Angela Merkel ist wieder das Tagesgespräch auf den Social-Media-Plattformen – auch wenn ihr das diesmal nicht ganz so angenehm sein dürfte: Ihre Ausfahrt mit zwei gepanzerten Audi-A8-Limousinen und vier Personenschützern zur Bäckerei in Berlin-Mitte wird ziemlich emotional diskutiert.
Screenshot X, @TheColdJack
Ob sie nun tatsächlich bei der nächsten Bundespräsidenten-Wahl am 30. Januar 2027 antreten wird, ist bekanntlich noch nicht entschieden; für die Selbstdarstellung als Staatsoberhaupt im Schloss Bellevue wird offenbar schon geübt – mit dem Besuch einer Bäckerei-Filiale. Passanten filmten die Kanzleramts-Pensionistin beim Verlassen des kleinen Geschäfts in Berlin-Mitte.
Was auf diesem Handy-Video zu sehen ist, sorgt nun für Aufruhr in sozialen Netzwerken. Die Ex-Kanzlerin, die nach ihren polarisierenden Aussagen mit Langzeitfolgen vor Terroristen, russischen Wegwerf-Spionen oder auch vor massiv verärgerten Bürgern geschützt werden muss, benötigt nämlich für den Bäckerei-Besuch gleich zwei gepanzerte Limousinen. In den schwarzen Audis sitzen vier Personenschützer.
— ColdJack (@TheColdJack) September 21, 2026
Der Aufwand für den Einkauf einiger Brötchen bei der Wiener Bäckerei in der Tucholskystraße bringt Angela Merkel harte Kommentare auch auf Twitter ein. So schreibt etwa Peter Borbe in einem Posting: „Merkel beim Brötchenholen: Eine kleine Szene, die die Abgehobenheit der politischen Kaste eindrucksvoll dokumentiert. Es ist ein modernes Feudalsystem.“
Weitere Dutzende Postings zu dem Kurzfilm folgen. Auch Twitter-Userin @EverydayisWednesday kritisiert: „Zwei gepanzerte Fahrzeuge, mehrere Personenschützer, im absoluten Halteverbot, in zweiter Reihe. Weil die Sonnenkönigin „einkaufen gehen“ spielen will. Würde irgendein Hansel die Brötchen für sie holen, wäre der Job erheblich günstiger zu erledigen. Aber dann hätte sie nicht ihr Erlebnis von Bürgernähe. Das wir natürlich gerne auf Steuerzahlerkosten finanzieren. Neofeudalismus.“ Und der Kameramann des Handy-Videos, @TheColdJack, meint: „Merkel beim Brötchenholen, vier Straßen entfernt von ihrem Wohnsitz in Berlin-Mitte. Mit ihrer toxischen Migrationspolitik hat sie den Grundstein für das fatale Ergebnis der gestrigen Berlin-Wahl gelegt.“
Kritiker stellen auch eine Grundsatzfrage: Die Aufnahme aus der Tucholskystraße zeige nicht nur eine Frau vor einer Bäckereitheke, sie zeige auch „ein System, das den Unterschied zwischen notwendigem Schutz und demonstrativem Aufwand längst aus den Augen verloren hat“.
Umgerechnet auf das Brötchen dürfte der Aufwand für die Ex-Kanzler etwa 1000 Euro das Stück ausmachen. „Und jeder Steuerzahler darf sich fragen, ob er das noch für angemessen hält“, kommentiert dazu @Mueller_NJ_USA.

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