Erst den Diesel verteufeln, dann für 240.000 Euro zurückrüsten. Heidelberg demonstriert die Absurdität grüner Verkehrspolitik. Der Steuerzahler finanziert zunächst absurde Experimente und anschließend, wenn die Wirklichkeit gar nicht mehr zu leugnen ist, den Rückbau zur Funktionalität.
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Heidelberg rüstet seinen Wasserstoff-Müllwagen für weitere 240.000 Euro auf Diesel um. In Leipzig stehen die millionenteuren Fahrzeuge häufiger still, als sie im Einsatz sind. Und in Duisburg schließt die einzige Wasserstofftankstelle. Wer künftig Wasserstoff tanken will, muss dafür eine Fahrt von insgesamt 80 Kilometern auf sich nehmen. Auch Wiesbaden hat sein Wasserstoff-Abenteuer längst beendet. Mehr als sechs Millionen Euro für zehn Wasserstoffbusse, eine Tankstelle für 2,159 Millionen Euro und ein Werkstattumbau für weitere 39.000 Euro: Die Stadt wollte beim klimafreundlichen Nahverkehr vorangehen. Doch nach nicht einmal einem Jahr war Schluss. Die Busse wurden verkauft, die Tankstelle abgebaut.
Der Bund hat bereits 140 Millionen Euro in Elektro- und Wasserstoff-Müllwagen gesteckt. Die Bilanz der grünen Verkehrswende: hohe Kosten, lange Ausfallzeiten und millionenschwere Fehlinvestitionen. Aber für die Wunschträume unserer woken Pippi-Langstrumpf-Politik ist offenbar kein Preis zu hoch. Und am Ende muss doch wieder der Diesel her. Eines der absurdesten Beispiele dieser Politik lässt sich derzeit in Heidelberg besichtigen. Erst werden mit Steuergeld Fahrzeuge angeschafft, die nicht zuverlässig fahren. Dann wird erneut Steuergeld ausgegeben, um sie auf Dieselbetrieb umzurüsten, damit sie überhaupt wieder eingesetzt werden können.
In Heidelberg lässt sich dieses Prinzip, so berichtet die Bild, inzwischen auf Euro und Einsatztag genau beziffern. Knapp 1,2 Millionen Euro kostete ein Wasserstoff-Müllwagen, mehr als 744.000 Euro steuerte der Bund bei. Das Fahrzeug sollte klimafreundlich Abfall einsammeln. Tatsächlich verbrachte es aber den Großteil seiner Zeit in der Werkstatt oder stand ungenutzt herum.
2025 war der Müllwagen gerade einmal 41 Tage im Einsatz. 114 Tage verbrachte er in der Werkstatt, weitere 65 Tage stand er still. 2026 verschlechterte sich die Bilanz weiter. Bis zum 7. August war das Fahrzeug an lediglich 23 von 148 erfassten Tagen im Einsatz.
Jetzt zieht Heidelberg Konsequenzen aus dem Desaster. In der offiziellen Beschlussvorlage des Haupt- und Finanzausschusses heißt es, das Fahrzeug werde „nie in einen dauerhaften zuverlässigen Betriebszustand versetzt werden können“. Die Lösung: Für weitere 240.000 Euro soll der vorhandene Müllaufbau auf ein neues Fahrgestell mit Dieselmotor gesetzt werden. Deutlicher lässt sich das Scheitern eines millionenschweren Technologieexperiments kaum dokumentieren.
Leipzig: 17,66 Millionen Euro für eine Einsatzquote von nicht einmal 50 Prozent
Heidelberg ist allerdings keineswegs ein Einzelfall. In Leipzig wurden 16 Wasserstoff-Müllwagen für insgesamt 17,66 Millionen Euro angeschafft. Ihre Einsatzquote lag im Sommer 2026 den vorliegenden Angaben zufolge bei gerade einmal 45,6 Prozent. Die millionenteuren Fahrzeuge standen also häufiger still, als sie im Einsatz waren.
Laut einer Anfrage der AfD flossen seit 2020 insgesamt 140 Millionen Euro Fördermittel in 422 Müllfahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb. Allein 96 Millionen Euro entfielen auf 165 Wasserstofffahrzeuge.
Auch in Wiesbaden musste man die Versuche zur Weltenrettung bereits nach kurzer Zeit wieder beenden. Für mehr als sechs Millionen Euro wurden zehn Wasserstoffbusse für den städtischen Nahverkehr gekauft. Die dazugehörige Wasserstofftankstelle kostete weitere 2,159 Millionen Euro, der notwendige Werkstattumbau noch einmal 39.000 Euro.
Kurz vor Weihnachten 2021 fuhren endlich die ersten beiden eigenen Wasserstoffbusse im Linienverkehr. Die Verantwortlichen feierten das Projekt als „technologieoffen“, „modern“, „innovativ“ und „nachhaltig“. Von einem „Meilenstein“ war die Rede. Doch schon im Oktober 2022, also nach nicht einmal einem Jahr, verschwanden die Busse wieder aus dem Linienverkehr. Mitte Dezember folgte das endgültige Aus.
Die ESWE Verkehr, eine GmbH im alleinigen Eigentum der Stadt Wiesbaden, verkündete verklausuliert, man strebe „mit einer Neuausrichtung seines Fuhrparks die Verabschiedung der Brennstoffzellenbusse an“.
Die Begründung ist bemerkenswert: Bereits der gleichzeitige Betrieb von Diesel- und Elektrobussen sei für die Werkstattinfrastruktur „schon sehr anspruchsvoll“, erklärte der Geschäftsführer. Für eine dritte Antriebsart reichten weder die Abstellflächen noch die Werkstattkapazitäten aus. Hinzu kamen unerwartet stark gestiegene Wasserstoffkosten.
Und so muss die Rettung der Welt doch noch ein klein wenig warten.


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