Der Golfkrieg erinnert an fast drei Jahrhunderte Piraten aus den türkischen Emiraten Algier, Tunis und Tripolis im Mittelmeer. Warum beendeten ausgerechnet die jungen USA die Piratenplage? Der Beitrag von Wolfgang Sachsenröder erschien bei tabularasa am 5. September 2024.
IMAGO / Anadolu Agency
Ende des 18. Jahrhunderts strebte der europäische Kolonialismus rasant auf seinen Höhepunkt zu, vor allem der britische. Die gerade 1783 unabhängig gewordenen Vereinigten Staaten expandierten nicht nur auf dem eigenen Kontinent, sondern entwickelten auch sehr schnell weltweite Handelsinteressen, die sie bald darauf auch militärisch zu verteidigen wussten.
Bei der wachsenden aus Europa einwandernden Bevölkerung war die internationale Ausrichtung des neuen Staates kein Wunder. Sie verstärkte sich durch die Kampferfahrung gegen die britische Kolonialmacht, nicht zuletzt im Seekrieg.
Entscheidend wurde allerdings die Gründung des United States Marine Corps 1798 unter Präsident John Adams. Hinzu kam eine Reihe von Innovationen im Schiffbau und deren Bedeutung im Handelswettbewerb sowie für den militärischen Schutz der Schiffe. Die Häfen der Ostküste, Baltimore, Boston, Portland, Mystic, Plymouth und andere hatten schon durch den Walfang, der das unabdingbare Lampenöl lieferte, einen erheblichen Bedarf an Schiffsneubauten.
Aber Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten amerikanische Reeder den Baltimore Clipper und ähnliche Windjammer, die weniger Laderaum hatten, aber deutlich schneller waren als die europäische Konkurrenz und diesen besonders im Tee- und Opiumhandel davonfuhren. Opium, Wein, Baumwolle, Olivenöl, Gewürze und vieles mehr wurden im Mittelmeerraum gehandelt und wurden mitsamt den Schiffen und ihren Mannschaften über fast drei Jahrhunderte lang zur Beute der Piraten aus den türkischen Vasallenemiraten Algier, Tunis und Tripolis im heutigen Libyen sowie Marokko.
Unter den Namen Sarazenen, Barbaresken, Mauren oder Morisken verbreiteten die Korsaren auf der Nordseite des Mittelmeers Angst und Schrecken und machten Befestigungsanlagen und Wachtürme notwendig, die bis heute vielen bekannten Urlaubszielen eine romantische Note geben. Zu Lande und zu Wasser machten sie aber auch Jagd auf Menschen, die als Sklaven verkauft wurden. Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von 1782 vermittelt bis heute eine Ahnung, wie dieser Menschenhandel damals auf Europa wirkte. Die Piraten brauchten vor allem Männer für die Galeeren, die wegen ihrer Wendigkeit bis ins 19. Jahrhundert im Gebrauch waren. Die Sklavinnen wurden allerdings selten so nobel behandelt wie in Mozarts Oper.
In Nordafrika florierte der Sklavennachschub aus beiden Richtungen, aus Schwarzafrika, auch mit Weiterverkauf in die koloniale Plantagenwirtschaft des amerikanischen Kontinents, und aus Europa. Die Anzahl der von den Piraten gefangenen europäischen Sklaven wird von Historikern auf bis zu 1,25 Millionen geschätzt. Dass darunter auch viele Deutsche waren, belegen die Bemühungen der Hansestädte, durch Beiträge der Seeleute und Spenden den Freikauf der Sklaven zu organisieren.
Die Hamburger Sklavenkasse gab zwischen 1719 und 1747 für die Freilassung von 633 Seeleuten insgesamt 1,8 Millionen „Mark Banco“ aus. In Italien und Spanien gab es in jeder Kirche eine besondere Kollekte für die „armen Sklaven“. Einer der berühmtesten Freigekauften war der spanische Schriftsteller Miguel Cervantes, der Autor des Don Quixote, der fünf Jahre lang in Algier als Sklave festgehalten wurde.
