Ihr Mitarbeiter sollte Kleidung tragen, die „am Hintern enger sitzt" – und es sollen noch weitere unerwünschte Liebesbekundungen dokumentiert sein: Jetzt tritt Constanze Oehlrich (51), Parteivorsitzende der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, wenige Tage vor der Wahl zurück.
picture alliance/dpa | Jens Büttner
Die Politikerin begründete den Schritt mit einer anhaltenden persönlichen Belastung durch erneute öffentliche Berichte über bereits bekannte Vorwürfe. „Dieser Schritt ist ausdrücklich keine Bestätigung der gegen mich erhobenen Vorwürfe“, betonte sie in einer Mitteilung der Fraktion. Sie wolle damit ihre Partei, ihre Familie und sich selbst vor weiteren Verletzungen schützen.
Letzter Auslöser für den Rücktritt war ein Bericht der WELT über ein Schreiben zweier Fachberatungsstellen aus Greifswald und Stralsund vom Juli 2026. Darin wird Oehlrich vorgeworfen, über Jahre hinweg einen deutlich jüngeren Fraktionsmitarbeiter mit unerwünschten Liebes- und Gefühlsbekundungen bedrängt zu haben.
Der Betroffene, der eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte, schilderte demnach unter anderem, dass Oehlrich sich über seine Kleidung beschwert habe – er trage „zu wenig körperbetonte Kleidung“, die „am Hintern enger sitzt“. Die Beratungsstellen bewerteten dieses Verhalten als anzüglich und grenzüberschreitend. Wegen des klaren Machtgefälles zwischen Vorgesetzter und Mitarbeiter sei die Situation für den Betroffenen einschüchternd und psychisch belastend gewesen.
Oehlrich weist jede sexuelle Motivation zurück
Die Vorwürfe reichen bis in den September 2022 zurück. Bereits im Jahr 2025 hatte der Mitarbeiter eine Beschwerde nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz eingereicht. Eine von der Grünen-Fraktion beauftragte Anwaltskanzlei prüfte den Fall und kam zu dem Ergebnis, dass weder ein Verstoß gegen das Gesetz noch ein fehlerhaftes Führungsverhalten vorliege. Oehlrich selbst hatte damals eingeräumt, einzelne Formulierungen seien „unglücklich“ gewesen, wies aber jede sexuelle Motivation und den Vorwurf der verbalen sexuellen Belästigung entschieden zurück. Die Bemerkung zur Kleidung habe sich ausschließlich auf ein angemessenes dienstliches Auftreten bezogen, argumentierte Constanze Oehlrich.
Trotz des Entlastungsversuchs durch die Kanzlei flammte der Konflikt nun im Sommer 2026 erneut auf: Der grüne Abgeordnete Hannes Damm, der den Betroffenen intern unterstützt hatte, war bereits im Dezember 2025 wegen eines zerrütteten Vertrauensverhältnisses aus der Fraktion ausgeschlossen worden. Er klagt gegen den Ausschluss vor dem Landesverfassungsgericht, die damit verursachte öffentliche Debatte setzte Oehlrich zusätzlich unter Druck.
Für die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern kommt der Rücktritt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Am 20. September 2026 wird ein neuer Landtag gewählt. Oehlrich war ursprünglich als Spitzenkandidatin nominiert worden. Nach parteiinternen Auseinandersetzungen wurde die Landesliste im Januar 2026 neu gewählt; die Bundestagsabgeordnete Claudia Müller übernahm den ersten Platz. Oehlrich blieb zunächst Fraktionsvorsitzende, zog nun aber auch aus diesem Amt die Konsequenzen. Vorläufig übernimmt der bisherige Stellvertreter Harald Terpe die Amtsgeschäfte.
Die Grünen kämpfen in Mecklenburg-Vorpommern laut aktuellen Umfragen um den erneuten Einzug in den Landtag – eine auf Social-Media-Plattformen emotional geführte öffentliche Debatte über Doppelmoral und Anstand hilft dabei wenig.


