„Vergeltung“ für Räumung einer Szenekneipe: Linksextreme Gewaltwelle rollt über Berlin

In Berlin brennen in der Nacht dutzende Autos, Polizisten werden mit Pflastersteinen angegriffen. Die radikale Linke koordiniert ihre "Vergeltung".

IMAGO / Future Image
Am Donnerstagmorgen wurde die linke Szenekneipe „Meuterei“ geräumt – die Gerichtsvollzieherin wurde dabei von rund 1.100 Beamten begleitet. Zuvor wurde ein ganzer Straßenabschnitt rund um die Immobilie abgeriegelt und nur für Anwohner zugänglich gemacht – nach Polizeiangaben wurden 64 Autos umgesetzt.

Bereits im Vorfeld kündigte die linke Szene Gewalt an, es kam zu mehreren Demonstrationen, an denen in der Spitze über 1.000 Personen teilnahmen. Aus der Menge heraus wurde die Polizei mit Steinen und Pyrotechnik beworfen, die Polizei verzeichnete über 60 Festnahmen. Aufgrund starker Polizeipräsenz konnten bei den Demonstrationen selbst größere Ausschreitungen verhindert werden.

Konsequent waren die Demonstranten dagegen bei den Corona-Maßnahmen. In mehreren Situationen ermahnen die Demonstranten die Polizei, die Maske korrekt aufzusetzen. Man rühmt sich im Internet: „Bullen wegen fehlender Maske angepöbelt“.

Die Gewalt zieht sich durch die ganze Stadt. In der Nacht vor der Räumung brannten in Berlin mindestens 15 Autos ab. Trotz des sich aufdrängenden zeitlichen und räumlichen Zusammenhangs ermittelt in nur wenigen Fällen der für politische Anschläge zuständige Staatsschutz – ansonsten sind nur normale Brandschutzkommisariate im Einsatz.

Ein Ordnungsamt wurde mit brennenden Reifen angegriffen, 10 bis 15 vermummte Angreifer warfen Pflastersteine auf ein Einsatzfahrzeug, es wurde demoliert, die Insassen blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Das sind nur einige Fälle aus den letzten zwei Tagen.

Die Bilder der linken Gewalteskapaden erinnerten manche Beobachter an Bürgerkriegsregionen.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Gegen verschiedene Räumungen von Szenekneipen oder jüngst einem besetzten Haus in der Liebigstraße rebelliert die linksextreme Szene und versucht die Hauptstadt regelmäßig zum Schlachtfeld zu machen. In Telegram-Kanälen koordinieren sich die Linksautonomen systematisch, geben Positionen von „Bullenwannen“ durch, besprechen, wie man Sperren umgeht, grundsätzlich gelte die Regeln „Nie mit Bullen reden!“.

Nachdem in den letzten Jahren, insbesondere seit Rot-Rot-Grün im Amt ist, die Freiräume in Berlin sukzessive ausgebaut wurden, holt die extreme Linke offenbar zum großen Schlag aus. Die linksautonome Szene operiert zunehmend ungestört und wird zumindest teilweise aus der Regional- und Landespolitik gedeckt. Durch besonders harte „Vergeltungsaktionen“ will man autonome Freiräume erkämpfen, in die sich die Polizei gar nicht mehr hinein trauen soll.

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Kommentare ( 88 )

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Anti-Merkel
4 Monate her

Davon hört man in den Medien natürlich nichts — aber wenn auf einer Demonstration gegen die Coronadiktatur jemand einem Polizisten den Mittelfinger zeigt, ist das fast schon Terrorismus und zeigt, dass alle Gegner der Coronadiktatur Nazis sind.

