Der Golfkrieg verdeckt das Versagen von Klingbeil-Merz – die Kleine Koalition schleppt sich über die Runden

Putin ist schuld an den Kosten des Ukrainekrieges für EU-Deutschland. Trump kommt mit dem Golfkrieg als zweiter Teufel hinzu, der an allem Bösen schuld ist. Die Zwillingsteufel verdecken alles, was die Kleine Koalition samt grünroten stillen Teilhabern sonst verantworten müsste. 

Für die Regierung Klingbeil-Merz ist der Golfkrieg propagandistisch der reine Segen, weil der politmediale Betrieb mit ihm vom chronischen eigenen Versagen prächtig ablenken kann. Putin ist weiter Schuld an den Kosten des Ukrainekrieges, die EU-Deutschland als vorderster auf Kosten der Steuerzahler zu tragen hat, die nie gefragt wurden, ob sie das wollen. Trump ist mit dem Krieg gegen das Terrorregime im Iran als zweiter Teufel hinzugetreten, der für alles Böse der Tage verantwortlich gemacht werden kann. Diese Zwillingsteufel verdecken alles, was die Kleine Koalition samt grünroten stillen Teilhabern sonst zu verantworten hätte.

Die Inflationsrate kalkuliert das Statistische Bundesamt mit 2,7 Prozent. Im Februar hatte sie bei 1,9 Prozent gelegen. Die deutlich aussagekräftigere Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, Kerninflation genannt, lag wie in den beiden Monaten zuvor bei 2,5 Prozent – erstmals seit langem niedriger als der Gesamtindex. Die Energiepreise waren im März 7,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, die Preise bei Nahrungsmitteln um 0,9 Prozent, für Dienstleistungen um 3,2 Prozent. – Dazu ist anzumerken, im Warenkorb mit rund 700 Güterarten als Messgrundlage werden die Gewichte (Wägungsschema) alle 5 Jahre aktualisiert, zuletzt 2020. Ein reales Bild der Lage gerade in Zeiten mit vielen Umbrüchen ist so nicht möglich.

Sprache ist politisch. Wer Worte und Wendungen übernimmt, ohne auf ihren Spin im Zusammenhang zu achten, transportiert den propagandistischen Inhalt der Aussage auch dann, wenn er ausdrücklich gegen ihn argumentiert. Hier ein aktuelles Beispiel in einer Agenturmeldung.

Die Steuerersparnis von Ehepaaren durch das Ehegattensplitting – und damit die Kosten für den Staat – summieren sich nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) aktuell auf rund 25 Milliarden Euro pro Jahr. Davon kommen gut 90 Prozent Ehepaaren mit Kindern zugute.

Knapp zwei Drittel gehen an Eltern mit „steuerlich zu berücksichtigenden Kindern“, also Minderjährigen und Kindern in der Ausbildung. Der Rest entfällt auf Eltern mit erwachsenen Kindern, deren Ausbildung beendet ist. Neun Prozent der Gesamtsumme, also gut 2,2 Milliarden Euro, kommen Ehepaaren zugute, die keine Kinder haben.

Wer „Steuerersparnis“ sagt, transportiert die Botschaft vom Steuernzahlen als dem Norm-Zustand und „Steuerersparnis“ als einer Art Rabatt. Der Normalzustand muss doch gedanklich sein, wenn der Bürger vom Verdienten den biblischen „Zehnten“ abgibt. Die folgende Wendung „Kosten für den Staat“ als Beschreibung ist geradezu zynisch, wird aber kaum wem auffalllen. Knöpft der Staat dem Bürger weniger ab, sind das „Kosten für den Staat“? Es sind vielmehr „Kosten“ des Bürgers, Steuern an den Staat zu zahlen. – Die er dann akzeptieren wird, wenn sich die Dienstleistung des Staates sehen lassen kann. – Weiter in der Meldung kämen 90 Prozent der „Ersparnis“ den Ehepaaren mit Kindern zugute, neun Prozent Ehepaaren, die keine Kinder haben. – Das wäre in der real existierenden Steuerwelt eine sensationell hohe Trefferquote. (Beim Ehegattensplitting rechnen Verheiratete und eingetragene Lebenspartner ihre Einkommen zusammen, teilen sie durch zwei und versteuern je die Hälfte. Das schafft die finanzielle Luft bei ungleichen Einkommen wie in der alten Alleinverdiener-Ehe, Kinder selbst groß ziehen zu können).

