Trump ist in deinem Kopf – ein Text aus dem Januar 2016

Trumps Gegner verstehen bis heute nicht, warum Trump gewählt wurde. Dushan Wegner holt zur Amtseinsetzung von Trump einen speziellen Text aus seinem Giftschrank.

Vor etwas über einem Jahr schrieb ich, auf Initiative eines größeren deutschen Mediums hin (sie hatten mein Buch gelesen), einen Text über die aktuelle amerikanische Politik. Über Trump. Der Text wurde dann doch abgelehnt. Es sei schon eh zu viel über Trump geschrieben worden.

Im Januar 2016 war Trump für Linke (und damit den Großteil der Journalisten) noch immer eher ein kulturelles Phänomen denn ein ernsthafter Kandidat. (Damals war er ja nicht mal durch die Nominierung durch.) Also schrieb ich diesen Artikel. Journalisten nahmen Trump schon damals nicht wirklich ernst. Ich sah das anders.


Trump ist in deinem Kopf

Im Sommer ist Burlington, Vermont, ein liebenswürdiges Städtchen mit See, Promenaden und Cafés. Es hat nur 42.000 Einwohner, und so machen die University of Vermont und ein paar Colleges aus Burlington eine »Studentenstadt«.

Am 7. Januar 2016 aber ist es kalt in Burlington, minus 10 Grad Celsius, und Donald Trump hat sich zum Wahlkampf angemeldet.

Die Vorwahlen zum Präsidentschaftskandidaten halten die US-Republikaner in Atem. Die besten Umfragewerte unter den GOP-Kandidaten hat Trump. Er führt auch im wichtigen Staat New Hampshire, wo am 7. Januar viele seiner Mitbewerber unterwegs sind. Er selbst wird im Nachbarstaat Vermont sprechen.

Trumps Team hat eine Halle buchen lassen, die 1.400 Menschen fasst. Sie haben 20.000 »Eintrittskarten« verteilt. Die Studenten sind traditionell eher keine Freunde rechtspopulärer Kandidaten. Man erwartet Proteste. Der Polizeichef von Burlington sagt: Würde eine Rockband so etwas tun, würden wir das Konzert ver-bieten. Es ist aber keine Rockband, es ist Trump.

Trump eröffnet mit ausgiebigem Lob auf die Luft von Vermont, die er besonders gern atmet. Er sagt, dass draußen weitere 20.000 Leute warten und 15 Blöcke weit Schlange stehen. Die Anwesenden, sagt Trump, dürfen sich glücklich schätzen, da zu sein. Viel Applaus.

Nach etwa der Hälfte der Rede setzen Proteste und Buh-Rufe ein. Wie auf Bestellung. Trump macht eine Pause und fixiert die Übeltäter. Ganz ruhig nimmt er die Wut entgegen, macht sich lustig: »Das war ein sehr milder Protest!« Der Lärm ebbt ab. Eine Viertelstunde später setzen die Proteste wieder ein. Diesmal weist Trump die Security an: »Nehmt sie raus!« Ans Publikum sagt er: »Ist das nicht aufregender? Du gehst zur Hillary-Clinton-Veranstaltung… laaangweilig. Du gehst zu Jeb Bush, und du schläfst ein.« Die Menge johlt. Und dann, zur Security, welche die Protester in die Kälte abführen will, sagt Trump: »Konfisziert ihre Mäntel!«

Es ist vorstellbar, dass es Donald Trump sein wird, der gegen Hillary Clinton antritt. Trump ist ein Meister der psychologisch wirksamen Sprachfragmente. Viele seiner Sätze sind »viral«. Aussagen wie »ich werde Muslimen die Einreise in die USA verbieten« oder »ich werde eine Mauer zu Mexiko bauen und Mexiko wird sie bezahlen«, teilen sich geradezu von selbst. Seine Gedanken beeinflussen dich, ob du willst oder nicht. Trumps Talkingpoints sind, einmal gehört, für immer in dei-nem Kopf. Trump ist wie ein Rockstar oder eine religiöse Figur. Er wirkt auf animalischer und doch zutiefst menschlicher Ebene. Niemand kann Trump erleben und emotional gleichgültig bleiben.

