Experten warnen seit geraumer Zeit vor einer zunehmenden Islamisierung. Darunter gerade auch Muslime, die die Gefahr durch Radikalisierung ernster nehmen als viele Nichtmuslime. Gerade an Schulen zeigt sich während des Ramadan erhöhter Assimilierungsdruck – an den Islam und seine Vorgaben.
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2026 ist der Rummel um den Fastenmonat Ramadan vor allem seitens der Amtskirchen besonders ausgeprägt, fällt dieser doch fast deckungsgleich mit der christlichen Fastenzeit zusammen. Das ist nicht häufig der Fall. Die „großen“ christlichen Kirchen überschlagen sich denn auch.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, betont die gemeinsamen Werte von Besinnung und Nächstenliebe. Der seltene Gleichklang von christlicher Fastenzeit und Ramadan in diesem Jahr sei „ein besonderes Zeichen der Verbundenheit“, meint die Hamburger Bischöfin.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, weiß: Religion sei keine Barriere, sondern Ressource für den Frieden. In diesem Sinn übermittelt auch er der muslimischen Gemeinschaft eine Grußbotschaft und Segenswünsche. Getoppt werden diese Segenswünsche wie jedes Jahr bestimmt am Ende des Ramadans zum „Zuckerfest“ (diesmal am 18./19. März) von Bundespräsident Steinmeier werden. Wetten, dass …!? Schließlich sind wir doch alle Söhne eines einzigen Vaters, wie es uns schon Gotthold Ephraim Lessing in seinem „Nathan der Weise“ mit seiner Ringparabel 1779 erklärt hat.
Supermärkte wie Aldi, Kaufland und dm ziehen voll mit. Sie bieten Lebensmittel für das Fastenbrechen (Iftar) sowie Ramadan-Kalender an. Und dann erst die Städte mit Sonderbeleuchtungen wie „Happy Ramadan“: Köln, Frankfurt, Berlin, München, Freiburg…
In Frankfurt kostet die Halbmondbeleuchtung ab Aschermittwoch 75.000 Euro. Frankfurts „grüne“ Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg sagte dazu laut einer Mitteilung der Stadt Frankfurt: „In Zeiten antidemokratischer Tendenzen und verstärkten Populismus sind diese Lichter ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts in unserer vielfältigen Stadtgesellschaft.“ Vor zwei Jahren hatte die Diversitätsdezernentin die Ramadan-Beleuchtung gar als Zeichen gegen Antisemitismus gewertet.
Zugleich werden vielerorts Ostern zum Frühjahrs- oder Hasenfest und Weihnachtsmärkte zu Lichter- oder Sternenmärkten umdefiniert. Und Schulen verzichten bei Weihnachtskonzerten „kultursensibel“ auf Weihnachtslieder.
Schule im Ramadan – mit „Religionspolizei“
Womit wir bei den Schulen wären. Dort verläuft der Ramadan gar nicht so besinnlich, friedlich und in Verbundenheit ab, wie es sich die Amtsoberchristen vorstellen. Seit fast zehn Jahren beobachtet TE denn auch das politische und gesellschaftliche Drumherum um den Ramadan – zumal in den Schulen. Bereits vor knapp zehn Jahren hatte der Autor dieses Textes geschrieben: „Lernen oder fasten – Ramadan und Schule passen nicht zusammen“.
2018 sorgte sich Ismail Tipi, muslimischer hessischer CDU-Landtagsabgeordneter und am 3. Februar 2023 viel zu früh verstorbener liebenswerter TE-Autor: „Ramadan-Zeit – Schwere Zeit. Fundamentalisten mobben westlich gesinnte Schüler im Ramadan“. Und zwei Jahre später warnte er erneut: „Fastenmonat Ramadan darf Kinder nicht gefährden.
