Die Mitgliedszahlen der DGB-Gewerkschaften sind im freien Fall. Nun versucht die schwarz-rote Regierung ihren politischen Vorposten zu retten. Zuerst mit Steuersenkungen - doch da das nicht reicht, auch mit direkten Überweisungen.
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Zwei Arten von Mitarbeitern kennen die Gewerkschaften des DGB: Die Jungen, die noch nach Macht und gut bezahlten Posten in den Parlamenten, Ministerien und der Verwaltung streben. Und die Alten, die eben dort gescheitert sind und die auf die gut bezahlten Posten des Deutschen Gewerkschaftsbundes entsorgt werden. Zum Beispiel die Vorsitzende selbst, Yasmin Fahimi. DGB – das G steht für gescheitert. Zuerst scheiterte sie als Generalsekretärin der Partei, dann durfte sie ein weiteres Jahr als Staatssekretärin im Arbeitsministerium murksen.
Abklingbecken für gescheiterte Politiker und Schmiede für Parteisoldaten ist nur eine Funktion, die der DGB für die SPD – und auch für Linke und Grünen – erfüllt. Die Gewerkschaften springen der Partei zudem öffentlich bei, wenn das sonst keiner mehr tut. So kündigte Fahimi Proteste gegen die von der CDU durchgesetzte Alibi-Verschärfung des Bürgergelds an. Doch da die Facharbeiter der IG Metall kein Interesse daran haben, zu arbeiten und zu demonstrieren für die, die nicht arbeiten, gehen halt die Funktionäre des DGB auf die Straße.
Gnadenhof für ausrangierte SPD-Politikerinnen. Ein Fußheer von Parteisoldaten. Das alles will bezahlt werden, was dem DGB und seinen Gewerkschaften zunehmend schwer fällt. Denn ihnen laufen die Mitglieder weg. 2004 waren es laut statista.de noch über 7 Millionen Mitglieder – zehn Jahre später nur noch 6,3 Millionen Mittlerweile sind es noch 5,6 Millionen Mitglieder.
Die SPD tritt nun an, um den Gnadenhof für ihre ausrangierten Genossinnen zu retten. Mit williger Unterstützung von CDU, CSU, Grünen und tata: FDP. Seit 2010 haben Bundesregierungen rund 614 Millionen Euro direkt an den DGB überweisen lassen. Das hat eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten René Springer (AfD) ergeben. Allein 2024 waren es demnach 50 Millionen Euro.
„Das engmaschige Fördernetz der Bundesregierung umfasst nicht nur die einschlägigen linken NGOs, sondern auch die Gewerkschaften“, sagt Springer. Was als Staatsferne verkauft werde, entpuppe sich „bei genauerer Betrachtung als durch Millionen von Steuergeldern genährte Staatsnähe“. Damit erkläre sich auch, warum der DGB seinen Schwerpunkt auf den Kampf gegen die AfD und für die „Brandmauer“ setze.
Eigentlich wäre es vielmehr die Aufgabe, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten. Der 2,1 Millionen Mitglieder der IG Metall etwa oder die 1,9 Millionen Mitglieder von Verdi. Zum Beispiel für niedrigere Steuern, damit den Arbeitnehmern mehr vom Lohn bleibt. Warum sollen die Mitglieder für Gewerkschaften zahlen, wenn die dann die Interessen der regierenden Parteien vertreten? Das scheint sich die SPD auch gefragt zu haben und hat eine Antwort darauf gefunden:
Seit dem laufenden Jahr zahlen die Steuerzahler die Mitgliedschaft in GEW, IG BCE und Co mit. Bisher konnten Gewerkschaftsmitglieder zwar schon ihre Beiträge in der Steuererklärung geltend machen. Aber in der Regel lagen diese nicht über den 1.230 Euro „Werbungskosten“, die sie ohnehin pauschal geltend machen können. Also führte der Beitrag in der Regel nicht zu Rückzahlungen.
Das wird mit der Steuererklärung für das Jahr 2026 anders, erwartet die IG Metall. Künftig kann der Beitrag zusätzlich zur Pauschale für „Werbungskosten“ abgesetzt werden. Die IG Metall rechnet mit 25 bis 35 Prozent des Beitrags. Bei einem Single, der im Jahr 52.200 Euro brutto verdient und davon ein Prozent an die Gewerkschaft abführt, also 522 Euro, würde laut IG Metall 167 Euro sparen. Korrekter ausgedrückt: Der Steuerzahler zahlt den DGB-Gewerkschaften 167 Euro, damit deren Funktionäre gegen eine Reform des Bürgergelds demonstrieren – weil es ja sonst keiner machen will.
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Die BRD Gewerkschaften sind, genau wie in allen sozialistischen Staatssystemen, Teil des Systems. Und wenn die Dinger keine Mitglieder mehr haben zahlt eben das System. Das ist genauso bei den Pfaffen und NGO. Der BRD Bürger will das aber auch genauso, siehe jede einzelne Wahl. Von daher verdient er allles was er bekommt.
„Gnadenhof für ausrangierte SPD-Politikerinnen“ 😅 😂 Einfach schön!
Seit 2010 haben Bundesregierungen rund 614 Millionen Euro direkt an den DGB überweisen lassen. Das hat eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten René Springer (AfD) ergeben. Allein 2024 waren es demnach 50 Millionen Euro.