Wer aber Donald Trumps Erfolge allein auf seine laute, grelle Sprache oder seinen unverhohlenen Populismus zurückführt, der fällt ebenfalls auf ihn herein. Hinter aller Lautstärke verbergen sich zwei alte, bewährte Muster. Trump baut sich selbst auf nach jenem Heldenreise-Prinzip, das James Joyce den »Monomythos« nannte und würzt es mit einer postreligiösen Heilslehre.

Die »Heldenreise« ist ein Erzählmuster, das vor allem die Praktiker des Literatur- und Filmprinzips täglich anwenden. Wir finden es in den Mythen aller Weltteile. Die Bibel beschreibt Jesus nach diesem Muster. George Lucas ließ Luke Skywalker diese Heldenreise antreten. Und Donald Trump formt eben Donald Trump zum »Heros in tausend Gestalten«. (So der Titel des Schlüsselwerks von Joseph Campbell, 1949.) Wer Trumps Wirkung auf die Gedanken seiner Anhänger verstehen will, muss Trumps Erzählung verstehen.

Jede Heldenreise beginnt mit einer Berufung. Jesus wurde bei seiner Taufe durch die Stimme aus dem Himmel berufen. Neo aus den Matrix-Filmen wurde zuerst via Chat-Nachricht berufen, dann via Handy, dann persönlich. Der Held ist interessanter, wenn er sich zunächst seinem Auftrag verweigert. Trump wollte schon früher in der Politik Einfluss nehmen, aber nicht selbst aktiv werden. 2008 stützte er McCain. Es half nichts. 2012 stützte er Mitt Romney. Es half wieder nichts. Trump sieht Amerika in einem desolaten, hilflosen Zustand, und das ist seine Berufung. 2016 muss Donald Trump selbst aufbrechen. Nicht Trump ging zum Kampf, der Kampf kam zu ihm.

Jede Heldenreise braucht einen Aufbruch. Donald Trumps inszenierter »Aufbruch« passierte am 16. Juni 2015. Im »Trump Tower« fuhr er in einem ikonischen Moment eine einfache Rolltreppe herunter. Sein Publikum wartete schon vor der Bühne. Seine Frau war an seiner Seite. Auf den Lautsprechern war Rockmusik. Trump erzählt immer wieder von diesem Aufbruchsmoment, als er die Rolltreppe herunterfuhr, seine Kandidatur anzukündigen. Trump erzählt von der Gänsehaut und von der Aufregung, die seine Frau Melania und er teilten. Die wiederholte Erzählung ist notwendig. Kein Held ohne Aufbruch. Die Szene ist schon jetzt Teil der Trump-Legende. Die Simpsons parodierten sie kurz darauf, mit Homer, der hinter Trump fährt und von dessen Haaren gefressen wird. TV-Sender drehen Interviews mit der Rolltreppe als Hintergrund. New-York-Touristen berichten von erhabenen Gefühlen, die einen bei der Fahrt auf dieser Rolltreppe ergreifen sollen.

Trumps Auftrag ist es, sagt er, Amerika »wieder groß zu machen«. Wie alle Helden hat auch Trump, laut Trump, tausend übelwillige, korrupte, lügende Gegner. Trump schreit den Sendern in die Kameras, während diese ihn live in die Haushalte übertragen, wie sehr er sie verachtet. In Trumps Erzählung sind die Medien seine ersten Gegner. Oder die »Schwächlinge« in der Obama-Regierung, das wechselt. Er braucht sie nicht, sagt er. Die Politiker nicht – er kann sie ja via Spende kaufen – und die Medien nicht. Sein Twitter-Account @realDonaldTrump sei wie sein eigener TV-Kanal. Wie wenn einem die New York Times gehörte, nur ohne die Gerichtsverfahren. Obama rief noch »Yes, we can«. Trump schreit »Hell, yes, I can!«
Jesus hat Wunder getan und auch Trumps Heilserzählung, obgleich postreligiös, enthält Wunder. Trump berichtet von der Eislaufbahn im New Yorker Central Park, die 1980 zur Renovierung geschlossen wurde und nicht wieder eröffnet werden konnte, bis er, Trump, sich 1986 endlich ihrer annahm. Erst ihm gelang es, die Eisbahn wieder zu eröffnen. So wie der Eisbahn will er Amerika wieder zu Größe verhelfen.