Und es nimmt immer seltsamere Formen an. Zwei besonders progressive Lehrerinnen forderten im Frühjahr 2024 in einer Frankfurter Schule ihre 5. Klasse auf, auf das Trinken zu verzichten, weil die drei muslimischen Schüler der Klasse das ja auch nicht dürften. Zum selben Ramadan 2024 geht an die Schulen in Rheinland-Pfalz ein Schreiben mit dem Satz: „Auch die Belastungen im Sportunterricht sollen diesen Rahmenbedingungen angepasst werden.“
Das Bildungsministerium in Brandenburg verbreitete einen 14-seitigen Leitfaden zum Ramadan. Das bayerische Schulministerium legte fest, dass muslimische Schüler zum Ramazan Bayrami (Zuckerfest) an den ersten beiden Tagen vom Unterricht befreit sind. Diesmal also am 20. und 21. März 2026. In einem Hinweisblatt des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern heißt es: „Im Umgang mit dem Fasten von Schülerinnen und Schülern sind in jeder Schule individuelle Lösungen erforderlich, die zwischen den betreffenden Schülerinnen und Schülern und deren Eltern oder Sorgeberechtigten besprochen werden müssen.“ Da will das von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) betreute Projekt „Demokratie leben!“ nicht fehlen. Auch wenn Priens Ministerium aufgrund des Föderalismusprinzips Schulen rein gar nichts zu sagen hat. Aber immerhin lässt Prien zum Ramadan 2026 „praktische Tipps für Lehrkräfte“ vom Stapel:
Einheitliche Regeln für den Umgang mit muslimischen Schülern, die während des Ramadans fasten, gibt es übrigens nicht. So etwas ist der Kultusministerkonferenz (KMK) doch zu heikel. Warum eigentlich? Schließlich überbieten sich die 16 Länder hier doch im Gleichschritt gegenseitig an „toleranter“ Selbstverleugnung.
Und nun die nächste Eskalationsstufe: Muslimische Jugendliche gerieren sich im Ramadan in den Schulen als „Religionspolizei“ und zwingen Schüler zum Fasten.
Das berichtet der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, Mouhanad Khorchide: Der Ramadan werde von einigen männlichen Jugendlichen missbraucht, um Männlichkeit als Demonstration körperlicher Härte, Durchhaltevermögen und vermeintlicher religiöser Überlegenheit zu inszenieren. Mitschüler, die nicht fasten wollten oder könnten, würden mit abwertenden Bemerkungen konfrontiert. Religion entwickle sich damit zunehmend zu einer Identitätsressource, die laute: „Wir Muslime.“
Auch die Berliner Rechtsanwältin und Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Seyran Ateş warnt vor einer politischen Instrumentalisierung des Ramadans: Der Fastenmonat werde zunehmend vom politischen Islam vereinnahmt. Besonders kritisch sieht sie Einladungen zum Fastenbrechen, bei denen Politiker mit Organisationen kooperierten, die vom Verfassungsschutz beobachtet würden.
1001 Unterwerfung
Es geht nicht nur um die Frage, wie Schulen mit dem Ramadan umgehen. Nein, auch außerhalb des Ramadans findet hier Kotau über Kotau, Unterwerfung über Unterwerfung statt: Das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels darf nicht artikuliert werden. Der millionenfache Völkermord des Osmanischen Reiches 1915/16 an den Armeniern auch nicht. Bilder von Schweinen verschwinden aus Schulbüchern. Muslimische Schülerinnen sollen ohne Begleitung eines männlichen Verwandten nur dann an einer Klassenfahrt teilnehmen dürfen, wenn die Entfernung des Reiseziels nicht mehr als 81 Kilometer beträgt. Das ist die Tagesleistung eines Kamels.
Dass es in vielen Schulmensen kein Schweinefleisch mehr gibt, gilt schon als selbstverständlich. Auch für Nicht-Muslime, denn es sei ja zu befürchten, dass deren Teller trotz Spülung durch das Schweinefleisch verunreinigt und dann Muslimen vorgesetzt würden. Geschlechtertrennung gibt es nicht nur im Schwimm- und Sportunterricht, sondern auch im Klassenzimmer setzen sich Jungen und Mädchen zunehmend auseinander. Muslimische Schülerinnen lassen sich immer häufiger vom Schwimmunterricht befreien. Von einer Lehrerin, da Frau, lässt sich ein heranwachsender Pascha ohnehin nichts sagen.
All dies sind – wie auch die renommierte Frankfurter Islamforscherin Susanne Schröter sagt – Schritte der Islamisierung Deutschlands und Europas.
Folge ist aber auch: Die als „kultursensibel“ eingeforderte Selbstislamisierung wird von überzeugten Muslimen ohnehin nicht ernst-, sondern als Schwäche, eben als Unterwerfung wahrgenommen.






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