Die Anzahl gekaperter Handelsschiffe war enorm. In einer Liste des französischen Konsulats in Algier wird für die Jahre 1613 bis 1621 die folgende Anzahl von Schiffen genannt, die allein von den Algeriern gekapert wurden: 447 holländische, 193 französische, 56 deutsche, 60 englische, 120 spanische und 60 provenzalische. Das Geschäft der Piraten, die nach 1492 erheblichen Zulauf von den aus Spanien vertriebenen Mauren bekommen hatten, war so lukrativ, dass sich den ursprünglichen Berbern, die den Barbaresken den Namen gegeben hatten, auch Araber, Türken, Niederländer, Griechen und Briten anschlossen. Zu den erbeuteten Waren aus den gekaperten Handelsschiffen kamen die Verkaufserlöse bei den Sklavenhändlern einschließlich der Lösegelder und später auch pauschale Schutzgelder, die einzelne Länder zahlten, damit ihre Schiffe verschont blieben.
Warum beendeten ausgerechnet die jungen USA die Piratenplage?
Gerade die Schutzgeldzahlungen wurden den Piraten schließlich zum Verhängnis. Ende des 18. Jahrhunderts begannen die europäischen Seemächte England, Schweden, Dänemark und die Niederlande, die Piraten energischer zu bekämpfen, blieben aber weitgehend erfolglos. Viele zahlten Schutzgelder, darunter Großbritannien, die Hansestadt Hamburg und die jungen Vereinigten Staaten. Bereits 1785 zahlten die USA pro Jahr eine Million Dollar an die Tripolitaner und Marokkaner, was etwa zehn Prozent des Staatshaushalts ausmachte. Im Jahr 1800 stiegen Tribute und Lösegelder auf 20 Prozent des Etats.
Als Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, die Zahlungen verweigerte, verstärkte Tripolis die Angriffe auf amerikanische Schiffe. Jefferson ordnete daraufhin den Bau weiterer Kriegsschiffe und eine Blockade der Korsarenfestung Tripolis an, worauf der dortige Pascha 1801 den USA den Krieg erklärte. In zahllosen kleineren Scharmützeln und den sogenannten Barbareskenkriegen, dem Amerikanisch-Tripolitanischen Krieg (1801-1805) und dem Amerikanisch-Algerischen Krieg (1815), machten die überlegenen Kriegsschiffe und die US-Marines dem Piratenunwesen schließlich ein Ende. Das erlöste auch die Nordseite des Mittelmeers und die europäischen Handelsflotten von den endlosen Raubzügen der Korsaren.
Die US-Marines, bis heute eine Elitetruppe mit Traditionsbewusstsein, erinnern sich immer noch an die Schlachten um Tripolis. Die Anfangszeilen ihrer Hymne lauten „From the hall of Montezuma to the shores of Tripoli“. Militärhistorisch interessant ist die innovative Weiterentwicklung der amerikanischen Kriegsschiffe. Sie wurden Anfang des 19. Jahrhunderts nicht nur deutlich größer als die europäischen, sondern waren auch mit mehr Kanonen und Mannschaften ausgestattet.
Eins davon ist die USS Constitution, erbaut 1797 in Boston, das heute weltweit älteste erhaltene und noch seefähige Schlachtschiff. Eine für die Kampfkraft der Constitution mitentscheidende Innovation war die Verkleidung des Schiffsrumpfes mit dem außerordentlich harten Holz der Virginia-Eiche, das feindliche Kanonenkugeln so gut wie wirkungslos abprallen ließ. Die Constitution wurde deshalb auch „Old Ironside“ genannt. Für die weitere Instandhaltung unterhält die Navy einen eigenen Wald in Indiana mit den auch „white oak“ genannten Virginia-Eichen.
US-Marines und US-Navy heute
Die Geschichte der US-Marines inspiriert bis heute die Einheiten und Mannschaften. Die lange Tradition und die heute über alle fünf Weltmeere dominierende Rolle der US-Navy tragen zum Selbstwertgefühl ihres Personals und der verantwortlichen Politiker bei. Die technisch anspruchsvollen Aufgaben auf den Schiffen und an den Waffen geben den amerikanischen Marinesoldaten ein elitäres Bewusstsein, das die Eintönigkeit und Enge des Lebens an Bord ausgleicht. Ein weiterer Faktor ist die administrative Aufteilung im Verteidigungsministerium. Die Marine hat zwei Unterabteilungen, die U.S. Navy und das U.S. Marine Corps, was den internen Wettbewerb und den Korpsgeist als Elitetruppe fördert. Weit an der Spitze stehen aber die legendären United States Navy „Sea, Air, and Land“ (SEAL) Teams, kurz Navy SEALs genannt. Auswahlkriterien und Härte der Ausbildung sind extrem, ihr Motto „The only easy day was yesterday“ spricht für sich.