Die Heilslehre wie der Populismus haben gemeinsam, dass sie »die Wahrheit« für sich beanspruchen. Trump wird nicht müde, zu betonen, dass er Medien und Politiker für schlimmste Lügner hält. Dabei benutzt er Pejorative, die den konserva-tiven Republikanern die christliche Schamesröte ins Gesicht treiben. Trump lacht: »Die Welt zerbricht und die machen sich Sorgen um meinen Ton!« Und er sieht sich verfolgt, weil er den Mut zur Wahrheit aufbringt. Man vergleiche Jesus, der sagte: »Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, wie ich sie von Gott gehört habe.«

Ähnlich wie Jesus oder der Josef des Alten Testaments erzählt auch Trump ganz selbstverständlich von seiner eigenen Größe. »Ich und der Vater sind eins«, sagt Jesus. Trump sagt: »Sorry, Verlierer und Hasser, aber mein IQ ist einer der höchsten und ihr wisst es alle.« Die Bibel erzählt von den Menschenmassen, die Jesus folgten, um ihn reden zu hören. Donald Trump erzählt in jeder Rede über den Erfolg seiner bisherigen Events.

Doch das alles wäre nichts ohne das »eine, große Versprechen«. Buddha versprach Befreiung aus dem Kreislauf des Lebens. Jesus versprach das Himmelreich. Trump verspricht, Amerika »wieder großartig zu machen« – »make America great again«.
Während Trump so durch Amerika donnert, rätseln Polit-Strategen, wie er sich endlich entzaubern ließe.

Jeb Bush etwa lässt plakatieren: »Donald Trump is unhinged«, frei übersetzt: »Trump ist verwirrt«, oder »aus den Angeln«. Trump antwortet, milde lächelnd, Jeb Bush habe »low energy« – wenig Energie. Im Kampf um den Job als Verteidiger der freien Welt ist es gar nicht so schlimm, selbst ein wenig »aus den Angeln« zu sein. Wie sonst soll man es mit ISIS aufnehmen? Mit UN-Diplomatie? Der Vorwurf der »low energy« aber ist tödlich. Jeb Bush piekst mit dem Zahnstocher und Trump kracht mit der Panzerfaust zurück.

Es bringt auch wenig, Trump anzukreiden, wenn seine Fakten mal nicht stimmen. Seine Gegnerin war Außenministerin, also Chef-Diplomatin. Es schließt sich aus, »Diplomat« zu sein und immer die Wahrheit gesagt zu haben. Und Trump kann sich jederzeit auf den Eifer des Gefechts und auf »das eigentlich Wichtige« berufen.

Wer Trumps Wirkung angehen will, darf nicht Fakten checken, darf nicht seinen Stil kritisieren und auf keinen Fall sollte man gegen Trump protestieren, siehe Burlington.

Wer Trump angehen will, muss den Mythos brechen. Seinen Gegnern muss es gelingen, ihn als Feigling, als Schwächling dastehen zu lassen, als kleinlichen Planer oder als Langeweiler. Es wird nicht einfach, doch die Demokraten werden es versuchen müssen. Und wenn das alles nicht gelingt, dann wird nur helfen, Trump die Kameras und Mikrofone abzudrehen.


Soweit mein Text aus dem Januar 2016. (Und ja, der letzte Satz war natürlich als Provokation gedacht.)

Ich stehe zu jedem einzelnen Punkt. Auch zu dem, dass Trumps Methoden (im Vor- und Hauptwahlkampf) teils rabiat populistisch waren. Den Linken ist es nicht gelungen, Trumps Messias-Image genügend anzukratzen. Sie haben bis zuletzt nicht verstanden, wie eng Trumps Image und das Selbstbild des Amerikaner außerhalb der linken Hochburgen ist. Und eben jene Medien, die ihn offen verhindern wollten, wie etwa CNN, gaben ihm ununterbrochen ein Mikrofon.

Ich selbst hätte Trump gewählt. Das sagte ich kurz vor der Wahl und ich bleibe dabei. Ich bin vorsichtig optimistisch. Entgegen mancher Vorzeichen gilt noch immer die Regel, dass das Amt den Menschen formt.

Ich wünsche dem 45-ten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika eine ruhige Hand und guten Erfolg. Nach den merkwürdigen Obama-Jahren haben die Amerikaner einen pragmatischen Präsidenten mit durchdachteren Prioritäten verdient. Und die Welt kann eine handelnde USA mit klarem moralischen Kompass weiß Gott gebrauchen.