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Ohne zu wissen, was von den Vorwürfen stimmt: Das Grundproblem der ganzen Sexismus-Diskussion ist doch, dass es in linksgrünen Kreisen nur männliche (Verzeihung: als männlich gelesene) Personen als Täter vorsieht. [Wie auch z. B. beim Thema häusliche Gewalt.] Frauen, als weiblich gelesene Personen, sind doch aber auch sexuelle Wesen, die sich danebenbenehmen können, psychische Gewalt ausüben, usw. Auch beim sog. Catcalling (sollte es dazu nicht noch zeitnah einen Gesetzentwurf geben?) wird grundsätzlich zumindest unausgesprochen unterstellt, nur Frauen seien Opfer. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig im DLF: Beim sogenannten „Catcalling“ handele es sich jedoch um eine massive sexuelle verbale Belästigung und nicht um… Mehr
„Die Bemerkung zur Kleidung habe sich ausschließlich auf ein angemessenes dienstliches Auftreten bezogen, argumentierte Constanze Oehlrich.“
So angemessen, wie Oehlrich selber, wenn ich mir das Foto anschaue? Oder wie Claudia Roth in ihrer üblichen Geisterbahn-Aufmachung? Oder wie einst „Tessa“ Ganserer?
Ich bin einer alter Mann, der sich wehmütig an Zeiten erinnert, zu denen die Damen beim Flirten alles einsetzten, was sie zu bieten hatten. Heute gilt hingegen jedes Kompliment, jedes Tür- Aufhalten als Bestandteil toxisch männlicher „Vergewaltigungskultur“. Wem wir dies zu verdanken haben, wissen wir. Jetzt schlägt das Imperium zurück. Gut so!
Die Grünen haben sich nie geändert und waren schon immer so, denn zum einen hat ihr nicht unbedingt heller Geist gerade noch ausgereicht um den Umsturz vorzubereiten und gleichzeitig waren sie auch sehr bewegt in jungen Jahren unterhalb der Gürtellinie viel Zeit zu verbringen, wo man dann auf Wallfahrt nach Indien und anderswo gegangen ist um die innere Seelenpein zu befriedigen und sich jeder normale Mensch schon damals gefragt hat, wo sie das ganze Geld hernehmen um sich diesen Luxus zu gönnen, der anderen versagt geblieben ist, weil der bindende Alltag sie daran hinderte das gleiche zu tun. Was damals… Mehr
Ganz unabhängig von diesem konkreten Fall, wirkten die Grünen auf mich schon immer wie eine Partei mit äußerst großer Anziehungskraft auf Menschen mit gravierender, psychischer Problematik!
So sehr ich die Grünen ablehne: Wenn der einzige Vorwurf ist, dass sie sich enger ansitzende Kleidung gewünscht hat, dann schießt man auch hier über das Ziel hinaus. Mobbing durch Untergebene ist vorprogrammiert.
Die Grünen. Vorwurf sexueller Belästigung. Jahrelang. „Fachberatungsstellen“ (?). Eidesstattliche Versicherung. Irgendwie riecht das merkwürdig. Oder? Da war doch was.
Interne kämpfe in der Fraktion haben angefangen. Kein Wunder mit so viele Weiber und nur 5% Unterstützung bei den Bürgern.
> Ihr Mitarbeiter sollte Kleidung tragen, die „am Hintern enger sitzt“ – und es sollen noch weitere unerwünschte Liebesbekundungen dokumentiert sein: Jetzt tritt Constanze Oehlrich (51), Parteivorsitzende der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, wenige Tage vor der Wahl zurück.
Offenbar der einzige gangbare Grund – wenn man aber mit Klimagedöns die Realwirtschaft pulverisiert, zählt das nicht?
Ist es in Anbetracht des Klimawandels mit drohendem Hitzetod nicht anerkennenswert, dass der Mitarbeiter überhaupt Kleidung trägt?
Bei Frau Oehlrich sollte man dankbar sein, dass sie sich für Kleidung entschlossen hat. Man möchte sich Details gar nicht vorstellen müssen.
„Das Bropplehm sint Männerr“ meint die rote Heidi.