Für uns Deutsche ist diese Art ungebrochenen Stolzes auf so weit zurückliegende kriegerische Ereignisse und Traditionen natürlich kaum vorstellbar, gerade bei der Marine. Die von Kaiser Wilhelm mit dem Motto „Deutschlands Zukunft liegt auf dem Meer“ 1896 eingeleitete Flottenpolitik wurde von Großbritannien als Bedrohung empfunden und trug zur Inkubation des Ersten Weltkriegs bei. Und im Zweiten Weltkrieg als erfolgreich gefeierte Einsätze der deutschen Kriegsmarine sind mit der Aufarbeitung der Niederlage weitgehend in den Archiven verschwunden. Das schwierige historische Erbe belastet auch die Personalsituation der Bundeswehr, die durch den Krieg in der Ukraine noch einmal mit deutlich weniger Bewerbungen konfrontiert ist. Ende Dezember 2023 waren laut Statista 20.898 Unteroffiziers– und Offiziers-Dienstposten nicht besetzt.
Die Zukunft des Seekriegs und die Verteidigung Deutschlands
Seit dem für Europa außerordentlich hilfreichen Sieg der amerikanischen Marines über die maghrebinischen Piraten Anfang des 19. Jahrhunderts haben sich Schiffbau und Seekrieg lange Zeit nur langsam entwickelt. Es kamen immer mehr Panzerungen und stärkere Feuerkraft hinzu, dazu die U-Boote und ihre Bekämpfung unter Wasser und aus der Luft, schließlich die gigantischen Flugzeugträger unserer Zeit.
Ein Artikel vom Januar 2024 (Difference Between U.S. Navy And Marine – VIVA DIFFERENCES) beschreibt die Gesamt-Tonnage der Navy als so viel wie die Schiffe der nächsten 13 Länder zusammen. Doch der Vorsprung schrumpft, vor allem durch den chinesischen Flottenausbau, der in den USA zunehmend Befürchtungen erzeugt, dass die eigene Dominanz gefährdet ist. In Zukunft dürfte es immer schwieriger werden, diese aufrecht zu erhalten. Vor allem die Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer oder die erfolgreichen ukrainischen Attacken auf die russische Schwarzmeerflotte sind deutliche Zeichen, dass auch der Seekrieg immer asymmetrischer wird.
Drohnen, auch unter Wasser, verändern rapide Taktiken und Strategien, hinzu kommen waffentechnische Neuerungen wie schnellere und treffsichere ballistische Raketen, neue Möglichkeiten im Cyberkrieg, Laserkanonen und Weltraumwaffen. Die Rüstungsspirale wird sich weiterdrehen und riesige Ressourcen verschlingen, mit fortgeschrittener Technik aber möglicherweise die überkommenen Kampfmuster ablösen, in denen sich wie in Urzeiten der Menschheit die Soldaten gegenüberstehen und sich Auge in Auge gegenseitig umbringen. Wie schnell neue Technologien das traditionelle Morden ablösen könnten, steht freilich in den Sternen. In den zahllosen gegenwärtigen Kriegen weltweit bleibt es oft beim Nahkampf, und der Ukrainekrieg erinnert erschreckend an die Grabenkämpfe des Ersten Weltkriegs.
Der Beitrag von Wolfgang Sachsenröder erschien bei tabularasa am 5. September 2024
Wie aktuell der Beitrag ist, zeigt ein Statement von Marco Rubio: »Der Iran behauptet nun, er besitze ein internationales Gewässer und habe das Recht, es zu kontrollieren.“ „Was wird die Welt dazu sagen? Wird die Welt akzeptieren, dass der Iran nun ein internationales Gewässer kontrolliert? Denn wenn die Welt dazu bereit ist, dann sollte sie sich warm anziehen!“ „Denn es gibt bestimmt zehn andere Länder, die in ihren internationalen Gewässern oder in internationalen Gewässern in der Nähe ihrer Länder dasselbe tun werden.“


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Na ja. Tichys Einblick ist halt auch ein bis in die Knochen atlantisches Blatt. Ja ja, wir wissen es. Aus Washington kommt das Heil. Trotzdem sei bemerkt, nicht die US Marine machte endgültig Schluss mit der Piraten Plage im Mittelmeer. Endgültig Schluss mit dieser Plage machte Frankreich indem es den größten Teil der Nordafrikanischen Küste besetzte. Also die Fremdenlegion und nicht die Marines.