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Kommentare

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  • Nasenbär

    Wenn Linke irgenwas pushen wollen, sollen sie sich angeblich ganz viele Fakeaccounts zulegen, hab ich mal gehört 😉

  • Nasenbär

    Geht mir genauso. Erst seit mir meine Hautfarbe vorgeworfen wird und man mir erzählt, dass ich gefälligst mir vollkommen unbekannte Fahnenflüchtlinge mit meinen Steuergeldern finanzieren und obendrein auch noch lieb haben soll, weil sich meine Urahnen vor 1000 Jahren erdreistet haben, Jerusalem ZURÜCKzuerobern und kein Interesse hatten, sich dem Islam zu unterwefen, muss ich sagen, dass ich es ganz schön toll finde, weiß zu sein. Man kriegt zwar eher Sonnenbrand, aber das war’s dann auch schon mit den objektiven Nachteilen.

  • Eysel

    Zutreffend!
    Trumps Gegner (incl. hiesiger Medien und Politik)
    verstehen bis heute nicht, warum er gewählt wurde.
    Was aber sagt/bedeutet das?
    Sie sind gefangen in ihrer „Meinung-Blase“.
    Die perfekte „intellektuelle Beschränkung“.
    Post-faktisch eben.
    Aber DAS wissen wir – die leser dieses und anderer blogs -bereits. –
    Beklagen es ausgiebig. –
    BRINGT das was?
    Offensichtlich nicht.
    Höchstens ein „Verschanzen“ im eigenen Urteil.
    Was wir nicht wissen ist, wie man Post-Faktikern „beikommt“.
    (Ich nenne diese Leute wegen ihrer Gefangenheit in einem bestimmten Glauben gerne mal „Mystiker“.)
    Mit Fakten sicher nicht.
    W I E also ihnen beikommen?
    Mit der weit verbreiteten Ironie, etwa mit Zynismus, Sarkasmus?
    Werden sie DAS verstehen?
    Wohl kaum!
    Wie also???
    Das fragt ein „Lösung-Oriuentierter“.
    Und bittet um Vorschläge.

  • Dozoern

    Schön geschrieben, und viel Wahres dran. Man braucht als Politiker einen Mythos um Gefolgschaft einfordern zu können. Diese banale Wahrheit hat Trump verinnerlicht. Es geht um Gefolgschaft. Da er diese Gefolgschaft mit dem Trump Mythos des unerschrockenen Kämpfers gegen das „Establishment“ herstellen konnte, war er unverwundbar, wie Siegfried, König Artus, Luc Skywalker , Kennedy und leider auch Hitler. „Nichts ist so gross, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“. (Ich glaube Victor Hugo?) Establishment steht dabei wie immer in der Geschichte für die „alte Macht“, die mit Tausend Idealen angetreten ist, jedoch am Ende die Macht nur noch zu ihrem eigenen Vorteil gebraucht. Die entscheidende Frage wird jedoch sein, nachdem er das Establishment aus den Angeln gehoben hat, was er daraus macht? Er und seine Berater wissen hoffentlich, dass er das Herrschaftmodell des „Rom unserer Zeit“ nicht von einem Tag auf den anderen völlig verändern kann. Wenn er klug ist, wird er sich auf das Naheliegende konzentrieren: Raus aus den vielen Kriegen, mehr Jobs und mehr Industrie für Amerikaner. Mit beidem stösst er jedoch den Militärisch Industriellen Komplex, die Multinationals, die beide unterstützenden Politiker der Demokraten und Republikaner, sowie den das System garantierenden Geheimdienst CIA frontal vor den Kopf. Also das was er das „Establishment“ nennt. Der letzte der etwas Ähnliches versucht hat, war John F. Kennedy. Wichtig ist, dass das System sowohl von Politikern der Demokraten wie auch der Republikaner gestützt wird. Es gibt da eine Parallele zu Deutschland: Der schwindende Wohlstand der Massen und die grossen Möglichkeiten sich in einer grenzenlosen Welt zu bereichern, haben Links und Rechts als politische Koordinaten ausgehebelt: In beiden grossen Parteien der Mitte gibt es nur noch viele Befürworter des Globalismus und wenige Gegener. (Bei den Grünen natürlich genauso). Siegfried hat das Schwert erhoben, und in seiner gestrigen Rede nicht zurückgezuckt, Man kann ihm nur wünschen, dass er weiss, gegen wen er kämpft. Und, dass er überlebt.