Die das „Ehegattensplitting“ streichen wollen, verstecken im Wortgeklingel „Kosten für den Staat“ und „Steuerersparnis“ ihr wahres Ziel: die Vernichtung der Reste von Familienstrukturen der Bürgergesellschaft und zugleich die Eingliederung in die NGO-gesteuerte „Zivilgesellschaft“ mit ihren zentralen Dienstleistungen der Zensur der Meinung und der Mobilisierung zu Aufmärschen für die Regierungspropaganda und gegen jede Opposition.

Christian Rieck  erklärt, warum die Streichung des „Ehegattensplittings“ nicht nur ein weiterer sozialistischer Raubzug an der arbeitenden Bevölkerung ist, sondern erneut ein direkter Angriff auf die Familie und damit die Geburtenrate im Allgemeinen. Mit der erwünschten Folge, eine gigantische Steuererhöhung mit der Schädigung der bösen Familie durchsetzen zu können, die aus sozialistischer Sicht Kinder nach der Geburt bei den Sozialeinrichtungen des Staates abzugeben hat. Um den schädlichen Einfluss der Eltern auf die Kindererziehung zu vermeiden und Mutter wie Vater ins Ganztagsarbeitsleben zu zwingen.

Warum Wahlen im Parteienstaat nicht zu tatsächlichen Richtungswechseln führen können, wurde auf TE vielfach beschrieben. Eine ähnliche Wirkung wie Umfrage-Ergebnisse haben sie allerdings schon. Roland Tichy hat das nach den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beschrieben. Das aktuelle Demoskometer weist auf den Niedergang der SPD hin, die nun sogar drei Prozentpunkte hinter den Grünen gemessen wird.

Der SPD-Pegel fügt sich in den langfristigen Verlust der SPD ihrer historischen Rolle als Arbeiterpartei ein. Die kommenden Landtagswahlen des Jahres werden diesen Trend fortschreiben, sagen alle Kundigen.

Für noch mehr Stimmen, die anders als durch Wahl der AfD ihre Ablehnung der Herrschaft des Parteienstaats nicht zum Ausdruck bringen können, sorgt die Kleine Koalition Klingbeil-Merz regelmäßig wie nun beim roten Teppich für den syrischen Machthaber, der Andersgläubige und Andersdenkende auch verfolgen lässt.

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Kommentare ( 12 )

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humerd
34 Minuten her

Geburtenrate, es ist mitnichten so, dass alle Geborenen einmal Steuern- und Beitragszahler sein werden – das war es noch nie. Unsere Neubürger moslemischen Glaubens, sowie die große Gruppe Bürgergeldempfänger halten die Geburtenrate immer noch hoch. Dazu noch die Zustände in den KiTas und Schulen anschauen und sich dann ernsthaft überlegen, ob man das seinen Kindern wirklich antun kann und will. Die Abschaffung des Ehegattensplittings ist die logische Konsequenz und bewahrt ungeborene Kinder vor diesen Zuständen.
immer noch 15% für die Grünen
Auf die Frauen können sich die Grünen halt verlassen. Frauen sind deren große Wählergruppe.

Lizzard04
41 Minuten her

So ist es, meine verdummte, noch immer grün wählende Nachbarin, kam auch eines Tages mit der Frage um die Ecke, sie verstünde gar nicht, wieso der Diesel subventioniert würde! Propaganda wirkt eben!

Biskaborn
44 Minuten her

Immer noch 12% für die SPD und fast noch schlimmer, vom Ergebnis für die CDU abgesehen, die 15% für die Grünen. Da erübrigt sich jeder Kommentar!

