Messerattacke in ICE war offenbar doch islamistisch motiviert

Sie hatten es mehr als eine Woche dementiert, nun gaben die Ermittler bekannt: Die Messerattacke eines Syrers in einem ICE war höchstwahrscheinlich islamistisch motiviert.

picture alliance/dpa/vifogra
In dem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es am Samstag eine Messerattacke gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Propagandavideos der Terrororganisation Islamischer Staat (ISIS) seien bei Abdelrahman A. gefunden worden, der drei Männer in einem ICE-Zug schwer verletzt hatte. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstagmittag mit, wie Express.at berichtet. Außerdem deuten demnach Inhalte auf dem Facebook-Account des 27-jährigen Syrers in diese Richtung.

Auf der Pressekonferenz kurz nach der Tat hatten Ermittler berichtet, der Beschuldigte hätte bei seiner Festnahme den Satz geäußert: „Ich bin krank und brauche Hilfe!“ Ein Gerichtspsychiater hätte außerdem den Syrer „begutachtet“ und diesem eine „paranoide Wahnvorstellung“ attestiert. Die schnelle Zuschreibung einer psychischen Erkrankung war in verschiedenen Medien, so auch auf TE kritisiert worden.

Ob der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war soll ein ausführliches und abschließendes Gutachten endgültig beurteilen. Die Ermittlungen hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) an sich gezogen. Das passiert immer dann, wenn ein extremistisches oder terroristisches Motiv in Erwägung gezogen wird.

Der Täter befindet sich laut Exxpress.at trotz neuester Erkenntnisse weiterhin in einer geschlossenen Psychiatrie.


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