  • Salochin

    Wird Trump nicht den „Wall“ an der mexikanischen Grenze bauen? Wird er nicht Obamacare außer Kraft setzen und austauschen („repeal and replace“)? Hat er nicht schon 10.000e Jobs – richtige, und nicht Obama-lawn-mower-jobs – geschaffen, bevor er eingeschworen wurde? Wird er nicht den islamischen Terror endlich konsequent bekämpfen?
    Populismus? Sind damit nicht leere Floskeln gemeint, um die Leute auf seine Seite zu ziehen – und nachher passiert nichts? War das nicht …. – wie heißt er gleich – … („allways on vacation“) Obama?
    Man hat immer den Eindruck, dass sich Journalisten, auch wenn sie es freundlich meinen, vergeblich an Trump abarbeiten, einem Mann, der am Ende tut, was er sagt und vorher sagt, was er tut.

    Die Jahre mit O … dings waren für die Amerikaner offensichtlich auch nicht nur „seltsam“ sondern völlig verrückt und am Ende schrecklich. Er hat über die mexikanische Grenze Einwanderer aus aller Herren Länder eingeladen. Städte haben sich zu rechtsfreien Zonen („Sanctuary Citys“) erklärt, in denen die Polizei nicht mehr nach Pässen und Papieren fragen durfte. Jede noch so kleine und unbedeutende Minderheit hat sich aufgeplustert und hysterisch Rechte eingefordert, als stünden sie am Marterpfahl. Gendertoiletten, „Safe Spaces“ linker Studenten, in denen es keine Diskussionen mehr geben durfte, das Hochkommen der gewaltbereiten „Black Lives Matter“-Bewegung, die offen Polizistenmorde forderte, aber von … von auch noch protegiert wurde, der Verfall der amerikanischen Wirtschaft, die Inner Citys, die stellenweise aussehen wie Aleppo. In Chicago, das von den Demokraten zur schusswaffenfreien Zone erklärt worden ist, wurden in …. Na! .. Amtszeit mehr Menschen erschossen, als die USA seit 2001 an Soldaten im Nahen Osten verloren haben (>4000) etc. pp.

    … Dings … aber war derweil beim Golf oder „on vacation“. Er ist der erste Präsident, der über seine gesamte Amtszeit nur im Krieg gewesen ist. 100.000 Bomben wurden in seinem Namen abgeworfen. Seine „Politik“ hat offensichtlich wesentlich dazu beigetragen, dass ISIS entstehen konnte.
    Ich bin deshalb für die Amerikaner und Europa froh, dass „Barry“ endlich abgeflogen ist und einem echten Präsidenten den Platz geräumt hat. Um mit den Worten seines eignen Bruders Malik zu sprechen: Sein Erbe ist, dass er der erste afro-amerikanische Präsident war – mehr nicht.
    Hätte er doch nur diese Ostdeutsche, seine Schwester im Glauben, gleich mitgenommen.

  • Hellerberger

    Alle paar Jahrzehnte bekommt die Welt politische Führer, die niemand kommen oder vorhersah. Hitler war gewiß so einer. Kim-il-Sung. Mao. Castro. Nixon (für mich der wahre Vorgänger von Trump, ähnlich verhaßt) und am Ende auch Putin.
    Schauen wir mal, wann wir Deutschen mit so einem wieder dran sind. Zeit wird’s.

  • Hinrich Mock

    Sehr geehrter Herr Wegner, die Sache mit der Heilsgeschichte ist zwar ganz plausibel, aber nicht wirklich nötig, um das Phänomen Trump zu erklären. Ich kenne den Mann seit Jahrzehnten aus allen möglichen Nachrichten der Immobilien- und der Glitzerwelt, wobei er die symbiotische Nervensäge beider Welten gab. Geltungsbedürftiger neureicher Möchtegern.

    Nachdem er als Kandidat gegen Clinton feststand, habe ich dann mal etwas ausführlicher youtube konsultiert und lernte dabei einen etwas anderen Mann kennen als gedacht. Das alte Image wurde ergänzt durch den Eindruck eines ehrlichen Haudegens mit einem originären politischen Sinn und in echter Sorge um sein Land, der tatsächlich irgendwann zu der Überzeugung gekommen war, daß er leider wohl selber ran muß mit inzwischen immerhin auch schon 70 Jahren.