Nibelung
54 Minuten her

Steuersparnis nennt man das Geld, was man den Leuten vorher abgenommen hat um es anschließend in Teilen wieder zurück zu vergüten und alle Arten von Subventionen sollte man in die Tonne treten, denn es wird von der Politik nur zur Augenwischerei benutzt und wer fleißig ist und sparsam, kommt auch ohne die Wohltaten der Regierung zurecht und andere sollte man das fürchten lehren, sofern sie nicht alt und krank sind, was eine andere Sache wäre um Hilfe zu gewähren, wenn sie nachweislich von Nöten wäre. Das Leben generell war noch nie ein Zuckerschlecken und die sozialistische Idee alle Berge abzutragen… Mehr

Wilhelm Roepke
56 Minuten her

Natürlich ändern Wahlen etwas. Aber 51% schafft man nicht aus dem Stand. Wenn der Karren tief genug im Dreck steckt, klappt es schon.

Trump und Joe Biden sind der Beweis.

Haba Orwell
1 Stunde her

> Trump ist mit dem Krieg gegen das Terrorregime im Iran als zweiter Teufel hinzugetreten, der für alles Böse der Tage verantwortlich gemacht werden kann. Wie „Haaretz“ kürzlich meldete, für das Trump-Terrorregime muss neulich Vance regeln, der alte Zöpfe abschneiden will: https://tkp.at/2026/03/30/31-tag-im-angriffskrieg-israels-und-der-usa-gegen-den-iran-ticker-2100-uhr/ (zum Ende): > „… J.D. Vance, den Trump anstelle seiner üblichen Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff mit der Leitung der heiklen Verhandlungen mit dem Iran betraut hat, will den Iran hinter sich lassen, und es ist ihm eigentlich egal, wo das Israel zurücklässt. Und das gilt umso mehr, als die meisten Amerikaner diesen Krieg ebenfalls beenden wollen;… Mehr

H. Hoffmeister
1 Stunde her

Wann wird diese Obrigkeit endlich vom Wähler abgestraft ? Wie kann es sein, dass in BW und RP wieder die Mehrheit der Bürger den Niedergang gewählt hat ? Trotz Wahlmöglichkeiten ist die Lage wohl aussichtslos und wird im wirtschaftlichen Zusammenbruch enden. Die Fichte, hinter der sich der Großteil der Wahlschafherde aufhält, hat einen rekordverdächtigen Stammumfang.

a.bayer
1 Stunde her

Forsa sieht die Sozis bei 12%, INSA bei 14% und Allensbach (12.3.) bei 16%. Ein Absturz der SPD lässt sich hieraus -leider- noch nicht ableiten.

Last edited 1 Stunde her by a.bayer
Haba Orwell
1 Stunde her

> Das aktuelle Demoskometer weist auf den Niedergang der SPD hin, die nun sogar drei Prozentpunkte hinter den Grünen gemessen wird

15% für die „Öko“-Suizidpartei? Die Michels haben sich knallharte Scharia für all die Blödheit-Sünden verdient. In Polen gibt es eine Partei der Grünen, irgend etwas um 0,5%.

Kassandra
47 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Polen ist ja auch ganz anders – nicht wahr?
Von den Gläubigen dort bis dahin, dass örr wie msm nicht Regierungsanhängsel sind. Noch nicht.
Wie wurde denn dort „das Ende des Wachstums“ seit Erscheinen propagiert – und wie bei uns?

Haba Orwell
1 Stunde her

> Putin ist schuld an den Kosten des Ukrainekrieges für EU-Deutschland. Trump kommt mit dem Golfkrieg als zweiter Teufel hinzu, der an allem Bösen schuld ist.

Trump hätte den Iran gar nicht angreifen müssen. Reagan wusste noch, wie man Israel „Nein“ sagt.

Biskaborn
43 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Warum Israel Nein sagen? Israel ist in der dortigen Gegend die einzige Demokratie und hat jedes Recht sich zu verteidigen!