Endgültig Schluss im Windschatten der Barbareskenkriege der USA. Schlüsselereignis war und ist die Zerstörung der muslimischen Hafenstädte um 1815. Hat Europa nämlich nie vermocht. Weder die Franzosen, noch die Engländer noch die Italiener oder sonst jemand. Auch, weil Europa gerne gegeneinander gearbeitet hat, insbesondere die Engländer haben sich immer wieder je nach Bedarf mit dem osmanischen Reich verbündet. Warum sie das gerne unterschlagen wollen verstehe ich nicht Richtig ist aber: mit der Besetzung Algeriens ab 1830 durch die Franzosen war endgültig Schluss mit dem muslimischen Terror und der muslimischen Verschleppung von Europäern in die Sklaverei in diesem Teil Europas. Aber… Mehr
Ja ja schon gut. Schon Karl der V., Kaiser des HRR griff Tunis an und eroberte es. Den gefährlichsten Angriff auf Europa stoppten Polen, Österreicher, Kroaten und die Flotte Spaniens und der italienischen Stadtrepubliken. (Wien und Lepanto) Die USA zerstörten eine muslimische Hafenstadt, keineswegs aber mehrere in Nordafrika. Und zwar die unwichtigste. Noch was haben sie bei ihrer Seligsprechung vergessen. Die türkische Einwanderung nach Deutschland begann durch definitiven Druck der USA auf die nicht souveräne Bundesrepublik.
Eine Sache möchte ich doch anmerken. Es ist durchaus nicht so, daß die USA gleich nach ihrer Unabhängigkeit eine bedeutetende Seemacht wurden. Dass die amerikanischen Kriegsschiffe zu Beginn des 19. Jahrhunderts größer waren ,als ihre europäischen Gegenstücke ist auch nur sehr bedingt richtig. Ende 18. Anfang 19. Jhdt. war die amerikanische Tradition der Kaperfahrer (bis Mitte 18.jhdt. manchmal auch schlicht Piraterie) noch stark ausgeprägt. Also kleinere privat betriebene Schiffe, die Handelsschiffe aufbringen und gegen kleinere Kriegsschiffe bestehen konnten. Die USA als Staatenbund hatten viele Mittel, viele Ressourcen aber nur wenig große Kriegsschiffe. So brachte u.a. das komplette Fehlen großer kampfstarker… Mehr
„Der Iran behauptet nun, er besitze ein internationales Gewässer und habe das Recht, es zu kontrollieren.“
Ja, und? Was soll die Aufregung“ Die Mittelmeerengen Bosporus/Dardanellen waren einst auch internationale Gewaesser, aber heute, seit der Montreux-Konvention (1936) gehoeren sie vollstaendig zur Tuerkei. Der Iran hat durchaus das Recht, fuer die von USrael verursachten Schaeden Reparationen zu verlangen. Daher sind auch z.B. Mautgebuehren eine einstweilig angemessene Forderung.
„Eins davon ist die USS Constitution, erbaut 1797 in Boston, das heute weltweit älteste erhaltene und noch seefähige Schlachtschiff.“ Einigermassen richtig, aber: Sie war eine Fregatte, mit 44 Kanonen recht gut bewaffnet, aber alles andere als ein „Schlachtschiff.“ Etwas derartigem entsprachen eher die alten Linienschiffe, „Ships of the line.“
Das hängt direkt mit dem Niedergang des britischen Empire zusammen, denn von da an ging es für nahezu alle Europäer bergab und für den Helfer in der Not nur bergauf, wo man nur noch übernehmen mußte, wo sich die Möglichkeit geboten hat und nach ungefähr 120 Jahren sich selbst dem Ende zuneigt, weil andere gerade dabei sind, ihnen die Postition streitig zu machen. Fast könnte man wetten, daß sie dabei nur verlieren können, denn die Taktik des Gebens machts und nicht die des Nehmens, was man unsererseits ja auch nicht anders gewohnt ist und das alte angelsächsische Draufhauen hat auch… Mehr
Wir sehen es an der Straße von Hormus. Die USA sind überhaupt die maritime Weltmacht schlechthin. Ich vermisse Jubelartikel, die uns dazu bringen sollen, jetzt riskante KI-Aktien zu kaufen. Oder habe ich die einfach verpasst?