    Seine Wahlkampfreden waren natürlich immer die gleichen, aber sein Anliegen war immer authentisch, etwas schlicht, aber durchaus vernünftig. Ein einsamer Rufer mit einer großen Schnauze. Das haben auch seine Zuhörer sofort bemerkt. Die Agitationen gegen ihn durch Gegner im Publikum, in der Politik und natürlich die unsäglichen Medien verstärkten diesen Eindruck noch enorm. Und so hätte auch ich Trump gewählt, wegen dieser Glaubwürdigkeit, wegen seiner Gegner und ihren Methoden und natürlich wegen Clinton.

    Trump weiß sich zu inszenieren, das hat er immer gewußt und es war oft nicht so erfreulich. Aber hier geht es um mehr als das, hier geht es um sein Land und seine Leute und das kann man ihm mehr glauben als allen anderen Kandidaten und auch mehr als vielen seiner Vorgänger im Amt des Präsidenten bis das Gegenteil bewiesen ist. Es wird einen Paradigmenwechsel mit ihm geben und uns allen ist dafür viel Glück und Erfolg zu wünschen.

  • Hellweg

    Ich fand heute einen Flyer im Briefkasten, mit dem ein Gasthaus aus dem Nachbarort Werbung für die Lokalität und sein gutes Essen macht.
    Ich fand das einigermaßen mutig und originell und wünsche dem Wirt nebst schreibendem Kompagnon viel Erfolg mit dem Streitgespräch.
    Und falls das nicht zu lang ist, bringe ich hier einen kleinen Auszug aus dem Flyer, sonst vergessen Sie meinen Kommentar einfach.

    Adlers Feder
    „Wir möchten vorab ausdrücklich darauf hinweisen, dass der untenstehende Artikel Ideen enthält, die nicht mit der Meinung einiger Dorfbewohner übereinstimmen. Es kann also sein, Sie fühlen sich nach dem Lesen verletzt, verstört, orientierungslos oder sogar wütend.
    Dann gibt es mehrere Möglichkeiten: Gehen sie auf ein Bier in den … Adler und suchen sie nach Gleichgesinnten, mit denen Sie sich zusammen über das Geschriebene aufregen können. Oder sie gehen an die frische Luft und lassen sowohl den Herrgott als auch den Autor einen lieben Mann sein. ………….
    Der weiße Mann ist zurück!
    Man hatte ihn schon totgesagt, aber nun hat die Mehrheit der US-Bürger mit Donald Trump wieder genauso einen weißen Mann zu ihrem Präsidenten gemacht – …….. einen, der öffentlich Witzchen auf Kosten von Minderheiten macht, deren geschützter Status eigentlich unantastbar schien.
    Da fragen sich doch viele Deutsche, warum sie eigentlich nicht den amerikanischen Präsidenten wählen dürfen, denn dann wäre so etwas natürlich nicht passiert. ….
    Die Amerikaner sind dumm, die Briten, die für den Brexit gestimmt haben Idioten, ihr politisches System inklusive ihres eigentümlichen Mehrheitswahlrechts ist vorsintflutlich und überhaupt …..
    Man könnte in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, daß wir in erster Linie den Amerikanern unsere Demokratie verdanken und die Briten schon ein paar hundert Jahre parlamentarische Traditionen pflegten, als die Deutschen noch dem Obrigkeitsstaat huldigten, also ein bisschen Bescheidenheit angesagt ist, aber das will keiner hören.“ ….
    Ich hoffe, der Adler findet viele diskussionsbereite Gäste.
    Ich gehe auf jeden Fall hin mit dem ganzen Verein.

  • F.Peter

    Trump´s Mythos ist seine Authentizität – und die kann man schwerlich brechen.
    Die Demokraten haben schlicht unterschätzt, dass die Menschen es leid sind, immer nur mit lauwarmen Versprechen hingehalten zu werden während um sie herum alles den Bach runter geht! Alternativen oder einen Plan hatte auch Clinton nicht. Und da die halt für die Demokraten angetreten war, die das alles zu verantworten haben, war voraus zu sehen, dass es zumindest knapp wird zwischen den Beharrern des immer weiter-so-Wählers und denjenigen, die den Mut haben, eine neue Richtung einzuschlagen.