Dank an den Alternativen René Springer für die Anfrage.
Weiter so!
Das höhnische Geschrei der neuen „Linksfaschisten“ war heute am Bahnhof Bremen zu hören. Mit Bussen angekarrte Mitglieder waren in sehr kleiner Zahl dabei laut „Hurrah, wir leben noch“ zu skandieren. Der DGB ist ein feiger Jasagerverein geworden und im Grunde überflüssig.
Zitat: „Gnadenhof für ausrangierte SPD-Politikerinnen. Ein Fußheer von Parteisoldaten. Das alles will bezahlt werden, was dem DGB und seinen Gewerkschaften zunehmend schwer fällt. Denn ihnen laufen die Mitglieder weg.“
> Öhm, hier könnte dann doch als Gnadenhof auch noch EU-Brüssel herhalten. Ein paar SPD-Luschen in EU-Brüssel mehr, das macht dann den Kohl sicherlich auch nicht fetter. Außerdem wären dort dann auch die ausrangierten SPD-Politikerinnen wieder unter Gleichgesinnten(Politluschen).
Ich hab früher mal Gewerkschaften und Betriebsräte unterstützt. Aber heute wollen die von Leuten wie mir nicht mehr unterstützt werden, denn ich bin ihnen nicht links genug. Na, dann eben nicht.
Jeder einzelne Tag offenbart einen weiteren Mosaikstein, der die Titanic näher an den Eisberg schiebt.
Erinnert alles auch irgendwie an den Untergang der Monarchie. Die Folgen bis dahin aber müssen alle ausbaden. Weil der Gessler-Hut einfach nicht aussterben will und die Korruption ein Übermaß angenommen hat.
Verdi ist die Gewerkschaft der GrünInnen. Gewerkschaften sind auch nur NGOs. Ich habe mein ganzes Arbeitsleben in gewerkschaftsfreien Betrieben gearbeitet und das war gut so für mich und meine Kollegen.
„Der Steuerzahler zahlt den DGB-Gewerkschaften 167 Euro,“ das ist die gleiche falsche Denkweise wie bei der Pendlerpauschale. Die Steuerzahler zahlen nichts, Werbungskosten mindern lediglich die Steuerlast ans Finanzamt.
Dagegen zahlen die Steuerzahler tatsächlich die „Förderungen, Unterstützungen etc“ = Subventionen für die NGOs, Solar auf dem Dach, Wärmepumpe vorm Haus und all die anderen Subventionen. Aber das mit der Steuer können auch die Wirtschaftsweisinnen nicht so genau.
Die Bezuschussung wäre ja, sagen wir mal, unproblematischer, wenn man nicht wüsste, dass die DGB-Gewerkschaften nicht parteipolitisch neutral sind, sondern traditionell mit der SPD verbandelt sind und sich offen gegen die AfD auflehnen. Damit finanzieren alle Steuerzahler linke Gewerkschaften mit, z.B. etwaige Fahrtkostenerstattungen von verdi zur jüngsten Gießen Demo. Gut, die linke NGO Gesellschaft für Freiheitsrechte arbeitet derzeit emsig daran, mit ihrem AfD-Gutachten am Rande gleich mal juristisch zu begründen, dass der offene Kampf gegen die AfD mit Gemeinnützigkeit und Steuergeldern doch blendend zusammenpasst, es hier keinen Widerspruch gibt. So oder so fragt man sich, warum eine SPD-nahe Organisation von der Bundesregierung Gelder… Mehr
Rein formal ist die Gewerkschaft an keiner Partei gebunden, was natürlich eine Fiktion ist.
Dass sich die SPD Regierung erlaubt eigene Freunde Geld zu geben ist dreist aber auch nicht erstes Mal. Die Dreistigkeit ist seit dem Trio Olaf, Robert und Christian auf dem neuen sehr hohen Niveau.
Zur Vorsitzenden des DGB Yasmin Fahimi heißt es auf der Website: „Den Themen Arbeit und Soziales blieb sie als SPD-Generalsekretärin, Staatssekretärin und direkt gewählte Bundestagsabgeordnete immer treu. Seit 2022 ist sie DGB-Vorsitzende, als erste Frau in diesem Amt.“ Von 2017 bis 2022 war sie SPD-Mitglied des Bundestags, als Angehörige der Parlamentarischen Linken. Ein solcher Vorsitz prägt durchaus.
Die Gewerkschaften handeln oft nicht im Interesse ihrer Mitglieder, etwa bei der „grünen Transformationen“, die für Mitglieder der IG Metall tödlich enden wird.
Das zeigt: Die Gewerkschaften sind wie Massenorganisationen in der DDR (ohne dass es eine DGB-Fraktion im Bundestag gäbe), sie sind ideologisch auf Linie mit unseren neuen Blockparteien und unterstützen sie. Sie sind auch ein Teil des -so nennt es Ulrich Vosgerau- Elitenkonsenses.
Unvergessen auch der Stechschritt mit dem die Gewerkschaften, allen voran Verdi und der DGB die Corona-Politik mittrugen und in den Betrieben für deren Verschärfung sorgten.
Wer sich nicht impfen ließ musste den Arbeitszeitausfall für die täglichen Tests selber bezahlen.
Verabscheuungswürdig.