November Man
4 Monate her

Die Terroristenvereinigung Antifa rennt tatsächlich mit riesigen Bannern auf den brennenden Straßen von Berlin herum; „Wir sind unregierbar.“
Das ist sie, die linksrotgrüne Anarchie.
Das Regieren will dann mal die Antifa-Führertruppe die Grünen übernehmen.
Wer die Grünen wählt, wählt linksextrem und die gewaltbereite Terroristentruppe Antifa.

kiki667
4 Monate her

Früher hätte ich mich bei Angriffen auf die Polizei empört und sie verteidigt. Das ist vorbei und lässt mich inzwischen völlig kalt. Die trauen sich doch sowieso schon nicht mehr in manche Viertel und lassen ihren Frust über ihre eigene Feigheit und ihre Aggressionen lieber an friedlichen Demonstranten, vorzugsweise Frauen und Alten, aus. Wozu also überhaupt noch Polizei in Berlin? Die können weg. Der Staatsschutz auch. Fürs Nichtstun müssen wir diese Massen an Staatsbütteln nicht bezahlen. Länderfinanzausgleich einstellen, dadurch Berlin zur Eigenverantwortung zwingen Dann müssen sie auch die Unterstützung der Antifa kürzen oder einstellen und schon dürfte sich das Problem… Mehr

Fischers Fritze
4 Monate her

„Die ich rief, die Geister,/Werd ich nun nicht los. “

christin
4 Monate her

Halb so wild, ist doch nur Berlin und bekannt. Wer in Frieden leben will, der oder die oder das sollten sich halt einen anderen Wohnort suchen.

Durchblick
4 Monate her

Bravo! Genau das verdient die Berliner Polizei. Bitte mehr davon.

StefanH
4 Monate her
Antworten an  Durchblick

Seit den unschönen Bildern auf den friedlichen Demonstrationen freu ich mich auch inzwischen, wenn die Polizei mal was auf die Mütze bekommt. Weiter so!

HGV
4 Monate her

Ich halte das nur für die Partyszene. Kein Grund zur Besorgnis. Denen ist halt bei Corona nur langweilig geworden. Kann man irgendwo in der Presse auch noch andere Berichte lesen? By the way, ist die Stärke der Antifa nicht während R2G gewachsen?

Marco Mahlmann
4 Monate her

Das Ergebnis der erlebnisreichen Nacht: Die Halter der abgebrannten Autos mit Vollkasko-Versicherung können sich mit ihrer Versicherung herumschlagen, ob sie nicht das Auto irgendwo anders hätten parken müssen, weil man ja wissen konnte, was die Linksextremen vorhatten (Stichwort Schadenminderungspflicht); wer sich kein Auto leisten kann, das es wert ist, vollkaskoversichert zu werden, ist es ohne Entschädigung los; die Halter der 64 umgesetzten Autos kriegen ein Falsch-Parken-Knöllchen und bleiben auf den Abschleppkosten sitzen; die Polizisten, die die Maske nicht ordnungsgemäß getragen haben, kriegen ein Disziplinarverfahren; die Linksextremen, die sich bei ihren Straftaten verletzt haben, kriegen eine Heilbehandlung auf Krankenkassen- bzw. Steuerzahlerkosten;… Mehr

Thorsten
4 Monate her
Antworten an  Marco Mahlmann

Aber auch bei VK hat man Selbstbehalt und Hochstufung. Noch dazu den Ärger. Da ist es Lottospiel, ob man gut bei weg kommt. Bei Luxus-Schlitten eher nicht, da hoher Wertverlust.

schwarzseher
4 Monate her

In Berlin regiert Rot-Ganzrot-Grünrot. Was das bedeutet, kann man ja schon länger beobachten und die Chancen stehen gut, daß nach der nächsten Bundstagswahl solche Verhältnisse in ganz Deutschland herrschen werden. Und KGE und Kollegen freuen sich schon darauf.

Karamba
4 Monate her

Was heißt hier linksextreme Gewaltwelle? Das ist nichts anderes als eine legitime Form der demokratischen, aktivistischen Willensbekundung. Sonst würden es doch die „richtigen Medien“ beim Namen nennen. Übrigens ist mir selbst vor einigen Monaten passiert, dass mein Benz vor der Klinik im Nachtdienst von Aktivisten „spanlos umgestaltet“ wurde. Der Polizei war es immerhin der Aufnahme eines kurzen Protokolls wert. Nach einigen Wochen kam dann ein hektographiertes Schreiben der Staatsanwaltschaft: „… ein Täter konnte nicht ermittelt werden, das Verfahren wird hiermit eingestellt.“. Also, alles easy….