebige zerstört

Bücher brennen wieder in Bad Dürrheim: 3200 Bücher der Stadtbibliothek wurden  vernichtet. Fairerweise muss gesagt werden: Ob sie nur geschreddert oder gleich verbrannt wurden - das entzieht sich unserer Kenntnis. 

VON Roland Tichy | Mo, 17. August 2015
Was plant die chinesische Regierung?

„Die feuchten Winde des Herbstes ächzen und seufzen. Nichts hat sich geändert, nur das Leben der Menschen“. Das ist ein Kurzgedicht des chinesischen Revolutionärs und Massenmörders Mao Tse-tung, dessen lyrische Begabung in einem merkwürdigen Gegensatz zu seiner menschenfressenden Brutalität steht.

VON Roland Tichy | Sa, 15. August 2015
Deutschland als Umweltverschmutzer

Deutschland lobt sich ja gerne selbst für die Energiewende und feiert sich als Vorbild für die Welt. Schade nur, dass niemand dabei mitmacht - und statt Anerkennung machen sich eher Spott und Kritik breit. Und das ausgerechnet in Frankreich!  

VON Roland Tichy | Mi, 12. August 2015
Mit der heutigen Politik verlieren alle - bis auf die Schlepper

Offiziell sollen bis zum Jahresende 450.000 Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden. Wie das gehen soll - dafür gibt es keine Vorstellung. Zeltstädte im Winter und schon jetzt teilweise chaotische Zustände - das kann keine Lösung sein. Deutschland braucht eine grundsätzliche Flüchtlings-Debatte, die die Fakten und die Folgen diskutiert und prüft.

Wer hat was von dieser Fluchtbewegung? Auch diese Frage muss gestellt werden.

VON Roland Tichy | Sa, 8. August 2015
Nach Entlassung des Generalbundesanwalts steht der Justizminister in der Kritik

Am Anfang war ein ein Affärchen, jetzt wird es zu einer Krise des Bundesjustizministers Heiko Maas.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht von den Umständen der durch Maas ausgesprochenen Entlassung des Generalbundesanwalts von einer „Bananenrepublik.“

Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Netzpolitik.org eine "Strafvereitelung im Amt". Der Verein der Bundesrichter und Bundesanwälte beim BGH greift den Minister frontal an.

VON Roland Tichy | Mi, 5. August 2015
Warum die EZB Inflation nicht mehr bekämpfen kann

Erst jeden Tag Griechen-Drama bis zum Überdruss - und jetzt Stille: Ist jetzt alles gut mit dem Hilfsprogramm von 86 Milliarden Euro? Was bedeutet das langfristig für die EU, und vor allem: Für die Zukunft der Europäischen Zentralbank als Instititution, die die Währungsstabilität bewahren soll?

VON Roland Tichy | So, 2. August 2015

Nun steigt der IWF voraussichtlich aus dem neuesten Hilfspaket für Griechenland aus. Das ist eine Bankrotterklärung; diesmal nicht für das bankrotte Griechenland, sondern gleich auch noch für die Bundesregierung. Und dabei geht es nicht um die Milliarden, die der IWF nicht einsetzt, und die jetzt den Anteil Deutschlands erhöhen.

Der IWF stellt das Grundprinzip der Hilfen seit 2010 in Frage.

Und er zwingt die Bundesregierung zur Ehrlichkeit: Sie muß jetzt die deutschen Verpflichtungen offenlegen.

VON Roland Tichy | Fr, 31. Juli 2015
Ausgleichs- und Ruhezeiten müssen sein - aber anders

Früher, in dem Stahlwerk, in dem ich aufgewachsen bin, hat die Werksirene dreimal geheult: Um 7 Uhr zum Arbeitsbeginn, dann sind die Arbeiter durchs Fabriktor gelaufen. Um 13 Uhr, da wurden die Butterbrote aus dem Papier gewickelt und der Henkelmann aufgeschraubt. Und um 17 Uhr, dann schlurften die Männer (ja, es waren nur Männer) wieder durch das Fabriktor, diesmal in die andere Richtung; langsamer und müde. Der streng geregelte Acht-Stunden-Tag galt damals als Fortschritt. Aber heute? 

VON Roland Tichy | So, 26. Juli 2015
Die Kita als neue Norm der totalen Verfügbarkeit

„Ein jeder soll nach seiner Façon selig werden“. Das sagte der alte Fritz 1740 und holte Hugenotten, Katholiken und Juden in sein preußisches Königreich. Ein jeder nach seiner Art und Weise, wie es ihm gefällt - nichts ist so schwer. Jetzt tobt ein neuer Krieg - zwischen Müttern, die ihre Kinder in der Kita abgeben, und denen, die sie zu Hause großziehen.

VON Roland Tichy | Sa, 25. Juli 2015
Europa stirbt an Athens Tricks und Plünderungen

Die Griechen machen endlich Reformen, Europa kann gerettet werden, die Verhandlung über ein neues 86-Milliarden-Paket können beginnen. So jubeln seit gestern die Europa-Politiker in Brüssel und viele Medien, weil Tsipras ein Reformpaket im Parlament durchgedrückt hat. So lässt ZDF-heute verhärmte Griechen zu Wort kommen, die über diese „Reformen gegen das Volk“ wettern, die alle arm machen. Aber der mutige Tsipras, der neue Held vom Lerchenberg, kämpft für Europa - so das Märchen in Form eines Dokudramas in den Nachrichten. Es hat zwei Kapitel, so die Mehrheit der gestrigen Berichterstattung. Die Griechen reformieren, und diese Reformen sind ungerecht und schaden dem Volk.

VON Roland Tichy | Fr, 24. Juli 2015