Sehr interessant, das mit der Geschichte der US Marines und den Piraten. Es gab einen Amerikanisch-algerischen Krieg? Wusste ich alles nicht.
Das ist ja aller Ehren wert, was hier über die USA und die Marines zu lesen zu lesen. Nur verstehe ich dann nicht, wieso die USA heutzutage andere Schiffe „ beschlagnahmen“, was wohl ebenfalls als Piraterie bezeichnet werden darf. Da frage ich mich schon, ob das die richtige Form der Würdigung und der Ehrerbietung gegenüber den früheren Angehörigen der Marine ist.
Glaube der erste Artikel den ich zu dem Thema lese. Seit Jahren und Jahren versuche ich das den Leuten zu vermitteln. Barbareskenkriege etc. 99% haben davon noch nie gehört. Aber die bösen Europäer die die armen Neger geraubt haben. Daran anschließend, warum sind die Franzosen dann nach Tunesien etc rein? Stimmt, weils böse Kolonialisten waren, eine Vorgeschichte hat niemals statt gefunden.
ARTE hatte mal eine Doku darüber gezeigt … in deren Fokus ein junger Deutscher stand, der im 18. Jahrhundert von den Mauren versklavt wurde … aber sich durch Intelligenz und Wissen bei seinen Herren hochdienen konnte … bis er dann irgendwann Chefberater des Herrschers wurde … er musste natürlich konvertieren … aber sonst, alles supi.
Aussage: Versklavung von Europäern durch Muslime kein großes Problem … sogar eine Chance für sozialen Aufstieg. Die Rolle der jungen USA als Befreier von den islamischen Piraten wurde dagegen sogar kritisch gesehen.
Das konvertierte Christen die Krönung der Aufstiegspyramide. Im Islam erklimmen könnten, sollten sie als Gerücht behandeln, das ist der Glaube der Gutmenschen und Naiven und der Blockparteien inklusive der Kommunisten. Der Islam strebt nach absoluter Dominanz, ohne Rücksicht, wenn es sein muss. Die radikalen Kräfte sorgen dafür, gemäßigte haben dem nichts entgegenzusetzen. Was bei uns die Entwicklung ist, werden sie, falls sie noch jung genug sind, die nächsten Jahre live und in Farbe miterleben dürfen.
Dazu gibt es viele kluge wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher und das Leben als Anschauung um uns herum. Der erste Eindruck täuscht eben nicht!
Bin kein Freund des Islam aber das stimmt. Es gab Konvertierte, die die Spitzen der islamischen Gesellschaft erreichten. Meist waren das allerdings Angehörige der Janitscharentruppe. Näheres zu dieser Gruppe schreibe ich jetzt nicht. Suchbegriffe sind Janitscharen und Knabenlese.
Die Janitscharen waren berittene Elitetruppen der Osmanen, die aus gezieltverschleppten Kindern aus Osteuropa erzogen wurden. Zu vieltausenden verschleppt.
Was daran ein Aufstieg war bleibt ein Geheimnis der Liebhaber der islamischen Expansion.
Ja ja, so lügt das öffentlich-rechtliche gerne die Europäer in den Schlaf. Tatsache ist: zahllose Europäer starben elendig als Sklaven, auch Frauen.
Lesetip: „Weißes Gold –
Die außergewöhnliche Geschichte von Thomas Pellow und das Schicksal weißer Sklaven in Afrika“ von Giles Milton
Das ist dasselbe wie mit den Kreuzzügen: Dass die Muslime einen barbarischen Vernichtungsfeldzug gegen christliche und andersgläubige Völker führten, um ihre Ideologie durchzusetzen und die Kreuzzüge letztlich nur eine Reaktion darauf waren, liest man so gut wie nirgendwo!
Richtig. Palästina, Ägypten, Syrien und Kleinasien waren im spätrömischen Reich bereits komplett christianisiert wogegen der Westen Europas auch innerhalb der Grenzen des römischen Reichs noch lange heidnisch blieb, vom Norden Europas ganz zu schweigen.
Ist Ihnen eigentlich bekannt, welche Massaker die Kreuzritter im christlichen Beziers (Okzitanien) und Umgebung anrichteten? https://de.wikipedia.org/wiki/Albigenserkreuzzug
Ist bekannt. Gehörte damals zu den üblichen Methoden der Kriegsführung auf allen Seiten. Ist ihnen die Vernichtung Bagdads durch die Mongolen bekannt. Wahrscheinlich nicht. In Ulan Bator können sie direkt am Flughafen eine Statue Dschingis Chans bewundern.
Da bin ich mir nicht so sicher, dass die Kreuzzüge nur eine Reaktion waren. Sie waren zuallererst Ausdruck eines prosperieren Europas, in dem Klima- und Ernährungslage sich deutlich gegenüber dem Frühmittelalterverbessert hatten und daher ein erheblicher Bevölkerungsüberschuss entstand. Aber die Kreuzzüge werden erheblich überschätzt – die Vernichtung des arabischen Weltreiches unter den Abassiden, dass von Chinas Grenzen bis an die Westküste Afrikas reichte, wurde durch den Mongolen-Sturm Mitte des 13. Jahrhunderts verursacht, der nahezu die gesamte islamische Hochkultur des viel-überschätzten goldenen Zeitalters des Islams wurzelt tief vernichtete. Von den Mongolen und den Tur Völkern ging dann die Gründung des osmanischen… Mehr
Die fingen damals Weiße insbesonders an den Küsten des Mittelmeeres aber auch bis hoch nach Island. Und es gab „Sklavenkassen“ eine Art Versicherung, und mit dem Geld wurden welche, die sie kidnappten, um sie erst nach erpresserischer Zahlung wieder freizulassen, ausgelöst. . White people didn’t invent slavery. Here’s the uncomfortable truth. https://x.com/elonmusk/status/1954667845121442015 Everything you were taught about slavery is a lie. The first episode of my new history series, Real History, is available now on Daily Wire. https://x.com/MattWalshBlog/status/2013328954724098152 White people didn’t start slavery White people were also taken as slaves British and American ended most slavery worldwide, although it still occurs… Mehr
Weder Weiße noch Braune noch Gelbe noch Schwarze erfanden die Sklaverei. Es gab sie in allen Hochkulturen von China bis Mexiko. Und auch bei vielen vorgeschichtlichen Stämmen können wir sie nachweisen.
Das ist wohl wahr. Aber auch wahr ist: die erste Kultur, die Sklaverei quasi verwissenschaftlich hat und in diesem Kontext einen Hautfarben-Rassismus einführte, ist die Arabische. In der arabischen Welt entstanden Handbücher, in denen Menschen nach ihren Rassen eingeteilt, bezüglich ihrer Qualität für Arbeit, Verwaltung oder Kriegshandlungen beurteilt wurden. Die weißen Europäer kamen darin regelmäßig sehr günstig davon, die Beurteilung der Schwarzen kann man heute öffentlich kaum zitieren, ohne Besuch von der Polizei zu bekommen. Hat sich übrigens bis heute in der arabischen Welt wenig geändert, siehe den Konflikt zwischen Nord- und Südsudan und die entsprechenden Äußerungen der Beteiligten Araber.… Mehr
Der Slavery Abolition Act von 1833 war eine europäische, sprich englische Errungenschaft und ein Zeichen der christlich-abendländischen Denkweise, welche die Aufklärung und den klassischen Liberalismus hervorgebracht hat. Das Selbsteigentum und das eigenverantwortliche Individuum steht im Zentrum dieser Betrachtungsweise.
Ich las vor Jahrzehnten das Buch von Gerhard Ellert „Europas verlorene Küste“ (übrigens eine Frau, die unter männlichem Pseudonym schrieb) Das Buch ist eher journalistisch und sprach damals eher die Jugend an. Es weckte aber mein Interesse an der Region.
Trump hat heute behauptet, die USA würden das iranische Öl „irgendwann bekommen“, ansonseten alles in die Luf jagen! Jeden Tag eine neue Geschichte! Wer dieses Geschwätz noch glaubt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!
Ein überaus interessanter Artikel, der in ahistorischen Zeiten das Bewußtsein für die Wirklichkeit schärft.